Verlagsgruppe Droemer Knaur



Auf dem roten Teppich: Heike Pohl

13.02.2012

Die neobooks-Autorin verrät uns, wie der Sound ihres Lebens klingt!

Beschreiben Sie sich mit drei Worten!
Interessiert. Weltoffen. Lebensfreudig.

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?
Schlechte Laune: Dummheit, gepaart mit Frechheit und Dreistigkeit. Ignoranz. Intoleranz. Mediale Volksverdummung. Rassismus. Und taglanges Regenwetter.
Ach ja: Meine eigenen Schwächen auch hin und wieder.
Gute Laune: Selbstreflektierte Menschen. Großzügigkeit.
Kleinigkeiten wie – Sonnenschein. Ein besonderer Duft. Eine Melodie. Freunde. Das Lachen anderer. Wortwitz. Der Frühling. Die Farben und Formen der Natur und so vieles mehr.

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt diese Reise?

Zu absolutem Stress, allein schon bei der Vorstellung.
Wenn sich hinter der Frage meine möglichen Reisewünsche verbergen sollten: Island / Kanada / Neuseeland

Kaffee oder Tee?
Kräftiger, schwarzer Tee mit viel zu viel Zucker.

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?
Dem Ideal nahe kommt er dann, wenn ich mit mir selbst zufrieden sein kann.
Am Ende des Tages.

Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?
Sie ergeben sich in der Sache aus meinem Interesse für die jeweiligen Themen. Bezogen auf die Figuren inspiriert mich das Leben selbst, indem es mir Begegnungen mit sehr unterschiedlichen und interessanten Menschen schenkt.

Neben der Arbeit als Schriftsteller – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?

Die Arbeit als Schriftsteller/Autor ist mein berufliches Ideal. Um das erreichen zu können, bedarf es realistischer und zuverlässiger Einnahmequellen. Sie sind keine Alternativen, sie sind das Mittel zum Zweck.
Der obligatorische Kindertraum? Ja, da wäre ich gerne Tierärztin geworden. Heute bin ich froh, dass ich dafür zu faul war. Ich käme mit den Tieren klar. Mit den Tierbesitzern nicht.



Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?
Den Einen – den gibt es nicht. Aber es gibt Autoren, zu denen ich immer wieder gerne zurückkehre, als da wären Wilhelm Busch, Thomas Mann, Erich Maria Remarque, A.E. Johann, Ernest Hemingway, Christine Brückner, Benoîte Groult, Isabel Allende, Carlos Ruiz Zafon und Fred Vargas.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
A.E. Johann – Im Strom. Auftakt einer Trilogie. Ein Menschenleben, beginnend Anfang des 20sten Jahrhunderts, über zwei Weltkriege hinweg.

Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?
‚Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte – Der Plan von der deutschen Weltherrschaft’ von Ralph Giordano.

Welche Person – aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm/ihr sagen?

Napoleon Bonaparte. Der kleine große Franzose fasziniert mich. „Bonjour“ würde ich sagen. Zu mehr reicht mein Französisch leider nicht.

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?
Bei der Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Mein Heimatland bereitete die Rückkehr auf einen „ehrenhaften Platz unter den freien und friedliebenden Nationen der Welt“ vor, wie dies US-Außenminister Byrnes verkündet hatte.

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?
Der Reihe nach: Niemanden aus meiner Familie sterben erleben zu müssen. Glück allen Menschen, die mir am Herzen liegen. Und vom Schreiben leben zu können.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?
Was ich nicht will, das man mir tu, das füg ich keinem anderen zu.
(freie Interpretation des Kant’schen Imperativs)

Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?
Hm ... Nicht nur im Kopf. Auch im Rechner. Ich sollte damit beginnen. Jetzt?



Die Autorin

Heike Pohl

Portrait von Heike Pohl

Heike Pohl lebt und schreibt auf einem alten Hof in Schleswig-Holstein, umgeben von Marschwiesen, jeder Menge Schafe und anderer Viechereien. Sie wurde 1966 in Schwenningen geboren, zog mit 22, nach ihrer kaufmännischen Ausbildung, an den Starnberger See und folgte ihrer Arbeit schließlich von Mün.

zur Autorin

Das Buch

Davon geht die Welt nicht unter

Friedrich Ani – Süden

Davon geht die Welt nicht unter...

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