Verlagsgruppe Droemer Knaur



Auf dem roten Teppich: Elisabeth Kabatek

Die Lieblingsautorin aller Schwaben, gleich nach Hesse, über sich, „dahoim“ und die Welt ...

Beschreiben Sie sich mit drei Worten!

Schwäbisch, trotzdem irgendwie global. (Sorry, das waren vier)

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?

Schlechte Laune machen mir schlecht gelaunte Menschen, notorische Jammerlappen und -läppinnen, Selbstbemitleider und -bemitleiderinnen und Menschen, denen nicht klar ist, wie gut es uns geht im Vergleich zum Großteil der Erdbevölkerung. Freude macht mir Musik (hören und selber machen). Aber das Allerschönste auf der Welt ist, mit anderen zu lachen.

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?

Frühstück in Cambridge, Mittagessen in Singapur, Abendessen in Barcelona. Oder zum Frühstück nach Buenos Aires? Nein, viel zu viel CO2-Ausstoß. Einfach in Stuttgart bleiben, Laugenweckle zum Frühstück!

Kaffee oder Tee?

Kaffee. Am liebsten Milchkaffee mit viel Schaum und Zimt. Tee nur in England, gepflegt am Nachmittag, mit einem Scone mit dick Sahne und Marmelade oben drauf.

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?

Ein Mai- oder Junitag. Ausschlafen, lange frühstücken und anschließend 25 km wandern, mit einem Picknick zwischendurch und einer zünftigen Einkehr am Schluss.

Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?

Als Frau ohne Auto vor allem aus der Stuttgarter U-Bahn. Da tobt das pralle Leben: Liebe. Trennungen. Streits. Alle Sprachen. Grandiose Handytelefonate. Da braucht man nix mehr zu erfinden.

Neben der Arbeit als Schriftsteller – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?

In meinem früheren Leben muss ich Hoppelhäschen oder Förster gewesen sein, weil ich so wahnsinnig gerne im Wald und in der Natur bin. Vielleicht klappt's im nächsten Leben?

Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?

Astrid Lindgren. Zeitlos, alterslos, weise, kämpferisch, engagiert und unglaublich humorvoll.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Heinrich Steinfests grandioses Buch "Wo die Löwen weinen."

Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?

Siri Hustvedt, "Was ich liebte". Ein sehr wahres, schmerzhaftes Buch darüber, wie zerbrechlich die Liebe ist und was man im Leben alles verlieren kann.

Welche Person – aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm/ihr sagen?

Astrid Lindgren (s.o.). Ich habe sie einmal getroffen - im Traum. Leider war ich so aufgeregt, dass ich nicht wusste, was ich sagen/fragen sollte. Sie hat zum Glück sehr humorvoll reagiert. Ich hätte nichts anderes erwartet.

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?

Woodstock.

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?

Ich hätte nur einen einzigen Wunsch: dass die Menschheit aus ihren Fehlern lernt, anstatt so bekloppt zu sein, weiterhin sich und die Welt möglichst gründlich kaputtzumachen.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

Leben ist das, was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben.

Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?

Eines? Einundzwanzig. Bücher, Artikel, Theaterstücke, Kurzgeschichten, Reisen. Leider hat der Tag nur 48 Stunden.

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