Verlagsgruppe Droemer Knaur



Auf dem roten Teppich: Carina Schnell

"Nimm mich mit nach Nimmerland!"

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Beschreiben Sie sich mit drei Worten.

Zielstrebig, reisefreudig, verträumt.

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?

Am meisten genieße ich Vorfreude. Es gibt nichts Schöneres, als sich auf die nächste Reise,

das nächste Treffen mit Freunden, das nächste gute Essen im Lieblingsrestaurant zu freuen.

Deshalb macht es mir großen Spaß, diese Dinge zu planen und mich dann darauf freuen zu

können.

Leider sind es meist andere Menschen, die mir schlechte Laune machen. Diese Macht

dürften andere nicht über mich haben und deshalb arbeite ich daran.

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?

Zum Frühstück würde ich immer Frankreich wählen: Käse, Croissants, Marmelade und heiße

Schokolade, das ist ein Traum. Mittags ginge es dann nach Italien für Pizza, Pasta und Gelato.

Und zum Abendessen in ein asiatisches Land, vielleicht nach Bali, wo ich den Tag mit etwas

Leichterem ausklingen lassen würde: gebratener Reis oder gebratene Nudeln mit frischem

Gemüse und am liebsten mit den Fingern gegessen.

Kaffee oder Tee?

Tee und das in rauen Mengen. Kaffee trinke ich überhaupt nicht.

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?

Sonne, Strand, Meer, ein gutes Buch, mein Lieblingsmensch.

Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?

Ich werde täglich von allem um mich herum inspiriert – ein schöner Sonnenuntergang, ein

Falkenschrei, die besondere Stimme einer Person, die aus der Menge heraussticht. Filme und

Bücher sind auch ab und zu Inspirationsquellen, meist eher unterbewusst. Ich hatte aber

auch schon Träume, aus denen sich dann eine Geschichte ergeben hat.

Neben der Arbeit als Schriftsteller – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?

Ich habe tatsächlich zwei Berufe, die ich neben dem Schreiben sehr gerne ausführe. Zum

einen bin ich gelernte Übersetzerin und übersetze für verschiedene deutsche Verlage (auch

für Knaur). Zum anderen arbeite ich als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache, ein Beruf, in

den ich während meines Studiums so reingerutscht bin und der mir besonders auf

menschlicher Ebene sehr viel zurückgegeben hat.

Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?

Tolkien, da ich nichts als Respekt für den Mann empfinden kann, der so eine komplexe Welt

in seinem Kopf erschaffen hat, die auch heute noch Millionen von Menschen fasziniert und

inspiriert. Ein Vorbild und ein Traum für jeden Fantasy-Autor / jede Fantasy-Autorin.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Der Name des Windes von Patrik Rothfuss und ich schäme mich, dass dieser Fantasy-

Klassiker so lange ungelesen in meinem Regal stand.

Welches Buch sollte jeder mal gelesen haben?

Puh, es gibt viel zu viele gute Bücher, die ich ständig sämtlichen Leuten um mich herum

empfehle, da ich der Meinung bin, dass jeder sie gelesen haben sollte. Am Ende muss ich wohl

„Der Herr der Ringe“ sagen, weil es ein Klassiker ist und ich immer noch nicht begreifen kann, wie

ein einziger Mann so eine komplexe Welt in seinem Kopf erschaffen konnte. Es macht mich

immer noch sprachlos, selbst wenn ich die Bücher zum Hundertsten Mal lese.

Welche Person – aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm / ihr sagen?

Schon seit ich ganz klein bin, habe ich mir immer gewünscht, dass Peter Pan an mein Fenster

klopft. „Nimm mich mit nach Nimmerland!“, würde ich dann sofort zu ihm sagen.

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?

Ich war schon immer von Geschichte fasziniert, deshalb ist es sehr schwer, mich auf ein

einziges Ereignis festzulegen. Besonders interessieren mich antike Zivilisationen, deshalb

hätte ich liebend gerne einmal bei den Mayas, Inkas oder Azteken, den alten Griechen oder

den Ägyptern zur Zeit der Pyramiden Mäuschen gespielt.

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?

Ich muss sagen, dass ich immer nur einen großen Wunsch hatte, solange ich zurückdenken

kann und das ist, fliegen zu können. Das liegt wohl an dem Gefühl der unbändigen Freiheit,

das man damit assoziiert, jederzeit einfach losfliegen zu können, wann und wohin man

möchte. Da ich gerne und viel reise, wäre es außerdem wirklich praktisch.

Die beiden übrigen Wünsche würde ich wohl mit der Absicht benutzen, die Welt zu einem

besseren Ort zu machen, aber wie wir aus vielen Geschichten gelernt haben, kommt dabei

meistens nichts Gutes heraus.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

Dass man Träume und Ziele für die Zukunft haben kann, aber besser keine allzu

festgefahrenen Pläne macht, denn am Ende kommt doch alles anders, als man denkt. Und

genau das ist ja das Zauberhafte am Leben.

Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?

Ja, wenn es ums Schreiben geht, stehen meine Gedanken nie still. Ich habe einige Ideen und

Projekte in der Schublade liegen, die nur darauf warten, wieder hervorgeholt zu werden. Und

dann kommt meist doch noch eine ganz neue Idee dazwischen, die sofort aufgeschrieben

werden muss.

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