Auf dem roten Teppich: Werner Bartens
Forschungsergebnisse zeigen: Unsere Stimmungslage hat ganz unmittelbaren Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf von Krankheiten. Gute Gefühle machen gesund – und schlechte Gefühle können krank machen. Werner Bartens hat sich dem Thema in seinem Buch Körperglück gewidmet. Im Interview verrät er uns seine Arbeitsweise und, was der Auslöser für dieses Buch war.Beschreiben Sie sich mit drei Worten!
Werner Bartens: Morgens: kleinlaut und morgenmuffelig
Abends: groß und gesprächig
Was war der Auslöser für dieses Buch?
Werner Bartens:Etwa die Hälfte aller Patienten, die einen niedergelassenen Arzt aufsuchen, haben psychosomatische Beschwerden. Das heißt, sie leiden, aber es findet sich keine organische Ursache. Ihr Kopf schmerzt, der Bauch drückt, das Herz rast, ihnen ist schwindelig. Es dauert aber im Schnitt sechs Jahre, bis die Gründe dafür entdeckt werden – das können Unzufriedenheit im Job, unglückliche Beziehungen, Ängste oder andere seelische Belastungen sein. Mir war es wichtig, die Zusammenhänge zwischen seelischem und körperlichen Leid aufzudecken und zu beschreiben.
Wie recherchieren Sie?
Werner Bartens: Ich lese viele Fachartikel und befrage Experten und suche gezielt nach den besten wissenschaftlich gesicherten Beweisen in der Medizin – diese so genannte „evidence-based medicine“ hat schon viele Mythen entzaubert.
Welcher Aspekt bei der Recherche zu Ihrem Buch hat Sie am meisten überrascht?
Werner Bartens: Es ist enorm, welche Heilkraft positive Gefühle entwickeln können: Glückliche Menschen leben länger und werden weniger krank. Ihre Wunden verheilen schneller, ihre Stresshormone sind auf niedrigerem Niveau. Wer mit seinem Partner in Harmonie lebt, erkältet sich seltener, hat weniger oft eine Blasenentzündung und sogar die Überlebensrate bei Krebs kann dadurch höher sein.
Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?
Werner Bartens: Bei der weltgrößten Tortenschlacht.
Welche Person – aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm/ihr sagen?
Werner Bartens: Gregory Peck: „Wie rasiert man dieses Grübchen?“
Laetitia Casta: „Sind Männer eher Last oder Lust?“
Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?
Werner Bartens: Frühstück am Strand, Mittagessen auf einer Berghütte, Abendessen in einer Tapas-Bar
Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?
Werner Bartens: Schlechte Laune: Zu viele Worte am Morgen.
Freude: Ruhe am Morgen
Was ist Ihre Lebensphilosophie?
Werner Bartens: Nee, bitte nicht. So etwas habe ich nicht.
Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?
Werner Bartens: Sie so lange aufzuheben, bis ich sie wirklich brauche.
Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?
Werner Bartens: Ja
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