Verlagsgruppe Droemer Knaur



Frau Bengtsson geht zum Teufel

9783426226391
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Klappenbroschur, Droemer HC
01.02.2013, 240 S.

ISBN: 978-3-426-22639-1
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Roman

Eigentlich ist Frau Bengtsson gestorben. Bloß war ihr Tod so banal, dass Gott sich in letzter Sekunde ihrer erbarmte. Dank des göttlichen Eingreifens könnte sie ihr Vorstadtdasein als kinderlose, perfekte Ehefrau fortführen – wäre da nicht der Teufel, der sich als fürsorgliche Nachbarin der gläubigen Hausfrau annimmt. Und so seinem ewigen Erzfeind ein Schnippchen schlagen will … Der neue Bestseller aus Schweden!

Die Autorin

Caroline L. Jensen

Portrait von Caroline L. Jensen

Caroline L. Jensen, geboren 1978, hat Psychologie und Jura studiert, als Balletttänzerin, Sängerin und Stripperin gearbeitet, bevor sie als freie...

zur Autorin Bücher von Caroline L. Jensen

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Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Als Frau Bengtsson bei einem Badeunfall ums Leben kommt, greift Gott ein und schickt sie ins Leben zurück.

Doch anstatt diese Geste auf sich beruhen zu lassen, stellt Frau Bengtsson in der folgenden Zeit Gottes Gebote in Frage und begeht eine Sünde nach der anderen.

"Frau Bengtsson geht zum Teufel" ist der Debütroman der Schwedin Caroline L. Jensen: Hochgelobt und ein Bestseller des Jahres 2013.

Mir gelingt es nicht so recht, in diese Jubelstürme einzustimmen. Ja sicher, das Buch ist nett und handwerklich gut umgesetzt. Aber was macht diesen Roman nun so außergewöhnlich? Die Idee, dass Gott einen Menschen nach seinem Tod zurück auf die Erde schicken könnte, sicherlich nicht. Und auch nicht, dass sich jemand als Spielball wiederfindet zwischen Gott und Satan, der den Menschen nur einmal mehr beweisen möchte, dass Gott eben doch kein so unfehlbares Wesen ist – und dabei scheitert!

Nein, das gab es in der einen oder anderen Weise schon und ich kann nicht einmal behaupten, dass hier die Geschichte aus einem ganz neuen, erfrischenden Blickwinkel erzählt wird.

Stattdessen erlebe ich eine nervige, kleinliche Vorstadthausfrau, die sich ganz Klischee mehr mit dem Rasen der Nachbarn als mit ihren eigenen Dingen beschäftigt und ihren Ehemann, der zwar einerseits recht liebevoll, andererseits aber auch seltsam desinteressiert dargestellt wird. Und dabei ist – aus welchem Grund auch immer – das ganze Buch über nur von „Frau Bengtsson“ und „Herrn Bengtsson“ die Rede. Den Figuren Vornamen zu geben und dadurch den Stil etwas variieren, scheint der Autorin nicht in den Sinn gekommen zu sein. Oder ich verstehe dieses Stilmittel nicht.

Und dann ist da noch der Teufel, der in Person der Nachbarin Rakel versucht, Frau Bengtsson über die wahre Natur Gottes aufzuklären. Ganz ehrlich, nach dem dritten "Rakelmirakel" hätte ich schreien können.

Ein Wortwitz, den ja nun mal nicht jeder versteht und der zudem nicht lustiger wird, desto öfter er gebracht wird.

Doch am allermeisten war ich vom Schluss enttäuscht: Ausgerechnet die Person, die für die ganzen Verwicklungen am wenigsten beigetragen hat, muss am Ende am meisten darunter leiden. Und eine wirkliche Pointe oder Erkenntnis gab es für mich auch nicht.

