Yoga - Der Weg zur Erleuchtung
Yoga in Deutschland und der westlichen Welt boomt. Bereits Mitte der 70er Jahre ernannte der Spiegel Yoga zum neuen Volkssport. Heute praktizieren mindestens 3 Millionen Deutsche Yoga, mit steigender Tendenz. "Yoga" bedeutete im alten Indien zunächst etwas ganz praktisches, nämlich das Anschirren von Zugtieren an einen Wagen. Yoga fügt zusammen und stellt eine Einheit her, damit der Mensch mit gebündelter Kraft zu seinem Ziel, der Selbstverwirklichung gelangen kann.In der indischen Kulturgeschichte wurde Yoga zu einem Oberbegriff für verschiedene Methoden und Praktiken in Philosophie und Spiritualität. Das gemeinsame Ziel aller Richtung ist die Befreiung des Menschen vom Leiden. So war Yoga ursprünglich ein rein spiritueller Weg zur Erleuchtung durch Meditation. Ein Weg zum vollkommenen Selbst, zu dem es unter anderem gehört, Begierden zu zügeln und Methoden der Reinigung auszuüben. Der spirituelle Hintergrund differiert aufgrund der unterschiedlichen geschichtlichen Entwicklungen und Geistesströmungen bei den verschiedenen Schulen erheblich.
Die körperlichen Übungen (Asanas) entstanden erst in Laufe der Zeit. Da man die positive Wirkung der Asanas auch auf das geistige Wohlbefinden erkannte, bekamen die körperlichen Übungen einen immer höheren Stellenwert und wurden weiterentwickelt. So entstand im 13./14. Jahrhundert die heute wohl bekannteste Form, das Hatha Yoga. Die Ausübung der Asanas soll das Zusammenspiel von Körper, Geist, Seele und Atmen verbessern, mit dem Ziel geistiger Vitalität und innerer Gelassenheit. Der Nutzen von Yoga bei Krankheiten oder zur Erhaltung der Gesundheit wird unterschiedlich bewertet, unstrittig sind die positiven Effekte etwa bei Durchblutungsstörungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen.
Viele Yoga-Meister empfehlen heute ein ganzheitliches Yoga, eine Kombination der verschiedenen Yoga Arten, abgestimmt auf die speziellen Bedürfnisse jedes Einzelnen.
Die verschiedenen Yoga Arten
Hatha Yoga, die wohl bekannteste Yoga-Art umfasst körperliche Übungen (Asanas), Atemübungen und Tiefenentspannungstechniken. Die angestrebte Einheit von Atem und Bewegung soll dabei helfen Verspannungen zu lösen und neue Kraft für den Alltag zu schöpfen.
Kundalini Yoga ist das Yoga der Energie und beschreibt den Astralkörper mit seinen Chakras (Energiezentren) und Nadis (Energiekanälen). Übungen sollen den Körper reinigen und die Lebensenergie erhöhen.
Raja Yoga umfaßt die Techniken des mentalen Trainings und der Meditation. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist funktioniert, und wie wir ihn beherrschen können. Übungen des Raja Yoga umfassen Affirmation, Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten Meditationstechniken.
Jnana Yoga ist der philosophische Teil des Yoga. Im Jnana Yoga werden Karma und Reinkarnation erklärt und Meditationstechniken gegeben, um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.
Bhakti Yoga ist das Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott.
Karma Yoga lehrt, das Schicksal als Chance zu begreifen und lehrt Techniken, Entscheidungen richtig zu treffen und jeden Teil des Lebens zu spiritualisieren.
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