Verlagsgruppe Droemer Knaur



Die Rosen von Montevideo

9783426510230
jetzt bestellen Jetzt bestellen
Klappenbroschur, Knaur TB
03.06.2013, 784 S.

ISBN: 978-3-426-51023-0
Diese Ausgabe ist lieferbar
9,99
inklusive 7%
Mehrwertsteuer

Roman

Montevideo 1843. Der Frankfurter Bankierssohn Albert Gothmann verliebt sich Hals über Kopf in die lebenslustige Rosa, Tochter einer der ältesten spanischen Familien Uruguays. Doch ihre Liebe zwingt sie zum Verzicht auf ihre Heimat, ein Schicksal, das fortan alle Nachfahrinnen ihrer Familie teilen. Sind die Frauen stark genug, um für ihre Leidenschaft zu kämpfen?

Leselounge

Die Autorin

Carla Federico

Portrait von Carla Federico

Carla Federico ist eine österreichische Autorin, die unter anderem Geschichte studiert hat und heute als freie Autorin in Frankfurt am Main lebt. Ihre...

zur Autorin Bücher von Carla Federico

Pressestimmen

"In DIE ROSEN VON MONTEVIDEO (Knaur) schreibt Carla Federico über die Sehnsucht nach fernen Ländern und die Mystik fremder Völker. Sie entführt ihre Leser in eine andere Zeit auf andere Kontinente."

Abenteuer und Phantastik, Juni 2013

"Carla Federico hat auch mit DIE ROSEN VON MONTEVIDEO einen Roman geschaffen, der den Leser von Anfang an in seinen Bann zieht und der auf seinen weit über 700 Seiten nie an Spannung verliert. Wer die Chile-Romane geliebt hat, wird sich auch in Federicos Uruguay wohl fühlen."

Latizon TV, 11.06.2013

"Ein Roman wie ein stürmisches und zugleich wunderschönes Meer. Eine Brise fegt immer wieder über einen hinweg, aber dann ist es auch blumig, farbenfroh, intensiv und voller Dramatik und Spannung. Carla Federico hat Figuren erschaffen, die nur so vor Leben sprühen. (...) Carla Federico, die deutsche Meisterin der großen literarischen internationalen Familiensaga!"

denglers-buchkritik.de, 01.07.2013

"Atmosphärisch dicht, Liebe, Abenteuer, interessante Einbindung der politischen Ereignisse in Südamerika, flott und leicht zu lesen."

Lettra, 11.06.2013

"Ein richtig schöner Schmöker zum Abtauchen"

Buechertreff.de, 08.07.2013

"Sehr gefühlvoll geschrieben."

Vorab-Lesen.de, 11.07.2013

"Carla Federicos Roman ist eine Hommage an die wunderschön exotische Welt Südamerikas, eine turbulente, wenn auch nervenaufreibende Familiensaga und nicht zuletzt ein Hohelied auf die Liebe."

Blog Nanawhatelse, 30.06.2013

"Wunderschöner Liebesroman mit historischem Feedback."

Fachbuchkritik.de, 25.06.2013

"Für den Strandurlaub ist dieses Buch perfekt geeignet."

Blog Bookscolorsandflavour, 21.06.2013

"Ein Roman, der von der ersten Seite an spannend fesselt und fats schon zwingt, weiter zu lesen ..."

krm-media.de, 17.06.2013

"Eine romantische Lektüre vor exotischer Kulisse für laue Sommernächte."

hoerzu online, 30.07.2013

"Ein sehr lesenswertes Buch über Mut, Stärke, Liebe und Schmerz mit einem tragischen historischen Hintergrund und voller paradiesischer Landschaften."

Blog Samtpfotenmitkrallen, 04.08.2013

"Ihre farbenprächtigen Schilderungen faszinieren den Leser von der ersten Seite an."

Kurier, 18.07.2013

"Ein Roman zum Schwelgen."

Das neue Blatt, 28.08.2013

"Ich empfehle das Buch sehr, weil es flüssig geschrieben und mit einer dichten Handlung behaftet ist. Die emotionale Seite ist ebenfalls nicht außer Acht gelassen und kommt mit szenischen Betrachtungen sehr gut überein. Alles passt perfekt zusammen und ergänzt sich zu einem lesenswerten, kurzweiligen und unterhaltsamen Ganzen."

Heidi´s Schreibbüro, 09.09.2013

"Das Buch ist flüssig und gut geschrieben, der Spannungsbogen bis zur letzten Seite hoch gehalten und konfrontiert uns mit einer unbekannten Lebenswelt."

ORF Teletext, 26.08.2013

"Carla Federicos Romane stecken voller Emotionen, die beim Leser wahre Sehnsüchte wecken, und Exoti k, die ihn träumen lässt von fernen Ländern. DIE ROSEN VON MONTEVIDEO ist einfach zum Seufzen schön und verführt zu einer Lektüre, die man garantiert noch lange in guter Erinnerung behalten wird. Diese Auswanderersaga ist nämlich das Juwel von einem Buch und bedeutet Unterhaltung, die einen bis zum Schluss gefangen nimmt - eben ein Genuss par exellance!"

Literaturmarkt.info, 12.08.2013

"Starke Frauen, die für ihre Liebe einen hohen Preis zahlen, leidenschaftliche Gefühle und unheilvolle Verstrickungen versprechen Lesespaß."

Luzerner Rundschau, 25.10.2013

"Das dicke Buch zeichnet ein lebendiges Bild des exotischen Südamerikas."

Passauer Neue Presse Online, 30.12.2013

"Stimmungsvoll"

Gelnhäuser Neue Zeitung, 10.02.2014

Rezensionen

Nach 1 1/2 Monaten habe ich die Rosen von Montevideo nun endlich durchgelesen.

Das Buch ist in drei Teilen untergliedert, die je eine Generation an verschiedenen Orten ( Montevideo, Taunus, Frankfurt am Main, Paraguay) begleitet. Jedes Teil dieses Buches erzählt für sich genommen eine eigenständige Geschichte. Im letzten Teil fügen sich alle Schicksale zusammen und alle Generationen treffen aufeinander.

Die Story handelt hauptsächlich über das Leben von Frauen - über Liebe, Langeweile ob des gehobenen Gesellschaftsstandes und über Ihre Verluste in Zeiten von Kriegen und Wirtschaftskrisen.

Teil I
Die junge naive Rosa lernt den deutschen Bankier Albert Gothmann kennen und geht mit ihm nach Deutschland.
Dieser Teil war recht langweilig, ich musste mich förmlich zwingen nach einer langen Pause weiterzulesen daher nur 2 von 5 Sternen.

Teil II
Valeria, die Tochter von Rosa, reist mit Ihrer Cousine Claire und Ihrem Onkel nach Montevideo, der Heimatstadt ihrer Mutter und erlebt da das Abenteuer ihres Lebens.
Teil II hat mir recht gut gefallen und war recht spannend, daher 3,5 von 5 Sternen.

Teil III
Valerias Töchter und alle Charaktere aus der Vergangenheit treffen zusammen und viele Familiengeheimnisse werden aufgeklärt. Mehr kann ich leider nicht verraten, da ich sonst spoilern müsste.

Das Ende war für mich recht enttäuschend und alles wendete sich meiner Meinung nach zu einem Friede-Freude-Eierkuchen-Ende, was ich recht schade fand, da der dritte Teil ansonsten auch recht gut und spannend war und man mehr aus der Story hätte machen können, 3,5 von 5 Sternen.

Leider kann ich insgesamt nur GUTE 3 STERNE vergeben. Für mehr hat es mich einfach nicht genug gefesselt.
Der Erzählstil der Autorin ist übrigens nicht schlecht aber auch nicht besonders hervorhebenswert.

Fazit: Kann man durchaus mal lesen - muss man aber nicht ;)
Masterschaf, 29.10.2013

In dem Roman "Die Rosen von Montevideo" schreibt die Autorin Carla Federico über das Schicksal mehrerer Generationen
von Frauen einer reichen Familie aus Uruguay im 19. Jahrhundert. Jede von ihnen sehnt sich nach der großen Liebe, doch um diese Liebe zu leben, müssen sie vieles aufgeben, in gewisser Weise sogar sich selbst.

Der Roman ist sehr lebhaft und glaubwürdig geschrieben. Die Protagonisten sind sympathisch und wirken vertraut.

Mein einziger Kritikpunkt an der Geschichte ist das extreme Happy-End. Hier wurde für meinen Geschmack etwas zu viel Friede-Freude-Eierkuchen verwendet.
Christina Hamacher, 08.10.2013

Das Buch ,,Die Rosen von Montevideo" von Carla Federico nimmt den Leser mit in das Uruguay des 19. Jahrhunderts, eine
Welt die Albert Gothman so ganz anders erscheint, als Frankfurt, die Stadt in der er normalerweise als Banker arbeiten. Das Essen, die Art zu Kochen oder auch einfach die Bürgersteige in der Stadt, erscheinen ihm so fremd und anders. Nach Südamerika ist er gekommen, weil er auf der Suche nach Partnern ist, die es ihm ermöglichen in den Kolonialhandel einzusteigen. Während eines Spaziergangs durch Montevideo lernt er Rosa de la Vegas kennen, die gerade von zu Hause geflohen ist, weil sie mit einem viel älteren Mann zwangsverheiratet werden sollte. Die beiden verlieben sich ineinander und werden ein Paar, so dass letztendlich auch Rosas Vater seine Tochter nicht mehr zur Zwangsheirat zwingt. Eigentlich sollte es nur ein vorübergehender Aufenthalt in Deutschland werden, doch Alberts Vater stirbt und Albert muss die Stelle seines Vaters in der Bank der Familie übernehmen. Mit der Zeit verschlechtert sich das Verhältnis zwischen Albert und Rosa zusehend, denn Albert ist nur noch am arbeiten und Rosa wird immer unglücklicher, u.a. nicht mit ihr, wie versprochen nach Uruguay fährt. Zu Rosas Unglück trägt auch bei, dass sie mit Alberts Familie zusammen wohnen muss, seiner Mutter, dem Bruder Carl-Theodor und ihrer Schwägerin Antonie. Doch allen Unglücks zum trotz wird Rosa eines Tages schwanger und Rosa und Albert werden Eltern der kleinen Valeria. Auch Carl-Theodor und Antonie werden Eltern einer kleinen Tochter, die sie Claire nennen. Schon von klein an sind Valeria und Claire wie Schwestern und auch für sie halten das Leben und die Liebe, viele Herausforderungen, schwere Stunden und Abenteuer bereit, genauso wie auch stets weiterhin vor allem auch für Rosa. Ja und es bleibt spannend bis zum Schluss, wie sich u. a. vor allem Valeria, Claire, Rosa und deren Familien, der Herausforderungen annehmen und die Abenteuer durchleben und ob es sich und vor allem für wen, dann doch am Ende alles im Guten endet.

