Verlagsgruppe Droemer Knaur



Im Gespräch mit Sahar Delijani über "Kinder des Jacarandabaums”

"Mein Roman ist inspiriert durch meine eigenen Erlebnisse und das Schicksal meiner Familie."

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Warum haben Sie Ihren Roman Kinder des Jacarandabaums genannt? Wer genau sind die Kinder, auf die sich der Titel bezieht?

Es sind die Kinder der Revolution. Den Jacarandabaum betrachte ich als ein symbolisches, utopisches Bild für die Iranische Revolution von 1979. Auch wenn der Schah gestürzt wurde, so bedeutete die Revolution doch eine Niederlage für viele Menschen, die an sie geglaubt und sie unterstützt hatten, denn sie entwickelte sich ganz anders als erhofft. Viele dieser Menschen wurden vom neuen Regime gefangen genommen. Die Kinder, auf die mein Titel Bezug nimmt, sind die Kinder dieser inhaftierten Männer und Frauen – Kinder, die kurz nach der Revolution geboren wurden und die bei ihren Großeltern, Tanten und Onkel aufwuchsen, weil ihre Eltern im Gefängnis saßen.

Beruht das Buch auf Ihrer persönlichen Geschichte und den Erfahrungen Ihrer Familie?

Das Buch basiert auf der Geschichte meiner Familie, vor allem die ersten Kapitel, die in den 1980er-Jahren in Teherans Evin-Gefängnis und an anderen Orten der Stadt spielen. Meine Eltern sowie meine Tanten und Onkel waren überzeugte politische Aktivisten vor und während der Revolution. Sie waren säkular, keine Islamisten, und hofften, dass aus dem Iran eine moderne Republik würde. Als sich Iran zum Gottesstaat entwickelte, realisierten sie, dass sie das nicht unterstützen konnten und sie verstärkten ihre politischen Aktivitäten. Gewissermaßen wurde es offiziell, dass sie das Regime bekämpften, das 1983 Masseninhaftierungen politischer Gegner quer durch alle politischen Parteien durchführte. Das ist einer der Gründe, warum ich nicht darauf eingehe, welcher spezifischen Partei meine Charaktere angehören, denn alle Parteien wurden vom Regime attackiert.

Was ist mit Ihren Eltern passiert?

Sie wurden gefangen genommen. Mein Bruder war damals zwei Jahre alt und meine Mutter war mit mir schwanger. Meine Tante, die auch schwanger war, wurde ebenfalls inhaftiert, daher wurden mein Cousin und ich im Gefängnis geboren. (Das erste Kapitel basiert auf den Erlebnissen meiner Mutter, die mich hinter Gittern zur Welt bringen musste.) Einige Jahre später wurden meine Eltern entlassen, was ein großes Glück war, denn 1988 – im letzten Jahr des Iran-Irak-Krieges – führte das Regime Massenexekutionen politischer Gefangener durch. Schätzungen gehen davon aus, dass die Säuberungsaktionen drei- bis zwölftausend Menschen das Leben kostete. Die genauen Zahlen werden wir nie erfahren, da die Toten niemals den Familien übergeben wurden und Begräbnisse verboten waren. Stattdessen wurden viele Leichen in Massengräbern vergraben. Der Bruder meines Vaters ist den Exekutionen zum Opfer gefallen.

Bei wem sind Sie aufgewachsen?

Meine Großeltern haben meinen Bruder und mich aufgenommen, solange meine Eltern im Gefängnis waren. Diese Erfahrung spiegelt sich in den Kapiteln wider, die von den Kindern erzählen, die bei ihren Großeltern aufwachsen, bis ihre Eltern aus dem Gefängnis freikommen. Als meine Eltern entlassen wurden, zogen wir wieder aus und suchten uns ein eigenes Heim.

Diese Geschichten begleiten Sie seit Ihrer Kindheit. Was hat Sie bewogen, jetzt ein Buch darüber zu schreiben?

