Verlagsgruppe Droemer Knaur



Putzen mit Justyna

07.01.2011
Herzlich Willkommen!

Seit mehr als zehn Jahren schaue ich nun schon unter Betten, hinter Schränke und in dunkle Winkel deutscher Wohnungen. Ich werde oft gefragt, ob ich nicht ein paar Putztipps hätte und tatsächlich bin ich nach zehn Jahren professionellem Putzen eine Spezialistin auf diesem Gebiet.

Allein schon, um mir selbst die Arbeit zu erleichtern, habe ich allerhand Tricks gesammelt, die ich gerne mit Ihnen teilen möchte.
Ob in Küche, Bad oder Wohnbereich, überall gibt es kleine Kniffe, die Flecken verschwinden lassen, Altem zu neuem Glanz verhelfen und das Saubermachen vereinfachen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Stöbern und bleiben Sie sauber!

Ihre Justyna Polanska


Küche

Herd, Ofen und Grill

Weil niemand gerne mit dem Kopf im Backofen herum fuhrwerkt, vermeidet man Schmutz dort am besten gleich. Damit der Boden des Backofens sauber bleibt, kann man ihn einfach mit Alufolie auslegen (matte Seite nach unten). Wird er trotzdem schmutzig, einfach die Verunreinigungen mit etwas Salz bestreuen und den Backofen so lange erhitzen, bis das Salz braun wird. Danach kann man Salz samt Flecken einfach mit einem Küchentuch auswischen und den Ofen wie gewohnt auswaschen.

Unangenehmen Geruch im Backofen kann man leicht vertreiben, indem man Orangen- oder Zitronenschalen kurz darin erhitzt.

Es grillt zwar jeder gern, doch mit einem verkrusteten Grillrost mag sich niemand auseinandersetzten. Das Saubermachen kann man auch ruhig auf den nächsten Tag verschieben, wenn man den Rost nach dessen Benutzung in nasses Zeitungspapier einwickelt – dann geht es später sogar noch einfacher! Statt normalem Scheuermittel kann man übrigens auch Kaffeesatz verwenden.

Bei verkrusteten Backblechen hilft es dagegen, sie über Nacht in einen feuchten Raum zu stellen. Dann kann man die Kruste am nächsten Tag ganz einfach mit Papier abwischen.

Wenn Kuchenbleche von Obstkuchen eine braune Zuckerkruste bekommen haben, kann man sie leichter reinigen, indem man sie erwärmt und dann mit einem weichen Papier abreibt.
Bei hartnäckiger Verkrustung hilft wieder Salz. Einfach drüber streuen, solange das Blech noch heiß ist und in Ruhe abkühlen lassen. Danach kann man es mit einem Küchenpapier säubern und anschließend zur Pflege mit Öl einreiben.

Herdplatten lassen sich leicht mit Alufolie reinigen. Die Folie einfach zu einer Kugel formen und in kreisenden Bewegungen die Platte abreiben. Ein anderer guter Trick, um die Rillen der Platte zu säubern, ist es, sie leicht zu erwärmen, dann Backpulver darauf zu streuen und mit der groben Seite des Spülschwamms zu bearbeiten.

Cerankochflächen lassen sich leicht mit einem Klecks Metallreinigungscreme und einem Küchentuch säubern.

Fettspritzer wischt man am besten schnell vom noch heißen Herd ab, dann kann man sich später aufwendiges Schrubben sparen.

Besteck
Besteck lässt sich am besten mit ganz heißem Wasser spülen, weil sich warmes Metall leichter reinigen lässt und auch Fett sich bei Hitze besser löst. Allerdings immer Spülhandschuhe anziehen, sonst leiden die Hände!

Bei Besteck mit Holz- oder Kunststoffgriffen sollte man der Versuchung der Spülmaschine widerstehen, weil sich sonst mit der Zeit die Griffe lösen. Auch langes Einweichen ist aus diesem Grund Tabu!
Sind Holzkochlöffel dunkel geworden, werden sie wieder hell, indem man sie mit einer konzentrierten Salzlösung abbürstet. Man kann sie auch mit Wasserstoffperoxyd bestreichen und in der Sonne trocknen lassen. Danach aber lange und gründlich anspülen und vor dem ersten Benutzen wieder trocknen lassen.

Ist das Messer stumpf geworden und man hat keinen Schleifstein parat, kann man auch den unteren Rand eines nicht glasierten Porzellantellers verwenden.

