Verlagsgruppe Droemer Knaur



Absolute Angst

Einleitung

Ein Unbekannter fordert Blutzoll in New Orleans. Seine Taten versetzen die junge Eve in Panik.

Die Schreckensschreie der schönen Fotografin Abby Chastain sind noch nicht verhallt, da legt US-Psychothriller-Expertin Lisa Jackson einen Roman nach, der sich ebenfalls um die Geheimnisse der düsteren Nervenheilanstalt Our Lady of Virtues rankt. In „Cry. Meine Rache ist dein Tod“ versetzt ein Massenmörder mit Verfolgungswahn die junge Eve Renner aus New Orleans in Angst und Schrecken. Für alle Leserinnen, die sich schon in „Shiver“ in den smarten Detective Reuben Montoya verknallt haben: Er ermittelt auch in diesem Fall. Und sorgt für den ganz großen Prickelfaktor ...

Die eiskalte Faust der Angst hat sich um Eve Renners Herz geschlossen: erst der aufgeregte Anruf ihres guten Freundes Roy, der ihr in der Abgeschiedenheit der Südstaaten-Sümpfe „neue Beweise im Fall Dr. Renner“ vorlegen will. Eves Vater, ein bekannter Arzt, ist nämlich unter üblen Verdacht geraten: Er soll den Tod einer Patientin verschuldet haben. Dann Eves Streit mit ihrem Lebensgefährten Cole, der verhindern will, dass sie nachts in die einsamen, gefährlichen Sümpfe fährt. Cole Dennis ist Anwalt – er leistet Eves Vater Rechtsbeistand. Und jetzt das:

Nervös stieß Eve die Tür auf. Die rostigen Angeln knarrten. „Roy?“. Sie vernahm ein kaum hörbares Stöhnen. Mit gesträubten Nackenhaaren tastete sie nach dem Lichtschalter. Ein Klick, dann erleuchtete die alte Deckenlampe das Zimmer. Sie schrie auf. Roy lag vor dem metallenen Bettgestell am Boden. Sein Gesicht war blutüberströmt, Blut sickerte aus seiner aufgeschlitzten Kehle und bildete eine dunkle Lache auf dem Fußboden. (...) Ihr Blick fiel auf die Wand, und sie erstarrte: Über Roys Kopf stand mit Blut eine Zahl geschrieben: 212.

Doch es kommt noch schlimmer: Während Eve hektisch versucht, das Weite zu suchen – ein Knarzen! Ist der Mörder noch in der Hütte?! – rutscht sie auf Roys Blut aus und schlägt mit dem Kopf gegen die Wand. Sie kämpft gegen die Bewusstlosigkeit an, kann sich aufrappeln, stürzt zum Fenster. Nichts wie raus hier!

Da sah sie ihn. In der Scheibe.
Er hielt etwas in der Hand. Richtete es auf sie.
Sie erkannte ihn auf Anhieb. 
Cole! Der Mann, den sie liebte!
Cole Dennis wollte sie erschießen?
NEIN! Peng!
Eine Stichflamme schoss aus dem Pistolenlauf, Glas splitterte. Weißglühender Schmerz schoss durch ihren Kopf. Ihre Knie gaben nach. 

Schnitt. Drei Monate später. Eve hat sich fast schon daran gewöhnt, Kopfschmerztabletten in rauen Mengen zu schlucken. Das wichtigste ist, dass ihre Kopfverletzung heilt – und sie überhaupt mit dem Leben davon gekommen ist. Die schöne Frau verlässt das Haus ihres Bruders, bei dem sie Zuflucht fand, und fährt allein zurück nach New Orleans. So gut Eve sich körperlich auch erholt hat, so tief sitzen die seelischen Wunden. Warum hat der Mann, den sie heiraten wollte, auf sie geschossen? Welch drastische Reaktion für eine Eifersuchtsattacke! Eve muss irgendwie lernen, loszulassen und weiterzuleben. Zunächst einmal will sie sich um ihren Vater kümmern. Dr. Renner, ehemals Arzt in der berühmt-berüchtigten psychiatrischen Klinik Our Lady of Virtues, braucht jetzt ihre Hilfe. 

Cole sitzt unterdessen in Untersuchungshaft und wird von Reuben Montoya auseinandergenommen. Der traut dem advocatus diaboli alles zu, darf ihn jedoch nicht länger festhalten. Und so muss der beunruhigend attraktive Detective seinen Hauptverdächtigen in der grausamen Mordsache "212" laufen lassen. 

Montoya konnte nur hoffen, dass der Scheißkerl in seiner Wut einen weiteren Fehler beging. Und dann würde er, Montoya, Cole Dennis bis ans Ende seines erbärmlichen Lebens hinter Gitter bringen.

Und wirklich: Es dauert nicht lange, und Cole tut etwas völlig Falsches. Setzt er sich doch unmittelbar nach seiner Freilassung ins Auto, fährt nach New Orleans und heftet sich seiner Ex-Verlobten an die Fersen. 

Weitere fürchterliche Verbrechen erschüttern New Orleans. Das Blut seiner Opfer dient dem Ritualmörder als Farbe für seine ebenso makaberen wie kryptischen Schmierereien am Tatort: 212. 101. 111. 323. Welchem teuflischen Plan folgen die Morde? Zunächst scheint es keinerlei Verbindungen zwischen den Opfern zu geben ... 
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