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Geschichten aus der Welt der Mode, des Theaters und der Malerei

Eine kulturelle Reise durch Städte mit Blick in Museen, einem Besuch des Theaters oder eines Konzerts hat wohl jeder schon einmal gemacht. Aber wie sieht es hinter den Kulissen aus? Haben Sie Lust auf eine Reise durch Bücher, die uns in diese Welt entführen, sodass wir Malerei, Schauspiel, Gesang und Mode auch aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen können?

Eine Reise hinter die Kulissen

Wir haben für Sie eine solche Reise mit Büchern aus der Welt der Mode, des Theaters und der Bilder vorbereitet.

Bei der ersten Station tauchen Sie ab in die Welt der Malerei rund um den bekannten Künstler Claude Monet. Mit Charlotte Roth begleiten sie eine starke Theaterkünstlerin und bekommen mit der Memoire von Heide Keller einen Einblick in das Leben als Schauspielerin. Dann biegen Sie ab zu dem dramatischen Roman “Glück wie Glas” und erkunden die Ehe mit einem Opern-Star. Am Ende des Weges halten Sie bei der Mode und sehen die farbenprächtige Kleidung der Queen durch zehn Dekaden bevor Sie in die Welt des Modedesigns, der Modeschauen und der Modespionage von Katja Maybach abtauchen. 
Als besonderen Höhepunkt der Reise haben wir Ihnen am Ende des Artikels noch ein Interview mit Katja Maybach zu ihrem Buch “Die Modeschöpferin” mitgebracht.

Im Interview mit Katja Maybach

Sie waren jahrelang selbst sehr erfolgreich in der Modebranche als Designerin tätig. Welche eigenen Erfahrungen haben Sie in Ihren neuen Roman „Die Modeschöpferin“ mit eingebracht?

Beschrieben habe ich den Entstehungsablauf einer Kollektion. Beginnend mit der Skizze ist es ein langer Weg bis zum fertigen Kollektionsteil. Und groß ist die Euphorie, wenn das Kleid genau den Vorstellungen der Designerin entspricht. Aber genauso groß die Enttäuschung, wenn es nicht so ist. Eine Kollektion entsteht immer unter Zeit- und Erfolgsdruck, kleinen oder größeren Katastrophen, Erwartungen, die eine Designerin an sich selbst und an die Mitarbeiter hat. Und in tage- und nächtelanger Arbeit. Doch ist die Kollektion gut geworden und wird zum Erfolg, ist jeder Druck, Streit unter Mitarbeitern, Belastung und Übermüdung vergessen.
 

Wieviel von sich selbst geben Sie in Ihren Büchern preis?

Ich bin mir nicht bewusst, dass ich es mache. Auch wenn mir das oft gesagt wird. Aber ich gebe meinen ProtagonistInnen die Gefühle mit, gute wie schlechte Erfahrungen, die ich selbst gemacht habe, und ich denke, dass ich dadurch meine Figuren interessanter gestalten kann, weil sie „real“ werden. Oft lese ich in Rezensionen, wie sich die Leserinnen mit den ProtagonistInnen identifizieren können und sich oft leidenschaftlich über das Verhalten, das Handeln von ihnen austauschen. Das freut mich ganz besonders.


Was hat Sie zu dieser Geschichte inspiriert?

Ich beschäftige mich gern mit Mode, ich bin eine „geborene“ Fashionista. Gerade die Mode der fünfziger und auch sechziger Jahre fasziniert mich. So habe ich meinen Roman nach Italien verlegt, das gerade in den sechziger Jahren so führend in der Modeszene gewesen ist.


In dem Buch geht es um einen groß angelegten Kriminalfall, Produktspionage und sogar Mord. Haben Sie mit dieser Geschichte absichtlich einen „kriminellen“ Weg eingeschlagen oder hat sich das während des Schreibens so ergeben?

Modespionage war zu dieser Zeit ein ganz großes Thema. Das hatte ich von Anfang an geplant, doch dann haben sich die kriminellen Aspekte verselbstständigt und so entwickelt, dass ein Mord passiert ist.


Wieviel planen Sie, bevor Sie sich ans Schreiben machen, und wieviel kommt dann spontan? Lässt sich ein Roman überhaupt von Anfang bis Ende planen?

Ich habe einen Plot, um den sich ein Gerüst rankt, doch beim Schreiben verlasse ich meist den gedachten Weg, weil sich z.B. Nebenfiguren plötzlich in den Vordergrund drängen und sehr interessant werden. Wie Sie sehen, ich entwickle die Geschichte weiter und weiter, und gerade das ist das Interessante, auch die große Freude, wenn sich plötzlich etwas ganz Neues ergibt und ich einen ungeahnten Spannungsbogen erkennen kann. Nichts ist aufregender.