Wann immer meine Eltern mit Freunden zusammen kamen, die ähnliches durchlebt hatten, kamen sie zwangsläufig an einem Punkt auf ihre verschiedenen Gefängnisgeschichten zu sprechen. Einige waren recht lustig – Geschichten über Witze und Spielchen, die sie mit den Wärtern getrieben hatten. Eigentlich erzählten sie wenig von den traurigen, schrecklichen Erlebnissen, aber es war klar, dass die Exekution meines Onkels eine tiefe Narbe in meiner Familie hinterlassen hat. Dieser Schmerz schwebte immer im Raum und von Zeit zu Zeit brach die alte Wunde wieder auf. Erst später wurde mir bewusst, welche Bedeutung diese Geschichten für mich haben und ich wundere mich manchmal, warum ich dieses Buch erst jetzt geschrieben habe. Eigentlich überrascht es mich, dass es mir nicht gleich in den Sinn kam, als ich mit dem Schreiben begann.

Erzählen Sie uns bitte ein wenig über den Entstehungsprozess des Buches.

Anfangs wollte ich keinen Roman schreiben. Ich dachte mir, es wäre einfacher, Kurzgeschichten zu veröffentlichen. Die erste handelte von dem Armband aus Dattelsteinen, das mein Vater für mich im Gefängnis anfertigte. Als diese fertig war, schrieb ich eine weitere. Bald musste ich jedoch feststellen, dass jede Geschichte, die ich schreiben wollte, von den Geschehnissen im Gefängnis und den Exekutionen handelte. Dann erzählte ich meiner Mutter, dass ich gerne über die Umstände meiner Geburt schreiben würde. Ich kannte diese Geschichte bereits von einem meiner Geburtstage, aber dieses Mal wollte ich beim Zuhören Notizen machen. Und genau das tat ich. Ich besuchte meine Familie in Kalifornien und stellte meiner Mutter viele Fragen. Was hast du gegessen? Was hattest du an? Wie war das Leben im Gefängnis wirklich, von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde, von Augenblick zu Augenblick? Wie war dein Verhältnis zu den Wärtern, den anderen Gefangenen, deinen Zellengenossinnen? Als ich alle Details beisammen hatte, begann ich, daraus einen Roman zu entwickeln.

Wo endet die Biografie und wo beginnt die Fiktion?

Ich wollte keine Biografie schreiben, sondern vielmehr eine Darstellung der Geschehnisse. Daher wählte ich einzelne Szenen oder Ereignisse aus und begann sie auszubauen und weiterzuentwickeln. Zum Beispiel stellte ich mir vor, wie meine Mutter ihren Vater nach Monaten der Inhaftierung wiedersah. Das ist in Realität nie geschehen, die Idee kam mir während des Schreibens. Diese Szenen schrieben sich von selbst; ich musste nicht viel darüber nachdenken.

War das Schreiben dieses Buches ein schwieriger Prozess für Sie?

Es war extrem schwierig, da es so persönlich ist. Häufig wurde ich unendlich traurig. Die Geschichten der schrecklichen Erlebnisse meiner Eltern und Familie wurden für mich weitaus realer, als ich darüber zu schreiben begann; nur davon zu hören, war etwas anderes gewesen. Als Autor versetzt man sich permanent in die Lage der Menschen, über die man gerade schreibt. Es gab Momente, in denen ich die Arbeit unterbrechen musste, um einen Spaziergang zu machen, Tee zu trinken oder etwas anderes zu tun – irgendetwas –, um wieder eine gewisse Distanz zu den Geschichten aufzubauen, die so traurig und emotional waren. Es war sehr schwierig für mich, einen gewissen Abstand zu wahren.

Wen haben Sie in Ihrer Familie befragt und haben Sie darüber hinaus weitere Nachforschungen betrieben?