Schon das Cover des Buches lädt durch seine vor allem orangene, gelbe Farbgestaltung zum Eintauchen in das warme Südamerika ein und vor allem auch dazu, mit auf das Schiff nach Montevideo zu steigen und das Leben dort kennenzulernen.

Mir hat das Buch insgesamt wirklich gut gefallen. Vor allem beeindruckt mich auf der einen Seite vor allem der Mut der Frauen der Familie und wie sie den immer wieder mit in die unterschiedlichsten Lebenssituationen einbringen. Wobei ich mich besonders Claire und ihre Abenteuer am meisten mitgenommen haben und in die Geschichte haben eintauchen lassen. Auf der anderen Seite fasziniert mich aber auch Südamerika, vor allem auch Montevideo und der Kontrast der im Buch immer wieder zwischen dem Leben in Montevideo und dem Leben in Deutschland aufgezeigt wird.

Auch die Sprache in dem Buch lässt die Handlungen im Buch lebendiger und realistischer werden.
Kerstin Giesa, 21.09.2013

„Die Rosen von Montevideo“ begleitet die Schicksale der Töchter von Valeria Olivares über drei Generationen
hinweg. Valerias Tochter Rosa entkommt ihrer Zwangsheirat in Montevideo durch den Heiratsantrag des Bankierssohnes Albert Gothmann aus Frankfurt am Main. Ihre gleichnamige Enkelin wiederum verschlägt es nach ihrer Kindheit in Deutschland wieder nach Uruguay, wo sie sich in ihren Entführer und Landesfeind verliebt. Die beiden Urenkelinnen wiederum, nehmen sich unbewusst das doppelte Lottchen zum Vorbild, und geraten ihrerseits in amouröse Abenteuer.

Der Geschichte des Romans ist auf seinen über siebenhundert Seiten leider viel zu oft vorhersehbar und wirkt sehr konstruiert. Gerade im ersten Teil des Buches merkt man der Autorin die Anstrengung an, die vielen geografischen, historischen und biologischen Informationen im Text unterzubringen. Die Beschreibungen der Landschaft während der Entführung im mittleren Teil sind dagegen sehr gelungen und lebendig.

Lebendigkeit ist aber das, was man bei den Figuren mitunter vermisst. Starke Frauen, die ihre eigene Meinung vertreten und durchsetzen machen viele Romane spannend. Ich hätte in diesem Buch jedoch auch gern einmal gelesen, dass eine der Frauen ihre erwachte Leidenschaft und ihr Schicksal mit ihrem Verstand bewertet und entsprechend gehandelt hätte. Doch bis zum Schluss, kann und will keine Figur, weder weiblich noch männlich, über ihren eigenen Schatten springen. So wirkt die Veränderung, die die Figuren in den letzten paar Seiten durchmachen wieder sehr unglaubwürdig.

Letztendlich ist der Roman für all jene zu empfehlen, denen rosarote Romanzen in exotischen Ländern ein Ersatz zur Fernreise sind. Wer eine Familiensaga mit starken Charakteren und dichter Atmosphäre erwartet, sollte sich lieber anderweitig umsehen.
Manuela Matterne, 02.09.2013

Das erste, was mir an diesem Buch aufgefallen ist, ist das farbenfrohe Cover mit seinem doppelten Rückseitenumschlag,
der auch den Schnitt schützt und teilweise als Lesezeichen genutzt werden kann. Ein großer Tukan auf einem Ast, ein Schiff hinter Palmen und ein verheißungsvoller Titel lassen mich auf einen exotisch angehauchten Roman schließen:

Das Fernweh treibt den jungen Frankfurter Bankierssohn Albert Gothmann jun. nach Uruguay. In Montevideo rettet er die junge, lebensdurstige Rosa de la Vegas aus den Fängen von Halunken, die von ihrem Vater Alejandro die Herausgabe von Argentiniern, die in seinem Haus ein und ausgehen, fordern wollen. Rosa, die der Verheiratung mit dem viel älteren Ricardo del Monte entgehen will, stellt Albert ihrem Bruder Julio vor und der hat, um seine Geschäfte mit Deutschland zu intensivieren, einen grandiosen Plan: Rosa soll Albert heiraten. Als Albert nach der Hochzeit mit seiner jungen Frau nach Frankfurt zurück kommt, ist sein Vater verstorben und er muss als sein Erbe die Geschäfte des Bankhauses wahrnehmen. Sprachlosigkeit und das Unvermögen sich einander anzupassen lassen zwischen den jungen Eheleuten mit der Zeit eine tiefe Kluft entstehen, die auch die Geburt der kleinen Tochter Valeria nicht zu kitten vermag...

In "Die Rosen von Montevideo" verweben sich die Geschicke der Familie de la Vegas aus Uruguay und der Bankiersfamilie Gothmann aus Frankfurt. Die Geschichte um Albert und Rosa ist die erste von drei Geschichten in dieser Familiensaga, in der es vor allem um starke und eigenwillige Frauen geht, die mit allen Mitteln versuchen, ihren Weg zu gehen bzw. ihren Kopf durchzusetzen. Die Erzählungen sind nicht in sich abgeschlossen, sondern greifen jeweils auf die nächste Generation über und die bereits bekannten Personen tauchen immer wieder im Geschehen auf. Aber vor allem die Frauen beiderseits des Ozean werden mit für mich einfach zu vielen negativen Eigenschaften, wie Neid, Missgunst und Dummheit ausgestattet, so dass es mir sehr schwer fällt Sympathien aufzubauen. Die immer gleichen Fehler, welche die Hauptprotagonistinnen in den drei Generationen machen, lassen die einzelnen Geschichten recht vorhersehbar erscheinen. Manche kleinen Episoden finde ich persönlich zu sehr konstruiert und zu unwirklich.

Sehr gut gefallen haben mir verschiedene Beschreibung von Land und Leuten in Uruguay und Paraguay, die ein kleines bisschen Exotik, auf die ich sehnsüchtig gewartet habe, gebracht haben. Auch die Schilderungen der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Uruguay und Paraguay, von denen ich bisher nichts wusste, habe ich gespannt verfolgt.

Alles in allem hat Carla Federico einen Roman geschrieben, in den ich durch die detaillierte Beschreibung der Personen schnell hinein gefunden habe. Eine leichte und flüssige Schreibweise hat mich das Buch, ideal als leichte Lektüre für Zwischendurch, ziemlich schnell durchlesen lassen. Manche A
Melanie Ackermann, 15.08.2013

Inhalt:

Rosa soll einen viel älteren Mann heiraten, wogegen sie sich aber vehement zu wehren weiss. Nachdem sie aus ihrem Haus geflüchtet ist, wo ihre Familie sie eingesperrt hat, rennt sie dem jungen und pflichtbewussten Albert in die Arme, welcher sie aus den Fängen einiger Männer rettet, die sie entführen und dann ihre Eltern um Geld erpressen wollen. Schnell stellt sich heraus, dass Rosa und Albert sich zueinander hingezogen fühlen und als sich Albert bei Rosas Vater vorstellt, um Geschäftsbeziehungen mit ihm zu knüpfen, schlägt Rosas Bruder ohne zu zögern Albert als Ehemann für Rosa vor. Diese willigt sofort ein, kann Albert doch nur besser sein, als ein alter und reicher Mann. So heiraten Rosa und Albert ziemlich überstürzt und machen sich noch am Abend der Hochzeit auf in Alberts Heimat. Von dort aus will er sich um die Geschäfte kümmern und schon bald wieder nach Montevideo reisen, umd dort weitere Verhandlungen abzuschliessen.

Aber es kommt alles anders als geplant. Als Rosa jung und verliebt mit Albert mitgeht, weiss sie noch nicht, dass sie ihre Heimat nie wieder sehen wird und dass die Gefühle zwischen ihnen schon bald erkalten oder ins Gegenteil umschlagen werden. Ausserdem wird Rosa in Deutschland nicht gerade sehr herzlich begrüsst und auch die Geburt ihrer Tochter verschafft ihr nicht das erhoffte Glück. Doch sie ist nicht die einzige Frau, die leidet und sich schliesslich ihrem Schicksal hingibt. Ihre Tochter und deren Cousine werden ihr Los teilen, sind aber noch kämpferischer veranlagt und versuchen gemeinsam, einen Ausweg zu finden, indem sie sich auf eine Reise nach Montevideo begeben.

Meine Meinung:

Die Rosen von Montevideo erinnerte mich teilweise sehr stark an Anna Karenina. Auch hier geht es um Frauenschicksale, um reiche Töchter und schöne junge Frauen, welche ihr Glück den Männern und deren Karriere opfern müssen und wollen und dabei zwischen Verzweiflung, Trotz, Wut und Einsamkeit auch noch ihr gesellschaftliches Leben pflegen müssen.

Dieses Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und fast jedes Mal, wenn ich aufschaute, hatte ich wieder hundert Seiten gelesen. Der fesselnde Schreibstil, die detaillierten Beschreibungen der Landschaften und der Umgebung, sowie die Charakterstudien der einzelnen Personen machen dieses Buch zu einem historischen Gesellschaftsroman voller Tiefe.

