Verlagsgruppe Droemer Knaur



Auf dem roten Teppich: Tania Krätschmar

05.10.2011

Nicht George Clooney, sondern JK Rowling würde Tania Krätschmar gerne treffen. Warum, das verrät sie im Interview!

Tania Krätschmar schreibt Romane mit so klingenden Titeln wie "Seerosensommer", "Winterherz", "Die Wassergärtnerin" und "Die Wellentänzerin". Es sind Romane für Frauen mit viel Herz und Humor. Romane zum Mitleiden und Mitlachen und Romane, die sogar verfilmt wurden. "Seerosensommer" wurde im ZDF ausgestrahlt und das zur besten Sendezeit am Abend. Wir drücken der Autorin und uns die Daumen, dass nach "Seerosensommer" bald auch die anderen Romane ihr TV-Debüt erleben werden!

Beschreiben Sie sich mit drei Worten!
Optimistisch, kaffeeinteressiert, nach-vorn-Schauerin (Okay, fünf Worte.)

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?
Schlechte Laune machen mir Menschen, die sich nicht richtig unterhalten können, sondern jeden Satz des Gegenübers dazu benutzen, um ihre eigene Sicht zu manifestieren. Und ewig Gestrige sind auch nichts für mich. Gute Laune dagegen macht mir die Aussicht auf interessante Projekte, machen mir Gespräche mit Bücherbegeisterten und Reisepläne aller Art.

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?

Frühstück an Bord der „Isabella“, dem nettesten holländischen Plattbodenschiff der Welt, bevorzugt vor Anker in einer verträumten Schilfbucht. Picknick-Lunch im New Yorker Central Park, im Korb Leckeres von „Zabar’s“. Abends dann – zoom – nach Bali zu meiner Freundin, ein paar Riesenshrimps am Strand beim Fischer, mit Blick in den Sonnenuntergang, die Reisterrassen im Rücken.

Kaffee oder Tee?
Kaffee. Kaffee. Kaffee.

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?
Ausgeschlafen aufwachen, nach sieben, vor neun. Perfekter s.4 und dazu E-Mails checken, dabei darf auch gern eine Interview-Anfrage sein. Oder eine Fan-Mail! Anschließend: Gedanken aufschreiben, die mir zufliegen und für die ich die richtigen Worte finde. Abends Sushi mit Freunden in Berlin, danach ins Kino – zum Beispiel ein neuer Woody Allen-Film – danach … privat.

Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?
Sie fliegen mich an. Oft sehe ich zuerst die Schauplätze vor mir, aber manchmal ist es auch ein Konflikt, den ich spannend finde und um den sich dann alles rankt. Wenn ich an einem Buch schreibe, fällt mir häufig das nächste ein. Ich vermute, dass sich die Schreib-Synapsen zum Klappern der Tastatur im Gehirn verbinden.



Neben der Arbeit als Schriftsteller – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?

Eine exklusive Staudengärtnerei zu leiten, würde mir gefallen, weil ich eine leidenschaftliche Gärtnerin bin. Naturfilmer zu sein fände ich auch großartig. Ich war Buchhändlerin und Bookscout und schreibe Rezensionen zu Kinder- und Jugendbüchern – das geht ebenfalls in die sehr richtige Richtung.

Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?
Und wenn ja wie viele … Als Kind mochte ich Astrid Lindgren sehr gern, als Jugendliche war ich ein großer Tolkien-Fan, mochte Hesse und Kästner, im Studium habe ich mich mit Thomas Mann beschäftigt, und jetzt? Ein Liebling? Gibt es nicht. Ich bin von Stieg Larsson begeistert, mag Jonathan Franzen, lese gern Elizabeth George, habe eine Schwäche für Terry Pratchett, finde Robert Gernhardt großartig, um nur einige wenige zu nennen.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
„Liebe für Anfänger“ von Nava Semel, eine hervorragende israelische Autorin.

Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?
„1984“ von George Orwell. Wehret den Anfängen.

Welche Person – aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm/ihr sagen?

Sehr gern würde ich mit JK Rowling einen gepflegten Tee in Schottland trinken. Oder halt, es dürfte auch ein kleiner Whisky sein. Sagen würde ich „Danke, dass Sie so vielen Kindern und Jugendlichen Lust aufs Lesen gemacht haben.“

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?
Gutenbergs erstem Druck.

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?
Weltfrieden, intakte Natur, Gesundheit.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?
Versuche, in allem das Positive zu sehen.

Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?
Wie meinen Sie das - eins?



Die Autorin

Tania Krätschmar

Portrait von  Tania Krätschmar

Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan.

zur Autorin

Das Buch

Friedrich Ani – Süden

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