Christian van der Ploeg im Interview
Was den Autor neben der tatsächlichen Leidenschaft für das Baden noch zu "Badewanneblues" inspiriert hat und was ihn an Japan so fasziniert, verrät er im Interview.
Wo leben Sie derzeit?
In Tokyo, Japan
Was hat Sie denn nach Japan verschlagen?
Ich hatte schon als Kind ein recht unspezifisches Interesse an Asien, das sich irgendwann auf Japan fokussiert hat. Daher habe ich auch Japanologie studiert. Ich genieße das Essen, die Menschen und das Reisen etc. dort sehr – vor allem auch die kulturellen Unterschiede, die ich in meinem zweiten Roman thematisieren werde. Hier wird Alex nach Japan gehen und mit dem weiblichen japanischen Geschlecht noch abstrusere Dinge erleben als im ersten Roman in Deutschland.
Aha, das Thema Frauen und Männer in Japan birgt also ungeahnte Schätze, über die man stundenlang plaudern könnte?
Oh ja. Ich denke zwar, dass die Menschen grundsätzlich überall ähnlich ticken, sie gehören ja derselben Spezies an, aber in Japan ist die Rollenverteilung noch weitaus ausgeprägter als in Europa. Das hat sicher auch Vorteile, weil jeder weiß, was von ihm oder ihr erwartet wird, andererseits bekommt es auch etwas sehr Materielles, da von Frauen Jugend und Schönheit sowie die Bereitschaft, eines Tages Mutter und Hausfrau zu werden, erwartet wird. Ein Mann wiederum muss eher einen gefestigten Job in einer namhaften Firma und ein gutes Einkommen (und somit die Fähigkeit, eine Familie zu ernähren) vorweisen als Charme, Humor, Intelligenz oder andere „Soft skills“.
Auch wirken die Japaner auf den ersten Blick im Verhältnis zu uns ein wenig prüde, aber weil hier zum Beispiel Sex nicht mit irgendeinem christlichen Sündegedanken behaftet ist, sind sie eigentlich viel unkomplizierter als Europäer.
Aber nun zu Ihrem aktuellen Roman, Badewannenblues. Was hat Sie dazu inspiriert, dieses Buch zu schreiben?
Grundsätzlich war es schon immer mein Traum, einmal Autor zu werden. Schon als Kind habe ich mich vor die Schreibmaschine gehockt und meinen ersten Bestseller geschrieben, dem allerdings nach einer halben Seite die Luft ausging …
Das Thema vom Badewannenblues habe ich (neben meiner tatsächlichen Begeisterung fürs Baden) durch unzählige Anekdoten aufgegriffen, die mir oder Freunden passiert sind. Darüber hinaus beobachte und analysiere ich auch sehr gerne.
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