Verlagsgruppe Droemer Knaur



Auf dem roten Teppich: Wolfram Fleischhauer

"Schriftstellerei ist für mich kein Beruf, sondern eine bestimmte Haltung zur Welt."

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Mit seiner gelungenen Mischung aus fundierter Recherche und spannender Unterhaltung begeistert Wolfram Fleischhauer seit seinem ersten Roman Die Purpurlinie sowohl Leser als auch Kritiker. Mit Torso hat er einen literarischen Thriller geschrieben, in dem aktuelle Themen im Vordergrund stehen. Wir stellen Ihnen den deutschen Autor mit seinen Neigungen und Vorlieben, Wünschen und Plänen vor.

Beschreiben Sie sich in drei Worten!

Wolfram Fleischhauer: Unruhig. Neugierig. Aber zufrieden.

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?

Wolfram Fleischhauer: Schlechte Laune bereiten mir Handytelefonierer im Zug, Hundekacke, Hassprediger, Hungertote, … komisch, fast alles mit H wie Hitler, Himmler, Hess und Heydrich … Gute Laune bereiten mir das abendliche Theater meiner Kinder und die erste halbe Stunde frühmorgens nach dem Aufstehen im noch dunklen, stillen Haus, wenn mir tausend Geschichten durch den Kopf schwirren…

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen - wohin führt Sie diese Reise?

Wolfram Fleischhauer: Frühstück natürlich in Berlin (gibt es sonst noch irgendwo Frühstück?), Mittagessen und Abendessen bei Belli in Rom (so schaffe ich endlich mal alle Vorspeisen).

Kaffee oder Tee?

Wolfram Fleischhauer: Kaffee!

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?

Wolfram Fleischhauer: Drei Seiten geschrieben – alles andere ergibt sich.

Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?

Wolfram Fleischhauer: Aus der Arbeit an einer Frage, die mir auf den Nägeln brennt.

Neben der Arbeit als Schriftsteller - was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?

Wolfram Fleischhauer: Schriftstellerei ist für mich kein Beruf sondern eine bestimmte Haltung zur Welt. Dazu gibt es keine Alternative. Egal was ich tue, ich bin immer Schriftsteller.

 

Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?

Wolfram Fleischhauer: Drei Schlüsselerlebnisse auf dem Weg zu meinem ersten eigenen Roman waren: John Fowles The Magus, Sartre Der Ekel, Max Frisch Stiller. Ansonsten lese ich, was mir in die Finger kommt und daran kleben bleibt.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Wolfram Fleischhauer: Daniel Goldhagen: Hitlers willige Vollstrecker

Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?

Wolfram Fleischhauer: Jeder Mensch? Das weiß ich nicht. Jeder Autor? Lajos Egri: The Art of Dramatic Writing und Das Urheberrechtsgesetz.

Welche Person - aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben - würden Sie gerne treffen?

Wolfram Fleischhauer: Hamlet.

 

Und was würden Sie ihm sagen?

Wolfram Fleischhauer: Sein.

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?

Wolfram Fleischhauer: Bei Schliemanns Ausgrabung von Troja.

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?

Wolfram Fleischhauer: Die Zeit anhalten (im Hochsommer). Die Zeit zurückdrehen (vor 1933). Der Zeit entkommen (physisch und geistig).

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

Wolfram Fleischhauer: Viele Geschichten zu erzählen, weil wir nur eine haben.

Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?

Wolfram Fleischhauer: Ja, sicher. Und da ist es gut aufgehoben.

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