Rosas Verzweiflung, aber auch ihre ungestüme und herzliche Art machen sie zu einer Figur, welche sofort die Sympathie und auch das Mitgefühl des Lesers weckt. Das feine Band, welches sie mit Albert verbindet und das langsame zerbröckeln dieses Bandes wird sehr einfühlsam und genau dargestellt. Die ganze Tragödie um ihre anfänglich so schöne Liebesgeschichte macht traurig und betroffen und dies liegt nicht zuletzt daran, dass sie so genau beschrieben ist und dass sie auf so viele Frauen dieser Zeit zutrifft und zutreffen kann.
Livia Schönbächler, 04.08.2013

Valeria Olivares ist einst mit ihrem Mann aus Spanien nach Montevideo gekommen. Allerdings ist sie nie wirklich mit dem
Herzen in Südamerika angelangt. Selbst die Geburt des ersten Kindes konnte die Sehnsucht nach Europa nicht stillen. Und dass ihre geliebten Rosen in dem neuen Boden nicht gedeihen wollen, treibt sie fast in den Wahnsinn. Doch sie liebt ihren Mann über alles auf der Welt und hofft, dass das zweite Kind sie vielleicht endlich heimisch werden lässt.
Die Geschichte von Valeria ist der Ausgangspunkt für die gesamte Romanhandlung, welche das Schicksal dreier Frauen aufzeigt, deren Leben eng mit den Kontinenten Europa und Südamerika verbunden sind.
Allen drei Frauen ist gleich, dass sie sich für ihre große Liebe entschieden haben und ihr Leben dadurch eigentlich viel komplizierter wird. Doch sie sind auch alle sehr stark und kämpfen für ein Leben, das sie letztendlich glücklich macht.

Carla Federico erzählt auf fast 800 Seiten eine fünfzigjährige Geschichte, die neben den Schicksalen der Frauen auch von kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen im 19. Jahrhundert handelt. Zudem geht die Autorin auf verschiedene Unabhängigkeitsbewegungen auf dem südamerikanischen Kontinent ein.
Hierfür nutzt sie eine gut verständliche Sprache, die teilweise sehr ausführliche Bilder im Kopf des Lesers erzeugt. An vielen Stellen hat man sogar den Eindruck, dass einem die südamerikanische Sonne auf den Kopf scheint oder der Hessische Regen durch die Kleidung dringt. Dabei behält sich weitgehend eine angemessene Satzlänge bei, die das Lesetempo sehr angenehm gestaltet. Werden die Sätze doch einmal länger, bleiben sie durch die klare Sprache sehr verständlich. Durch diese handwerklich gute Arbeit baut der Leser schnell eine Verbindung zum personalen Erzähler auf und erlangt das Gefühl, gemeinsam mit ihm über der Handlung zu schweben. An manchen Stellen mischt sich aber nach meinem Verständnis das Wissen des Erzählers mit dem der Protagonistinnen. So kommt es zu Gedanken, die die handelnden Personen aus dem Geschehen heraus nur schlecht haben können. An diesen Stellen stockt man zwar ein wenig, aber die Geschichte wird dadurch nicht nachhaltig beschädigt.
Trotzdem muss man ein gutes Durchhaltevermögen als Leser mitbringen, weil man hin und wieder das Gefühl hat, dass sich die Handlung stark dehnt. Mein Eindruck ist allerdings, dass in der zweiten Hälfte des Buches der Verlauf rasanter ist und mehr interessante Dinge passieren. Es wird schlicht abenteuerlicher und damit auch gefährlicher.
Durchweg merkt man jedoch, dass die Autorin gut recherchiert hat.

Fazit: Es handelt sich hierbei um einen solide literarische Arbeit, die ihre Längen und kleinen Schwächen hat, aber für jeden Fan von Familiensagen und historischen Romanen eine Lesefreude sein dürfte.
Charlene Otremba, 23.07.2013

Das Buch spielt in der Zeit von1847 bis 1889. Es spielt in Uruguay, Paraguay und Deutschland.
Es handelt von den Schicksalen dreier Frauen. Im ersten Teil wird über Rosa berichtet, im zweiten Teil über Valeria und Claire,im dritten Teil über Carlota und Tabitha.
Rosa de la Vegas lebt in Montevideo und hat Schwierigkeiten.. Sie soll einen viel älteren Mann heiraten. Ihr Vater Alejandro hat das so beschlossen. Da sie niemanden hat der ihr hilft beschliesst sie zu fliehen. Unterwegs lernt sie den Deutschen Bankier Albert Grothmann kennen und lieben. Ihr Bruder, der finanzielle Vorteile in der Beziehung sieht, überredet ihren Vater der Hochzeit
zuzustimmen. Rosa zieht mit Albert nach Frankfurt. Dort wird sie allerdings alles andere als herzlich aufgenommen. Gerade ist Alberts Vater gestorben. Die kränkliche Mutter Adele zeigt keinerlei Interesse an Rosa und Alberts Schwägerin macht ihr auch das Leben schwer. Einzig Alberts Bruder Carl-Theodor nimmt Rosa freundlich auf. Die Ehe zwischen Albert und Rosa entwickelt sich auch nicht so wie vorgestellt. Durch seine Arbeit in der Bank hat er keine Zeit für sie und Rosa hat Schwierigkeiten mit den Mitgliedern der Familie.Rosa wird schwanger und bekommt eine Tochter, Valeria.Auch Antonie bekommt in der Zeit eine Tochter, Claire. Trotz der Kälte in der Familie verstehen sich Valeria und Claire gut und wachsen wie Schwestern auf. Rosa fällt es immer schwieriger sich in dem fremden Land zurecht zu finden. Erst als sie den Musiklehrer Fabian Ledoux einstellt, um mit ihm zu singen, kehrt ihre Lebensfreude zurück, die aber auch bald von neuem Unglück überschattet wird.
Im zweiten Abschnitt geht es um Rosas Tochter Valeria und deren Cousine Claire. Als sie erwachsen sind begleiten sie Claires Vater nach Montevideo, wo sich ihre Wege trennen und ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird. Beide finden in Uruguay auf sehr unterschiedliche und schicksalhafte Weise die Liebe.
Im dritten und letzten Teil geht es schließlich um Valerias Töchter Tabitha und Carlota. Und auch deren Leben wird von der Liebe bestimmt und sie müssen einige Schicksalschläge erleiden.
Das Buch ist gut zu lesen,auch wenn es viele Seiten hat. Es ist eine leichte Lektüre für Sommerabende oder zum relaxen.






Beate Lingenfelder, 21.07.2013

Bevor ich zum inhaltlichen Teil des Buches zu sprechen komme, möchte ich zunächst etwas zur äußeren Aufmachung
sagen. Der Roman spielt auf zwei Kontinenten – Deutschland und Südamerika. Das Cover ist eindeutig dem südamerikanischen Kontinent angepasst. Besonders auffällig ist hier der alles überlagernde Orangeton. Die Palmen, der Tukan und die sich auf der Rückseite befindende Passionsblume finden ihren Ursprung in Südamerika. Das Besondere an dieser Ausgabe ist, dass man die beiden Buchdeckel aufklappen kann. Im aufgeklappten Zustand findet man vorne ein Foto sowie ein Interview mit der Autorin. Hinten sind weitere Werke der Autorin abgebildet. Ausgeliefert wird das Buch, mit dem aufgeklappten hinteren Buchdeckel, der hinter den vorderen Buchdeckel gesteckt wurde, sodass der Vorderschnitt des Buches nicht mehr zu sehen ist und vom hinteren Buchdeckel quasi geschützt wird. Im ersten Augenblick war das für mich etwas gewöhnungsbedürftig – ein Buch, wo der Vorderschnitt nicht zu sehen ist. Aber dann fand ich es eigentlich ganz praktisch – zumal dieser Schutz auch als Lesezeichen benutzt werden kann. Da hat sich der Verlag mal richtig Gedanken dazu gemacht.

Die Saga umfasst vier Generationen, wobei sich die Geschichte um Rosa de la Vegas, die Albert Gothmann wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Die Hochzeit mit Albert bietet Rosa die Möglichkeit, aus Südamerika fortzugehen und in Deutschland ein neues Leben anzufangen. Ihre Euphorie lässt schnell nach, als sie erkennen muss, dass Albert sein ganzes Leben nur nach seiner Arbeit ausrichtet und die junge Frau immer häufiger alleine lässt. Rosa findet sich nur sehr schwer in ihre neue Familie und das gesellschaftliche Leben ein. Ihre Schwiegermutter ist eine kühle und herzlose Frau, die unentwegt damit beschäftigt ist, ihre Krankheiten zu pflegen und ihre Schwägerin lässt keine Gelegenheit aus, Rosa bei öffentlichen Anlässen bloßzustellen. Als Rosa schwanger wird, glaubt sie, endlich nicht mehr allein zu sein und sich in Frankfurt endlich zu Hause zu fühlen. Doch nach der Geburt findet sie keinen Zugang zu ihrem Kind und verfällt in tiefe Schwermut. Erst als sie die Bekanntschaft des Musiklehrers Fabien Ledoux macht und bei ihm Unterricht nimmt, blüht Rosa etwas auf. Doch das Glück ist nicht von langer Dauer …

Ich habe eine Schwäche für Sagas und oft können es nicht genug Seiten sein. Dieser Roman umfasst nicht ganz 800 Seiten, was für einen Zeitraum von 1829 – 1889 und vier Generationen nicht wirklich viel ist. Die Geschichte der Frauen ist sehr spannend und facettenreich erzählt. Die Landschaftsbeschreibungen sind gut gelungen, sodass ich mir die Umgebung bildlich vorstellen konnte.

