Verlagsgruppe Droemer Knaur



Auf dem roten Teppich: Birgit Böckli

Die Bibel versus Horrorgeschichten von Stephen King? Birgit Böckli über ihre unterschiedlichen Vorlieben und Abneigungen.

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Birgit Böckli war die Erste, die einen Verlagsvertrag über die Plattform neobooks.com ergattert hatte. Ihr Debütroman Friesensturm erschien als eBook und als Taschenbuch und die Autorin schreibt fleißig weiter über das Morden im Norden! Im Interview verrät sie uns, was sie zu ihren Werken inspiriert.
Beschreiben Sie sich mit drei Worten!
Birgit Böckli: kreativ, chaotisch, manchmal etwas zu schüchtern
Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?
Birgit Böckli: Schlechte Laune: bügeln, Leute, die kein Verständnis für Kinder haben, die neue Rechtschreibung (ich finde die einfach nur häßlich) Freude: Schreiben, Singen, die ersten warmen Tage im Frühling, Spaziergänge im Wald, Natur überhaupt und natürlich an allererster Stelle meine Tochter
Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen - wohin führt Sie diese Reise?
Birgit Böckli: Frühstück in dem kleinen Café in Buenos Aires, dessen Namen ich längst vergessen habe. Mittagessen in Los Angeles, weil ich da schon immer mal hin wollte, und abends einen Hot Dog am Kiosk in Taizé.
Kaffee oder Tee?
Birgit Böckli: Weder noch. Kaffee trinke ich überhaupt nicht, höchstens mal einen Kakao, aber am liebsten Leitungswasser. Ja, auch zum Frühstück.
Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?
Birgit Böckli: Das hängt von meiner Stimmung ab als von tatsächlichen Ereignissen. Als ich erfahren habe, daß mein Manuskript angenommen wurde, das war so einer.
Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?
Birgit Böckli: Das weiß ich nicht, die kommen einfach. Man sagt ja oft, Autoren müßten gute Beobachter sein, das trifft auf mich überhaupt nicht zu, ganz im Gegenteil. Alle meine Bekannten beschweren sich, weil ich sie auf der Straße nicht sehe. Oft ist es einfach nur ein Satz, vielleicht sogar ein Schlußsatz, der mir im Kopf herumspukt und aus dem nach und nach eine ganze Geschichte entsteht.
Neben der Arbeit als Schriftsteller - was wären alternative Berufe für Sie?
Birgit Böckli: Wenn ich heute nochmal vor der Entscheidung stünde, würde ich mich wahrscheinlich für einen Beruf entscheiden, der im medizinischen oder sozialen Bereich angesiedelt ist.
Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?
Birgit Böckli: Eindeutig Stephen King, und zwar nicht nur, weil ich Horrorgeschichten mag. Ich lese sehr unterschiedliche Bücher, aber bei ihm spricht mich einfach der Schreibstil besonders an und seine Art, Figuren zu entwickeln, die mir noch lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleiben.
Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Birgit Böckli: Ich lese immer mehrere Bücher parallel. Im Moment liegen Der Tanz des Maori von Emma Temple und Schweig still, mein Kind von Petra Busch auf dem Wohnzimmertisch, außerdem mein Reader mit einigen Texten der Neobooks-Plattform.
Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?
Birgit Böckli: Das ist schwierig, weil ja jeder einen anderen Geschmack hat. Ich würde sagen, die Bibel, weil ich bisher noch kein Buch gefunden habe, das soviele Interpretationsmöglichkeiten und Denkanstöße bietet.
Welche Person - aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben - würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm / ihr sagen?
Birgit Böckli: Ganz ehrlich? Michael Jackson. Weil ich mit seiner Musik aufgewachsen bin und ihn als Menschen und Künstler immer faszinierend fand. Was ich sagen würde, weiß ich nicht. Ich hätte ihn einfach gerne einmal kennen gelernt.
Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?
Birgit Böckli: Bei der Entdeckung der Pyramiden.
Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?
Birgit Böckli: Puh, immer diese Wünsche. Den Weltfrieden natürlich, eine intakte Umwelt, keine Krankheiten und Hungerkatastrophen mehr, und wenn´s noch ein vierter sein darf, ein Häuschen mit Garten und Pool wäre auch nicht schlecht.
Was ist Ihre Lebensphilosophie?
Birgit Böckli: Verlange viel von dir, erwarte wenig von anderen (stammt soweit ich weiß von Mutter Theresa).
Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?
Birgit Böckli: Eine ganze Menge. Welche davon ich realisieren werde, wird sich zeigen.

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