Verlagsgruppe Droemer Knaur



Auf dem roten Teppich: Daniel Holbe

Einleitung

Daniel Holbe ist der Neue. Nämlich der neue Andreas Franz - er schreibt für sein großes Vorbild dessen Krimireihe um Julia Durant weiter, aber schafft ebenso packende neue Protagonisten für seine Krimis!

Beschreiben Sie sich mit drei Worten!
Herzlich, kreativ, ungeduldig.

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?
Ignoranz und Ungerechtigkeit, das geht natürlich gar nicht, und zu viel Spontaneität mag ich auch nicht. Freude bereiten mir unter anderem Humor, Ästhetik und gutes Essen.

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?

Frühstück in London; lange, ausgiebig und ganz gemütlich. Dann mittags irgendwo in Südfrankreich über den Markt schlendern (quasi von der Hand in den Mund leben), anschließend dann frisch gestärkt zum Flieger und zum Abendessen nach New York.

Kaffee oder Tee?
Kaffee.

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?
So lange er mit meinem Sohn beginnt und auch wieder endet, bin ich da recht genügsam. Ist es ein Arbeitstag, dann sollte natürlich möglichst viel to-do abgehakt sein, ist es ein freier Tag, dann sollte er sich mindestens zwei Stunden in der Natur abgespielt haben.

Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?
Beinahe ausschließlich aus ganz alltäglichen Situationen, den Medien oder eben interessanten Begebenheiten. In der Regel erfolgt die zündende Eingabe genau dann, wenn man nichts zum Schreiben und kein Diktiergerät zur Hand hat.

Neben der Arbeit als Schriftsteller – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?
Zuerst hatte ich den Impuls, hier mit Pilot zu antworten. Da ich aber bislang ausschließlich in meiner Freizeit schreibe, wäre ein Leben rein als Schriftsteller für mich ein durchaus denkbares Alternativmodell. Dazu würde dann wohl „Blockhüttenbesitzer in der Wildnis“ recht gut passen.

Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?
Als Kind hatte ich einen, nein sogar zwei: Mark Twain und Robert Louis Stevenson. Warum? Weil sie in mir die Liebe zum Lesen weckten, die bis heute anhält. Heute kann ich keinen einzelnen Lieblingsautoren mehr benennen, ohne dabei zu vielen anderen ungerecht zu sein.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Asterix auf Korsika – zählt da meine Hardcoverausgabe als Buch? Ansonsten: Dan Brown, Das verlorene Symbol.

Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?
So viele wie möglich! Mal abgesehen davon, dass es keinen universell geeigneten Buchtitel für die gesamte Menschheit gibt, empfehle ich als Pflichtlektüre die gesammelten Werke von Wilhelm Busch.

Welche Person – aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm/ihr sagen?

Ganz ehrlich? Derzeit am liebsten Julia Durant und ich würde sie dazu auffordern, mir noch viel mehr von sich zu erzählen. Als Realperson kam mir Joseph Bell in den Sinn, am besten an einem Tag, den er mit Arthur Conan Doyle verbrachte. Dort würde ich jedoch nur aufmerksam lauschen.

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?
Mein Favorit: Die Mondladung – und zwar live und vor Ort! Wenn ich allerdings zur rechten Zeit auf den Osterinseln gewesen wäre, wüsste man heute wenigstens, wer denn nun diese Steinköpfe gebaut hat ...

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?
Global: eine friedliche, saubere und gerechte Welt Persönlich: ein langes, gesundes und sorgenfreies Leben

Was ist Ihre Lebensphilosophie?
Oh, die gibt es nicht in einem Satz. „Carpe diem“ hat einiges an Potential, reicht aber alleine nicht aus.

Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?
Na klar!

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