Silberbesteck ist zwar wunderschön aber pflegeintensiv. Am besten bewahrt man es in Alufolie eingeschlagen auf, dann läuft es nicht so schnell an. Man kann auch zusätzlich noch ein Stück Kreide in die Besteckschublade legen. Das bindet die Feuchtigkeit und das Anlaufen des Silbers wird ebenfalls verlangsamt.

Hat sich Silber doch verfärbt, kann man das Besteck einfach in das gesalzene Kochwasser von Kartoffeln legen und noch ein Stück Alufolie dazugeben. Durch die chemische Reaktion in diesem Bad wird das Silber wieder blank.
Statt speziellem Silberreinigungsmittel kann man ansonsten ganz normale Zahnpasta nehmen.

Will man Messing wieder auf Hochglanz trimmen, poliert man es am besten mit Zitronensaft.
Zinn lässt sich dagegen hervorragend mit abgestandenem Bier reinigen, damit bleibt auch die Patina erhalten.
Zum Polieren sämtlicher Metalle hat sich außerdem die ungesalzene Kochbrühe weißer Bohnen bewährt.



Geschirr
Lippenstift sieht super aus und benutze ich selber gern – nur auf Gläsern ist er lästig. Die Spuren einfach vor dem Spülen mit ein wenig Salz einreiben, dann kann man sie leicht wegwischen.

Teeränder in Tassen oder Kannen lassen sich gut mit Backpulver entfernen. Einfach Pulver in das Gefäß geben und mit heißem Wasser auffüllen. Einige Stunden ziehen lassen und danach ausspülen. Wenn doch noch Rückstände bleiben, lassen die sich mit einem Tuch gut wegwischen.

Damit Gläser streifenfrei glänzen, kann man einen Spritzer Zitronensaft ins Spülwasser geben, dann perlt das Wasser schneller ab. Am besten poliert man sie danach mit einem fusselfreien Tuch. Wenn man sie häufiger zum Trocknen stehen lässt, bilden sich Kalkränder.
Aber auch die kriegt man später wieder los, indem man das Glas mit Essigessenz reinigt.

Biergläser sollte man nach dem Abwaschen immer noch einmal mit klarem Wasser ausspülen, sonst bildet sich keine hübsche Schaumkrone beim Einschenken.

Thermoskannen sind zwar wahnsinnig praktisch – nur das reinigen kann schwierig werden. Wenn man keine Lust hat, ewig mit der Flaschenbürste zu schrubben, kann man auch einfach so viel Salz in die Kanne geben, dass es sich nicht ganz auflöst und danach kräftig schütteln. So lassen sich Rückstände gut entfernen. Evtl. in einem zweiten Durchgang wiederholen.
Der Schüttel-Trick funktioniert auch gut mit einer Handvoll Reis, Wasser und einem Schuss Spülmittel. Auch Eierschalen oder Kaffeesatz eigenen sich hierfür. Diese Methode hilft übrigens auch bei schlanken Vasen, wenn man zum Schütteln ihre Öffnung abdeckt.
Wer auch zum Schütteln keine Lust hat, kann die Kanne auch zu drei Vierteln mit warmem Wasser füllen und Backpulver oder Natron darin auflösen. Nach zwei bis drei Stunden gut ausspülen und die Kanne ist sauber.
Eine Thermoskanne sollte außerdem immer offen aufbewahrt werden, damit in ihr kein muffiger Geruch entsteht.

Schüsseln und Dosen aus Kunststoff nehmen leicht Essensgerüche an und können auch nach dem Spülen noch müffeln. Dagegen hilft es, sie mit Zitronensaft abzureiben.

Brettchen oder Arbeitsplatten, in denen sich Zwiebelgeruch festgesetzt hat, kann man mit Zahncreme bestreichen. Nach einer kurzen Einwirkzeit gründlich abspülen und der Zwiebelgeruch ist verschwunden.

Kühlschrank
Ein Sammelbecken für Keime und Bakterien im Haushalt ist der Kühlschrank. Deswegen sollte man ihn regelmäßig reinigen, am besten mit einer Essiglösung, denn die hilft auch gegen unangenehme Gerüche.

Sollten Gerüche sich auch durch Putzen nicht vertreiben lassen, kann man auch eine Untertasse mit einem Esslöffel Natron hineinstellen, der den Geruch vertilgt.

