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Interview mit Jules Wake über »Covent Garden im Schnee«

Der zauberhaft romantische und humorvolle Liebes-Roman von Jules Wake spielt im weihnachtlichen London. Was die Protagonistin und Autorin gemeinsam haben und welche Beziehung sie selbst zur Oper hat, lesen Sie hier.

Interview Jules Wake zu Covent Garden im Schnee

Covent Garden im Schnee ist das perfekte Buch für einen gemütlichen Winterabend. Worauf freuen Sie sich am meisten in der Weihnachtszeit? 

Das schönste an Weihnachten ist es für mich, gemeinsam mit meiner Familie zu feiern. Dabei dreht sich alles ums Essen.
Am Weihnachtstag essen wir gegen zwei oder drei Uhr zu Mittag. Wir laden gerne auch Freunde und deren Familien ein, so dass wir eine schöne große Runde sind. Es ist ziemlich voll und chaotisch, aber es macht großen Spaß, wenn wir versuchen, alles pünktlich auf den Tisch zu bringen. Traditionell gibt es einen Truthahn und viele leckere Beilagen. 

Jedes Jahr endet der Versuch den Weihnachtspudding anzuzünden in einer Katastrophe und endet damit, dass wir fast eine ganze Flasche Brandy verbrauchen. Das ist der Höhepunkt meines Weihnachtsfestes. Es gibt nichts Schöneres, als gutes Essen und Gespräche mit den Menschen, die man liebt.

Ihr Buch spielt in Covent Garden, dem Herzen Londons. Was ist Ihrer Meinung nach an diesem Ort so einzigartig?

Covent Garden ist mein Lieblingsort in London, weil dort einfach eine wundervolle Atmosphäre herrscht. Ich denke, es ist die Kombination aus der Geschichte, mit den alten Pflastersteinen und der Piazza, mit den lebhaften Straßenkünstlern bis hin zu den Luxusgeschäften und den kreativen Marktständen. Darüber hinaus gibt es viele interessante Geschäfte und Restaurants – und natürlich das wunderschöne Opernhaus.

Die Protagonistin liebt die Kunst, ist ein wenig tollpatschig und steht mit der Technik auf dem Kriegsfuß. Wie viel von Ihnen steckt in Tilly?

Tatsächlich steckt nur sehr wenig von mir in Tilly. Ich bin was Computer betrifft ziemlich aufgeschlossen und neugierig. Wenn zu Hause ein technisches Problem vorliegt, bin ich diejenige, die die dem Fehler auf den Grund geht. Tilly liebt jedoch Mode und Make-up und das ist definitiv etwas, das wir gemeinsam haben. Ich liebe Farbe und Textilien und bin immer auf der Suche nach dem besonderen Etwas. 

Tilly liebt die Oper und hat dort Ihren absoluten Traumjob gefunden. Welche Beziehung haben Sie zur Oper? 

Ich wusste vor diesem Buch nicht viel über die Oper, obwohl ich Ballett immer geliebt habe. Ein befreundeter Musiker spielt im Orchester des Royal Opera House. Er lud mich zu einer Generalprobe von La Boheme ein und gab mir auch eine Führung  durch das Opernhaus. Es war Liebe auf den ersten Blick! Dieser Moment war die Inspiration für Covent Garden im Schnee. Er stellte mich auch der leitenden Maskenbildnerin vor und ich verbrachte einen wundervollen Morgen in ihrer Abteilung und lernte alles über die großartige Arbeit, die dort geleistet wird. Seitdem war ich mehrere Male in der Oper und habe alle Produktionen sehr genossen -  das Ballett wird jedoch meine erste Liebe bleiben.

Marcus und Tilly verbindet vor allem die Liebe zu Büchern, aber auch zum Fußball. Hand aufs Herz – Arsenal oder Liverpool? 

Arsenal! Mein Mann und mein Sohn sind große Fans, daher habe ich mein Fußballwissen aus zweiter Hand bekommen – allerdings bin ich ein wahrer Rugby-Fan!

Covent Garden im Schnee ist eines Ihrer Lieblingsprojekte. Was macht diese Geschichte für Sie so besonders? 

Ich denke das liegt zum einen daran, dass es an einem meiner absoluten Lieblingsorte in London spielt, aber auch daran, dass ich den  Charakter von Tilly und ihre Leidenschaft für ihren Beruf so bewundere. Ich wollte den Rahmen nutzen, um den Lesern zu zeigen, was hinter den Kulissen einer Oper so alles passiert und wie unglaublich engagiert und talentiert all die Leute sind, die dort arbeiten. Das fängt an bei den  begabten Musikern des Orchesters an und geht über die kunstvollen Visagisten und die kreative Ausstattung bis zu der unendlich cleveren Requisitenabteilung und den tollen Bühnenbildnern.
 

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