Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Auf dem roten Teppich: Markus Heitz

Der Meister der deutschen Fantasy Literatur im Interview...

Der Autor der Judas-Trilogie bekommt schlechte Laune bei Temperaturen über 22°C, lieber sitzt er bei Regen im Haus und schreibt - unser Glück! Der neugierige Heitz-Neuentdecker und die begeisterte Fan-Gemeinde freut sich über jedes neue Buch, das Markus Heitz veröffentlicht. 

Beschreiben Sie sich mit drei Worten!

Schwarzträger, stubenrein, wortgewaltbereit

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?

Frühstück ohne schwarzen Tee, Temperaturen über 22 Grad Celsius und direkte Sonneneinstrahlung, FreeJazz, Politikergelaber, + ein guter Duft, bei Regentagen mit meinem Laptop im Haus sitzen und schreiben, kreativ sein, Menschen, mit denen ich reden kann, wenn mir danach ist.

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?

Frühstück auf dem Mont Saint Michel, Mittagessen in einer Unterwasserkuppel im Atlantik, die noch gebaut werden müsste, sorry, oder aber in Irland, an der Westküste, vorzugsweise in Connemara auf dem Diamond Hill mit Blick auf die Barndaderg Bay, und Abendessen am Strand der Süd-Bretagne in der Nähe von Piriac-sur-mer.

Kaffee oder Tee?

Tee. Immer. Schwarz und der die Zähne einfärbt, wie Assam, ostfriesische oder englische Mischungen, Ceylon, und selbstgemachter Eistee sowie Chai. Mit Milch (kalt) und etwas Zucker (braun oder brauner Kandis). Aus Tassen, Bechern, Schälchen.

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?

Das mag komisch klingen, aber ... ich habe sehr viele perfekte Tage. Das sind Tage, an denen ich aufstehe und mich nach dem Frühstück an meine Geschichte setzen kann, ohne dass mich jemand nervt. Oder ich breche zu persönlichen Entdeckungen auf, was ich auch gerne tue.

Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?

Von überall her. Da gibt es keine Regeln oder Gesetze oder Gesetzmäßigkeiten. Deswegen habe ich immer was zu schreiben dabei.

Neben der Arbeit als Schriftsteller – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?

Journalist, weil ich es schon mal war und man an die tollsten Geschichten, an die merkwürdigsten Menschen und besten Einblicke gelangt, die wiederum zu Erkenntnissen für ich mich selbst führen. Wahlweise auch Bäcker/ Konditor/ Koch, weil es Kreativität fordert und mich herausfordern würde, Neues zu entwerfen und zu kochen.

Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?

Nein, habe ich nicht.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Gregor Weber, Kochen ist Krieg.

Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?

Kann ich gar nichts empfehlen, weil das Lesen immer etwas Subjektives ist. Das ist, wie einem Menschen mit Eiweißallergie in guter Absicht ein Muschel-Scampi-Gericht zu servieren und darauf hinzuweisen, dass man das Ei weggelassen habe: kann extrem schief gehen. Aber ansonsten bin ich old school: Poe, Lovecraft.

Welche Person – aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm/ihr sagen?

Vincent Price. Und sagen würde ich ihm: "Ich hätte Sie so gerne in einer Verfilmung meiner Bücher gehabt, aber leider ...."

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?

Bei der Geburt von Jesus. Dann wäre das genaue Datum wenigstens geklärt.

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?

Immer eine gute Tasse Tee in meiner Lieblingstasse, immer einen Verlag für meine Storys und -ganz wichtig- Weltfrieden.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

Sei nett und mach Dinge hier, die wichtig sind; wer weiß, was danach kommt.

Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?

Immer.

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    Markus Heitz Hannes Radke Jörg Krismann

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