Wenn man das Gefrierfach abtaut stellt sich zwangsläufig der Frage: wohin mit dem Gefriergut? Das hält sich einige Stunden kalt, wenn man es in eine dicke Schicht Zeitungspapier einwickelt. Am besten taut man das Gefrierfach aber im Winter ab, wenn es draußen richtig kalt ist, denn dann kann man die Lebensmittel auch gut auf dem Balkon zwischenlagern.

Wenn man das Abtauen rasch hinter sich bringen will, kann man Töpfe mit heißem Wasser ins Gefrierfach stellen.


Töpfe und Pfannen
Chrom- und Edelstahltöpfe werden wieder blank, wenn man sie mit kalter Essigessenz auswischt. Man kann aber auch frischen Spinat darin kochen, denn die im Spinat enthaltene Oxalsäure reinigt gründlich – und wie schön ist es doch, wenn der Topf nach dem Kochen sauberer ist als vorher!

Sind Speisereste im Wok fest gebraten, kann man einfach Spülmittel auf eine Kartoffelhälfte geben und sie damit abreiben.

Essensreste lassen sich leichter vom Topfboden lösen, wenn man den noch heißen Topf umdreht und auf den Boden kaltes Wasser laufen lässt.
Angebranntes am besten in Salzwasser einlegen, dann lässt sich der Belag leicht entfernen. Lässt sich Angebranntes auch damit nicht ablösen, kann Sauerkraut helfen. Auf dem Topfboden verteilt und ein wenig Wasser aufgekocht, löst es auch kartnäckige Reste.

Damit bei einer brandneuen Bratpfanne nichts anklebt, sollte man sie vor dem ersten Benutzen mit Essigessenz auskochen. Man sollte Pfannen außerdem so selten wie möglich mit Spülmittel reinigen, weil dadurch das Anbrennen gefördert wird. Besser einfach mit heißem Wasser abspülen und dann mit Küchentüchern auswischen. Muss man doch einmal mit Spülmittel ran, sollte man die Pfanne nach dem Abtrocknen mit Pflanzenöl ausreiben.

Vermischte Putztricks
Wenn man das Brotfach einmal in der Woche mit Essigessenz auswischt, kann man Schimmelbildung verhindern.

Verfärbte Kunststoffspülbecken bekommt man über Nacht sauber, wenn man sie bis zum Rand mit Wasser füllt und zwei Gebissreinigungstabletten darin auflöst.

Sind die Schrankwände einer Holzküche fettig geworden, kann man sie mit einer leichten Essigessenzlösung reinigen. Zum Auftragen verwendet man am besten Fensterleder, damit der Holzschimmer erhalten bleibt.

Stören unangenehme Gerüche aus dem Abfluss, löst man Soda in kochendem Wasser auf und spült den Abfluss damit.
Um einen verstopften Abfluss zu vermeiden, gießt man ein bis zwei Esslöffel Spülmittel hinein, lässt es zehn Minuten einwirken und spült dann mit kochendem Wasser nach. Diesen Vorgang sollte man alle viertel Jahre wiederholen.

Zerbricht einem ein Glas kann das zwar Glück bringen – die Scherben wollen aber trotzdem beseitigt werden. Haben Sie die großen Stücke mit Kehrblech oder Staubsauger beseitigt, lassen sich feine Splitter am besten mit einem feuchten Wattebausch entfernen.

Gestank aus dem Mülleimer kann man mit Katzenstreu vermeiden. Einfach eine dünne Lage in jeden neuen Beutel einstreuen und unangenehme Gerüche und Feuchtigkeit werden davon aufgesaugt.



Badezimmer

Waschbecken

Um Verstopfungen des Abflusses vorzubeugen, sollte man regelmäßig Sodawasser hineingießen. Dazu eine Lösung aus zwei Litern Wasser und drei Esslöffeln Soda erstellen, aufkochen und sofort in den Ausguss geben.

Ist der Wasserhahn verkalkt, kann man ihn einfach mit einem mit Essig getränkten Küchentuch einwickeln und das über Nacht einwirken lassen.

Tropft der Wasserhahn, sollte man keine Zeit verlieren und sofort die Dichtung austauschen, das spart Wasser, Geld und Nerven.
Wenn das Tropfen ausgerechnet nachts beginnt und man nicht sofort die Zange zücken will, kann man auch einen Bindfaden an Hahn anbringen, der bis zum Abfluss reicht, dann kann der Tropfen elegant und vor allem leise ins Becken fließen.
Hat das stete Tropfen gelbe Kalkflecken im Becken hinterlassen, kann man diese mit Zitronensaft entfernen.