Die historischen Fakten sind gut in die Geschichte mit eingebunden und man merkt, dass Carla Federico sehr viel Zeit in die Recherche gesteckt hat. Der Leser erfährt Wissenswertes über die Tripelallianz (Dreibundkrieg), der in den G
goat, 15.07.2013

Der Roman spielt in Uruguay und Deutschland im 19. Jahrhundert und beschreibt das Schicksal von zwei Familien, welches
eng miteinander verknüpft ist. Im Vordergrund hierbei stehen die Frauen der Familien und natürlich die Liebe. Die Handlungsorte wechseln häufig, was jedoch beim Lesen nicht stört - man kann der Handlung sehr gut folgen.
Das Buch ist in drei Teile unterteilt, wobei dazwischen jeweils recht große Zeitsprünge liegen. Dadurch wird es, trotz der über 700 Seiten, nicht zu langatmig. Die Geschichte fließt flüssig dahin und ist sehr angenehm zu lesen. Genau das richtige für den Sommerurlaub am Strand oder auch für einen verregneten Sommer- (oder Herbst-)tag auf dem Sofa.
Christine Dammeier, 14.07.2013

4 Generationen von Frauen - 2 Länder (Deutschland und Uruguay), vereint auf noch nicht einmal 800 Seiten. Ein mitunter
sehr bewegendes, emotionales Buch, das jedoch meiner Meinung nach an manchen Stellen dann doch wieder zu kurz geraten ist. Gerne hätte ich hier und da mehr vom Schicksal der gerade im Mittelpunkt stehenden Frau gelesen, und manchmal waren mir dann die entsprechenden Zeitsprünge doch zu groß.
Die zwei Familien und Ihre Generationen, die sich zwar stets verändern, jedoch immer wieder auch Gemeinsamkeiten im Schicksal aufweisen, hätten ganz sicher auch Stoff für 3 Bände her gegeben.
Ich habe das Buch verschlungen und war auch immer drin im Geschehen, weil es fesselnd geschrieben ist und obwohl ich mich nie für Uruguay und seine Geschichte oder für das politische Geschehen oder die Entwicklung Bankwesen in Frankfurt interessiert habe, wurden mir durch das Buch viele dieser Aspekte näher gebracht, ohne mich zu langweilen. Im Gegenteil, es hat mir Spaß gemacht, etwas aus diesen Bereichen kennen zu lernen, über die ich ein "normales" Sachbuch sicher nie gelesen hätte.
Die Autorin hat für das Buch sehr gut recherchiert und auf interessante Art und Weise solche lehrreichen Informationen auf lockere Art ins Geschehen eingebunden...so war mir zum Beispiel bisher der Begriff der Tapadas, der verschleierten, schwarz bekleideten Damen, die ohne Herrenbegleitung die Oper besuchen, kein Begriff.
Insgesamt finde ich das Buch wirklich sehr gelungen und ich freue mich darauf, bald wieder etwas von Carla Federico zu lesen. Wie ich dem Umschlag entnehmen konnte, hat die Autorin ja bereits eine dreibändige Chile-Saga geschrieben, die vielleicht noch besser ist, da unter Umständen die jeweiligen Schicksale ausführlicher präsentiert werden... ich lasse mich mal überraschen. Im Übrigen finde ich die Bücher mit dem doppelten Umschlag, der gleichzeitig als Lesezeichen dient und viele Informationen über den jeweiligen Autor enthält, nicht nur optisch sehr schön (dekorativ im Regal), sondern auch echt hilfreich (Lesezeichen) und informativ (Infos / Interviews).
Alles in allem kann ich das Buch mit kleinen Einschränkungen auf jeden Fall empfehlen! Die Handlungsstränge sind klar geschrieben und spannend, die Sprache klar und trotzdem emotional, der Inhalt unterhaltsam und gleichzeitig lehrreich... man will mehr lesen! Wer weiß, vielleicht folgt ja irgendwann eine Fortsetzung...
Anne D., 11.07.2013

Ich lese sehr gerne Familiengeschichten, die über mehrere Generationen gehen und in fremden Ländern spielen. Dieses
Buch hat mich allerdings nur teilweise fasziniert und gefesselt.
Warum? Das liegt stellenweise daran, dass mich einzelne Charaktere genervt haben oder mir nicht richtig sympathisch waren. Außerdem wiederholten sich manche Begebenheiten in jeder Generation und nahmen mir etwas den Lesespaß. Doch es gab auch spannende Begebenheiten und wunderschöne Beschreibungen der Natur in Südamerika, die mir richtiges Lesevergnügen bereiteten.

Dieser dicke Schmöker, der Autorin Carla Federico, erzählt die Geschichte fünf starker Frauen über drei Generationen und beginnt im Jahr 1829 (Prolog) bzw. 1847. Der Roman ist in drei Teile gegliedert und die Handlung wechselt zwischen Montevideo in Uruguay und Frankfurt bzw. Hamburg in Deutschland.
Der Leser begleitet die Frauen der Familie de la Vegas/Gothman über ein halbes Jahrhundert, beginnend mit Rosa de la Vegas, die an den doppelt so alten Ricardo del Monte verheiratet werden soll. Die junge und sehr naive Rosa flüchtet daraufhin aus dem Elternhaus und begegnet den Deutschen Albert Gothman, der zur Zeit in Montevideo weilt. Er rettet sie vor Banditen und Rosas Bruder Julio wittert seine Chance. Er versucht gemeinsame Handelsgeschäfte nach Deutschland aufzubauen und überredet den Vater zur Heirat mit dem Deutschen, der daraufhin einwilligt. Rosa verlässt mit ihrem neuen Gemahl die Heimat und lebt mit Albert im kalten Deutschland. Dieser wird jedoch vom plötzlichem Tod seines Vaters überrascht und muss fortan die Bankgeschäfte führen und nicht wie geplant seine Geschäfte in Südamerika aufbauen. So bleibt Rosa in Deutschland, statt mit ihrem Ehemann nach Montevideo zurückzukehren. Schwiegermutter und Schwägerin lassen an der südamerikanischen und temperamentvollen Ehefrau Alberts kein gutes Haar und als auch der Ehemann immer weniger Zeit zuhause verbringt, leidet Rosa immer mehr an Heimweh. Auch die Geburt der gemeinsamen Tochter kann dies nicht ändern....nur die Liebe zur Musik und der Unterricht des Musiklehrers Fabien bringt etwas Fröhlichkeit ins Haus bis eine große Tragödie über die Fanilie hereinbricht.

Mit Rosa wurde ich anfangs gar nicht warm. Was für eine naive und einfältige Frau, die sich für kaum etwas interessiert und keine Ahnung hat, was sich außerhalb der vier Wände ihres Hauses abspielt. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich jedoch zu einem sympathischeren Charakter und findet vorerst ihren Platz im Leben - wenn auch mit vielen Entbehrungen.

Im zweiten Teil befinden wir uns mit Rosas Tochter Valeria wieder in Uruguay. Diese hat sich nach dem Rausschmiss aus dem Internat auf das Schiff von Hamburg nach Montevideo geschmuggelt, um zusammen mit ihrer Kusine Claire und ihrem Onkel Carl-Theodor das Land zu verlassen. Mit Claire verbindet sie seit der Geburt eine tiefe Freundschaft und so hilft ihr
Martina Luger, 05.07.2013

Dieses Buch hat mir von Anfang an ausgesprochen gut gefallen.
Allein schon der Prolog zieht den Leser hinein in eine farbenprächtige, romantische Location und Geschichte.
Die Schilderungen von Land und Leuten sind sehr gelungen, der Erzählstil ist eingängig und flüssig. Ich habe zum Beispiel auch viele Dinge über Uruguay erfahren, so ganz nebenbei, das fand ich richtig toll.
Rosa war für mich die aufregendste und faszinierendste Roman-Figur. Abenteuerlustig und selbstbewusst passt sie nicht so ganz in das Frauenbild der damaligen Zeit, aber genau das ist es ja, was sie für den Deutschen Albert Gothmann so anziehend und besonders macht.
Es war wunderbar und einfach, sich in dieses Buch "hinein zu lesen" und man spürt auch bei jedem Satz die Sympathie der Autorin für dieses Land. Als Rezensentin kann und sollte man auch gar nicht so viel über die Handlung verraten, weil es wirklich viel spannender und schöner ist, sie selbst zu entdecken!!
Ein absolutes Muss für Romantikerinnen und ein wahrer "Page-Turner"!
Elke Fischer, 26.06.2013

ganz schnell taucht man ein in die Geschichte eine jungen Frau, welche gegen ihren Willen verheiratet werden soll...
doch sie kann sich dem entziehen. Nur ob Sie dadurch ihr Glück findet, bleibt abzuwarten...

... ein packende Geschichte über die Unterdrückung der Frauen, den Wandel der Zeit, Krieg und Frieden und natürlich Liebe
Gloria Bepunkt, 24.06.2013


Die Geschichte der Familien de la Vega und Gothmann 1829 in Montevideo/Uruguay mit Rosa de la Vegas Mutter Valeria Olivares. Die schwangere Valeria versucht vergeblich, im Garten ihres Hauses Rosen heran zuzüchten. Sie ist unglücklich und hat Heimweh, die Rosen sollten sie an ihre Heimat Valencia zu erinnern. Da aber die Rosen absolut nicht gedeihen wollen, entschließt sie sich, ihr Kind, sollte es ein Mädchen werden, Rosa zu nennen. Die Geschichte Valerias ist relativ kurz gehalten und dient auch nur Prolog des Buches. Im ersten Teil, Rosa´s Geschichte, erfährt man gleich zu Anfang, dass Valeria bei Rosa´s Geburt um´s Leben kommt. Rosa´s Geschichte beginnt 1847 in Montevideo. Die 18-Jährige soll mit dem sehr viel älteren Freund ihres Vaters, Ricardo del Monte, verheiratet werden und flüchtet aus dem Haus ihres Vaters. Dabei gerät sie in die Hände der Feinde ihres Vaters Alejandro und wird in einem Lagerhaus gefangen gehalten. Da taucht der Deutsche Albert Gothmann auf, der in Montevideo Handelbeziehungen für das Bankhaus seines Vaters in Frankfurt knüpfen will und hilft Rosa, sich aus ihrem Malheur zu befreien. Rosa findet Albert interessant und Albert verliebt sich Hals über Kopf in sie. Da tüftelt Rosa mit ihrem Bruder den Plan aus, Albert zu heiraten, damit sie der Hochzeit mit Ricardo entgehen kann, während ihr Bruder Julio in der Verbindung mit dem Deutschen lediglich seinen eigenen Vorteil sieht, Handelsbeziehungen nach Deutschland aufzubauen. Der Plan geht auf, Rosa und Albert heiraten und sie folgt ihm nach Deutschland. Dort allerdings beginnt sie bei Zeiten das Heimweh zu quälen und sie wird darüber schwermütig, dass sich Albert nur noch um das Bankhaus seines verstorbenen Vaters kümmert. Auch nach der Geburt ihrer Tochter Valeria wird es nicht besser, erst ihr Klavierlehrer kann Rosa wieder zum lachen bringen und gibt ihr ihre Lebensfreude zurück. Doch dann kommt es zur Katastrophe, die Rosa und Albert für immer entzweit. Auch ihrer Tochter gegenüber bringen die beiden nicht genügend Liebe auf und Valeria leidet unter dem unterkühlten Verhältnis ihrer Eltern. Einzig ihre Cousine Claire kümmert sich um Valeria. Mit ihr und deren Vater geht sie schließlich auch nach Montevideo.

