Verlagsgruppe Droemer Knaur



Ich und die Anderen - Selbstentwickler werden mit Jens Corssen

Einleitung

Goodbye Schüchternheit und sozialer Neid! Coaching-Guru Jens Corssen erklärt, wie wir einen besseren Umgang mit uns und unseren Mitmenschen lernen.

Der Mensch ist ein soziales Wesen – so könnte man in einem Satz die Quintessenz des Ratgebers von Christiane Tramitz und Jens Corssen umschreiben. Wenn es denn so einfach wäre! Denn obwohl wir Menschen eigentlich wissen, wie ein gutes Miteinander funktioniert, liegen wir viel zu oft mit unserem Verhalten anderen gegenüber daneben.  

Den Grund dafür sehen die Autoren Corssen und Tramitz in den so genannten 11 heimlichen Begleitern, der „Elfer-Truppe“, die jeden von uns begleitet. Der Verhaltenspsychologe Jens Corssen hat vor vielen Jahren aus seinen Praxiserfahrungen heraus das Modell des „Selbst-Entwicklers“ geprägt und als Essenz seiner langjährigen psychologischen Beratung diese 11 heimlichen Begleiter und ihre Eigenschaften detailliert beschrieben:  den Bewerter, den Warner, den Blinker, den Binder, den Mitfühler, den Vergleicher, den Beschützer, den Erreger, den Behaupter, den Machthaber und den Kontroller.Wenn wir uns dieser Begleiter bewusst werden, ihre Einflussnahme auf unser Verhalten begreifen und schließlich als „Selbst-Entwickler“ unser Verhalten reflektieren und an die jeweilige Situation anpassen, dann können wir in den von Corssen so bezeichneten „L-Modus“ finden, in dem wir eine liebevolle Gestimmtheit erleben, eine Art soziale Gelassenheit.

Und weil es sich als „L-Modist“ (im Gegensatz zum argwöhnischen-aggressiven „A-Modisten“ oder zum kämpferischen „K-Modisten“) angenehmer leben lässt und man als solcher nicht zuletzt sozialen Erfolg (auch beim anderen Geschlecht!) hat, haben die beiden Psychologen jede Menge Übungen aus ihrer langjährigen Therapieerfahrung mit ins Buch geholt, mit denen sich Situationen „trainieren“ lassen. Besser gesagt: mit denen sich die „Elfertruppe“ der heimlichen Begleiter so trainieren lässt, dass sie uns helfen, stets in einen guten L-Modus zu gelangen. Dass und wie das funktionieren kann, selbst wenn vielleicht sogar gerade eine Liebesbeziehung in die Brüche gegangen ist, kann man sich nach der Lektüre von „Ich und die anderen“ gut vorstellen.  Denn es geht beim menschlichen Miteinander ja auch um die Beziehung zwischen Mann und Frau: wie bahnt sich ein Flirt an, was verhindert ihn, wie merkt man, ob es etwas „Ernstes“ werden kann oder nur eine „Ver-liebtheit“ wie eine „Ver-irrung“ ist – und wie man am Ende gut „Loslassen“ kann.Die vielen gut nachvollziehbaren Übungen regen dazu an, sich selbst im Umgang mit anderen Menschen besser einzuschätzen, indem die Autoren immer wieder fragen: wie bewerten Sie andere? Wie gehen Sie auf andere zu?

Hilfsbereitschaft, Vertrauen – verschiedene scheinbar selbstverständliche Grundlagen des sozialen Miteinanders werden genau in ihrer Funktionsweise, ihrer Wirkung und ihren Störungen erklärt. Tramitz und Corssen untermauern ihre Theorien mit vielen Ergebnissen wissenschaftlicher Studien und Experimente. Das macht das Buch anschaulich und die Theorie nachvollziehbar. Außerdem geben die Autoren jede Menge Buch- und Filmtipps. So bekommen vor allem zurückhaltende oder könnte „schüchterne“ Menschen (auch wenn die Autoren empfehlen, diesen negativ besetzten Begriff aus dem Wortschatz zu verbannen) viele Empfehlungen, wie sie ihre Zurückhaltung nicht als Ohnmacht erleben müssen.
Im abschließenden Kapitel erläutern die Autoren, wieso das soziale Miteinander immer wieder leidet, wie es dazu kommt, dass trotz aller guter Anlagen, die wir Menschen mitbringen, ein harmonisches Miteinander trotzdem immer wieder missglückt: Macht, Erwartungen und Enttäuschungen stören immer wieder unseren L-Modus.

Dennoch: die Aussichten, diese Störungen zu überwinden, sind für den L-Modisten überaus gut! Als für sich selbst verantwortlicher Selbst-Entwickler mit der Elfertruppe der heimlichen Begleiter schafft man es, auch Missstimmungen und Trennungen zu überstehen und sich auf Neuanfänge zu freuen! 

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