Verlagsgruppe Droemer Knaur



Iny Lorentz über die Reise zum Set von „Die Wanderhure“

Einleitung

Es war ein gradioser Erfolg: der Millionen-Bestseller "Die Wanderhure" wurde endlich verfilmt und hatte Einschaltquoten, die alle hohen Erwartungen noch übertroffen haben. 10 Millionen Zuschauer sahen am 5.10.2010 die TV-Ausstrahlung und haben gebannt das Schicksal der jungen Marie verfolgt. Wie Iny und Elmar Lorentz selbst die Verfilmung erlebt haben und welche Gefühle der Besuch am Set bei Ihnen ausgelöst hat, beschreiben das Autoren-Duo hier für uns.

„Ein Erlebnis, das nicht mit Worten wiedergegeben werden kann“ 
Schon früh hatten wir angefragt, ob wir vielleicht einen Tag bei den Dreharbeiten anwesend sein dürften. Die Zusage kam schnell, doch wollten der Regisseur und der Produzent dafür einen Termin, an dem wir möglichst viele Schauspieler in Aktion sehen konnten.  Ende Oktober 2009 war es dann so weit. Die Dreharbeiten hatten im September auf Burg Rappottenstein in Niederösterreich begonnen und waren dann auf dem Gelände der Ma-Film in Fót bei Budapest fortgesetzt worden.  Gemeinsam mit unserer Filmagentin machten wir uns auf den Weg nach Ungarn. Als wir uns dann dem Drehort näherten und plötzlich Dialoge hörten, die unserem Roman entnommen waren, war dies ein Erlebnis, das nicht mit Worten wiedergegeben werden kann.  Um den Dreh nicht zu stören, warteten wir einige Minuten außerhalb des Innenhofes, in dem gerade die Huren ihr "wüstes Geschrei" erhoben, wurden dann aber in einer Drehpause auf einen Altan geführt, von dem aus wir einen wundervollen Überblick über die Dreharbeiten hatten. Dann sahen wir Marie, Hiltrud und die anderen in Aktion. Es war schlicht und einfach überwältigend.

Überwältigend und bewegend: die Schauspieler in Aktion! 

Für uns bedeuteten die Dreharbeiten zwei aufregende Tage, für die Filmcrew aber mehr als zwei Monate harter Arbeit. Dafür können wir Alexandra Neldel und die übrigen Schauspielerinnen und Schauspieler, aber auch das ganze Drehteam einschließlich der vielen Komparsen nur bewundern. An den beiden Tagen, die wir bei den Dreharbeiten dabei sein durften, wurde der Aufstand der Huren in Konstanz gedreht. Die Komparsinnen, die Maries und Hiltruds Gefährtinnen spielten, mussten bereits um drei Uhr morgens in die Maske. Doch auch die Darstellerinnen und Darsteller der größeren Rollen mit Alexandra Neldel an der Spitze hatten noch zu nachtschlafender Zeit am Set zu erscheinen, da jede Sekunde Tageslicht für die Dreharbeiten genutzt werden musste.  Doch trotz frühen Aufstehens und anstrengender Dreharbeiten blieben die meisten Komparsinnen und Komparsen am Set und sahen, auch wenn ihre eigenen Auftritte bereits abgedreht waren, noch den restlichen Szenen zu. Die Stimmung war einfach grandios, und alle, die dabei mitmachten, waren bereit und in der Lage, bis an ihre Grenzen und darüber hinaus zu gehen.  Das, was wir gesehen haben, macht uns Hoffnung auf einen großartigen Film, und wir freuen uns sehr auf den Tag, an dem wir unsere Marie auf dem Bildschirm sehen können.

Iny & Elmar Lorentz

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