Carla Federico´s Roman weißt nicht nur viele Schicksalswendungen auf, sie schafft es auch, wunderbar bildlich zu sowohl Landschaften, als auch Figuren und Schicksale zu beschreiben. Genannte Schicksalwendungen lassen den Roman spannend bleiben. Das Verhalten mancher Figuren, wie zum Beispiel der von Albert, hat mich regelrecht aufgeregt, ja fühlen lassen, was Rosa bewegt und ich empfand dasselbe Unverständnis gegenüber seinem Verhalten, dass auch Rosa empfunden hat. Ich konnte mich aber auch mit Claire´s Begeisterung für Luis Silveira mitreißen lassen und konnte nachvollziehen, wie sich Carlota in Nicolas Ledoux verlieben und ihm zum Schluss noch eine Chance geben konnte. Einzig die ewig langen Kapitel
Freydis Nehelenia Rainersdottir, 23.06.2013

Die Rosen von Montevideo

Alles nimmt 1829 in Montevideo seinen Anfang. Valeria Olivares lebt in Montevideo. Sie hat beständig Sehnsucht nach Ihrer Heimat Valencia. Zum Trost pflanzt sie in ihrem Haus in Montevideo viele Blumen, vor allem liegen ihr „Rosen“ am Herzen, die dort nicht blühen wollen. Sie bekommt eine Tochter namens Rosa.
Diese lebenslustige temperamentvolle Rosa de la Vegas heiratet Albert Gothmann und folgt ihm nach Frankfurt. Albert kümmert sich nur um seine Geschäfte und aus Rosa wird eine zutiefst traurige und harte Frau. Auch um die gemeinsame Tochter Valeria kümmern sich beide kaum. Schwager Carl Theodor und Schwägerin Antonie bekommen ihre Tochter Claire.
So unterschiedlich Claire und Valerie auch sind, sie werden dickste Freundinnen. Valerie schließt sich heimlich der Schiffsreise Ihres Onkel Carl Theodor und ihrer Cousine Claire nach Montevideo an. Dort verlieben sich die beiden Mädchen und es kommt zu einer spannenden Entführung. Valeria bekommt die Zwillinge Carlota und Tabitha.
Im dritten Buchteil geht es um die Liebe der beiden Zwillingsschwestern und der 50 Jahre umspannende Generationenroman erfährt zwischen den Gothmanns und den de la Vegas nun eine gute Wendung.

Meine Meinung wäre:
Während ich bei den ersten Seiten eher Probleme hatte, mich in die Zeit von 1829, 1947 etc. zurückzuversetzen und die damaligen Gepflogenheiten und Denkweisen zu verstehen, wurde das Buch zunehmend interessanter und hat mich dann doch sehr gefangengenommen. Vor allem die letzten beiden Buchteile waren sehr spannend. Wenn man sozusagen einmal in die die frühere Zeit eingetaucht ist, ist das Lesen immer faszinierender geworden. Die Figur der Dienerin Espe als einzig beständige Hilfe für die Generationen der Frauen der „de la Vegas“ bzw. „Gothmanns“ in den vielen scheinbar ausweglosen Situationen fand ich auch besonders gelungen.
Ich denke, dass es für mich wichtig war, zumindest immer einen Buchteil möglichst auf einmal zu lesen, weil ich sonst irgendwie mit den vielen Namen leicht durcheinander gekommen wäre. Deswegen finde ich auch das Personenverzeichnis im Buch auf Seite 777 sehr gut.

Die genaue Schilderung der extremen Unterschiede zwischen arm und reich und der Denkweisen zu dieser Zeit ermöglichen einen überraschenden Einblick in ein Land, das ich bisher nur vom Geografieunterricht und eventuell von den Nachrichten kannte. Über dessen Entwicklung und Geschichte habe ich mir vorher nie wirklich Gedanken gemacht. Die Tapferkeit und das Durchhaltevermögen der Frauen in diesen Generationen und zu diesen schwierigen Zeiten kann durchaus heute noch als ein gutes Beispiel gelten.
Christa Rastinger, 23.06.2013

Im Mittelpunkt dieser Familiensaga stehen die Frauen zweier Familien – einer Kaufmannsfamilie aus Montevideo (Uruguay)
mit spanischen Wurzeln und einer Bankiersfamilie aus Frankfurt/Main (Deutschland). Die Handlung erstreckt sich über 60 Jahre des 19. Jahrhunderts.
Es ist die alte Geschichte: Es geht um Liebe und Leidenschaft, das Auflehnen gegen Standesdünkel, das Aufbegehren oder das sich Abfinden mit alten Traditionen, den Protest gegen bestehende Konventionen und den Kampf der Frauen um ein selbstbestimmtes Leben. Dabei werden herkömmliche Klischees reichlich bedient. Vieles ist vorhersehbar. Mit Gefühlen wird nicht gespart, sodass beim Lesen die Augen nicht trocken blieben. Aber ich würde sagen: Etwas zu viel des Guten. Dennoch ist das Buch so geschrieben, dass ich es nicht zur Seite legen konnte.
Was mich besonders faszinierte, war, wie es Carla Federico gelang, die historischen und politischen Ereignisse in die Handlung einzubeziehen: zum einen die Entwicklung des Finanzwesens in Frankfurt, z. B. auch nach der deutschen Revolution 1848, andererseits aber auch die Handelsbeziehungen zwischen Lateinamerika und Europa, die Bevormundung Uruguays durch die Briten, die bürgerkriegsähnlichen Zustände bedingt durch die Kluft zwischen Colorados und Blancos, insbesondere den Tripelallianzkrieg von Uruguay, Brasilien und Argentinien gegen Paraguay oder den Bau der Eisenbahn. Ich wurde auf die Geschichte eines Landes aufmerksam gemacht, von dem ich bisher fast nichts wusste, und von dem ich jetzt gern mehr erfahren würde.
Gerade der geschichtliche Hintergrund machte das Buch für mich lesenswert.
cala, 23.06.2013

Zum Inhalt: "Die Rosen von Montevideo" beschreibt das Leben der Frauen der Familie Gothmann in Uruguay und Frankfurt.
Ausgewandert aus Spanien pflanzt die Mutter der ersten Hauptperson Rosa in Montevideo einen Rosenstock, der nicht angeht. Ihre Urenkelinnen sind 70 Jahre später erfolgreicher in diesem Tun.
Zum Cover: Das exotische Äußere verführt zum Schwelgen in fremden Welten, der zudem schützende Karton macht den Roman zur perfekten (weil nicht so leicht knautschenden) Urlaubslektüre.
Mein Eindruck: Farbenfroh und mit viel Einfühlungsvermögen in die unterschiedlichen Kulturen von Mitteleuropäern und Südamerikanern schildert Carla Frederico unterschiedliche Schauplätze und Befindlichkeiten ihrer Protagonisten. Die Hauptfiguren werden dabei durchaus differenziert dargestellt, die Nebenfiguren sind jedoch meistens zu schwarz gemalt. Durch diese Bösartigkeit wurde zwar die Geschichte vorangetrieben, ich hätte mir jedoch bei diesen Personen etwas mehr positive Fantasie seitens der Autorin gewünscht. Dennoch: Spannung und Erzählkunst halten die Leserin (ich kann mir bei dieser Art der Geschichte männliche Lesende nur schwer vorstellen) über die volle Distanz der 744 Seiten bei der Stange. Das Ende bietet zwar keinen kompletten Abschluss aber einen versöhnlichen Ausblick auf möglicherweise folgende Bücher.
Fazit: Ein opulenter Bogen über 50 Jahre Frauenschicksale im südamerikanischen und deutschen Umfeld.
4 Sterne
Heike Horn, 23.06.2013

