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Umgang mit Tod und Trauer

Schock, Unfassbarkeit, Traurigkeit, Verzweiflung, Angst, Sehnsucht, Wut. Oft ist es nicht in Worte zu fassen, was wir empfinden, wenn wir mit dem Tod in Berührung kommen. Wichtig ist: Wir sind nicht alleine damit. Ein Tag, an dem wir uns besonders an geliebte Menschen erinnern wollen, die wir verloren haben, ist Allerseelen.

Tod und Trauer - Du bist nicht allein

Tod, Trauer, Verlust  – das alles sind Themen, mit denen wir uns in Zeiten, in denen es uns gut geht, nicht beschäftigen wollen. In unserem alltäglichen Leben haben wir keinen Platz für sie und versuchen oftmals, die Gedanken an den Tod so weit wie möglich von uns fernzuhalten. Erst, wenn wir mit dem Verlust eines geliebten Menschen oder mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert werden, sind wir gezwungen, uns mit ihm auseinanderzusetzen.

Auch an Allerseelen, dem Tag nach Allerheiligen, spielt der Tod für uns oft eine größere Rolle als in unserem alltäglichen Leben. Dieser Tag dient dazu, den Menschen, die wir verloren haben, zu gedenken, sie auf dem Friedhof zu besuchen und so unsere Verbundenheit zu ihnen noch stärker zu spüren als sonst.

Zu diesem Anlass haben wir eine Auswahl an Büchern von Angehörigen, Ärzt*innen, Psycholog*innen und Sterbebegleiter*innen für Sie zusammengestellt, die in solchen Momenten Halt, Hilfe und Rat bieten.

Claudia Bausewein/Rainer Simader – 99 Fragen an den Tod

Jeder Mensch hat Fragen zum Thema Tod und Sterben. Doch die meisten von uns tun sich schwer, miteinander über das Unvermeidliche zu sprechen – aus Angst, Überforderung, Ohnmacht, Schuldgefühlen oder Einsamkeit. Deutschlands führende Palliativmedizinerin Prof. Dr. Claudia Bausewein und der Hospiz-Experte und Physiotherapeut Rainer Simader kennen viele solcher Geschichten aus ihrem Berufsalltag. In ihrem Buch haben sie klare Antworten auf die Fragen gesammelt, die viele Sterbende und Angehörige zu diesem sensiblen Thema beschäftigen.

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Ilka Piepgras – Letzte Reisen

Als Ilka Piepgras von dem plötzlichen Tod ihres gerade fünfzigjährigen Nachbarn überrumpelt wird, fühlt sie sich hilf- und sprachlos. Und schlagartig wird ihr bewusst: Ein zweites Mal will sie dem Tod nicht unvorbereitet begegnen. Ilka Piepgras fasst schließlich den Entschluss, eine Ausbildung zur Sterbebegleiterin zu machen. 

Wie gelingt ein gutes Sterben? Das ist die Frage, die sie sich angesichts der Menschen, die sie auf ihrem letzten Weg begleitet, immer wieder stellt. Die Begegnungen mit Sterbenden verändern ihre Sicht auf die Welt und führen zu überraschenden Gesprächen mit Freunden, Kindern und ihren Eltern. Endlich vermag sie, einen Umgang mit dem Unausweichlichen zu finden.

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Bernard Jakoby – Unsterbliche Kinderseelen

Für Eltern ist der Tod eines Kindes kaum in Worte zu fassen und der tiefe Schmerz und die Trauer begleiten sie oft ihr ganzes Leben. Das Bewusstsein einer unsterblichen Seele kann ihnen helfen, Trost zu finden und wieder neue Hoffnung zu schöpfen. 

In seinem einfühlsamen Ratgeber versammelt der bekannte Sterbeforscher Bernard Jakoby wissenschaftliche Erkenntnisse für Reinkarnation und Wiedergeburts-Erinnerungen von Kindern. Sie lassen den Gesamtzusammenhang unseres Lebens in einem neuen Licht erscheinen.

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Elisabeth Kübler-Ross – Was der Tod uns lehren kann

Elisabeth Kübler-Ross versammelt in diesem Buch Erfahrungen mit dem Sterben: Es berichten Angehörige, Ärzt*innen und Seelsorger*innen aus verschiedenen Kulturen. Leser*innen erhalten neue Blickwinkel und hoffnungsvolle Gedanken, die eigene Lebensreise besser zu verstehen.

Die Autorin Elisabeth Kübler-Ross setzte sich stets humanitär ein und war Psychiaterin und Mitbegründerin der weltweiten Hospizbewegung. In ihrem bahnbrechenden Buch “Interviews mit Sterbenden” (On Death and Dying, 1969) beschrieb sie erstmals die fünf Phasen der Trauer. Durch ihre Arbeit mit Sterbenden und ihre zahlreichen Bücher über den Tod und das Jenseits erwarb sie weltweite Reputation.

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Mechthild Schroeter-Rupieper – In deiner Trauer getragen

Wenn ein Familienmitglied oder ein/e Freund*in erkrankt, fühlen wir uns hilflos und überfordert. Besonders dann, wenn abzusehen ist, dass die Zeit, die noch miteinander bleibt, begrenzt ist. Was soll, was kann, was darf man Sterbenden sagen? Was gilt es zu bedenken und zu unternehmen, was muss nun geregelt werden? Wie kann man es dem Sterbenden vielleicht leichter machen, das Unausweichliche zu verstehen? Und ist es richtig, über das nahende Ende zu sprechen?

Das neue Buch von Mechthild Schroeter-Rupieper ist ein »Lebensbegleiter« für Todkranke und deren Angehörige und auch für Trauernde nach einem Sterbefall. In ihren einfühlsamen Texten wird deutlich, warum es so wichtig ist, dass wir uns den aufkommenden Fragen offen und ehrlich stellen – und der Trauer in uns Raum geben, um Trost zu finden.

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