Verlagsgruppe Droemer Knaur



Auf dem roten Teppich: Florian Tietgen

20.05.2011

Der neobooks-Autor würde gerne Herrn Westerwelle und Frau von der Leyen mal so richtig die Meinung sagen.

Florian Tietgen berührt die Leser mit seinem Debüt Helden. Eine Geschichte über zwei missbrauchte Waisenjungen, die sich in ihre eigenen Fantasiewelten flüchten. Er findet, dass auch im realen Leben noch zuviel Ungerechtigkeit gegenüber Schwächeren geschieht.

Beschreiben Sie sich mit drei Worten!
Florian Tietgen: Engagiert, nachdenklich, chaotisch

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?
Florian Tietgen: Schlechte Laune: Mich nicht akzeptiert zu fühlen. Freude: Etwas vollendet zu haben; ein Tag in der Natur; ein Buch / Bild / Film / Theaterstück, das / der mich berührt

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?

Florian Tietgen: Frühstück: USA, denn ich liebe amerikanisches Frühstück; Mittag: Vor allem in die Sonne. Dort reicht saftiges Obst; Abend: Churrascaria in Brasilien

Kaffee oder Tee?
Florian Tietgen: Tagsüber Kaffee, abends Tee.

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?
Florian Tietgen: Bis zum Mittag konzentriert schreiben, danach trainieren.

Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?
Florian Tietgen: Aus den Nachrichten, bzw. dem Leben.

Neben der Arbeit als Schriftsteller – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?

Florian Tietgen: Die momentane ehrenamtliche Tätigkeit als Fußballtrainer kommt dem schon sehr nahe. Der Umgang mit Menschen reizt mich. Grundsätzlich eher körperliche als sitzende Berufe, selbst, wenn ich dabei fluche.



Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?
Florian Tietgen: Ich habe keinen festen Lieblingsautor. Im Moment lese ich viele Bücher von Murakami, weil mir dessen surreale Welt gefällt. Ich mag alle Bücher von Rafik Schami, weil er großartig erzählt und ich mag die Bücher von Göran Tunström wegen ihres traurigen Grundtons.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Florian Tietgen: Der Junge und die Taube von Meir Shalev. Ein großartiges Buch.

Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?
Florian Tietgen: Lebensverläufe und Situationen sind zu unterschiedlich, um für jeden ein Buch zu empfehlen.

Welche Person – aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm/ihr sagen?

Florian Tietgen: Zu viele. Freddie Mercury, um mit ihm zu singen, Frau von der Leyen oder Herrn Westerwelle, um sie der Lüge zu bezichtigen, als Kind Huckleberry Finn, um mit ihm über den Mississippi zu fahren. Und noch jede Menge mehr.

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?
Florian Tietgen: Ich war Zeuge des Mauerfalls und der Entstehung des Internets. Was will man mehr?

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?
Florian Tietgen: Vom Schreiben leben zu können, Unrecht ungeschehen machen zu können und Gesundheit.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?
Florian Tietgen: Neugier hält jung.

Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?
Florian Tietgen: Ja.


Der Autor

Florian Tietgen

Portrait von Florian Tietgen

Florian Tietgen kam 1959 in Hamburg zehn Minuten nach seinem älteren Bruder zur Welt. Seine Kindheit verbrachte er in Hamburg-Fuhlsbüttel, wo er heute noch lebt.

zum Autor

Das Buch

Helden

Friedrich Ani – Süden

Zwei Jungen bewegen sich in zwei Welten – und der Leser entscheidet, welchem der beiden er wann wohin folgen möchte.

zum Buch
↑ nach oben