Die Familiensaga von Carla Federico handelt von der Kaufmannsfamilie de la Vegas aus Montevideo und der Frankfurter
Bankiersfamilie Gothmann. Durch Heirat und geschäftliche Beziehungen verbunden, spielt sich das Leben abwechselnd in Deutschland und in Uruguay ab.
Drei Generationen werden in drei Büchern beschrieben. Beginnend mit Rosa, der Exotin die vor einer ungewollten Ehe in die Arme des etwas steifen Bankierssohnes Albert flüchtet. Ihre anfängliche Liebe kühlt schnell ab und sie führen eine eher unglückliche Ehe.
Das zweite Buch beschreibt die Generation um Valeria, ihrer Tochter und deren Cousine Claire. Auch diese beiden finden nicht die Erfüllung in ihrem Leben und ihren Beziehungen, die sie sich erträumt haben. Nicht nur durch den Krieg, der in Uruguay und dem Nachbarland Paraguay tobt, durchleben sie eine sehr dramatische Zeit.
Die Töchter von Valeria, Carlota und Tabitha sind die Hauptfiguren des dritten Buches. Hier werden alle Familienmitglieder der verschiedenen Generationen, sofern sie noch leben, noch einmal zusammengeführt und die Ereignisse zu einem dramatischen Wendepunkt gebracht.
Ein Roman, der vollgepackt ist mit allen Facetten von Gefühlen. Dicht nebeneinander liegen Glück und Unglück, Reichtum und Armut. Manches Schicksal wäre erträglicher, wenn nicht Stolz, Starrsinnigkeit und unterdrückte Gefühle dies verhindern würden. So entstehen Missverständnisse, die erst am Ende aus dem Weg geräumt werden können.
Wir haben hier drei Generationen wirklich starker Frauen, die viel erleiden müssen und die sich alle zu Männern hingezogen fühlen, die standesmäßig nicht in die Familie passen. Jedoch in manche ihrer Verhaltensmuster kann ich mich nicht hineinversetzten, besonders wenn es um die Mutter-Kind Beziehungen geht.
Sehr schön sind die Beschreibungen der verschiedenen Schauplätze dargestellt, besonders der Landschaft und der Tierwelt von Uruguay und Paraguay.
Das Buch hat mir gut gefallen, und auch wenn der letzte Teil nicht sehr realistisch ist, und etwas überzogen wirkt, bin ich mit dem Ende zufrieden.
Ein unterhaltsames Lesevergnügen, das ich gerne weiterempfehle.
CarmenM, 21.06.2013

Die warmen Farben des Covers luden mich sofort zu dieser Sommerlektüre ein. Draußen war es nass und ungemütlich,
während auf dem Cover ein Tukan eine exotische Blüte begutachtet und ein Schiff im Sonnenuntergang vor rotleuchtenden Palmen vor Anker liegt. Sommerfeeling pur eben.

Das südamerikanische Montevideo ist tatsächlich von der Sonne verwöhnt. Was das bedeutet, kann die Uruquayerin Rosa erst verstehen, als sie nach mehrwöchiger Schifffahrt im deutschen Frankfurt eine neue Heimat finden soll. Nicht nur das Wetter ist hier kalt und ungemütlich, auch die Menschen sind so - zumindest die Mitglieder ihrer neuen Familie. Ihnen sind Geld und Ansehen wichtiger als Herzensbildung.

So verkümmert Rosas Lebensfreude. Nicht einmal die kleine Tochter Valeria kann sie aufmuntern. Zum Glück hat die in ihrer Cousine Claire eine wahre Freundin. Gemeinsam besuchen sie ein Internat, bis Claire nach dem Tod ihrer Mutter zum Vater nach Hamburg übersiedelt. Nun schleicht sich auch Valeria davon und reist mit Onkel und Cousine nach Montevideo, den Geburtsort ihrer Mutter. Vor lauter Unternehmungslust gerät sie in die Fänge von Entführern. Auf einem langen, mühsamen Ritt bis nach Paraquay, findet sie in einem der Männer einen Fluchthelfer und Freund.

Viele Irrungen und Wirrungen bringen die Cousinen zusammen und wieder auseinander. Als Leser können wir glückliche und traurige Episoden miterleben, sowie den Wechsel vom Reichtum in die Armut und umgekehrt.

Die ersten beide Teile dieses dreiteiligen Schmökers haben mich so gefangen genommen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Doch leider ließ im dritten Teil die Sogwirkung nach. In diesem wird die Geschichte der nächsten Frauengeneration erzählt. Diese ist jedoch so überfrachtet, dass ich als Leserin atemlos und ungläubig zurück bleibe. Vielleicht wäre es besser gewesen, nach zwei Teilen Schluss zu machen? Denn die tragen das Buch und machen es zu einem wirklich angenehmen Leseerlebnis.
Gabriele Steininger, 20.06.2013

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Die Rosen von Montevideo ist eine Familiensaga über vier Generationen.
Beginn ist 1829, die Familie de la Vegas ist von Spanien nach Montevideo übergesiedelt um dort ein Handelsnetzt aufzubauen.
Valeria wird aber leider nicht glücklich in Uruguay. Ihre einzige Bezugsperson ist Esperanza, ihre Dienerin. Doch bei der Geburt ihrer Tochter Rosa stirbt Valeria.
Das Mädchen wächst mit ihrem Bruder bei ihrem Vater und dessen Schwestern auf.
Als Rosa 18 Jahre ist verlangt ihr Vater Alejandro von ihr, dass sie einen Mann heiratet der älter ist als Rosas Vater.
Doch Rosa weigert sich und als sie in ihrem Zimmer eingesperrt wird gelingt es ihr mit Esperanzas Hilfe zu fliehen.
Sie begegnet dem Deutschen Albert Gothmann der nach Montevideo gekommen ist um Handelsbeziehungen zu knüpfen.
Da auch er für die Familie de la Vegas von Nutzen ist darf Rosa Albert heiraten.
Voller Vorfreude reist Rosa mit ihrem Mann nach Deutschland doch als sie in Frankfurt ankommen erfährt Albert, dass sein Vater gestorben ist und der die Bank übernehmen muss.
Rosa fühlt sich einsam in Frankfurt, auch ihr ist es nicht vergönnt in einem fremden Land glücklich zu werden.
Rosa bekommt auch eine Tochter die sie Valeria nach ihrer Mutter nennt und ihre Schwägerin bekommt fast zur gleichen Zeit eine Tochter namens Clair.
Dies ist nun die 3. Generation die es wieder nach Uruguay verschlägt. Aber auch diesen Frauen ist das Glück nicht vergönnt.
Die 4. Generation sind dann die 2 Töchter von Valeria Carlota und Tabitha.
Aber ich möchte nicht zu viel verraten.
Was für ein Buch. Über 780 Seiten erzählt uns Carla Federico von der Familie de la Vegas und ihren Nachkommen und von fremder Ländern.
Das Buch führt den Leser nach Uruguay, Deutschland und Paraguay.
Erzählt vom Leben und den unterschiedlichen Kulturen der Länder und vom grausamen Allianz Krieg der zu dieser Zeit geherrscht hat.
Carla Federico beherrscht die Kunst die Länder und das Leben so genau zu beschreiben, dass man es sich bildlich vorstellen kann ohne, dass das Buch an irgendeiner Stelle langatmig wird.
Ein sehr zu empfehlender Roman.
Sylvia Hertel, 10.03.2015

Ehrlich gesagt hatte ich meine Erwartungen doch recht hoch angesetzt und bin erstaunt über die vielen Längen und das
ganze Wirrwarr. Manches hätte eingespart werden können und einiges musste natürlich um dem Ganzen einen Sinn zu ergeben ausgefeilt und ausgiebig beschrieben werden. Ich will nicht sagen, ich hätte mich gelangweilt, aber so ganz konnte mich "Die Rosen von Montevideo" leider nicht überzeugen. Ich müsste schon reichlich spoilern um meine Meinung zu unterstreichen, aber Ziel und Sinn einer Rezension ist es ja die Neugier zu schüren und nicht das komplette Buch nachzuerzählen, dennoch muss ich das eine oder andere Detail erwähnen um begreiflich zu machen, warum das Buch mich nicht erwärmen konnte.
Im ersten Teil geht es um Rosa, die Albert heiratet um einer anderen Ehe mit einem viel, viel älteren Mann zu umgehen. Am Anfang herrscht große Leidenschaft zwischen den Eheleuten, die durch ein Unglück in Eiseskälte umgewandelt wird. Schlimm daran ist, das sie auch ihrer Tochter Valeria um die es dann im zweiten Buch gemeinsam mit ihrer Cousine Claire geht nicht die Liebe entgegenbringen können, die ein Mensch braucht um gesund aufzuwachsen. Valeria flieht nach Uruguay in die Heimat ihrer Mutter und verliebt sich. Alles schön und gut und eigentlich auch genau das, was Frauen von einem Schmöker / Schmonzette (☺) erwarten, aber zwischendurch wurde so dick aufgetragen, das es schon wieder unheimlich kitschig wirkt. Den dritten Teil spare ich mir, denn hier würde ich richtig fett spoilern müssen. Ich will es mir einfach verkneifen, denn im Prinzip ist der dritte Teil derjenige, der alle wieder zusammenführt, die voneinander getrennt waren. Hier trieft das Buch vor Kitsch und Schmalz, aber dennoch ist das der Teil der mir am besten gefallen hat, denn Aussöhnung empfinde ich auch in meinem Leben ganz wichtig und wenn das Buch im Streit geendet hätte, wäre ich wahrscheinlich noch unzufriedener gewesen. So kann ich dem Buch unbesorgt weiterempfehlen, denn für laue Sommerabende an denen das Denken schwer fällt ist es wunderbar sich nach Südamerika zu begeben und eine ganz andere und besondere Kultur zu erleben. Für mich, die viel Kontakt hat zu Paraguayern und Uruguayern war es wirklich interessant das Land und Leute beleuchtet zu sehen. Auch den Krieg und die Umstände die dazu geführt haben waren hochgradig interessant. Das ganze Drumherum war wirklich kostbar, aber die Liebesgeschichten die gewebt wurden konnten mich leider nur halbwegs begeistern, daher überlasse ich es euch, ob ihr euch darauf einlassen wollt oder eben auch nicht.
Melanie Enns, 28.07.2014

Ein Roman, farbenprächtig und abenteuerlich. Die Töchter von Valeria Olivares und ihre Nachkommen müssen für ihr
Glück kämpfen.
Susanne Keller, 22.10.2013

Frankfurt, Uruguay, Paraguay ... Dieses Buch beschreibt wunderbar die Menschen, die Landschaft und die Schicksale im 19.
Jahrhundert aus Sicht der Frauen. Alle sind starke Persönlichkeiten, die ihren eigenen Kopf haben - sich aber dennoch nicht immer "richtig" entscheiden. Als Leserin habe ich an der einen oder anderen Stelle gehofft, dass sich die Frauen das Leben nicht so schwer machen. Aber das macht grad den Reiz dieses Buches aus. Zudem erfährt man einiges über das Land und die Sitten. Für mich ein richtiger Schmöker, den ich nicht weglegen konnte ... Und der Lust auf Reisen macht.
Sandratte, 05.10.2013

