Verlagsgruppe Droemer Knaur



Elisabeth I. von England

08.07.2010

1533 - 1603

1533 als Tochter Heinrich VIII. und dessen zweiten Frau Anne Boleyn in Greenwich (heute London) geboren, übernahm Elisabeth die englische Krone 1559 von ihrer katholischen Halbschwester Maria I., genannt "Bloody Mary".
Die junge Königin begann ihre Herrschaft in einer äußerst angespannten Zeit. Die englische Wirtschaft lag am Boden, das Land war von Glaubenskriegen zerrissen und befand sich im Krieg mit Frankreich. Das unter ihrem Vater Heinrich VIII. erstarkte Parlament war selbstbewusst und musste als einflussreicher Regierungsfaktor mit einbezogen werden. Von der katholischen Kirche als "Bastard" bezeichnet, war sie auch bei den katholischen Herrschern Europas nicht als legitime Thronerbin anerkannt. Doch die hochgebildete, intelligente und ehrgeizige Königin leitete mit Hilfe eines neuen Beraterstabes schnell entscheidende außenpolitische und wirtschaftliche Maßnahmen ein. Do konnte sie 1559 den Krieg gegen Frankreich beenden, die Wirtschaft stabilisieren und die angehäuften Schulden bezahlen.

Unter Elisabeth gelang dem kleinen und bisher eher unbedeutenden England der Aufschwung zu einer bedeutenden Macht in Europa. Sie förderte nicht nur die höfische Etikette, die die Adeligen an den Hof und somit unter ihre unmittelbare Kontrolle zwang, sondern auch das Theater als politisches Instrument zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung.

Mit der Verabschiedung der Anglikanischen Artikel wurde die anglikanische Kirche 1563 wieder zur einzigen Staatskirche und so die von Maria I. betriebene Rekatholisierung Englands rückgängig gemacht.
Das Land entwickelte sich zur Seemacht und neben reichem Handel sorgten nicht zuletzt die Raubzüge des englischen Kapitäns Francis Drake, der von den Kolonien heimkehrende spanische Schiffe überfiel, für wirtschaftlichen Aufschwung.

1568 ließ Elisabeth die schottische Königin Maria Stuart, die Ambitionen auf den englischen Thron hatte, festsetzen und schließlich 1587 aufgrund von Verschwörungsplänen enthaupten.

Der nie offiziell erklärte Seekrieg mit Spanien, war für beide Seiten verlustreich und hinderte Elisabeth am Aufbau von englischen Kolonien in Nordamerika. 1593 brach in Irland ein blutiger Aufstand gegen die englische Besatzung aus, der die Staatskasse extrem strapazierte und Elisabeths Ansehen in der Bevölkerung schadete.

Elisabeth, die unverheiratete, „jungfräuliche“ Königin begründete in ihrer 44 jährigen Herrschaft eine kulturell und wirtschaftlich blühende Ära, auch das „Elisabethanische Zeitalter“ genannt. 1603 starb Elisabeth im Alter von 70 Jahren und hinterließ ihren Thron Jakob I., dem schottischen König und Sohn Maria Stuarts.

Die Autorin

Corina Bomann

Portrait von  Corina Bomann

Corina Bomann, 1974 in Parchim geboren, lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern. Nach „Die Spionin“ ist „Das Krähenweib“ ihr zweiter historischer Roman, in dem sie erneut eine starke Frauenfigur erschafft und eine beeindruckende historische Kulisse vor den Augen des Le.

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Friedrich Ani – Süden

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