Wer Geld hat, kann sich alles kaufen – auch dich?

Band 2 der packenden Reihe von Bestsellerautor Frank Kodiak

Nur ein wildes Gerücht – oder grausame Realität? Wer genug Geld hat, kann sich alles kaufen und bestellen – angeblich sogar jede beliebige Person. Die hübsche Nachbarin, den Kellner, das Mädchen aus dem Bus: Wer an »Missing Order« die richtige Summe überweist, bekommt, wen er will, ohne je verdächtig zu erscheinen. Die Privatermittler Jan und Rica Kantzius kommen mit ihren Untersuchungen rund um dubiose Machenschaften bei der nach vermissten Personen suchenden Organisation »Amissa« nicht so recht voran. Bis sich eine Frau meldet, die Beweise für die »Missing Order« liefern will. Doch das Treffen endet in einer Katastrophe...

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Die Amissa-Reihe von Bestsellerautor Frank Kodiak

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Teilnahmeschluss ist der 30.11.2021. Viel Glück!

Was studiert David Stoll in "Amissa. Die Vermissten"?
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Ihre Bestellung ist gleich da. Sagen Sie, die Adresse stimmt so?«
David Stoll lauschte, wie der Typ am anderen Ende die Adresse bestätigte und versprach, ihn an der Tür zu empfangen. Der Mann hörte sich ausgelassen, vielleicht sogar ein wenig betrunken an – das passte zu seiner Bestellung. Vier XXL-Pizzen, gigantische Wagenräder, das Größte, was Rocket Pizza im Angebot hatte. Davon wurden locker zwanzig Personen satt. Da lief wohl eine größere Party, allerdings waren im Hintergrund keine Geräusche zu hören, die darauf hindeuteten.
David Stoll bedankte sich, beendete das Gespräch und startete auf seinem Handy die Navigation. Straße und Hausnummer, die der Kunde angegeben hatte, lagen außerhalb der Stadt in einem Gewerbegebiet, in dem sich um halb elf nachts eigentlich niemand mehr aufhielt. Schon tagsüber war dort wenig los, weil viele Betriebe an die neuen Flächen direkt an der Autobahn abgewandert waren, andere hatten im Zuge der Corona-Krise aufgegeben. Immer wieder gab es Fehler bei den Adressen; Straßennamen wurden verwechselt oder Hausnummern vertauscht, deshalb hatte David es sich bei zweifelhaften Lieferadressen zur Gewohnheit gemacht, sie sich von unterwegs noch einmal bestätigen zu lassen.
Dies war die letzte Tour für heute Nacht, und er freute sich auf sein Bett. Seit achtzehn Uhr lieferte er pausenlos Pizzen, Baguettes und Getränke aus, dabei war schon der Tag nicht gerade ruhig gewesen. Das Studium der Religionswissenschaften war anspruchsvoller, als er es sich vorgestellt hatte, und wenn er sich nicht richtig reinkniete, würde er es nicht schaffen. Lernen war ihm nie leichtgefallen, auch in der Schule nicht, jeden Erfolg hatte er sich hart erarbeiten müssen. Dass er zusätzlich gezwungen war, Geld zu verdienen, machte es nicht einfacher, doch David war ein hartes Leben gewohnt und kam damit zurecht. Eines Tages, so seine Hoffnung, würde er der Erste aus der Familie der Stolls mit einem akademischen Grad sein. In seiner Familie galt nur der etwas, der es geschafft, es gegen alle Widerstände zu etwas gebracht hatte – und zwar mit eigener Hände Arbeit. Jahrelang die Schulbank drücken und den Eltern auf der Tasche liegen, davon hielt bei den Stolls niemand etwas – oder treffender: Davon hielt sein Vater nichts.


