Organisiertes Verbrechen der übelsten Sorte
In Ihrem neuen Kriminalroman „Der Tod wartet nicht“ schreibt die norddeutsche Journalistin und Autorin Stefanie Baumm nicht einfach nur über das Verbrechen. Sie schreibt über das organisierte Verbrechen der übelsten Sorte: internationalen Menschenhandel. Noch schlimmer: Kinderhandel. Bei ihrer Romanrecherche hat sie viel über die Zustände erfahren, in denen Waisen und Kinder aus sozial benachteiligten Familien in den früheren Ostblockstaaten aufwachsen. Es ist der Autorin ein besonderes Anliegen, dieses Thema aufzugreifen und auf die Arbeit einer Hilfsorganisation aufmerksam zu machen:Kinder sind etwas Besonderes
Von Stefanie Baumm
Kinder sind wie unbeschriebene Blätter. Bereit für das Leben. Neugierig auf das Leben. Sie brauchen viel Liebe, Schutz und Geborgenheit, um später als Erwachsene in der Welt bestehen zu können und ihre Erfahrungen wiederum an ihre eigenen Kinder weitergeben zu können.
Wenn diese Erfahrungen überwiegend aus Krieg und Hunger, Angst und Gewalt bestehen, sieht es schwarz aus für die Zukunft unserer Welt. Damit auch nachfolgende Generationen in Frieden leben können, müssen wir nicht nur etwas für unsere eigenen Kinder tun. Wir müssen Voraussetzungen dafür schaffen, dass auch Kinder in anderen Ländern unbelastet von Krieg und Armut und mit Respekt für ihre Umwelt aufwachsen können. In einer Welt, die immer mehr von der nackten Gier ums große Geld beherrscht wird, dürfen Begriffe wie Ethik und Moral nicht verloren gehen.
Einen Teil meiner Erlöse zu meinem Roman „Der Tod wartet nicht“ spende ich aus diesem Grund an ein Hilfsprojekt für diese Kinder. Die Schweizer Stiftung Terre des Hommes engagiert sich für Kinder in ehemaligen Staaten des Ostblocks. Mit meiner Spende unterstütze ich ein Projekt in Rumänien, das sich in das regionale Engagement der Stiftung in Osteuropa einreiht. Rumänien weist als eines der ärmsten Länder Europas ein lückenhaftes Sozialsystem auf. Terre des hommes unterstützt rumänische Partner organisatorisch und finanziell, um konkrete Fortschritte in den Bereichen Kinderschutz und Jugendstrafrecht zu erzielen.
So werden Familien für die Gefahren sensibilisiert, die Kindern drohen, wenn sie abwandern. Außerdem betreibt Terre des Hommes Lobbyarbeit bei den Behörden, um effektivere Gesetze zum Schutz von Kindern einzuführen. Die Stiftung unterstützt ledige Mütter, um sie und ihre Kinder wieder in ihre Familien zu integrieren und damit Kindesaussetzungen zu verhindern. Denn jährlich werden weltweit Tausende von Kindern ausgesetzt, verkauft oder illegal zur Adoption weggegeben, weil die leiblichen Eltern nicht in der Lage sind, für das Kind zu sorgen.
Terre des hommes setzt sich neben der direkten Hilfe für Straßenkinder dafür ein, dass Kinder gar nicht erst zu Straßenkindern werden. Beispielsweise, indem die Stiftung Ausbildungsprojekte und die Einschulung von Kindern unterstützt und ländliche Gemeinschaften über die Risiken einer Auswanderung in die Städte informiert. Für eine nachhaltige Prävention stützt sich Terre des hommes auf andere Kinderhilfsorganisationen und fordert von den Regierungen eine Sozialpolitik, die den Kindern die Rechte einräumt, die ihnen durch die Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention zugesichert worden sind.
Auch in Deutschland greift die Kinderarmut immer mehr um sich. Auch hier, in einem der reichsten Länder der Welt, gibt es Kinder, die in der Schule nicht richtig lernen können, weil sie hungrig sind, und die in ihren Familien keine Geborgenheit mehr erleben.
Ich freue mich, dass ich als Autorin solche Probleme aufgreifen und ansprechen kann, und im Dialog mit meinem Publikum und meinen Lesern vielleicht den ein oder anderen dazu bewegen kann, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für die Kinder dieser Welt zu engagieren. Denn sie sind unsere Zukunft.
>>zur Online-Spende von Terre des hommes
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