Verlagsgruppe Droemer Knaur



Auf dem roten Teppich: Markus Stromiedel

Der Krimiautor ist Jäger und Sammler - von menschlichen Themen, die er in seinen Krimis aufgreift!

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Beschreiben Sie sich mit drei Worten!
Zu viele Ideen ...
Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?
Mir macht schlechte Laune, morgens früh aufzustehen und an den Schreibtisch gehen zu müssen. Mir macht gute Laune, am Schreibtisch zu sitzen und Geschichten erzählen zu dürfen.
Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?
Frühstück gerne ausgiebig und zuhause, vielleicht im Garten, mit Ruhe und einer guten Zeitung, mittags dann ein Imbiss in einer urbanen Metropole irgendwo in der Welt, inmitten trubeligen Lebens, und Abendessen wieder in Europa ... vielleicht in einer kleinen griechischen Taverne dirket am Hafen (mit frischem Fisch ...)
Kaffee oder Tee?
Kaffee natürlich, nicht zu stark, mit viel Milchschaum
Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?
Wenn er die richtige Mischung hat aus Lebendigkeit, Begegnungen mit netten Menschen und Inseln der Ruhe und des Nachdenkens
Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?
Die tägliche Zeitungslektüre ist für mich der Beschleuniger No 1, da fächern sich die menschlichen Themen auf, und zwar Höhenflüge wie Abgründe, Tag für Tag. Ansonsten bin ich ein Sammler, lasse alles – Eindrücke, Berichte, Erlebnisse – in mich hineinlaufen, wo es dann gärt und wächst und irgendwann wieder als Geschichte herauskommt
Neben der Arbeit als Schriftsteller – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?
Ganz ehrlich: Ich kann mir keinen anderen Beruf vorstellen, zumindest nicht freiwillig. Was gibt es Schöneres, als davon leben zu dürfen, anderen Menschen Geschichten zu erzählen? Das ist einfach großartig!
Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?
Nein, den habe ich nicht. Aber ich verehre viele Autoren, die mich auf meinem Lebensweg begleitet haben, vor allem in meiner intensiven Lesezeit als Kind und Jugendlicher: Michael Ende, Erich Kästner, Herbert W. Franke, Aldous Huxley, George Orwell, Maj Sjöwall und Per Wahlöö, Friedrich Dürrenmatt ...
Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Ich habe mir noch einmal die Erinnerungen von Joachim Gauck „Winter im Sommer, Frühling im Herbst“ hervorgeholt. Ich finde seinen Weg bis in das höchste deutsche Staatsamt sehr spannend, und ich bin gespannt, wie er seine Zeit als Bundespräsident meistert.
Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?
Das, welches ihn oder sie in andere Welten abtauchen und alles um sich herum vergessen lässt – dieses phantastische Erlebnis wünsche ich jedem Menschen!
Gibt es ein Buch, das Sie geschenkt bekommen haben, und das für Sie eine besondere Bedeutung hat? Warum?
Ein selbstgemaltes und -geschriebenes Buch meines Sohnes aus dem Kindergarten, als Weihnachtsgeschenk an seine Eltern...
Welche Person – aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm/ihr sagen?
Da fallen mir zwei Musiker ein: Gerne wäre ich in Leipzig, so um 1723, als dort Johann-Sebastian Bach seinen neuen Job als Kantor an der Thomaskirche antrat. Jeden Sonntag eine Uraufführung, fast zwei Jahre lang! Was für eine Zeit! Für mich ist seine Musik mit das Größte, das es auf der Welt gibt – unglaublich, dass sie nach seinem Tod für viele Jahre vergessen war. Wenn ich dann in Ehrfurcht erstarrt wäre, würde ich in Zeit und Raum nach Wien reisen, um zu erleben, ob Mozart wirklich so durchgeknallt war, wie er gerne dargestellt wird ...
Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?
Ich würde gerne Mäuschchen spielen im Zentrum der Macht bei großen dramatischen Ereignissen, z.b. im Weißen Haus bei der Kubakrise 1962. Was da zwischen den Menschen in Zeiten höchster Anspannung passiert ist, das hätte ich gerne gesehen.
Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?
Da bin ich ganz klassisch: Gesundheit, Zufriedenheit und mehr Gerechtigkeit auf der Welt
Was ist Ihre Lebensphilosophie?
Oh je, ich habe das Gefühl, noch nicht so weit zu sein, nach einer Philosophie zu leben. Vielleicht die: die anderen Menschen so behandeln, wie man selber behandelt werden möchte. Sich nicht durchzuschummeln. Gemeinsam mit anderen Spaß am Leben zu haben. Sich im Kleinen dafür einsetzen, dass die Welt ein kleines bisschen besser und schöner wird.
Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?
Leider schon die nächsten 5 ...

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