Verlagsgruppe Droemer Knaur



Auf dem roten Teppich: Urban Waite

"Ich bin am glücklichsten, wenn es ruhig ist."

Der 30-jährige US-Amerikaner Urban Waite präsentiert uns mit Schreckensbleich sein grandioses Thrillerdebüt. Der Leser erlebt einen gnadenlosen Kampf um Leben und Tod und begegnet einem der furchterregendsten Killer, die das Thrillergenre zu bieten hat! „A hell of a good novel,“ urteilt der begeisterte Stephen King. Wir haben Urban Waite auf den roten Teppich gebeten.

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?
Urban Waite: Schlechte Laune bekomme ich meistens dann, wenn es mit dem Schreiben nicht so läuft, wie ich mir das wünsche. Auf der anderen Seite bekomme ich gute Laune, wenn ich all die Fehler meiner Schlechte-Laune-Phase wieder lösche und verbessere.
Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen - wohin führt Sie diese Reise?
Urban Waite: Frühstück in Vietnam, Mittagessen in Deutschland, Abendessen in Portugal.
Kaffee oder Tee?
Urban Waite: Tee.
Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?
Urban Waite: Ein paar Stunden lesen, ein paar Stunden schreiben, zum Mittagessen ein Runde Schwimmen, dann zurück an den Schreibtisch.
Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?
Urban Waite: Die Ideen kommen von überall her. Es ist schwer zu sagen, wo genau ihr Ursprung zu finden ist. Meisten sind es wohl Relikte der Vergangenheit, die mir schon seit langem im Kopf herumschwirren – oder zumindest so lange, dass ich sie nur loswerden kann, in dem ich sie aufgreife.
Neben der Arbeit als Schriftsteller - was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?
Urban Waite: Ich glaube, wenn ich vom Schreiben nicht leben könnte, dann wäre ich immer noch Kellner und würde vormittags schreiben. Aber oft träume ich davon, zurück nach Hawaii zu ziehen, wo ich als Zwanzigjähriger einige Zeit gelebt habe, und dort als Angelführer zu arbeiten.
Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?
Urban Waite: Das kann ich nicht so einfach beantworten. Ich habe im Laufe der Jahre so viele Autoren bewundert, aber letzten Endes läuft es wohl auf Raymond Carver hinaus. Er war einer der ersten Autoren, die mich wirklich tief beeindruckt haben. Er hat über Themen und Menschen geschrieben, denen ich mich nahe fühlte. Einfache Arbeiter, die nur den Tag hinter sich bringen wollen.
Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Urban Waite: „The Lost City of Z” von David Grann.
Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?
Urban Waite: Graham Greene: “The Power and the Glory“.
Welche Person - aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben - würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie ihm/ihr sagen?
Urban Waite: Dick Pierce aus dem Roman “Spartina” von John Casey. Ich war wirklich sehr angetan von diesem Buch. Der Charakter ist kein wirklich toller Typ, aber alles, was er durchmachen muss im Laufe der Geschichte, macht ihn sehr interessant. Träfe ich ihn, würde ich ihn auf ein Bier einladen und hoffen, dass er mir ein paar Geschichten erzählt.
Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?
Urban Waite: Eigentlich bei gar keinem. Ich weiß, dass das schrecklich klingt, aber ich bin am glücklichsten, wenn es ruhig ist, wenn nichts los ist und ich vielleicht einige Augenblicke nur für mich alleine habe.
Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?
Urban Waite: Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass ich das könnte. Ich würde sie jemand anderen wünschen. Es gibt da draußen viel klügere Menschen als mich, die ein viel größeres Herz haben als ich. Es steht mir nicht zu, diesen Menschen auch nur einen einzigen Wunsch wegzunehmen, mit dem sie soviel Gutes tun könnten.
Was ist Ihre Lebensphilosophie?
Urban Waite: Alles wird gut. Bleibe dran und Du wirst sehen.
Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?
Urban Waite: Ich arbeite gerade an einem Roman, in dem es um einen auftragsmüden Killer namens Ray Lamar im Südwesten der USA geht. Ein Mann, der durch seine Arbeit alles verloren hat, was er sich aufgebaut hat und sich jetzt in einer verzweifelten Lage befindet. Lamar möchte einfach nur ausbrechen. Aber natürlich ist das nicht so einfach...

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