Verlagsgruppe Droemer Knaur



Auf dem roten Teppich: Mary Kuniz

Weder Kaffee noch Tee - kalter Kakao

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Beschreiben Sie sich mit drei Worten

lebensfrohe, bodenständige Träumerin

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?

Unpünktlichkeit, Unvermögen, Ungerechtigkeit – also beinahe alle „Un’s“ sorgen bei mir für schlechte Laune.

Meine Familie, meine Freunde, mein Schreiben, meine Ehrenämter – mein Leben – bereiten mir Freude.

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?

Frühstücken würde ich auf Moorea, einer kleinen Insel in der Südsee, in einem Holzhaus, das auf Pfählen ins Meer gebaut wurde, wo ich beim Essen das Meeresrauschen hören und die Natur über und unter mir beobachten kann.

Zum Mittag würde ich in Irland an einem verlassenen Strand, umgeben von Klippen und unendlicher saftig grüner Weite, ein Picknick zu mir nehmen mit einer Dose Smithwick‘s Irish Ale.

Und abends wäre mein Ziel das Restaurant Savu auf der Insel Tervasaari in Helsinki, wo es nach alter finnischer Tradition die Speisen geräuchert gibt.

Kaffee oder Tee?

Kalter Kakao

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?

Aufstehen, wann immer ich wach werde und dann auch wach bin – und wenn möglich irgendwo am Meer. Eine Runde schwimmen gehen. Mich an den PC setzen und an meinen Manuskripten arbeiten. Mit meinem Mann und meinen drei Kindern Mittagessen – wenn es irgendwie möglich wäre, ein von einem Koch schmackhaft zubereitetes Essen. Danach ein Power-Napping und im Anschluss weiter schreiben. Gegen Abend würde ich mich mit Freunden zu einem Spieleabend bei einem leckeren Glas Rheinhessenwein treffen und im Anschluss wieder bis in die Nacht hinein schreiben.

Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?

Musik und Songtexte sowie die Künstler, die dahinterstehen, inspirieren mich genauso, wie der Mensch, der mir gegenüber in einem Café sitzt und in sein iPhone starrt.

Auch der Blick auf ein einsames Hausboot ruft in mir die Frage auf: Wer lebt da wohl?

Ein fremdes Land und seine Kultur bringen mich dazu, Genaueres über die Lebensweisen des Landes und der dort lebenden Menschen zu recherchieren.

Eine Vollbremsung mit meinem Auto, weil ein Radfahrer mir die Vorfahrt nimmt, lässt mich augenblicklich den Gedanken weiterspinnen, was wäre wenn? Wenn ich den Radfahrer erfasst hätte? Wenn ein Auto vor mir gefahren wäre und ich Zeuge eines Unfalls gewesen wäre? Wäre der Fahrradfahrer tot oder schwer verletzt? Wie würde seine Familie auf die Unglücksnachricht reagieren? Seine Frau, die Kinder, die Eltern oder Geschwister? Oder ist er gar alleine und hat sich schon vor Jahren von seiner Familie losgesagt? Warum hat er das getan? Welch schreckliches Geheimnis verbirgt sich dahinter?

Inspirationen kommen bei mir aus meinem ganz normalen Leben, gepaart mit meiner blühenden Fantasie.

Neben der Arbeit als Schriftsteller – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?

Empfangsdame! Egal wo, ob in einer Arzt- oder Therapiepraxis, einem Hotel, einem großen Konzern oder auch in einem Krankenhaus. Ich liebe es, neue Menschen zu treffen, diesen lächelnd zu begegnen und ihnen das Gefühl zu geben, sie sind willkommen. Am liebsten würde ich auf einem Kreuzfahrtschiff am Empfang arbeiten und so meine Leidenschaft für das Meer und meine Freude an Neuem kombinieren.

Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?

Es sind eigentlich mehrere (das sagt wahrscheinlich jeder):

Ottfried Preußler, weil er mich als Kind mit „Der kleine Wassermann“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ in eine Fantasiewelt geschickt hat, die schöner nicht hätte sein können.

Enid Blyton, weil sie mich durch meine gesamte Schulzeit mit „Hanni und Nanni“ sowie „Dolly“ begleitet und diese Jahre so zu einer wahnsinnig glücklichen Zeit gemacht hat.