Da ich nicht zu viele Menschen befragen wollte, beschloss ich, fast ausschließlich mit meinen Eltern zu sprechen. Immerhin war es ja auch ihre Geschichte. Es war faszinierend, wie lebhaft und klar ihre Erinnerungen nach all den Jahren noch waren; selbst an Details erinnerten sie sich noch genau: Was sie im Gefängnis aßen, welche Kleidung sie trugen, wann sie aufstehen mussten, ihre tägliche Routine und so fort. Außerdem habe ich auch eigene Recherchen über den Iran-Irak-Krieg betrieben, über die Festnahme von Regimekritikern, die Massenexekutionen von 1988 und vieles mehr. Ich wollte herausfinden, ob in den letzten Jahren weitere Details ans Licht gekommen waren. Was die Teile des Buches betrifft, die nach den Unruhen der Wahlen in 2009 spielen, so habe ich einiges gelesen und Videos über die Proteste angesehen, aber ich musste nicht allzu viel recherchieren, da ich diese Ereignisse selbst in den Nachrichten und online täglich genau verfolgt hatte.

Kam während des Schreibens auch Überraschendes zutage?

Da mich diese Geschichten seit vielen Jahren begleitet haben und ich sie gut kannte, überraschte mich meine eigene Reaktion am meisten. Es erstaunte mich, wie emotional ich während des Schreibens wurde. Letztendlich wurde mir bewusst, dass ich über Dinge schreiben wollte, die ich nicht komplett verstand. Ich hatte nicht die Tragweite der Geschehnisse erfasst, die im Leben meiner Familie eine so große Rolle spielten wie der Tod meines Onkels und die Inhaftierung meiner Eltern. Ich war überrascht, wie viel ich über mich selbst erfuhr, als ich begann darüber zu schreiben. Auch die Offenheit meiner Eltern erstaunte mich sehr. Sie wollten wirklich über ihre Erfahrungen und Erlebnisse sprechen und sie nahmen die Sache sehr ernst. Am Anfang fiel es ihnen schwer, vor allem meiner Mutter. Aber mit der Zeit öffnete sie sich und es wurde einfacher für sie.

Was genau haben Sie über sich selbst gelernt, indem Sie dieses Buch geschrieben haben?

Zuvor war mir nicht bewusst gewesen, wie obsessiv mich dieser Zeitraum wirklich beschäftigt hat – und das tut er heute noch. Ich habe das Gefühl, als hätte ich darüber noch so gut wie nichts gesagt und könnte ewig darüber weiterschreiben. Außerdem wurde mir klar, dass sich mein Leben von dem meiner Freunde wesentlich unterscheidet, da sie diese Erfahrungen nicht teilen. Und ich fand heraus, dass diese Erfahrungen mich und meine Familie irgendwie stärker gemacht und uns eng zusammengeschweißt haben.

Gerade haben wir darüber gesprochen, was Sie selbst während des Schreibens überrascht hat. Was, glauben Sie, wird Ihre Leser überraschen?

Alle Leser, die am Iran interessiert sind, werden bestimmt überrascht sein, dass die Revolution anfangs keine islamistische Bewegung war. Es waren viele andere Kräfte am Werk. Die Islamisten gewannen zwar letztendlich die Oberhand, aber am Anfang entstand die Revolution aus dem Volk. Und das Volk wollte in erster Linie einen einst unantastbaren König stürzen. Vielleicht werden die Leser auch bestürzt sein, vom Ausmaß der Repressionen und der enormen Brutalität des Regimes, den Massenexekutionen nach der Revolution zu lesen. Und ich hoffe, dass sie staunen werden, wie das Leben im Iran damals aussah im Vergleich zu heute. Ich wollte keinen Reiseführer schreiben, sondern eine Darstellung des alltäglichen Lebens.

Wie in jeder anderen Nation gibt es im Iran viele Komplikationen und Widersprüche. Meine Eltern, meine Familie und Freunde gehörten einem bestimmten Gesellschaftssegment an – säkular, kultiviert, links –, das man zunächst nicht mit dem Iran in Verbindung bringt. (Der Großteil der westlichen Bevölkerung stellt sich einen Iraner doch verschleiert und Anti-Alles-Parolen rufend vor). Selbst viele meiner iranischen Freunde werden wahrscheinlich überrascht sein, über diesen Teil ihrer Gesellschaft zu lesen. In der iranischen Gesellschaft gibt es strikte Trennungen. Jeder Sektor ist vom anderen isoliert – säkular getrennt von religiös, reich getrennt von arm, gebildet getrennt von ungebildet. Daher denke ich, dass auch viele Iraner in diesem Buch Überraschendes finden werden.

