Verlagsgruppe Droemer Knaur



Interview mit Sabine Kornbichler zu ihrem neuen Kriminalroman "Die Todesbotschaft"

25.10.2010

„Manchmal können Geheimnisse den Tod bedeuten.“

Wie kommen Sie auf die Ideen für Ihre Romane?
Sabine Kornbichler:
Durch das wirkliche Leben. Es inspiriert mich und bringt mich auf meine Ideen. Ich lese, höre oder sehe etwas, das meine Phantasie anregt und dann in meinem Kopf eine Geschichte entstehen lässt. Grundlage ist immer ein Thema, das mich interessiert und das ich mir durch Fachliteratur und Gespräche mit Fachleuten näher erschließe.

Gibt es reale Vorbilder für die Protagonisten Ihrer Bücher?
Sabine Kornbichler:
Nein. Ich entwickle die Charaktere gleichzeitig mit der Geschichte. Besonders wichtig ist mir dabei die Psychologie der Figuren. Wenn die stimmt, überzeugen sie auch.

Ein packender Krimi kommt nicht ohne eine gründliche Vorbereitung aus. Wie wichtig sind die Recherche und die Vorbereitung eines Romans für Sie?
Sabine Kornbichler:
Die Recherche ist mir sehr wichtig. Ich nehme mir viel Zeit dafür, lese und führe Gespräche, bis ich überzeugt bin, für mein Thema gut gerüstet zu sein.

Wie würden Sie Ihren neuen Roman „Die Todesbotschaft“ in einem Satz zusammenfassen?
Sabine Kornbichler:
Oh je, vierhunderteinunddreißig Seiten in einem Satz? Vielleicht so: „Manchmal können Geheimnisse den Tod bedeuten.“

Was hat Sie daran gereizt, „Die Todesbotschaft“ zu schreiben?
Sabine Kornbichler:
Das, was mich an jedem meiner Romane reizt: die Herausforderung – das Neuland, auf das ich mich beim Schreiben vorwage.

Welche Charaktere interessieren Sie am meisten (im richtigen Leben und/oder in Ihren Romanen)?
Sabine Kornbichler:
Die Charaktere, die Brüche haben – im wirklichen Leben wie auch im Roman.

Wovor fürchten Sie sich? Haben sie Angst im Dunkeln?
Sabine Kornbichler:
Vor Grausamkeit fürchte ich mich. Vor Unmenschlichkeit.

Und Angst im Dunkeln?
Sabine Kornbichler:
Die habe ich ganz sicher – in bestimmten Situationen. Aber ich mag die Dunkelheit auch.

Schriftstellerin: Ist das Berufung, Fluch oder einfach nur ein Job wie jeder andere?
Sabine Kornbichler:
Für mich ist das Schreiben mein Traumberuf.

Was macht Ihnen beim Schreiben am meisten Spaß, was am meisten Arbeit?
Sabine Kornbichler:
Am meisten Spaß macht mir das Entwickeln von Idee und Charakteren und die Recherche. Aber auch das Gelingen besonders schwieriger Passagen. Und am meisten Arbeit macht natürlich die Umsetzung, die erfordert sehr viel Disziplin und einen langen Atem.


Die Autorin

Sabine Kornbichler

Portrait von  Sabine Kornbichler

Sabine Kornbichler, 1957 in Wiesbaden geboren, wuchs an der Nordsee auf. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre in Hamburg arbeitete sie mehrere Jahre als Beraterin in einer Frankfurter PR-Agentur.

zur Autorin
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