Verlagsgruppe Droemer Knaur



Interview mit Caroline Jensen

15 persönliche Fragen an die Autorin

Frau Bengtsson geht zum Teufel

Beschreiben Sie sich mit drei Worten!

Impulsiv, albern, Bücherwurm.

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?

Wenn ich zu wenig Schlaf bekomme, werde ich knurrig wie ein Werwolf mit Zahnschmerzen und möchte jemanden erwürgen. Aber mein Sohn, das Licht in meinem Leben, kann mir immer ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, egal was gerade in meinem Leben vor sich geht.

Oh, und verkochte Pasta macht mich mürrisch. Genauso wie kleinliche Menschen. Glücklicherweise kann ich alle Dinge, die mich bedrücken, beiseite schieben, indem ich in ein gutes Buch eintauche.

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?

Ich würde auf jeden Fall bei Tiffany‘s in New York frühstücken. Dann würde ich mir meinen Raketenrucksack umschnallen und zu meinem Zuhause in den Wäldern zum Mittagessen zischen. Dort würde ich mich auch für das große Event des Tages fertig machen: Abendessen im Antoine‘s in New Orleans, eine meiner Lieblingsstädte auf der Welt und sicherlich eines der besten Restaurants auf dem Planeten.

Kaffee oder Tee?

Das ist teuflisch. Wer kann sich da schon entscheiden? Tee als Erstes in der Früh und als Letztes in der Nacht. Kaffee für zwischendurch, den ganzen Tag, bis ich abhebe …

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?

Wenn ich mehr als fünf brauchbare Seiten für einen neuen Roman oder eine Kurzgeschichte geschafft habe und dann noch zwei Stunden übrig habe, um mit meinem weißen, deutschen Schäferhund »Devil« einen langen Spaziergang durch den Wald machen zu können.

Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?

Könnte ich diese Frage beantworten, würde ich mehr Bücher schreiben.

Neben der Arbeit als Schriftsteller – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?

Ich arbeite zu ungefähr fünfzig Prozent als Schriftstellerin. Die restliche Zeit bin ich Texterin für eine lokale Zeitung, Schreibtrainerin und Lektorin. Das Einzige, das ich mehr liebe als Schreiben, ist Lesen. Das könnte also eine Alternative sein. Bis jetzt habe ich noch nicht niemanden gefunden, der mich dafür bezahlen würde. Falls jemand etwas in dieser Richtung weiß, ruft mich bitte an.

Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?

Oh ja, ich haben einen Haufen Lieblingsautoren. Ich sammle Bücher und kann nicht genug von talentierten Schriftstellern bekommen. Einige meiner Lieblingsautoren sind Neil Gaiman, Joe Hill, Stephen King (natürlich), Michail Bilgakov, Roald Dahl, Zadie Smith, Douglas Adams und … Oh, tut mir leid. Ich konnte mich nicht mehr bremsen. Ich könnte ewig so weitermachen. Alle oben genannten Autoren haben einiges gemeinsam: eine explosive und große Vorstellungskraft, die keine Grenze kennt, eine wahre Liebe zu unterhaltsamen Geschichten, ein feines Gespür für Humor und eine Sprache, die jeden in ihren Bann zieht.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Im Moment lese ich »Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge« von Bill Bryson. Bill Bryson ist sehr witzig und seine Bücher sind voller Fakten. Man weiß im Nachhinein nicht mehr, wie man jemals ohne diese auskommen konnte.

Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?

»Der Gotteswahn« von Richard Dawkins. Noch ein Autor, den ich verehre.

Welche Person – aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm/ihr sagen?

Lestat de Lincourt aus Anne Rice` Vampirchronik. Ich denke, ich würde nur sagen: »Beiß mich Aus der realen Welt würde ich gerne Trent Reznor, das musikalische Gehirn hinter meiner Lieblingsband »Nine Inch Nails«, treffen. Ich weiß nicht, ob ich dann etwas sagen könnte. Ich würde wohl zu fasziniert sein, etwas Verrücktes murmeln und über meine eigenen Füße stolpern.

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?

Bei dem Brand der Bibliothek von Alexandria. Mit einer griffbereiten Tonne Wasser.

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?

Der erste Wunsch: Ewiger Weltfrieden. Der zweite Wunsch: Das absolute Ende von Engstirnigkeit weltweit. Der dritte Wunsch: Unsterblichkeit. (Ich weiß, ich sollte ‚das Ende von Hunger auf dieser Welt‘ schreiben, aber hey, ich verspreche mit Hilfe meiner Unsterblichkeit daran zu arbeiten!)

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

Die schönen Dinge so gut wie möglich auskosten, und zur gleichen Zeit zu versuchen, kein Rindvieh zu sein.

Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?

Ja, ich schreibe an einem zweiteiligen Roman, dessen Handlung hauptsächlich in der Hölle stattfindet. Ich nenne es »Dämonologie für Anfänger« und ich habe den Spaß meines Lebens dabei!

↑ nach oben