Lebt ein Teil Ihrer nahen Verwandtschaft noch im Iran? Befürchten Sie Repressalien aufgrund Ihres Buches?

Ein Großteil meiner Familie väterlicherseits lebt noch im Iran: meine Großmutter, eine Tante, Cousinen und so fort. Natürlich denkt man bei einer Diktatur sofort an Vergeltungsmaßnahmen, vor allem wenn man selbst weit entfernt lebt. Ich weiß, dass mir selbst nichts passieren kann, aber ich mache mir natürlich Sorgen um meine Familie dort. Mir geht es wie jedem anderen iranischen Autor oder Aktivist, der in der Fremde lebt. Wir sind ständig in Sorge. Aber das darf uns nicht davon abhalten, Dinge auszusprechen und öffentlich zu machen. So funktionieren Diktaturen. Sie machen dir Angst, da du nicht weißt, wie sie reagieren werden. Allerdings sollte man darüber nicht zu viel nachdenken, da man sich sonst nur lähmt. Außerdem möchte ich betonen, dass ich mit diesem Buch nicht das Anliegen verfolge, politische Aussagen oder Parolen zu verbreiten. Auch wenn das Buch von den Erfahrungen meiner Familie handelt, so wollte ich doch an erster Stelle einen guten Roman, eine gute Geschichte schreiben.

Etwa die Hälfte des Romans spielt in den 1980er-Jahren, der Rest in den Jahren 2009, 2010 und 2011. Wie beurteilen Sie die Proteste nach den Präsidentschaftswahlen 2009? Sehen Sie einen Unterschied zwischen den Geschehnissen in den 1980er-Jahren und den jüngeren Ereignissen?

Der größte Unterschied liegt meiner Meinung nach darin, dass die Repressalien und Exekutionen, die das Regime in den 1980er-Jahren durchführte, nicht im Licht der Öffentlichkeit stattfanden. Es geschah zwar nicht unbedingt im Geheimen – die Leute wussten davon, die Familien wussten Bescheid –, aber das Regime handelte außer Sichtweite der Bevölkerung. Die Aktionen fanden meistens nachts in Gefängnishöfen statt und die Leichen wurden in Massengräbern verscharrt. Es wurde versucht, die Morde zumindest ein Stück weit zu kaschieren. Bei den jüngsten Unruhen passierte dagegen alles auf offener Straße. Am helllichten Tag schlug das Regime Menschen zusammen, verhaftete sie oder erschoss sie. In dieser Hinsicht war es viel brutaler, als sei es dem Regime völlig egal. Sie versuchten nicht einmal, ihr grausames Vorgehen zu verbergen. Ich bin zwar kein politischer Analyst, glaube aber, dass dieses Vorgehen zeigt, dass die neue Generation – diese neuen Kerle und Garden – weitaus brutaler und gewissenloser handeln. Das fand ich ziemlich schockierend.

Besonders traurig war, dass 2009 das 30-jährige Jubiläum der Revolution begangen wurde. Kurz vor den Wahlen lag ein Gefühl der Befreiung in der Luft. Zum Beispiel wurden zum ersten Mal im Fernsehen Debatten zwischen den Kandidaten ausgestrahlt. Ich hatte das Gefühl, dass sich etwas ändern würde, dass endlich Reformen stattfinden würden. Und dann kam es zu diesem absolut brutalen Durchgreifen, als ob sich in den letzten 30 Jahren nichts geändert hätte. In gewisser Hinsicht war es sogar viel schlimmer.

Wie oft sind Sie mittlerweile zurück in den Iran gereist?

Nachdem ich den Iran im Alter von 12 Jahren verlassen hatte, bin ich fast jedes Jahr mit meiner Mutter und Tante zurückgegangen, um meinen Vater zu besuchen. Das hatte ein Ende, als mein Vater in die USA zog. 2009 war mein Mann zu einer Konferenz in Teheran eingeladen, zu der ich ihn begleitete. Mein Mann war zuvor noch nie im Iran gewesen und ich seit acht Jahren nicht mehr. Das Land erschien mir so ruhig. Heute ist mir klar, dass das die Ruhe vor dem Sturm war. 2011 war ich nochmals dort, da eine Cousine heiratete, aber seitdem nicht mehr.