David lenkte den weißen VW Lupo mit dem bescheuerten Aufdruck einer grinsenden Pizza an den Türen in das dunkle Gewerbegebiet. Nachts brannten hier nur an den Kreuzungen Straßenlaternen. Der herbsttypische Oktoberregen ließ die Sicht gegen null sinken, und das leise Quietschen der abgenutzten Scheibenwischer tötete David den letzten Nerv. Viermal ließ ihn das Navi abbiegen, bevor er die Straße erreichte, in der Nummer 20 liegen sollte. Schon von Weitem sah er Licht; es war das einzige beleuchtete Gebäude in der Straße. Wie es aussah, handelte es sich um einen mittelgroßen Betrieb, eine ehemalige Tischlerei vielleicht oder ein Metallbauer. Firmen dieser Größe waren dutzendweise pleitegegangen in den letzten zwei Jahren.
Das Tor an der Zufahrt war geöffnet, der Parkplatz aber leer. Wo waren die Wagen der Partygäste? Waren sie mit dem Taxi gekommen, um trinken zu können?
Die Rolltore der Halle hatten im oberen Drittel schmale Fensterleisten, durch die bunt flackerndes Licht fiel, und als David die Wagentür aufstieß, hörte er das verhaltene Wummern von Musik. David lächelte, wünschte sich, mitfeiern zu können, öffnete den Kofferraum und holte die beiden Styroporkartons mit den Pizzen heraus.
Ein Deckel rutschte zur Seite. Der aufsteigende Geruch malträtierte seinen hungrigen Magen. Wie gern hätte er sich ein Stück von der Pizza abgerissen. Zuletzt hatte er vor fünf Stunden etwas in den Magen bekommen, allerdings nur einen Salat, denn wer an der Quelle saß, musste besonders auf sein Gewicht achten. Wenn es seine Zeit zuließ, trainierte David im Fitnessstudio – seitdem er das Studium aufgenommen hatte, allerdings nicht mehr so häufig, deshalb wollte er seine Figur nicht mit fetter Pizza ruinieren.
David befand sich auf dem Weg zu einem der Rolltore, neben dem durchsichtige Kunststoffcontainer für den Transport von Flüssigkeiten aufgestapelt waren, als die Eingangstür im Büroanbau aufging.


»Hierher!«, rief ein Mann winkend.
Vor dem Sprühregen geschützt stand er im Halbdunkel des Überdachs, sodass David zunächst nicht mehr erkennen konnte als eine große Gestalt.
»Können Sie die drinnen auf den Tisch legen?«, fragte der Mann, trat beiseite und ließ David passieren. Er roch nach teurem Aftershave, sein Haarschnitt war gepflegt, der Dreitagebart ebenfalls. Ein attraktiver Mann mit gewinnendem Lächeln, perfekt gekleidet.
»Klar … wohin?«
»In die Teeküche bitte. Letzte Tür links.«
Seine Stimme klang angenehm und kultiviert.
Der Gang war schmal und lang, mehrere Türen gingen davon ab. Sie standen offen, die Büros dahinter waren verwaist, keine Möbel mehr darin. Es roch leicht muffig, so als sei lange Zeit nicht mehr durchgelüftet worden. Am Ende des Gangs befand sich eine weitere Tür, wahrscheinlich die Durchgangstür zur Halle, wo die Party stattfand. Wenige Schritte davor bog David in die Teeküche ab. Das wenige Licht darin kam von der Abzugshaube über dem Herd. In der Mitte des Raumes stand ein Klapptisch, wie er beim Camping benutzt wurde, Stühle gab es keine.
David legte die schweren Kartons mit den Megapizzen auf dem wackeligen Tisch ab, als plötzlich die Tür hinter ihm ins Schloss geworfen wurde.
Er fuhr herum.
Der Mann lehnte an der geschlossenen Tür, die Hände lässig im unteren Rücken verschränkt, und lächelte ihn an. Ein Lächeln, zu gleichen Teilen sympathisch und beängstigend; David lief ein Schauer über den Körper. Hier stimmte etwas nicht.

Frank Kodiak: Amissa - Die Vermissten

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Frank Kodiak

Frank Kodiak

Frank Kodiak ist das Pseudonym für Andreas Winkelmann, geboren 1968, der mit seinen Thrillern regelmäßig unter den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste steht. Schon früh entwickelte er eine Leidenschaft für spannende, unheimliche Geschichten. Nach dem Studium der Sportwissenschaften arbeitete er zunächst als Soldat, Sportlehrer, Taxifahrer, Versicherungsfachmann und freier Redakteur. Mit seiner Familie lebt er in der Nähe von Bremen - in einem einsamen Haus am Waldrand. Mehr über Andreas Winkelmann: andreaswinkelmann.com.

Der erste Band der Amissa-Reihe!

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