Gegen den weißen Belag in Zahnputzgläsern hilft es, sie einmal die Woche mit einer warmen Kochsalzlösung auszuwaschen.

Dusche und Badewanne
Ist der Duschkopf so verkalkt, dass das Wasser in alle Richtungen spritzt, kann man ihn einfach abschrauben und über Nacht in heiße Essiglösung einlegen. Am Morgen mit einer Bürste abschrubben. Löst sich der Kalk danach nicht vollständig, muss man die Behandlung wiederholen.

Fleckige Duschvorhänge kann man einfach mit Wannenspray einsprühen und später abspülen. Man kann den Vorhang aber auch in der Maschine waschen, aber dabei bitte die Waschanleitung beachten.
Neue Schimmelbildung verhindert man, indem der Vorhang vor dem Aufhängen einige Zeit in Salzwasser eingelegt wird.

Der Duschvorhang gleitet übrigens wunderbar leicht über die Stange, wenn man darauf ein wenig Vaseline mit einem Papiertuch verteilt.

Der beste Zeitpunkt eine Badewanne oder Dusche zu putzen, ist übrigens direkt nachdem sie jemand benutzt hat, denn dann ist der Schmutz schön eingeweicht.

Fliesen
Sind Fliesenfugen nicht mehr weiß, kann man sie mit Schlämmkreide wieder reinigen. Einfach mit einer alten angefeuchteten Zahnbürste putzen. Man kann zur Reinigung auch in Wasser gelöstes Backpulver verwenden oder die Fugen mit schmal gefaltetem Schleifpapier wieder sauber bekommen.

Sind die Fliesen stumpf geworden, kann man sie mit in Spirituslösung getränktem Fensterleder oder Zeitungspapier reinigen. Auch mit Wachs oder Leimöl bringt man sie wieder zum glänzend, aber Vorsicht: Wegen der Rutschgefahr nicht auf dem Boden verwenden!

Spiegel
Der Spiegel glänzt wieder, wenn man ihn mit einer halbierten Kartoffel abreibt. Anschließend mit klarem Wasser nachwischen und mit Küchenkrepp trocken reiben.

Angelaufene oder blinde Spiegel werden wieder blank, wenn man sie mit einer warmen Spirituslösung oder Leinöl behandelt und anschließend aufpoliert.

Um das Beschlagen des Spiegels zu vermeiden, kann man ihn vor dem Duschen mit Seife einreiben und dann nachpolieren. Auch ein Antibeschlag-Tuch aus dem Autozubehör oder ein Brillenputztuch können das lästige Beschlagen verhindern.

WC
Braune Ränder im WC verschwinden, wenn man Backpulver oder Natron darauf streut und es etwas einwirken lässt. Anschließend abspülen.
Auch Cola Reste, die man ins WC gießt und einige Zeit einwirken lässt, können lästige Ränder bekämpfen.

Schwer zugängliche Stellen im WC werden mit Gebissreiniger wieder sauber. Einfach eine Tablette in die Toilette werfen, einwirken lassen und nachspülen.

Damit die Klobürste nicht unangenehm riecht, legt man einfach einen Seifenrest auf den Boden des Bürstenhalters.

Wohnzimmer

Sofa

Sitzpolster sollte man nie mit normalen, seifenhaltigen Reinigern behandeln, denn die klebrigen Rückstände lassen sich kaum richtig entfernen und können zu schnellerer Neuverschmutzung führen.
Um Sofas aufzufrischen, gibt man feuchtes Salz in ein Tuch und reibt die Polster mit leichtem Druck in Strichrichtung ab. Das Salz kann später einfach abgesaugt werden.

Bei Bezügen aus Baumwolle oder Leinen entfernt man Schmutzstellen mit einem weichen Radiergummi.
Samtbezüge lassen sich von Staub befreien, indem man eine Bürste in Salz taucht und damit die Polster abbürstet.
Seide und Gobelinbezüge auch am besten trocken reinigen. Die empfindlichen Bezüge einfach mit Speisestärke abreiben und anschließend wieder abbürsten.

Werden Polstermöbel (nicht Seide und Gobelin!) hin und wieder mit Essigessenz abgebürstet, sind sie unempfindlicher gegen Verschmutzung.



