Verlagsgruppe Droemer Knaur



Fenster zum Tod

Einleitung

„Barclays bislang bestes Buch" - Stephen King

Linwood Barclay alias Hitchcock 2.0: In seinem packenden Thriller Fenster zum Tod holt der internationale Bestsellerautor den Klassiker Das Fenster zum Hof ins Internetzeitalter. Ein virtuoses Remake und ein hoch spannender Lesestoff!

Thomas Kilbride ist ein Stubenhocker. Der schizophrene Mann verbringt seine Tage und Nächte in seinem Zimmer vor dem Computerbildschirm. Mithilfe des fiktiven Geodienstes Whirl360.com, das dem Programm Street View von Google nachempfunden ist, spaziert er durch die Städte unserer Welt und prägt sich die Straßenkarten detailliert ein. Denn Thomas ist davon überzeugt, er arbeite für die CIA, die ihn damit beauftragt hat, sich sämtliche Details von Städten zu merken. So würde er für den Ernstfall, den globalen Computercrash, bestens gerüstet sein und der CIA seine im Gedächtnis abgespeicherten Landkarten und Straßenverläufe sämtlicher Großstädte der Welt zur Verfügung stellen können. Tag für Tag durchwandert Thomas die Straßen unserer Städte am Bildschirm, prüft jede Adresse und jedes Foto, das ihm das Programm liefert. Heute ist er in Manhattan unterwegs, morgen in Montreal oder Madrid:

Er war von der Delancey nach Süden in die Orchard Street abgebogen ... Er schlenderte mitten auf der Straße dahin. Um den Verkehr machte er sich keine Gedanken, nicht jetzt. Seiner Meinung nach entwickelte man das beste Gefühl für eine Gegend, wenn man mitten auf der Straße lief. Hier hatte man den besten Überblick ... Er prägte sich die Läden ein, las die Schilder in den Schaufenstern, betrachtete die Menschen in den Cafés, merkte sich die Hausnummern ....

Doch dann entdeckt er bei einem seiner virtuellen Spaziergänge durch Manhattan etwas Schreckliches: Im Fenster eines Hauses in der Orchard Street ist eine menschliche Gestalt zu erkennen, über deren Kopf eine Plastiktüte zusammengezogen wird. Thomas ist fest überzeugt, einen Mord beobachtet zu haben. Erinnerungen werden in ihm wach an etwas ähnliches, das er vor Jahren erlebt hat: Ein Junge, am Fenster stehend, verängstigt und wehrlos. Thomas will der Sache auf den Grund gehen, doch das ist schwierig, da er selbst das Haus kaum verlässt. Sein Bruder Ray kümmert sich seit dem kürzlichen Tod des Vaters um Thomas, kocht für ihn, kauft ein und erledigt alle Angelegenheiten mit der Außenwelt, während Thomas virtuell die Welt durchwandert. Thomas nötigt Ray, dem von ihm beobachteten Mord nachzugehen. Halbherzig begibt sich Ray in die Orchard Street, um Nachforschungen anzustellen. Als die Aufnahme des Mordes am nächsten Tag aus dem Netz verschwunden ist, muss Ray feststellen, dass Thomas womöglich doch recht hat. Schon bald sind die beiden in ein gefährliches Komplott verwickelt. Bei ihren Verfolgern handelt es sich um skrupellose Machtmenschen aus dem New Yorker Politsumpf, die eiskalt über Leichen gehen, um ihre Ziele zu erreichen.

Mit Fenster zum Tod beweist Linwood Barclay abermals, dass er ein Garant für thrillige Unterhaltung, für Spannung und Gänsehaut pur ist. Der Spannungsbogen nimmt kontinuierlich zu und Barclay glänzt mit unerwarteten Wendungen und einem fulminanten Finale. Ein virtuoses Remake von Hitchcocks Klassiker Das Fenster zum Hof, das dem Leser bis zur letzten Seite packende Lesestunden beschert!

Alexandra Plath für www.droemer-knaur.de

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