Verlagsgruppe Droemer Knaur



Werner Bartens im Porträt

Einleitung

"Herr Bartens, Sie sind ein gottverdammtes Genie!" Stern

Werner Bartens ist promovierte Mediziner, preisgekrönter Journalist und vielfacher Bestsellerautor. In seinem Buch Empathie: Die Macht des Mitgefühls gelingt es ihm erneut, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über unsere Gefühlswelt anschaulich darzustellen. Wir stellen Ihnen den profilierten Wissenschaftsjournalist und Sachbuchautor vor.

Werner Bartens versteht es, komplexe wissenschaftliche Themen für eine breite Leserschaft sensibel und faktenreich aufzuschlüsseln und zu erklären. Ebenso anschaulich wie alltagstauglich setzt er sich mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinander und gibt den Lesern Anstoß zum Nachdenken. Die Schwerpunkte seiner populären Sachbücher, die immer wieder auf den Bestsellerlisten stehen, sind die kritische Auseinandersetzung mit der Medizin und dem Gesundheitswesen sowie der menschlichen Gefühlswelt.

Auch wenn Bartens den weißen Arztkittel längst abgelegt und gegen Papier und Stift eingetauscht hat, weiß der promovierte Mediziner aus erster Hand, worüber er schreibt. 1966 in Göttingen geboren, studierte Bartens Medizin, Geschichte und Germanistik in Gießen, Freiburg, Montpellier und Washington. Es folgten ärztliche Tätigkeiten an den Unikliniken Freiburg und Würzburg und Forschungsaufenthalte in den USA. In dieser Zeit wuchs Bartens Unzufriedenheit mit der Medizin, denn er erlebte hautnah, woran das Gesundheitssystem krankt: fehlende Psychosomatik, keine Interdisziplinarität, zu viel Bürokratie und zu wenig Zeit für Patienten.

So kehrte Bartens dem Klinikalltag den Rücken und begann sich ab 1997 als Journalist und Autor kritisch mit medizinischen Themen auseinanderzusetzen. Seit 2008 leitet er das Wissenschaftsressort der Süddeutschen Zeitung und wurde mehrfach mit renommierten Journalistenpreisen ausgezeichnet, u.a. wurde er bereits zwei Mal (2009 und 2012) zum "Wissenschaftsjournalisten des Jahres" gewählt.

In seinen Büchern nimmt er immer wieder Missstände in der Medizin und im Gesundheitssystem ins Visier. Sinnlose Untersuchungen, falsche Versprechungen, Bevormundung der Patienten – diese Themen greift er in seinen Büchern auf und stellt die Gesundheitsindustrie in Deutschland an den Pranger. Nach Das Ärztehasserbuch (2007), Sprechstunde (2008) und Medizin und Wahnsinn (2009) erklärt der Autor in seinem erfolgreichen Buch Heillose Zustände (2012) "warum die Medizin die Menschen krank und das Land arm macht". Bartens deckt auf, wie die Medizin zum Wirtschaftsfaktor geworden ist: Es gehe nur noch um Profit und Wachstum, aber nicht um das Wohl der Patienten. Eindringlich warnt er vor einem aufgeblähten Gesundheitssystem, das tatsächlich eher ein "Krankheitssystem" zu sein scheint. Die Jury, die Bartens zum Wissenschaftsjournalisten des Jahres 2012 wählte, lobte das Buch als "den wichtigsten Beitrag zum Zustand des deutschen Gesundheitssystems." Mit Heillose Zustände hat Bartens eine längst überfällige Debatte zu aktuellen Missständen im Gesundheitswesen angestoßen und wurde zum gern gesehen Talkshow-Gast im Fernsehen und Radio, der mit Kritik am Gesundheitssektor nicht geizt.

Neben der kritischen Auseinandersetzung mit der Gesundheitsindustrie hat sich Bartens in vielen Büchern auch dem Thema einer gesunden Einstellung zum Leben und zum eigenen Körper  gewidmet. Seine Bücher Körperglück. Wie gute Gefühle gesund machen (2010) und Glücksmedizin. Was wirklich hilft (2011) standen lange auf den Bestsellerlisten und raten dem Leser, ein gesundes, glückliches Leben zu führen, ohne sich von der Medizinindustrie bevormunden zu lassen. Der Autor beschreibt in diesen Werken anschaulich und faktenreich, wie Körper und Psyche miteinander interagieren und nicht getrennt betrachtet werden sollten. Für Bartens ist die Psychosomatik ein wichtiger Faktor der menschlichen Gesundheit. Eine gesunde Lebenseinstellung und ein positives Körpergefühl sind essentiell: "Es ist enorm, welche Heilkraft positive Gefühle entwickeln können. Glückliche Menschen leben länger und werden weniger krank."

Auch zum Thema Erziehung leistet der fünffache Vater Bartens mit seinem Buch Glückliche Kinder: Was sie stark und gesund macht (2013) einen wichtigen Beitrag, in dem er mit Vorurteilen und Erziehungsmythen aufräumt und Eltern ihre Unsicherheit nimmt. Gekonnt trägt er die neuesten Forschungsergebnisse aus den unterschiedlichsten Disziplinen zusammen und zeigt, was Kinder zu starken, an Körper und Seele stabilen Menschen heranreifen lässt.

Den Geheimnissen erfolgreicher Partnerschaften geht Bartens in seinem Bestseller Was Paare zusammenhält. Warum man sich riechen können muss und Sex überschätzt wird (2013) auf den Grund. Anschaulich erklärt er, was laut aktuellen Erkenntnissen aus Psychologie, Verhaltensforschung und Medizin zu einer glücklichen Beziehung gehört.

Ein wichtiger Aspekt ist für Bartens die Berührung. Sein Buch Wie Berührung hilft. Warum Frauen Wärmflaschen lieben und Männer mehr Tee trinken sollten (2014) zeigt, wie Menschen wieder Zugang zu ihren Gefühlen finden – ob therapeutisch eingesetzt in der Medizin, in der Partnerschaft oder im Beruf. Berührung ist ein universeller Schlüssel zu den oft verschütteten Emotionen, die uns antreiben oder behindern. Richtig eingesetzt, eröffnet die Berührung neue Erlebenswelten und lässt jeden Einzelnen erkennen, was für ihn wirklich wichtig ist.

Mit unserer Gefühlswelt setzt sich auch sein Buch Empathie: Die Macht des Mitgefühls (2015) auseinander. Hierfür hat Bartens zahlreiche Studien aus der internationalen Empathie-Forschung ausgewertet und präsentiert anschaulich die guten Nachrichten: Mitgefühl hilft nicht nur anderen und stärkt die Gemeinschaft, sondern es ist gesund und eröffnet den Weg zu mehr Zufriedenheit und Erfolg.

Alexandra Plath für www.droemer-knaur.de

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