Möbel
Eine 1:1 Mischung aus Öl und Rotwein ergibt eine gute Möbelpolitur.

Eichenmöbel werden wieder wie neu, wenn man sie mit warmem, hellem Bier abreibt und anschließend gut nachpoliert.

Bei Mahagonimöbeln sollte man schwarzen Tee oder milde Essigessenz verwenden.

Stumpfe Holzmöbel erhalten durch eine Politur mit Olivenöl ihren Glanz zurück

Lackierte Möbel kann man einfach mit milder Seifenlaufe abwischen und anschließend trocken reiben.
Lasiertes Holz sollte man nur trocken reinigen. Treten doch Wasserflecke auf, kann man sie mit Wachs behandeln.

Alte Aufkleber sind leicht zu entfernen, wenn man sie sie mit Essigessenz einweicht und dann vorsichtig abwischt.

Haben Holzmöbel kleine Kratzer bekommen, sollte man diese mit reichlich weißer Vaseline bedecken und 24 Stunden einwirken lassen. Anschließend ins Holz einreiben, Rückstände entfernen und polieren.

Große Kratzer können mit farblich passender Wachsmalkreide ausgebessert werden. Anschließend mit farblosem Nagellack überstreichen.

Kleine Brandlöcher im Holz kann man mit etwas Mayonnaise einreiben, einwirken lassen und anschließend mit einem weichen Tuch wegwischen.

Bei tieferen Brandflecken hilft Siegellack. Dafür muss man zuerst das Verkohlte abkratzen. Dann mit einer erhitzten Messerspitze etwas Siegellack in passender Farbe schmelzen und sofort in das Loch spachteln. Mit dem Fingernagel nachglätten.

Fußboden

Teppich

Zur Reinigung von Teppichböden eignet sich grundsätzlich Seifenwasser. Doch da manche Teppiche Wellen schlagen, sollte man so wenig Wasser wie möglich verwenden. Die Seifenlauge mit einer weichen Bürste einarbeiten und dann gut tupfen. Bei Bedarf die Behandlung wiederholen.
Flecken lassen sich auch oft mit Glasreiniger entfernen.

Bei starker Verschmutzung größerer Flächen empfiehlt es sich, angefeuchtetes Salz aufzustreuen und mit einer Bürste in die Fasern einzumassieren. Nach einer halben Stunde saugt man das Salz auf. Aber Achtung: Auf diese Weise hellt man insgesamt den Teppichboden auf.

Bei sehr kleinen Verschmutzungen reicht es oft, diese mit einem Erfrischungstuch zu bearbeiten.

Abdrücke, die z.B. durch Möbel im Teppichboden entstanden sind, verschwinden, wenn man sie vorsichtig aus etwa zwei oder drei Zentimetern Entfernung mit dem Wasserdampf eines Bügeleisen eindämpft. Dabei darf das Bügeleisen den Teppich aber nicht berühren.

Klebt man breite Einmachgummis unter alle vier Ecken des Teppichs, vermeidet man das Wegrutschen.

Klebt ein Kaugummi am Teppich fest, sollte man ihn erst richtig antrocknen lassen. Dann einen Eiswürfel darauf drücken, bis das Gummi spröde wird und anschließend mit einem Messer vorsichtig ankratzen.

Glatte Fußböden
Stein- und Fliesenböden erhalten neuen Glanz, wenn man dem Waschwasser eine Kappe Weichspüler hinzufügt.

Spuren schwarzer Sohlen verschwinden, wenn man sie mit einem spiritusgetränkten Lappen abreibt.

Lackierte Holzfußböden behalten ihren Glanz, wenn man sie alle zwei Wochen mit halbgetrocknetem Kaffeesatz behandelt. Dafür den Kaffeesatz mit einem Lappen verreiben und anschließend aufsaugen.

Linoleum wird wieder geschmeidig, wenn es mit einer Mischung aus Leimöl und Terpentinersatz bestrichen wird. Ein Gemisch aus Essigessenz und Öl hat die gleiche Wirkung.

Kleinere Kratzer und Beschädigungen im Linoleum können mit Autolack ausgebessert werden.

Für neuen Glanz kann man Linoleum mit einer 50:50 Mischung aus Milch und Wasser wischen.

Fenster
Sehr schmutzige Fenster kann man mit einer halben Zwiebel abreiben. Ist die Schnittfläche verdreckt, einfach wieder eine Scheibe abschneiden.