4 Generationen Frauen - und alle kämpfen um ihre Freiheit, ihr Leben so zu leben, wie sie es möchten. Sie kämpfen um
ihre Liebe, denn mit ihren Partnern haben sie es nicht immer einfach. Und sie müssen sich alle mit ihren Familienschicksal auseinander setzen. Auch die Geschichte spielt natürlich eine wichtige Rolle - und das alles vor der Kulisse von Montevideo
Catherine Buchling, 28.08.2013

Eine schöne Familiensaga, die über drei Generationen geht und uns an interessante Schauplätze nach Uruguay, Paraguay
und Frankfurt führt. Drei Frauenschicksale und ein grausamer Krieg werden in diesem historischen Roman beschrieben und bieten Spannung und gute Unterhaltung.
CarmenM, 28.08.2013

Ich bin selbst erst Anfang 20 und nachdem ich den Titel hörte, dachte ich zunächst an einen fast 800seitigen Rosi
Pilcher Verschnitt. Das war definitiv nur ein Vorurteil. Selten habe ich ein so gutes Buch gelesen, welches mich so mitgerissen hat. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und konnte die Handlung überhaupt nicht vorhersehen. Ich war so mitgerissen und fühle mich so leer, dass das Buch vorbei ist, es war so schön. Sonst lese ich fast ausschließlich Thriller, aber dies Buch zeigte mir, dass es auch andere wundervolle Genres gibt. Selten habe ich bei den Figuren so Mitgefühl gehabt. Unbedingt lesenswert, ich werde mir die anderen Romane der Schriftstellerin sogleich zulegen!
Ulrike, 15.08.2013

Hier geht es um Frauenschicksale, Frauen die um ihre Liebe und Leidenschaft kämpfen.
Die Geschichte spielt von 1843 – 1889.
Es geht um die spanische Familie de la Vegas in Montevideo und die Frankfurter Bankiersfamilie Gothmann.
Der Roman ist in drei Büchern aufgeteilt.
Im ersten Buch verliebt sich der Frankfurter Bankiessohn Albert Gothmann in die schöne Rosa de la Vegas und die beiden ziehen nach Frankfurt.
Im zweiten Buch geht es um Rosas Tochter Valeria und deren Cousine Claire, die später als Erwachsene mit Claires Vater nach Montevideo reisen.
Im dritten Buch geht es um Valerias Töchter Tabitha und Carlota.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Mir waren jedoch einige Beschreibungen zu detailliert und auch einige Kapitel zu langatmig.
Der Spannungsbogen wurde ziemlich flach gehalten.
Die Charaktere wirkten auf mich etwas blass.
Mich konnte der Roman leider nicht so richtig fesseln.
buchleserin, 08.08.2013

Ein packender und bewegender Roman.

Spannend erzählt sie die Geschichte der Frauen Gothmanns.
Das Leben in Montevideo ist hart und nicht Einfach für die Frauen.
Der Patriarch ist ein harter Mann . Es geht um Liebe und Leid ,
aber auch Freude. Eine Bittersüße Geschichte
Arietta, 06.08.2013

Hier geht es um Frauenschicksale, Frauen die um ihre Liebe und Leidenschaft kämpfen.
Die Geschichte spielt von 1843 – 1889.
Es geht um die spanische Familie de la Vegas in Montevideo und die Frankfurter Bankiersfamilie Gothmann.
Der Roman ist in drei Büchern aufgeteilt.
Im ersten Buch verliebt sich der Frankfurter Bankiessohn Albert Gothmann in die schöne Rosa de la Vegas und die beiden ziehen nach Frankfurt.
Im zweiten Buch geht es um Rosas Tochter Valeria und deren Cousine Claire, die später als Erwachsene mit Claires Vater nach Montevideo reisen.
Im dritten Buch geht es um Valerias Töchter Tabitha und Carlota.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Mir waren jedoch einige Beschreibungen zu detailliert und auch einige Kapitel zu langatmig.
Der Spannungsbogen wurde ziemlich flach gehalten.
Die Charaktere wirkten auf mich etwas blass.
Mich konnte der Roman leider nicht so richtig fesseln.
Ich vergebe 3 Sterne.
buchleserin, 04.08.2013

Die Autorin Carla Federico schafft es den Leser mit der spannenden Geschichte von Rosa und ihrer Familie gut zu
unterhalten. Zusätzlich lernt der interessierte Leser etwas über die Geschichte von Frankfurt und die Geschichte Südamerikas (Krieg zwischen Uruguay, Argentinien, Brasilien und Paraguay) im 19. Jahrhundert.
D. Kluth, 02.08.2013

"Wir alle sind ein wenig wie Rosen: Wir können wunderbar duften, aber wir haben auch unsere Stacheln."
Dieses Zitat aus dem Buch beschreibt eigentlich sehr schön was man in diesem Buch findet. Man hat hier eine Familiensaga die zwischen Montevideo und Frankfurt spielt und über 50 Jahre anhält. Es sind starke Frauen die lieblich duften können aber auch Stacheln haben wenn es um ihren Willen und ihre große Liebe geht. Das Buch ist in drei Teile geteilt. So beginnt die Geschichte in Montevideo mit Rosa die gegen ihren Willen verheiratet werden soll. Doch nur durch ein Zufall kann sie diesem entrinnen kann und so ein leben im fremden Frankfurt mit Albert beginnen. Im zweiten Teil geht es um Valeria und Claire die zwei unzertrennlichen Cousinen die nicht unterschiedlicher sein könnten. Und im Dritten Teil lernen wir die Ungleichen Zwillingsschwester Carlota und Tabitha kennen. In allen drei Teilen werden die Frauen als starke Willensstarke aber zugleich schwache und betrübte Personen dargestellt.

Das Buch ist sehr schön. Man kann es schnell und leicht lesen und wird von der Geschichte mitgerissen. So musste ich an einigen Stellen sehr lachen an andern hatte ich tränen in den Augen und die Spannung das man mitfieberte kam auch nicht zu kurz. Der Schreibstil ist sehr schön. Dies war mein erstes aber nicht mein letzten Buch der Autorin.
snap, 29.07.2013

Ansprechender Schmöker

Diese Familiensaga umspannt gut vier Jahrzehnte lang und über mehrere Generationen hinweg die Geschicke zweier sehr unterschiedlicher Familien im 19. Jahrhundert.

In Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, lebt die Familie de la Vegas´, die durch den Handel zu Wohlstand und Ansehen gekommen ist. Aus Deutschland stammt die Familie Gothmann, die sich in Frankfurt als erfolgreiche Bankiersfamilie etabliert hat. Die Wege dieser beiden Familien kreuzen sich und werden untrennbar miteinander verknüpft, als Rosa de la Vegas sich´Hals über Kopf in Albert Gothmann verliebt und ihm als seine Frau nach Frankfurt folgt.

So unterschiedlich diese Familien auf den ersten Blick auch erscheinen mögen, eines haben sie dennoch gemeinsam : ihr Leben, insbesondere das der Frauen, ist geprägt von Konventionen und Standesdünkeln. So haben es die Frauen auf beiden Seiten nie leicht und müssen schwer um ihr Glück kämpfen.

Dieser Roman beinhaltet sicher einige typische Aspekte für Bücher dieser Art und bedient ebenso einge Klischees ( junge Frau wehrt sich gegen arrangierte Ehe, reich liebt arm etc. ) und hebt sich inhaltlich daher nicht sonderlich aus der Masse solcher Geschichten ab. Dennoch habe ich den recht dicken Wälzer schnell und zügig gelesen. Der Schreibstil ist lebendig und bildhaft, die Protagonisten sind zum größten Teil anschaulich und überwiegend glaubhaft dargestellt. Der Einblick in die Geschichte Uruguays zu dieser Zeit war recht interessant und die schönen Beschreibungen der Landschaft haben das Ganze gut ergänzt.

Ich habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt und konnte für einige entspannte Stunden in eine andere Welt abtauchen und den Alltag vergessen .
Angela.Bücherwurm, 16.07.2013

Zunächst beginnt das Buch um 1843, mit der typischen Verheiratung junger Mädchen mit alten Männern,die
achtzehnjährigen Rosa, soll einen Mann heiraten, der älter als ihr Vater ist. Sie läuft davon und gerät in Schwierigkeiten aus denen sie Albert Gothmann befreit. Ihr Bruder Julio kommt auf eine ganz andere Idee, die Rosa zunächst höchst erfreut.

Historisch interessante Darstellung der Familien und der Stellung der Frauen über Generationen hinweg. Die Personen kann man sich gut vorstellen, auch wenn sie nicht in die Tiefe gehen. Der Zicken-Krieg ist ein Grund warum das Buch zeitweise langatmig wird und nur wenig historisches vermittelt .
Der Spannungsbogen ist sehr flach. Familienzwistigkeiten steigern sich fast zum Drama, aber am Ende ist fast jedem Glück beschieden, wenn auch ganz anders als erwartet.
robberta, 09.07.2013

Ein wunderschöner Familienroman, bei dem man so richtig entspannen kann und das Buch am liebsten nicht mehr aus der
Hand legt. Pures Lesevergnügen.
Petra, 09.07.2013

Leider kenne ich das Buch noch nicht, habe es aber auf meinen Wunschzettel notiert, da ich durch die Rezensionen
neugierig wurde. Bin gespannt was mich erwartet
Roswitha Rudolph, 06.07.2013

Viel Leid, viele Intrigen und sehr viel Liebe. Ein leichter Schmöker für Sommer und Urlaub, der mit beinahe 800 Seiten
und einem Preis von € 9,99 doch erstaunlich günstig ist.
Senta Konopke, 05.07.2013

Die freiheitsliebende Rosa de la Vegas soll von ihrem Vater aus einen älteren Geschäftspartner ehelichen. Die junge
Frau weigert sich aber strikt und flüchtet aus dem Elternhaus. Durch einige abenteuerliche Vorkommnisse lernt sie Albert Gothmann kennen, einen deutschen Bankierssohn. Er rettet sie und bietet Rosa die Chance, aus dem Arrangement ihrer Familie zu entfliehen, indem sie Albert heiratet.