Letztlich ein Buch, das ich nicht wirklich weiterempfehlen kann.
Bettina Seidler, 17.11.2014

Frau Bengtsson ist eine liebevolle Hausfrau, die ein schönes Leben in der Fröjdgata führt. Dieses Leben endet abrupt,
als sie sich beim Baden mit den Haaren in den Düsen des Whirlpools verheddert und ertrinkt. Gott erkennt seinen Fehler und spult 38 Sekunden zurück. Aber: niemand glaubt Frau Bengtsson! Das wäre für sie gar nicht so schlimm. Sie wüsste aber gern, was Gott dazu bewegt hat, sie wieder leben zu lassen, was er mit ihr vorhat. Nur bekommt sie keine Antworten von ihm. Da legt sie sich einen Plan zurecht und lässt sich von der verwaisten Nachbarin Rakel dabei helfen. Dass in dieser der Teufel steckt, weiß Frau Bengtsson nicht ....

Ein himmlisch witziges Buch mit teuflisch guter Situationskomik! Auf spritzig-frische Art und Weise hinterfragt Caroline L. Jensen die Bibel, erzählt sie zusammengefasst noch mal nach und ermöglicht neue Sichtweisen. Nein, sie will den Leser gar nicht von der Nicht-Existenz Gottes überzeugen, im Gegenteil, er taucht ja immer wieder auf und ist so viel sympathischer, als die Kirche ihn immer wieder zeichnet. Ein wenig Philosophie, ein wenig Theologie und ganz viel Humor: so macht das richtig Spaß und lässt so nebenher noch nachdenken.

Witzig ist auch, dass man bis zum Ende nicht erfährt, wie die gute Frau Bengtsson denn mit Vornamen heißt. Aber irgendwie ist genau das einfach wundervoll. Man mag dieses verrückte Huhn von Anfang an, auch wenn durch das "Frau Bengtsson" eine gewisse Distanz bewahrt wird. Oder auch gerade deshalb? Der lockere Erzählstil, der teils fast frech wirkt, macht es fast unmöglich, das Buch zur Seite zu legen. Man möchte einfach weiter und weiter lesen.

Keine höhere Literatur, aber Unterhaltung vom Feinsten! Ich bin gespannt, was Caroline L. Jensen als nächstes liefert!
CMS, 30.03.2013

Frau Bengtsson, ihres Zeichens schwedische Hausfrau mit einem großen Faible für Allgemeinbildung, stirbt in der
Badewanne, wird jedoch vom gerade zufällig hereinschauenden Gott aus einer Laune heraus wieder ins Leben zurückbefördert. Dies wiederum stinkt Satan ganz gewaltig, der Frau Bengtsson aus Wut auf seinen Schöpfer zur Abkehr von Gott und dem Christentum bewegen möchte, indem er sich zunächst in einem Kanarienvogel, später in der Theologiestudentin Rakel von nebenan manifestiert. Es folgen intensive Bibelinterpretationsstunden unter Einfluss von reichlich Alkohol und am Ende schreibt Frau Bengtsson die zehn Gebote neu.

Klingt krude? Ist es auch! Nach einem furiosen Start mäandert das Buch etwas ziellos zwischen Komödie (mit in der Tat großartigen, geradezu schenkelklopf-würdigen Momenten) und bildungsromatartigen Anflügen hin und her und steuert in rasantem Tempo auf das abrupte, nicht wirklich befriedigende Ende zu. Alles in allem hat mir das Buch Spaß gemacht - was vielleicht aber auch der Tatsache geschuldet ist, dass ich weite Teile auf einem Hotelbalkon auf den Kanaren gelesen habe. Da es sich ausgesprochen schnell wegliest, fallen die langatmigen Teile auch weniger ins Gewicht. Uneingeschränkt weiterempfehlen würde ich es jedoch nur echten Viellesern, die sich von einem zwiespältigen Buch nicht ins Bockshorn jagen lassen.
mia-w, 26.03.2013

