Verlagsgruppe Droemer Knaur



Auf dem roten Teppich: Caren Benedikt

Die Autorin im persönlichen Gespräch

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Beschreiben Sie sich mit drei Worten!
Neugierig, positiv, ungeduldig.
Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?
Es gibt eigentlich so leicht nichts, was mir schlechte Laune bereitet. Und offen gesagt: Ich mag Menschen nicht besonders, die ständig mit grimmigem Gesichtsausdruck durch die Gegend laufen.
Freude hingegen machen mir mein Mann und meine Kinder, dieses Zusammensein in der Familie. Aber auch eine gute Lesung zu besuchen, ein netter Brunch mit Freunden oder aber auch ein Gang in die Bibliothek, um ordentlich für eine Recherche zu stöbern. Herrlich!
Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?
Also – das Frühstück ist völlig klar: Mit einem frischen Croissant in einem kleinen Straßencafé in Paris, um mich herum geschäftige Menschen und dieses besondere Flair, das die Stadt ausstrahlt. Beim Mittagessen wird es schwieriger, da bin ich erheblich weniger leidenschaftlich. Vielleicht lieber nur ein kurzer Snack in Berlin, aber nichts Großes. Und dann Abendessen an einem warmen Ort mit Meerblick, ein großer Tisch, an den die ganze Familie und auch noch Freunde passen. Das hätte was!
Kaffee oder Tee?
Eindeutig Kaffee! Ich schreibe sehr viel nachts, muss aber morgens trotzdem früh raus, weil meine Kinder zur Schule müssen und ich mit ihnen gemeinsam den Tag begehen will. Da ist eine große Tasse Kaffee unerlässlich.
Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?
Der beginnt ein bisschen später, auf jeden Fall nach neun Uhr. Dann ein ausgiebiges Frühstück mit meiner Familie, gern ein kleiner Ausflug oder etwas Spaßiges unternehmen, wieder Zuhause noch ein wenig die Eindrücke nachklingen lassen und dann schreiben. Oder eben der alltäglich perfekte Tag, der zwar früher beginnt, mir aber auch persönlich ein bisschen mehr Zeit bietet, tief in mein Manuskript einzutauchen und darüber gern auch mal die Zeit zu vergessen.
Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?
Gegenfrage: Woher nicht? Ich finde es unheimlich interessant, Menschen bei ihrem ganz normalen Miteinander oder eben manchmal auch Gegeneinander zu beobachten. Ich „studiere“ auf diese Art verschiedene Charaktere, sehe mir das unterschiedliche Verhalten an. Und dann setzt sich eine Geschichte mehr und mehr in meinem Kopf zusammen, die unbedingt erzählt werden möchte.
Neben der Arbeit als Schriftsteller – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?
Alternativen gibt es nicht! Ich arbeite ja nach wie vor zusätzlich noch als freie Journalistin, allerdings mit weniger Zeit als früher. Aber letztendlich kann ich sagen, dass ich nichts anderes machen möchte, als zu schreiben.
Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?
Eine ganze Zeitlang war Ken Follett mein Lieblingsautor, doch inzwischen habe ich auch etliche andere Autoren, die ich sehr gut finde. Natürlich lese ich viele Historische Romane, die ich heute wesentlich kritischer sehe als früher. Aus Kindheitstagen kann ich sagen, dass meine Lieblingsautoren Mark Twain und Michael Ende waren. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Ich lese gerade nochmal mein eigenes Buch „Die Duftnäherin“, weil ich an der Fortsetzung schreibe. Das macht natürlich großen Spaß, das eigene Werk noch mal mit einigem Abstand zu lesen.
Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?
Die unendliche Geschichte!
Gibt es ein Buch, das Sie geschenkt bekommen haben, und das für Sie eine besondere Bedeutung hat? Warum?
Mir bedeuten fast alle meine Bücher etwas. Ich bin da ein bisschen verrückt.
Welche Person – aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm/ihr sagen?
Hm – schwierig! Ich denke, ich würde gern mal eine Frau im Mittelalter treffen, die an diesem Tage nicht den seinerzeit üblichen Kampf ums Überleben führen müsste. Ich würde mich gern mit ihr auf einen Würzwein an einen Tisch setzen und sie einfach aus ihrem Alltag erzählen lassen.
Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?
Ich denke, die Zeit Martin Luthers. Andererseits – wirklich gelebt hätte ich zu dieser Zeit nicht so besonders gern.
Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?
Ich glaube, drei bräuchte ich nicht. Ich würde mir vor allem Gesundheit für meine Familie und Freunde wünschen. Alles andere kann man selbst gestalten.
Was ist Ihre Lebensphilosophie?
Die Welt immer auch mit einem Lächeln zu sehen, das Positive ganz nach oben stellen und niemals aufgeben!
Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?
Na klar – und nicht nur eines!

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