Utta Danella, weil sie mich als Jugendliche einfühlsam mit „Stella Termorgen“, „Alles Töchter aus guter Familie“ oder auch „Unter dem Zauberdach“ in die Welt der Erwachsenenromane eingeführt hat.

Agatha Christie, weil ich „Miss Marple“ und „Hercules Poirot“ geliebt habe und Christies kurzen und doch so umfassend gut beschriebenen und kurzweiligen Bücher meine ersten Englischlektüren waren, als ich in Irland lebte und meine Sprachkenntnisse durch ihre Romane immens verbesserte.

Elisabeth George und Joy Fielding, weil sie mich das Fürchten lehrten.

Susan Elizabeth Phillips, weil sie mich erkennen ließ, welches Genre ich zukünftig lesen und auch schreiben will.

Und heute lese ich Jojo Moyes, Hjorth & Rosenfeldt, Kerstin Gier, Lucinda Riley, John Boyne, David Safier, Luca di Fulvio …

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

„Die Frauen, die er kannte“ von Hjorth & Rosenfeldt

Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?

„Der Junge im gestreiften Pyjama“ von John Boyne

Welche Person – aus Roman, Film oder öffentlichem Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie ihm/ihr sagen?

Samu Haber.

Lieber Samu, inspiriert von dir – deiner wahnsinnig sexy Gesangsstimme, der mitreißenden Musik mit deiner Band Sunrise Avenue und auch deinem lausbubenhaften und doch sehr männlichen Aussehen – habe ich es endlich geschafft, mir meine geheimen Träume zu erfüllen und meiner Fantasie freien Lauf zu lassen, um Romane zu schreiben. Du und Robbie Williams haben mich zu meinem ersten Band „Versuchung küsst finnisch“ meiner „Finnisch“-Trilogie inspiriert. Danke dafür! Und danke für die tolle Musik, die deine Band und du machen.

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?

Beim Treffen der Götter und Propheten der großen Weltreligionen, als Gott, Jesus Christus, Allah, Mohammed, Shiva, Brahma, Vishnu und Buddha beschlossen haben, friedlich und sich achtend und respektierend nebeneinander zu leben und dies allen Völkern auf der Erde verkündet haben. Das war eines der größten und bedeutendsten Ereignisse, die die Menschheit je erlebt hat. Und seit diesem Tag herrscht Frieden unter den Menschen.

Das wäre ein wirklich großes historisches Ereignis in der Weltgeschichte, das ich gerne als Zeitzeuge miterleben würde – lieber heute als morgen!

Ein echtes großes Ereignis, „den Mauerfall“, habe ich live mitbekommen.

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?

Außer Glück und Gesundheit für mich und alle, die mir am Herzen liegen, wünsche ich mir, dass meine Romane verfilmt werden, sodass auch Menschen, die das geschriebene Wort nicht so sehr schätzen, visuell in meine Träumereien eintauchen können.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

Träume müssen nicht immer wahr werden – sie können nicht immer wahr werden – aber sie sind es immer wert, ausgiebig geträumt zu werden!

Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?

Eins?! Es sind momentan ganze vier.

Zuerst einmal die Fortsetzung von „Kopf über Bauch“ – denn Gretas und Krischans Geschichte ist noch nicht zu Ende.

Des Weiteren bin ich am Umschreiben meines Projekts „Traum am See“, das von meinen Probeleserinnen zurückkam und ganz unterschiedliche Meinungen hervorgebracht hat. Hier ziehe ich mir aus allem das Beste heraus und werde einen neuen, gefühlvollen Roman hervorbringen.

Seit gut fünf Jahren schreibe ich an meinem ganz persönlichen Highlight. Der Roman wird ganz anders sein als alles, was ich bisher geschrieben habe. Um was es geht, fragen Sie sich. Das bleibt noch eine ganze Weile mein Geheimnis.

Und Nummer vier ist noch ganz in den Anfängen. Es wird die Liebe eines Paares beschreiben, das unterschiedlicher nicht sein könnte – vom Alter, vom Lebensstil, vom familiären Hintergrund und von ihren jeweiligen Lebensplänen.

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