Verlagsgruppe Droemer Knaur



Auf dem roten Teppich: Monika Maifeld

"Jede Jeck is anders"

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Beschreiben Sie sich mit drei Worten!

pfälzische Wurzeln, rheinische Mentalität, Schwabinger Geisteshaltung

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?

- genervt: als Beamtentochter in dritter Generation habe ich eine Neigung zur Pedanterie; Unordnung nervt mich 

- glücklich: wenn die Familie (Mann und Tochter) um mich versammelt sind und es allen gut geht

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?

Frühstück: zuhause im Bett; Mittagessen am Meer in einem Strandlokal; je nach Jahreszeit entweder an der Nordsee oder am Mittelmeer; Abendessen: auf jeden Fall auf der ISS (internationalen Raumstation); in 90 Minuten um die Erde kreisend.

Kaffee oder Tee?

morgens Kaffee zum Aufwachen; zum Arbeiten Tee.

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?

zwei Drittel alleine sein, um Ideen nachzuspüren,  und mit meinen Protagonisten in ihre Geschichten einzutauchen; das letzte Drittel mit Familie und Freunden bei einem schönen Abendessen gemeinsam genießend, erzählend und wild diskutierend verbringen.

Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?

keine Ahnung: eine Mischung aus Erlebtem, Geschichten aus der Zeitung, den Nachrichten; Menschen auf der Straße, an denen mir etwas auffällt und dann ist sofort eine Geschichte dazu da, die die Auffälligkeit begründet.

Neben der Arbeit als Schriftsteller – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?

Naturwissenschaftler (was ich war; ich war Neurobiologin und habe u.a. am Max-Planck-Institut in Tübingen gearbeitet); jedenfalls eine Tätigkeit, bei der man viel lesen und nachdenken kann und muss;  „tüfteln“: das liegt mir und das liebe ich.

Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?

meine Lieblingsautoren wechseln; lange Zeit war es John Irving, weil er so wunderbar fabuliert; im Moment lese ich sehr gerne Daniel Glattauer; ich mag ihn, weil er so  „unaufgeregt“ schreibt und dabei so viel sagt, von ihm ist auch das letzte Buch, welches ich gelesen habe („Geschenkt“); Ich kehre aber außerdem gerade zu den Büchern zurück, die ich vor zwanzig oder dreißig Jahren gelesen habe und lese diese „mit heutigen Augen“; z.B. Erica Jong: „Angst vorm Fliegen“; aber auch Böll: „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen? 

Daniel Glattauer  „Geschenkt“ und Erica Jong „Angst vorm Fliegen“

Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?

Das ist individuell unterschiedlich: für jeden gibt es ein anderes Buch, welches für ihn ganz besonders bedeutsam wäre.

Gibt es ein Buch, das Sie geschenkt bekommen haben, und das für Sie eine besondere Bedeutung hat? Warum?

„Gilles Frau“ von Madeleine Bourdouxh. Habe ich geschenkt bekommen, kannte die Autorin vorher nicht; ich kenne kein schöneres und fürchterlicheres Buch darüber, wie Frauen lieben (können).

Welche Person – aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm/ihr sagen?

Ich würde gerne mit „den Bösen“ reden; den Fürchterlichen, die entsetzliche Dinge verbrochen haben; ich würde mich gerne mit ihnen unterhalten, um zu verstehen, warum.

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?

Als Gott den Mann erschaffen hat, wäre ich gerne dabei gewesen – und hätte die Gelegenheit genutzt, mit Ihm darüber zu diskutieren,  ob die eine oder andere männliche Eigenschaft nun wirklich sein muss.

Aber jetzt ernsthaft: vergangene Ereignisse interessieren mich nicht so sehr, dass ich da gerne dabei gewesen wäre. Ich weiß ja, wie es ausgegangen bzw. weitergegangen ist.

Ich wäre gerne bei Ereignissen in der Zukunft dabei: in der Welt in 100 Jahren zum Beispiel; oder wenn wir das erste Mal Kontakt mit einer extraterrestrischen Lebensform bekommen  bzw. eine finden – oder wenn das Universum beginnt, sich zusammen zu ziehen – oder ich stände gerne am Rand des sich ausdehnenden Universums und würde mal schauen, wohin es sich ausdehnt. Was ist da, in das es sich ausdehnt? Was verdrängt es?

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?

Gesundheit für meine Tochter; Gesundheit für meinen Mann; Gesundheit für mich – in dieser Reihenfolge.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

„Jede Jeck is anders“, um mit den Kölnern zu sprechen oder auch, wie es der Alte Fritz formulierte: „Ein Jeder soll nach seiner facon selig werden“.

Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?

Ja, habe ich.  Die erste Version ist fast fertig. Wie detailliert möchten Sie die Infos? ;)

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