Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Auf dem roten Teppich: Scott Browne

03.05.2011

Sein Motto nach Oscar Wilde: "Das Leben ist zu wichtig, um ernst genommen zu werden!"

Scott Browne ist ein Autor, der beides beherrscht: den tiefen Sinn und den lockeren Ton. Und so hat der Autor von "Schicksal" einen Roman geschrieben, der beides tut - nämlich gut unterhalten und immer wieder zwischen den Zeilen zum Nachdenken anregen. Und das alles getreu seinem Motto, das er uns im folgenden Interview verrät!

Beschreiben Sie sich mit drei Worten!
Scott Browne: Idealistisch. Sentimental. Unkompliziert.

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?
Scott Browne: Ich würde nicht sagen, dass ich davon schlechte Laune bekomme, aber ich mag auf jeden Fall vernichtende Kritik und schlechtes Benehmen nicht gerne. Auf der anderen Seite ziehe ich viele positive Gefühle aus dem Hören von Musik, wenn ich meinen Katzen beim Spielen zusehe und wenn ich mit Freunden lache.

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?

Scott Browne: Frühstück in Paris – ein petit déjeuner mit heißer Schokolade in einem Café, wo man draußen sitzen kann. Mittagessen in Bali. Oder Jamaica. Oder Kauai. Überall, wo es einen Strand, aquamarinblaues Wasser und ein kaltes Corona gibt.

Kaffee oder Tee?
Scott Browne: Tee. Obwohl ich den Geruch und den Geschmack von Kaffee liebe – der Kaffee mag mich nicht.

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?
Scott Browne: Das ist ein Tag, an dem ich meine „Wortvorgabe“ erreiche und immer noch Zeit habe zum Lesen, für eine Radtour, einen Film und für Zeit mit meinen Freunden.

Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?
Scott Browne: "Breathers" basierte auf einer Kurzgeschichte, die ich geschrieben habe. "Schicksal" hat sich aus verschiedenen beiläufigen Tagebucheinträgen eines Jahres entwickelt. Ich habe aber auch schon Ideen durch Songs bekommen, durch Zeitschriftenartikel, Fernsehwerbung, impressionistische Malerei und durch Zufallsgespräche. Die Ideen kommen selten ausgereift bei mir an, sie sind mehr so eine Art Samenkorn einer Geschichte. Der Rest entwickelt sich, wenn ich mich hinsetze und anfange zu schreiben.

Neben der Arbeit als Schriftsteller – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?
Scott Browne: Ich habe das Glück, dass ich seit zwei Jahren nur vom Schreiben leben kann. Davor habe ich in der Vermögensverwaltung gearbeitet, obwohl ich das nicht gerade als meine ideale Alternative zum Schreiben bezeichnen würde. Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde mir die Arbeit mit Tieren Spaß machen!

Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?
Scott Browne: Ich habe zwei. Stephen King ist der Grund, warum ich Schriftsteller geworden bin. Als ich seine Bücher vor 25 Jahren angefangen habe zu lesen, haben mich seine Bücher wirklich komplett gefesselt und ich wollte, dass andere Menschen das fühlen, was ich beim Lesen seiner Bücher empfunden habe. Der andere Schriftsteller ist Chuck Palahniuk, den ich vor etwa 10 Jahren entdeckt habe und dessen Bücher mir gezeigt haben, was mir als Schriftsteller möglich ist.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Scott Browne: "Juliet, Naked" von Nick Hornby.

Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?
Scott Browne: “Wasser für die Elefanten” von Sara Gruen.

Welche Person – aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm/ihr sagen?

Scott Browne: John Lennon. Wenn er noch leben würde. Ich würde ihm gerne sagen, wie viel Vergnügen und Inspiration seine Musik mir gegeben hat. Und ich würde ihn bitten, mir den Text von “I Am the Walrus” zu erklären.

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?
Scott Browne: Ich hätte gerne das „Aufbauen“ von Stonehenge beobachtet. Dieser Ort hat mich immer schon fasziniert.

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?
Scott Browne:Ich könnte natürlich diese altruistischen Dinge wie Weltfrieden und ähnliches wünschen, aber was ist das Originelle dabei? Also bin ich stattdessen etwas kreativer und selbstbezogener und wünsche mir einen Oscar für das beste Original-Drehbuch, eine Reise in einem Spaceshuttle, um die Erde von oben zu betrachten, und einen weiteren Tag mit meinem Pudel Camille, der vor vier Jahren gestorben ist.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?
Scott Browne: Wann immer es möglich ist, versuche ich es mit Oscar Wilde zu halten, der sagt: „Das Leben ist zu ernst, um wichtig genommen zu werden.“

Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?
Scott Browne: Mein nächstes Buch, Lucky !@#$%^&*, handelt von einem Privatdetektiv, der die Gabe hat, Glück zu stehlen. Danach werde ich eine weitere Geschichte über Identitäten und Egos schreiben und darüber, wie sich die Leute darin verlieren können.

Der Autor

S. G. Browne

Portrait von S. G. Browne

Scott G. Browne wurde in Arizona geboren und wuchs in der Nähe von San Francisco auf.

zum Autor

Das Buch

Friedrich Ani – Süden

zum Buch
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