Verlagsgruppe Droemer Knaur



Auf dem roten Teppich: Silke Schütze

Die Autorin über Zeitreisen und die Tücken moderner Gerätschaften ...

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Was haben Liebe und Schreiben gemeinsam? Silke Schütze kennt die Antwort. Die Autorin, deren Romane mit viel Gefühl und Humor begeistern, schreibt auch in ihrem Buch Erdbeerkönigin über das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Im Interview lässt sie uns an ihrem eigenen teilhaben.

Beschreiben Sie sich mit drei Worten!

Gut gelaunt, nachdenklich, schnell.

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?

Gute Laune: kleine Kinder und heißes Duschen. Schlechte Laune: Unpünktlichkeit und Jammern.

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?

Frühstück in Hamburg (am Küchentisch zu Hause). Mittagessen in Berlin (Thailändisch bei Kory & Fay am Ku’Damm). Abendessen an der Cote d’Azur (am liebsten eine gegrillte Dorade im Strandrestaurant „Chez Philippe“ in Theoule-sur-Mer).

Kaffee oder Tee?

Auf jeden Fall Kaffee! Vorzugsweise aus meinem Lieblingscafé „Bacana“ in Hamburg-Eimsbüttel, der ist selbst und frisch geröstet!

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?

Joggen, Schreiben, Lesen, Kino, Essen mit Freunden.

Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?

Aus dem Leben.

Neben der Arbeit als Schriftsteller – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?

Schreiben ist wie sich Verlieben. Man hat keine Wahl – und keine Alternative.

Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?

Theodor Fontane (1819 - 1898). Keiner in deutscher Sprache schreibt so präzise wie er.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Donna Tarts „The Secret History“ – aber das lese ich seit seinem Erscheinen 1992 mindestens einmal im Jahr

Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?

„Dienstags bei Morrie“ von Mitch Albom. Die Geschichte eines Sportjournalisten, der immer am Dienstag seinen todkranken, lebensweisen Ex-Professor Morrie besucht, ist eine kluge Liebeserklärung an das Leben.

Welche Person – aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm/ihr sagen?

Geert von Innstetten aus „Effi Briest“. Ich würde versuchen, ihn von dem Duell mit Major Crampas abzuhalten und vor allem, Effi ihre kleine, lange Jahre zurückliegende Affäre mit dem Major zu verzeihen. Meine Frage an ihn wäre. „Du liebst sie doch, oder?“

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?

Im März 1969 in Amsterdamer Hilton Hotel beim „Bed-In“ von John Lennon und Yoko Ono: Eine Woche lang gaben die beiden aus dem Bett Interviews und setzten damit ein Zeichen für den Frieden (Make Love – not War).

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?

Wunsch 1: Eine Zeitreise in die Jugend von Theodor Fontane, vorzugsweise ins damalige Swinemünde (heute ist das Polen), das er so wunderbar in „Meine Kinderjahre“ beschreibt. Wunsch 2: Dass ich alle elektronischen Geräte in meinem Leben (Computer/Handy/GPS/AB/Kamera/etc-.) einfach so benutzen kann, ohne dass ich mir stundenlang Gebrauchsanweisungen durchlesen muss. Wunsch 3: Dass meiner Tochter die unzähligen, schrecklichen Liebeskummer-Erlebnisse erspart werden, die jeder beim Erwachsenwerden durchmachen muss.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

Ein Ausspruch von der österreichischen Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916): „Für das Können gibt es nur einen Beweis – das Tun.“

Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?

Natürlich! Sogar die nächsten drei ...

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