Verlagsgruppe Droemer Knaur



Auf dem roten Teppich: Farina de Waard

Meine Inspiration kommt hauptsächlich aus der Natur.

Bild

Beschreiben Sie sich mit drei Worten!

Spontan – Einfühlsam – Quirlig

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?

Schlechte Laune bekomme ich, wenn ich nicht genug Zeit zum Schreiben finde, da werde ich richtig unzufrieden.
Gute Laune bekomme ich immer in der Natur und bei Nebel (ich finde ihn so wunderbar mysteriös).

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen - wohin führt Sie diese Reise?

Frühstücken würde ich am liebsten in Kroatien, an der Plitwitzer Seenplatte. Dort gibt es eine spektakuläre Landschaft aus vielen kleinen Wasserbecken, die ineinanderfließen. Traumhaft.
Mittagessen würde ich dann wohl auf einem Seegelboot, nachdem ich vormittags eine Runde in einem Atoll zwischen den Korallen tauchen war.
Abendessen: Nach Neuseeland an einen Strand der Südinsel. Dort gibt es ein Naturschutzgebiet, in dem riesige runde Steine am Strand liegen. Die Gezeiten haben diese Steine freigelegt und teilweise zerbrochen, sie sehen aus wie geschmolzene 1-2m große Karamellkugeln.

Kaffee oder Tee?

Kaffee. Mit einem gestrichenen Löffel Zucker.

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?

Mein perfekter Tag: Morgens früh und erholt aufwachen. Es ist neblig draußen oder gewittert. Ich habe den ganzen Tag Zeit, um mich in meine Bücher zu stürzen und abends die Gelegenheit, mich mit Freunden zu treffen und bei einem schönen Cocktail über das Leben zu philosophieren.

Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?

Meine Inspiration kommt hauptsächlich aus der Natur. Wenn ich in einem Wald spazieren gehe, fließen die Gedanken und Ideen wie von selbst. Aber natürlich inspirieren mich auch Menschen und historische Ereignisse.

Neben der Arbeit als Schriftsteller - was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?

Ich strebe tatsächlich noch einen Beruf als Umweltschützerin an – in einem großen Nationalpark arbeiten zu können, fände ich wunderbar. Wissenschaftliche Arbeit, Naturschutz und Arbeit mit Menschen, diesen die Umwelt näher bringen. Das finde ich toll.

Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?

Terry Prattchet. Er hat eine ganz eigene und unkonventionelle Welt erschaffen mit interessanten und witzigen Charakteren. Aber ich könnte das wohl bei vielen Autoren sagen, die ich eigentlich genauso spitze finde.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Zuletzt habe ich "12 years a slave" von Solomon Northup in der englischen Fassung gelesen. Sehr bewegend und erschütternd, aber auch lehrreich.

Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?

Es gibt eine Menge Bücher, die ich empfehlen würde und schätze – aber tatsächlich würde ich gerade "12 years a slave" empfehlen. Einerseits, weil ich es gerade erst gelesen habe und es mir daher noch sehr präsent ist, andererseits, weil ich glaube, dass wir als Menschheit dringend verstehen und lernen sollten, dass wir eben genau das sind, eine große Gemeinschaft, in der jeder ein Individuum ist, aber die gleichen Rechte haben sollte. Puh, ganz schon idealistisch, ich weiß.

Welche Person - aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben - würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie ihm/ihr sagen?

Tolkien. Ich würde ihn gerne fragen, ob er sich im klaren war, dass die Adler sicherlich gerne geholfen hätten, den Ring in den Schicksalsberg zu werfen. Es hätte nur einer Schlacht zur Ablenkung der Nazgul bedurft und sie hätten direkt hinfliegen können … nein, Spaß beiseite, ich finde es sehr spannend, was für eine riesige Welt er erschaffen hat, mit Sprachen und einer ganzen Schöpfungsgeschichte. Ich erschaffe auch gerne Welten, aber Tolkien ist ein Meister auf dem Gebiet.

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?

Ich glaube, es würde wohl etwas schräg wirken, wenn ich jetzt sage, dass ich gerne einen direkteren Einblick in das Mittelalter und die Zeit der Pest gehabt hätte? (zu Recherchezwecken, versteht sich) … nein, ich glaube die Entdeckung Amerikas hätte ich auch spannend gefunden, oder den Moment erlebt, als die Wirkung des Penicillin erkannt wurde. Momente in der Geschichte, die Menschen sehr stark bewegt haben finde ich interessant.

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?

Zuerst würde ich mir wünschen, dass das Umwelt- und Gerechtigkeitsempfinden etwas stärker in der Menschheit ausgeprägt wäre. Dann, dass ich zeitreisen könnte. Und als drittes … dass mein Roman real wäre. Oder vielleicht als drittes doch nochmal drei Wünsche?

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

Lebe deinen Traum.

Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?

Oh ja, die ersten 100 Seiten sind schon geschrieben – und dieses Mal habe ich mir fest vorgenommen, dass es mal ein Einzelband bleibt und sich nicht zu einer Reihe mit 6 Bänden entwickelt.
 

↑ nach oben