Verlagsgruppe Droemer Knaur



Steckbrief

15 persönliche Fragen an den Autor

John Katzenbach

Name:

John Katzenbach
Wohnort:

Amherst, Massachusetts
Familienstand:

Verheiratet mit Madeleine Blais (Professorin, Tagebuchschreiberin, Journalistin und Trägerin des Pulitzerpreises); zwei erwachsene Kinder: Nick und Justine.

Wie sieht Ihr Alltag als Autor aus?

Zuerst lese ich die New York Times. Dann nehme ich mir den Sportteil des Boston Globe vor (besonders, wenn die Red Sox Spielzeit haben). Später geht es in mein Büro. Dort versuche ich zu vergessen, dass es das Internet und E-Mails gibt, und arbeite bis zum Mittag. Dann ist Pause, und ich gehe laufen (neun bis elf Kilometer, egal ob es regnet oder die Sonne scheint). Nur im Winter jogge ich nicht, sondern gehe in den Fitnessclub. Danach geht es nach Hause, ich überarbeite, was ich am Morgen geschrieben habe, und suche die Stelle im Text, die meine Fantasie anregen könnte, damit ich planen kann, was ich am nächsten Tag schreibe. Schließlich führe ich den Hund aus und esse zu Abend. Dann noch ein Spiel oder ein Film im Fernsehen und einschlafen...

Lieblingsbeschäftigung:

Wenn ich nicht schreibe, gehe ich am liebsten zum Fliegenfischen an einen Fluss oder ans Meer.

Ich mag:

Baseball, Politik und Hunde
Ich mag nicht:

(Rechts-)Konservative Radio- und Fernsehmoderation. Und ich mag diese Kultur (offensichtlich eine Erfindung aus den Vereinigten Staaten) nicht, in der eine Person, die am lautesten schreit, die meiste Aufmerksamkeit erhält
Üben Sie noch andere Berufe aus?(außer Schriftsteller):

Zero – nichts sonst!
Haben Sie einen Lieblingsautor?

Es sind zu viele, um sie alle aufzuzählen. Aber ich bewundere wirklich meine Freunde Philip Caputo und Carl Hiaasen, weil sie originell und mitreißend sind. Tim O'Brien halte ich für ein Genie, wie auch Larry McMurtry. Sie können einfache Geschichten erzählen, die dennoch sehr tiefgründig sind. Und ich wünschte, ich würde die Sprache so beherrschen wie Tom McGuane und Jim Harrison. Ursprünglich. Elegant. Profund.

Welches Buch hätten Sie gerne geschrieben?

Oh, da gibt es wirklich eines: Fräulein Smillas Gespür für Schnee von Peter Høeg. Was für ein kluges, poetisches, aufregendes Buch! Einfach genial. Vielleicht auch The Killer Angels vom schon verstorbenen Michael Shaara. Das ist der Schlüsselroman über den amerikanischen Bürgerkrieg. Er erinnert uns auf nahezu jeder Seite daran, wie Helden unter den schwierigsten Umständen gedacht und gehandelt haben.
Welche Figur aus welchen Ihrer Romane möchten Sie niemals begegnen und warum?

Da fällt mir eigentlich niemand ein – ich würde alle gerne treffen. Außer vielleicht Michael O'Connell, den bösen Typen aus Das Opfer. Denn er wirkt eigentlich ganz akzeptabel – und zwar immer dann, wenn er wahrhaft besessen und ganz und gar vom Bösen erfüllt ist.
Welches ist Ihr Lieblingsfilm?

Auch hier gibt es unzählige. In jüngerer Zeit waren das Spielbergs „Der Soldat James Ryan“ oder „Shakespeare in Love“, zu dem Tom Stoppard das Drehbuch geliefert hat, vielleicht auch „Die üblichen Verdächtigen“. Und wenn „Pulp Fiction“ von Tarantino im Fernsehen wiederholt wird, kann ich auch nicht abschalten. Krame ich tief in meinem Gedächtnis, gibt es da noch „Geliebter Spinner“, einen Film, den ich nie vergessen werde. Es ist ein britischer Streifen mit einem sehr jungen Tom Coutenay in der Hauptrolle und dem gerade einmal zehn Minuten währenden Debüt von Julie Christie – in die ich mich sofort verliebt habe. In Sachen Abenteuerfilm gibt es nichts Besseres als „Zulu“. Auf der Suche nach etwas ganz Besonderem fiele mir noch „Die Commitments“ ein. Und auch „Wege zum Ruhm“ von Stanley Kubrick.
Die beste Entscheidung Ihres Lebens...

Ganz klar: die Entscheidung für meine Frau und meine Kinder!
Welchen (Kindheits-)Traum haben Sie sich noch nicht erfüllt?

Nun, ich habe es noch nicht geschafft, einen Strafstoß in der Nachspielzeit eines Weltmeisterschaftsendspiels zu schießen. Aber die Hoffnung habe ich noch nicht aufgegeben...
Nächstes Ziel?

Ich werde einen neuen Roman schreiben.

 

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