Frau Bengtsson mag Kunstmalerei, Keramik, Kalligraphie und auch Kosmetik.
Sie möchte einen ausführlichen Anhang zu ihrem Testament verfassen. Es sollen unbedingt ihre eigenen Kosmetikartikel nach ihrem Tod benutzt werden. Sie will ja nicht wie ein Clown aussehen in dem Sarg oder wie eine Leiche. Ihr Mann liest in der Zeitung die Sportseite und hört ihr mal wieder nicht so richtig zu.
Doch Frau Bengtsson ist bereits gestorben, an einem stinknormalen Dienstag. Beggo der Briefträger, der aus Tunesien kommt, hat ihr an diesem Tag bereits die Post vorbei gebracht. Nach erledigter Hausarbeit läßt sich Frau Bengtsson ein Bad ein und ertrinkt dann durch ein Ungeschick in der chinesischen Massagebadewanne. Gott greift ein und erweckt sie wieder zum Leben. 38 Sekunden ist Frau Bengtsson tot gewesen.
Ihr Mann glaubt ihr nicht, dass sie ertrunken ist, denn sie lebt ja.
Warum hat Gott sie wieder zum Leben erweckt? Frau Bengtsson beschäftigt sich mit der Bibel und sucht Rat bei ihrer Nachbarin Rakel, die Theologie studiert. In Rakel ist jedoch inzwischen der Teufel gefahren. Frau Bengtsson beschließt alle 10 Gebote zu brechen...

Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben. Einige Stellen waren jedoch etwas zu ausführlich beschrieben und somit etwas langatmig. Mit dem Teufel wurde es dann jedoch unterhaltsamer. Wie die beiden dann immer aus dem Fenster geschaut haben, als die gelbe Gefahr" kam, da musste ich schon schmunzeln. Der Schluss hat mir leider nicht so gefallen. Es ist aber ein humorvolles Buch und an einigen Stellen musste ich wirklich auflachen.

Das Cover ist auffällig gestaltet mit den Wegweisern zum Teufel auf dem hellblauen Hintergrund Himmel mit Wolken und der kleine Kanarienvogel mit den Hörnern.
buchleserin, 20.03.2013

Ein Buch über Gott, den Teufel und die 10 Todsünden? Zugegeben ich war sehr skeptisch als ich das Buch zur Hand nahm,
obwohl die Kurzbeschreibung mich bereits überzeugt hatte. Sonst hätte ich das Buch nicht bestellt.

Die ersten Seiten charakterisieren eine schwedische Hausfrau, deren kleiner Luxus darin besteht täglich ausgiebig die Post zu lesen, Kaffeekränzchen mit ihren Freundinnen zu halten oder an Abendkursen teilzunehmen: Frau Bengtsson.
Und ihr passiert ein Missgeschick bzw. Gott geschieht es! Denn eigentlich hätte er Frau Bengtsson in der Badewanne ertrinken lassen können, aber spontan wie Gott nun mal ist, entscheidet er sich nach genau 38 Sekunden sie doch nicht sterben zu lassen.
Das bekommt der Teufel mit. Und nun wird’s lustig, chaotisch und aufregend.
Frau Bengtsson wartet nämlich auf weitere göttliche Zeichen, doch die bleiben aus und währenddessen schlüpft der Teufel in die gottesfürchtige Rakel, zukünftige Pastorin und Frau Bengtssons Nachbarin.

Jensens Schreibstil ist sehr, sehr kurzweilig und göttlich amüsant. Ich liebe es, wenn Dinge mit Umschreibungen treffender ausgedrückt werden, als mit dem eigentlichen Begriff. Und es ist auch äußerst spannend mitzuerleben wie Frau B. ihren Plan alle Todsünden zu begehen verfolgt.

Die knapp 240 Seiten habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Ich empfehle “Frau Bengtsson geht zum Teufel” allen, die einen unterhaltsamen Roman suchen, der sich mit der Frage beschäftigt wie viel Sünde eine Frau (v)ertragen kann.
Ricarda Ohligschläger, 13.03.2013

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Der Schreibstil ist verteufelt gut. Witzig, manchmal knackig und auf den Punkt, dann wieder mit Liebe zum Detail. Immer mit einer guten Portion untergründigem, manchmal auch vordergründigem Humor geschrieben. Dabei wahrt sie eine gewisse Distanz zu den Protagonisten und schildert alles ohne moralische Wertung. Vollkommen frei von jeglichem Mitleid für wen auch immer.
In erster Linie ist es sicher ein unterhaltsamer, amüsanter Roman. Die Hinterfragung Gottes bzw. der Religion kommt m. E. dennoch nicht zu kurz. Ein gewagter Balanceakt, der meiner Meinung nach herrlich gelungen ist!
Fazit: Für Leser, die nicht zu fromm sind und sich gerne humorvoll mit dem Glauben auseinander setzen ist das genau das richtige Buch!
Gerda Reinartz, 09.03.2013
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