Interview mit Anne Hertz
1. Liebe Anne Hertz, alias Wiebke und Frauke, Ihr neuer Roman heißt „Goldstück“. Die Vorgänger heißen „Sternschnuppen“ oder „Glückskekse“ … Ihre Buchtitel sind so wunderschön: verheißungsvoll und prägnant zugleich. Wer denkt sich die eigentlich aus?Wiebke: Das machen wir immer zusammen mit unserem Lektor Timothy Sonderhüsken, da brainstormen wir so lange mit ihm, bis wir einen Titel haben, der uns allen gefällt.
Frauke: Auf „Goldstück“ kamen wir allerdings, weil er uns immer so nennt. Sind wir ja auch, öhem.
2. Sie schreiben viel über Frauen und die Suche nach dem Glück. Was braucht es für Sie, um glücklich zu sein und was denken Sie, sind Frauen oder Männer leichter glücklich zu machen?
Frauke: Ich habe ja gerade noch ein Baby bekommen, da bedeutet es für mich schon großes Glück, einfach nur mal eine Nacht durchzuschlafen …
Wiebke: Meiner Meinung nach gibt es bei Männern und Frauen in Sachen Glück keinen Unterschied. Ich selbst finde das Glück in den kleinen Dingen: Ein netter Abend mit Freundinnen. Ein gutes Buch. Ein Kilo weniger auf der Waage …
3. Stichwort „Frauen und Freundschaften“. Was verbinden Sie damit, wie sind Ihre Freundschaften zu anderen Frauen? Solidarisch und herzlich wie die von Maike und ihrer Cousine Kiki in Ihrem Roman „Goldstück“ oder herrscht unter Frauen doch mehr die klassische Stutenbissigkeit?
Frauke: Ich persönlich habe eigentlich noch nie echte Stutenbissigkeit erlebt. Deswegen habe ich mich schon öfter gefragt, ob es die eigentlich wirklich gibt oder nur in einer Ausprägung, wie sie als Eifersüchtelei auch zwischen Männern und Frauen vorkommen kann.
Wiebke: Das denke ich auch. Sicher, unsere Hauptperson hat auch immer einen Gegenspieler bzw. eine Gegenspielerin und es gibt Konflikte unter den Figuren – aber sonst wäre ein Roman ja auch langweilig, wenn nichts passiert und man nur über Friede, Freude, Eierkuchen schreibt!
4. Und das andere Stichwort: „Frauen auf Vernichtungsfeldzug“? Maike kann ein Lied davon singen, wie es ist, nach allen Regeln der Kunst von einer Gegenspielerin ausgeschaltet zu werden. Haben Sie diese Erfahrung auch gemacht – ähnlich fies ausgeschaltet zu werden oder gar selbst jemanden so ins Aus zu setzen? Nur zu Recht, selbstverständlich …
Wiebke: Nicht, dass ich wüsste. Aber wer weiß, was hinter meinem Rücken manchmal so abgeht …
Frauke: Nä! Ich auch nicht. Ob das wohl heißt, dass meine Männer immer keiner wollte? Grübel …
5. Maike hat eine ganz klare Strategie, wie man Liebeskummer am besten betäubt. Kein Alkohol ist bei ihr auch keine Lösung! Frage an Sie als Frauen-Expertinnen: Wie ist Ihre Erfahrung im Umgang mit Frauen in Krisenzeiten?
Wiebke: Genau so, wie wir es beschreiben! Wer sich bei heftigem Liebeskummer keinen reinlötet, lebt entweder generell abstinent oder greift zu anderen Drogen.
Frauke: Och, ich brauch gar keine Krise, um ein leckeres Glas Sekt zu trinken, das schmeckt mir auch so!
weitere Lesetipps
Anne Hertz
Goldstück
EUR (D)
8,95
Anne Hertz
Glückskekse
EUR (D)
8,99
Anne Hertz
Sternschnuppen
EUR (D)
8,99
Anne Hertz
Wunderkerzen
EUR (D)
8,99