Zum Putzen sollte man immer kaltes Wasser verwenden. Warmes trocknet zu schnell und der Schmutz bleibt auf der Scheibe.
Darum sollte man auch nicht putzen, wenn die Sonne gerade direkt aufs Fenster scheint. Auch dadurch trocknet die Scheibe zu schnell, bevor der Dreck wirklich weg ist und es entstehen Streifen.

Für strahlenden Glanz kann man die Scheiben nach dem Putzen mit einer Nylonstrumpfhose polieren. Eine alte Zeitung tut es auch.

Fenster, die man von Außen kaum erreichen kann, werden leichter sauber, wenn man bei Regen etwas Spülmittel auf die Scheiben spritzt.

Damit Fensterleder weich und griffig bleiben, nach dem Putzen immer in etwas warmem Salzwasser auswaschen. Dabei niemals zu stark wringen, da sie sonst brüchig werden.

Reste von Klebeband oder Fensterfarben kann man leicht mit einem Glasschaber für Ceranfelder abkratzen.



Kleidung

Waschen

Eigentlich muss man gar nicht extra Weichspüler kaufen. Eine Tasse Essigessenz im letzten Spülgang hat den gleichen Effekt. Außerdem halten Wäsche und Maschine dadurch länger und die Farben bleiben auch frisch.

BHs sollte man immer im Wäschebeutel (ein alter Kissenbezug mit Reißverschluss tut es auch) waschen, damit sich die Häkchen nicht in anderen Kleidungsstücken verfangen können.

Wäscht man eine neue Jeans zum ersten Mal, gibt man am besten eine alte, ausgeblichene Jeans mit dazu. Die Farbe, die die neue abgibt, kommt der alten so nämlich zugute.

Damit der Jeansstoff seine Farbe nicht so schnell verliert, kann man die Hose vor dem ersten Tragen in kaltes Salzwasser legen (ein Esslöffel Salz auf zwei Liter Wasser). Danach mit klarem Wasser kalt auswaschen.

Für feine Angorawolle und andere Kuschelmaterialien ist Haarshampoo das beste Pflegemittel.

Ist Wolle kratzig, wird sie nach einer zehnminütigen Haarkur wieder weich. Danach aber gründlich ausspülen.

Stinkt ein Wollpulli nach Zigarettenrauch, riecht er nach einer Nacht auf der Heizung wieder frisch.

Wenn weiße Kleidung mit der Zeit einen Grauschleier bekommt, wird sie wieder strahlend weiß, wenn man zum normalen Waschmittel ein Päckchen Backpulver hinzufügt.

Um Kochwäsche wieder schön weiß zu kriegen, kann man zum Waschen einige Scheiben Zitrone beigeben.

Damit eine Daunenjacke beim Waschen nicht klumpig wird, sollte man zum Waschen ein paar Tennisbälle hinzugeben. Das funktioniert auch mit Daunenkissen.

Bügeln
Lässt man seine Wäsche über der Leine trocknen, sollte man Pullis und T-Shirts lieber nur darüber legen und keine Klammern verwenden, dann bleiben die Teile glatter.

Faltenröcke bügelt man, indem man die Falten unten am Saum und mittig (auf der Innenseite) mit Klebeband fixiert. Drückt sich die Falte auf die nächste Falte durch, kann man weißes Küchenpapier dazwischenlegen.

Seide darf man vor dem Bügeln nicht mit Wasser einsprengen, sonst gibt es Flecken. Ist der Stoff aber zu trocken zum Bügeln, kann man aber das gesamte Kleidungsstück in ein feuchtes Tuch einwickeln, bis es die Feuchte gleichmäßig angenommen hat. Vorsicht: Immer auf die richtige Temperatur beim Bügeleisen achten!

Stricksachen aus Wolle bügelt man auf links und schützt sie mit einem feuchten Tuch. Es ist außerdem auch besser, das Bügeleisen nicht hin und her zu bewegen, sondern es immer wieder neu aufzusetzen.

Die Autorin

Justyna Polanska

Portrait von  Justyna Polanska

Justyna Polanska ist 32 Jahre alt und stammt aus Polen. Um Geld für eine Ausbildung zur Visagistin zu verdienen, ging sie nach Deutschland und arbeitet seitdem als Putzfrau.

zur Autorin

Das Buch

Nicht ganz sauber

Friedrich Ani – Süden

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