Verlagsgruppe Droemer Knaur



Wolf Serno - der Geschichtenerzähler

Einleitung

Wolf Sernos historischer Kriminalfall "Hexenkammer"

Wolf Serno weiß zu erzählen. Das hat er bereits mit seinem Debüt Der Wanderchirung unter Beweis gestellt. Ebenfalls im 16. Jahrhundert angesiedelt ist der Folgeband Der Chirurg von Campodios, auch hier geht es um die beiden großen Serno-Themen Abenteuer und Seefahrt verwoben mit der Geschichte der Medizin. Serno schreibt »Sittengemälde und Abenteuerromane von bester Qualität«, resümiert die Presse landauf, landab. Und erreicht damit seine Leserinnen und Leser in großer Zahl. 

 

Mit Hexenkammer legt Wolf Serno seinen zweiten historischen Kriminalroman vor - wieder hervorragend recherchiert, spannend und leidenschaftlich geschrieben. Serno lesen, das ist wie Kino im Kopf oder, um die Hamburger Morgenpost zu zitieren: »kinoreif - wunderbar!«

 


Auch in diesem Roman entführt Wolf Serno ins 16. Jahrhundert. Der Alchemist Lapidius, der erst seit kurzem in dem Städtchen Kirchrode im Harz lebt, wird um medizinische Hilfe in einem schwierigen Fall gebeten. Das junge Kräuterweib Freyja Säckler, das der Hexerei angeklagt wird, ist zusammengebrochen. Lapidius ahnt, dass es nicht die Folter ist, die der Frau so zugesetzt hat, sondern dass sie infiziert ist mit der Syphilis, die in jenen Tagen ganz Europa überzieht.


Lapidius beschließt, um das Leben der jungen Frau zu kämpfen, denn er ist davon überzeugt, dass sie zu Unrecht angeklagt ist. Und er weiß auch, wie er sie von ihrer schweren Krankheit heilen kann: durch eine Kur in seiner Hitzkammer. Man gewährt ihm zwanzig Tage, doch die Zeit wird knapp, als Frauenleichen gefunden werden, in die Freyjas Initialen eingeritzt sind. Die Einwohner von Kirchrode fordern Freyjas Kopf ...


Der deutsche Bestseller-Autor hat lange als Werbetexter gearbeitet und war 20 Jahre lang als Creative Director in großen Agenturen tätig. Ganz bewusst geht er mit Sprache um, spielt mit verschiedenen Stilebenen, Dialekten und Redewendungen. »Jede Romanfigur hat eine bestimmte Art zu sprechen und zu reagieren. Ich feile lange an den Dialogen«. Nach dem Kommunikationsstudium wurde Serno als Juniortexter von einer großen Werbeagentur engagiert - seither hat er immer mit Sprache zu tun. Und schon zuvor: Während seiner Bundeswehrzeit schrieb er Liebesbriefe für seine Kameraden - Cyrano Serno: »Wenn Sie als Werbetexter richtig gut sind, dann können Sie verschiedene Sprech- und Spracharten schöpfen, weil die Zielgruppen so verschieden sind«. Serno hat Lehrbücher für Werbetexter geschrieben und war Dozent an der Werbefachschule in Hamburg. 


Nach 30 Jahren in der Werbung entstand bei Wolf Serno der Wunsch, für sich selbst zu schreiben. Das macht er heute, ohne den Druck gelegentlich nörgelnder Kunden, aber dafür mit umso mehr Freude und Lust an der Arbeit. Er ist von zwei großen Feldern fasziniert – einerseits von der alten Medizin, andererseits - als gebürtiger Hamburger - von der See. Was lag näher, als in seinen historischen Romanen diese zwei Themen zu kombinieren. Serno strahlt Gelassenheit aus. Gleichzeitig spricht er so, wie er schreibt: präzise und diszipliniert. »Ich schreibe nicht schnell, aber sehr regelmäßig«. Und dies am liebsten in seinem Gartenhäuschen, das regelmäßige Schnarchen seiner zu Füßen liegenden Hunde im Ohr.

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