Was empfinden Sie, wenn Sie in den Iran reisen?

Es ist jedes Mal eine große Freude. Wenn ich dort bin, denke ich niemals: „Das haben sie meiner Familie angetan.“ Ich hege keinen Groll. Daher habe ich es immer sehr genossen dort zu sein. Das Land ist so dynamisch. Zwei Drittel der Bevölkerung sind junge Menschen meiner Altersgruppe (über den Daumen gepeilt). Man spürt dort trotz allem eine ungeheure Energie und viel Hoffnung.

Welcher Einstellung und Stimmung sind Sie auf den Straßen begegnet, als Sie 2011 dort waren?

Ich hatte das Gefühl, dass die Menschen nur auf die nächste Gelegenheit warten, um wieder auf die Straße zu gehen. Auch wenn es keine öffentlichen Proteste mehr gab, so war es nicht vorbei. Ich hatte den Eindruck, dass die Menschen dabei waren, Abstand zu gewinnen und versuchten, das Geschehene zu analysieren, zu verstehen und über die nächsten Schritte nachzudenken. Ich meine das nicht nur politisch – wie zum Beispiel Treffen im Untergrund – sondern auch auf einer Bewusstseinsebene. Ich denke, dass die Menschen weiterhin daran glauben, dass das Land dringend Reformen braucht und dass es zum richtigen Zeitpunkt geschehen wird. Allerdings muss ich auch erwähnen, dass die Lage 2011 eine andere war als heute. Die heutige Wirtschaftskrise im Iran – bedingt teils durch Sanktionen und teils durch die mangelnde Vorbereitung der Regierung – führt zu echten Schwierigkeiten und Unzufriedenheit in der Bevölkerung. 2011 war das noch nicht so stark der Fall.

Wie war die Einstellung gegenüber Amerika und dem Westen Ihrer Meinung nach?

Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem, was die iranische Regierung über Amerika sagt, und dem, was die Menschen denken. Das soll nicht heißen, dass die Iraner die USA lieben. Die Menschen werden niemals vergessen, dass jegliche Hoffnung auf eine iranische Demokratie mit dem von den Amerikanern initiierten Putsch von 1953 ihr Ende fand, der dem Schah die absolute Macht gab. Aber darüber reden die Leute natürlich nicht jeden Tag. Die Iraner mögen die amerikanische Kultur. Sie lieben amerikanische Filme, Kunst und Literatur. Das gleiche trifft auf viele europäische Länder zu. Sie haben den Drang, mehr über die kulturellen Entwicklungen und Ausprägungen dieser Länder zu erfahren. Es gibt keine Feindseligkeiten.

Welche Botschaft möchten Sie den Lesern mit Ihrem Roman vermitteln?

Es ist mir ein Anliegen, dass der Leser erfährt, dass sich Geschichte überall auf der Welt gleicht. Wir alle wünschen uns das Gleiche. Jedes Land hatte seine Kriege, seine eigenen Kämpfe für Demokratie und Freiheit. Egal ob diese Auseinandersetzungen nun in Syrien, Argentinien, Burma, Iran oder sonst wo stattfinden, sie sind sich alle sehr ähnlich und tragen dieselbe Botschaft: die Menschen wollen in Freiheit leben; die Unterschiede zwischen uns Menschen sind weitaus kleiner als wir denken; wir haben alle die gleichen Wünsche; und um ans Ziel zu kommen, erfahren wir alle den gleichen Schmerz. Jeder, der im Gefängnis ein Baby zur Welt bringt und das Kind weggeben muss, durchlebt die gleiche Trauer und den gleichen Schmerz, egal aus welchem Land man kommt. Das ist die Botschaft, die meinem Buch zugrunde liegt: Wir sind alle gleich

 

Aus dem Englischen übersetzt von Alexandra Plath

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