Verlagsgruppe Droemer Knaur



Pakt der Dunkelheit – Hintergründe

Einleitung

Wiedergänger, vampirismusähnliche und vampirale Gestalten allgemein und international

Auf den vor der Küste Nordaustraliens liegenden Inseln kennen die Bewohner die so genannten Forsos, zurückkehrende Tote, die ihre lebenden Verwandten heimsuchen und deren Vorhaben behindern; die arabischen Länder wissen um die Ghoule, leichenfressende Nachtwesen mit spitzen Reißzähnen, die auf Begräbnisstätten lauern; der Vampir "Azeman" treibt dagegen nur in bestimmten Gegenden des nordöstlichen Südamerikas, im früheren Surinam oder Holländisch Guyana, sein Unwesen. Die Japaner nennen ihren mit dem Ghoul verwandten bösen Geist Kasha, die chinesischen lebenden Toten heißen Kuei. Zum Kuei werden solche Menschen, die in ihrem irdischen Leben nicht genügend Verdienste erworben haben. Ein Hindu, der durch Gewalteinwirkung starb oder dessen Leiche ohne Zeremoniell begraben wurde, kehrt als Preta zurück, der willkürlich gegen alle lebende Wesen vorgeht, die ihm begegnen. Auf Haiti sind die Revenants gefürchtet, Seelen, die in die toten Körper zurückkehren, weil sie spüren, daß sie von den Lebenden vergessen werden. Die indische, mehr geisterhafte Vampirrasse wird Vetala oder Rákshasa genannt, auch sie legt sich in der Nähe von Grabstätten auf die Lauer und wartet auf Opfer. Im Ashantiland heißen die Vampire Asanbosam, in Guinea Owenga, die Madagassen nennen die Blutsauger Ramanga. Die Mexikaner haben Furcht vor einem Vampir namens Civateteo, Brasilien verfügt sogar über zwei Spezies, die Jaracaca und die Lobishomen; ein ganz gefährliches Gebiet ist Malaysia, wo mehr als sechs verschiedene vampirische Geister leben. Die generelle internationale Vielfalt ist beeindruckend.

aus: Ingpen, Robert/ Page, Michael: Encyclopaedia, und Masters, Anthony: The Natural History of the Vampire. 

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