Verlagsgruppe Droemer Knaur



Auf dem roten Teppich: Erik Brandt-Höge

Der Autor im persönlichen Gespräch

Erik Brandt-Höge Diskobushaltestellenhierarchie

Beschreiben Sie sich mit drei Worten.

„Hey, stör’ ich?“

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?

Überheblichkeit macht mir schlechte Laune. Gute Laune macht mir der Austausch von echter Freundlichkeit. Und sonst: Kochen, Essen, Trinken, Tanzen, Konzerte besuchen. Auch Reisen, mit dem Rad, dem Auto, dem Zug, im Flieger. Überhaupt: Unterwegs sein finde ich super. Ich mag aber auch zu Hause sein, mit einem Kaffee im Schaukelstuhl sitzen und schaukeln. Und ich mag, wenn mir jemand etwas Selbstgemachtes schenkt. Und wenn Werder Bremen gewinnt.

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?

Frühstück, Mittag- und Abendessen – alles in Italien. Italien ist toll, besonders Umbrien. Dort kann man immer und alles essen und dabei die schöne Umgebung genießen. Ich saß da schon oft einen ganzen Tag lang am selben Tisch.

Kaffee oder Tee?

Kaffee, Kaffee, Kaffee.

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?

Aufstehen, wann ich will. Kaffee. Spaziergang in der Sonne. Kaffee und Kuchen. Füße hoch. Später Bier.

Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?

Mal so, mal so. Selbsterlebtes finde ich allerdings selten so spannend und lustig wie Ausgedachtes.

Neben der Arbeit als Schriftsteller – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?

Ich bin Journalist, führe Interviews und bespreche Musik.

Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?

Ich mag mehrere gerne. Zum Beispiel Christian Kracht und Wolfgang Herrndorf.  

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Stefanie de Velasco: Tigermilch. Fand ich super.

Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?

Benedict Wells: Fast genial. Allein wegen der elektrisierenden Szenen im Casino.

Gibt es ein Buch, das Sie geschenkt bekommen haben, und das für Sie eine besondere Bedeutung hat? Warum?

Das nicht. Ich versuche selbst immer wieder, mir wichtige Bücher zu verschenken und hoffe, dass sie auch für andere wichtig werden. Mit Wolfgang Herrndorfs Tschick hat das auch ziemlich gut geklappt.

Welche Person – aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm/ihr sagen?

Helmut Schmidt. „Guten Tag.“

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?

Johnny Cash ist im Januar 1968 im Folsom State Prison in Kalifornien aufgetreten. Ich wäre wahnsinnig gerne dabei gewesen.

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?

Klingt irgendwie einfach, ist es aber nicht: Gesundheit. Und Zusammenhalt. Und: Ich spiele schon seit vielen Jahren Lotto. Ich würde gerne mal gewinnen.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

„Do wat Du wullt, de Lüüd snackt doch.“

Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?

Ja. Hat mit Musik zu tun und langen Nächten in der Großstadt. Und mit einer vielleicht endlosen Suche nach Geborgenheit.

 

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