In dessen Heimatsstadt Frankfurt ist aber nichts so, wie Rosa es sich vorgestellt hat - am wenigsten ihr Leben. Vor allem die Gesellschaft und ihre Schwiegermutter und Schwägerin machen ihr ihr Leben in Deutschland so schwer wie möglich.

Selbst die Geburt der gemeinsamen Tochter Valeria vermag die sich auseinanderlebenden Eheleute nicht zu vereinen. Im Gegenteil: Ein schreckliches Unglück scheint sie unwiderruflich zu entzweien.



Zwei Jahrzehnte später flüchtet Valeria als blinder Passagier auf dem Schiff, welches ihre Cousine Claire und ihren Onkel Carl-Theodor nach Montevideo bringt. Dort möchte sie ihre Familie kennenlernen - aber vor allem eines: Frei sein von ihren Eltern, die sie mit frostiger Distanz erzogen und dann ins Internat geschickt haben.



Viele unvorhergesehene Geschehenisse, Dramen und Abenteuer warten auf die Frauen der Familie de la Vegas / Gothmann - ebenfalls in der nächsten Generation. Doch was hält das Schicksal noch für sie bereit?





Carla Frederico, das Pseudonym der Autorin Julia Kröhn, bietet mit "Die Rosen von Montevideo" eine unterhaltsame Familiensaga mit einigen Schwächen.

Der Sprachstil gefiel mir äußerst gut. Manchmal vielleicht einen kleinen Tick zu langatmig, aber sehr bildgewaltig und bezeichnend. Manchmal kam es mir vor, als wäre ich in der Zeit und in den Ländern vor Ort.



Das Buch ist in verschiedene Generationen eingeteilt. Eingeleitet wird es durch die Vorgeschichte der Valeria Olivares, Rosas Mutter. Hauptcharaktere sind größtenteils die Frauen der Familie de la Vegas / Gothmann, die Männer sind meist nur Nebencharaktere.



So viel zum Grundsätzlichen.

Mir, als Leserin, waren die Frauen oftmals einfach nur unsympathisch. Ich weiß nicht, wie es Anderen geht, aber ich muss mit den Hauptcharaktere mitfühlen und -leben können. Es sollte mir die Tränen in die Augen treiben, wenn der Protagonistin etwas Schreckliches passiert - denn dies passiert mir oft genug bei Büchern, die mich einfach nur fesseln.

Bei "Die Rosen von Montevideo" wollte ich mehrmals das Buch gegen die Wand werfen. Alle diese Frauen sind klug, intelligent und schön. Auch freiheitsliebend und wollen nicht eingesperrt werden. Alles schön und gut. Aber warum verhalten sie sich dann oftmals so naiv und blauäugig? Teilweise habe ich deren Verstand wirklich angezweifelt. Es waren mir
Lisa Scholl, 29.06.2013

Die freiheitsliebende Rosa de la Vegas soll von ihrem Vater aus einen älteren Geschäftspartner ehelichen. Die junge
Frau weigert sich aber strikt und flüchtet aus dem Elternhaus. Durch einige abenteuerliche Vorkommnisse lernt sie Albert Gothmann kennen, einen deutschen Bankierssohn. Er rettet sie und bietet Rosa die Chance, aus dem Arrangement ihrer Familie zu entfliehen, indem sie Albert heiratet.

In dessen Heimatsstadt Frankfurt ist aber nichts so, wie Rosa es sich vorgestellt hat - am wenigsten ihr Leben. Vor allem die Gesellschaft und ihre Schwiegermutter und Schwägerin machen ihr ihr Leben in Deutschland so schwer wie möglich.

Selbst die Geburt der gemeinsamen Tochter Valeria vermag die sich auseinanderlebenden Eheleute nicht zu vereinen. Im Gegenteil: Ein schreckliches Unglück scheint sie unwiderruflich zu entzweien.



Zwei Jahrzehnte später flüchtet Valeria als blinder Passagier auf dem Schiff, welches ihre Cousine Claire und ihren Onkel Carl-Theodor nach Montevideo bringt. Dort möchte sie ihre Familie kennenlernen - aber vor allem eines: Frei sein von ihren Eltern, die sie mit frostiger Distanz erzogen und dann ins Internat geschickt haben.



Viele unvorhergesehene Geschehenisse, Dramen und Abenteuer warten auf die Frauen der Familie de la Vegas / Gothmann - ebenfalls in der nächsten Generation. Doch was hält das Schicksal noch für sie bereit?





Carla Frederico, das Pseudonym der Autorin Julia Kröhn, bietet mit "Die Rosen von Montevideo" eine unterhaltsame Familiensaga mit einigen Schwächen.

Der Sprachstil gefiel mir äußerst gut. Manchmal vielleicht einen kleinen Tick zu langatmig, aber sehr bildgewaltig und bezeichnend. Manchmal kam es mir vor, als wäre ich in der Zeit und in den Ländern vor Ort.



Das Buch ist in verschiedene Generationen eingeteilt. Eingeleitet wird es durch die Vorgeschichte der Valeria Olivares, Rosas Mutter. Hauptcharaktere sind größtenteils die Frauen der Familie de la Vegas / Gothmann, die Männer sind meist nur Nebencharaktere.



So viel zum Grundsätzlichen.

Mir, als Leserin, waren die Frauen oftmals einfach nur unsympathisch. Ich weiß nicht, wie es Anderen geht, aber ich muss mit den Hauptcharaktere mitfühlen und -leben können. Es sollte mir die Tränen in die Augen treiben, wenn der Protagonistin etwas Schreckliches passiert - denn dies passiert mir oft genug bei Büchern, die mich einfach nur fesseln.

Bei "Die Rosen von Montevideo" wollte ich mehrmals das Buch gegen die Wand werfen. Alle diese Frauen sind klug, intelligent und schön. Auch freiheitsliebend und wollen nicht eingesperrt werden. Alles schön und gut. Aber warum verhalten sie sich dann oftmals so naiv und blauäugig? Teilweise habe ich deren Verstand wirklich angezweifelt. Es waren mir
Lisa Scholl, 29.06.2013

"Die Rosen von Montevideo" erzählt über drei Generationen hinweg die
Geschichte der Familien de la Vega und Gothmann in Frankfurt/Deutschland und Montevideo/Uruguay. Über Uruguay hatte ich bisher noch kein Buch gelesen und ich fand es daher interessant mehr über dieses Land und den Tripel-Allianz-Krieg gegen Paraguay zu erfahren. Leider kann ich jedoch sonst fast nichts Positives über das Buch sagen, da mich die vielen Zufälle und glücklichen Wendungen gestört haben. Konnten mich sonst noch die Figuren und spannenden Entwicklungen über diese Schwäche hinweg trösten, so war mir dies hier jedoch nicht möglich. Ich hatte auch keine große Lust weiterzulesen, was bei insgesamt fast 800 Seiten auch keine gute Aussicht bedeutet. Empfehlen kann ich das Buch nur an Leser, die auf der Suche nach historischen Romanen über Südamerika sind und die keine Sympathieträger in der Geschichte brauchen.
Silke, 28.06.2013

"Die Rosen von Montevideo" von Carla Federico handelt von Frauen in drei Generationen, die zwischen ihrer Liebe und Ehre
entscheiden müssen.
Das Buch startet in Montevideo mit einem kurzen Prolog und darauf folgt das erste von drei Büchern, in welchem die junge Rosa de la Vegas zunächst von ihrem Vater verheiratet werden soll. Dadurch, dass sie beschließt, vor diesem schrecklichen Schicksal zu flüchten, zeichnet sie sich bereits zu Beginn des Buches durch Zähheit und Entschlossenheit aus. Diese Eigenschaften können eigentlich alle Frauen aus den beschriebenen Generationen ihr Eigen nennen, was sich leider nicht immer positiv auf ihr Leben auswirkt.
Mir persönlich hat es eigentlich ganz gut gefallen, dass die Charaktere des Buches nicht immer glatt waren, sondern auch Ecken und Kanten hatten. Auch wenn diese manchmal sehr negativ waren und ich viele Entscheidungen der Figuren nicht nachvollziehen konnte, fand ich es sehr authentisch, dass ihre Entscheidungen nicht immer vernünftig waren.
Die Schauorte des Romans hingegen haben mich sehr enttäuscht. Schon alleine durch das Cover und ganz besonders durch den Prolog hatte ich mir eine exotische Szenerie erhofft, die hauptsächlich in Montevideo spielt. Doch leider befindet der Leser sich bereits auf Seite 75 in Frankfurt und selbst wenn der Schauort wieder nach Montevideo wechselt, hatte ich mir mehr Exotik dort erhofft. Es gibt eine Szene im Dschungel, die ich sehr genossen habe, aber leider konnte diese nicht das gesamte Buch wettmachen.
Insgesamt hat mich das Buch sehr zwiegespalten hinterlassen. Zum einen war ich ein wenigs traurig, als ich es beendet hatte, da ich mich doch sehr an die Figuren gewöhnt hatte und dass sie meine Abende mit mir verbringen. Auf der anderen Seite jedoch war ich ein wenig froh, dass es nun zuende ging, da ich zuletzt Schwierigkeiten hatte, die ganzen Personen auseinanderzuhalten. Innerhalb des gesamten Buches war ich zwar sehr erstaunt, dass die Autorin es geschafft hat, jeden Charakter so zu zeichnen, dass er unverwechselbar ist, zum Ende hin wurden es mir dann insgesamt jedoch zu viele Personen. Hierfür gibt es im Zeifelsfall aber auch ein Namensverzeichnis am Ende des Buches.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Buch zuende gelesen hätte, wenn ich nicht an einer Leserunde teilgenommen hätte, aber ich bin froh, dass ich das getan habe, weil es auch einprägsame und spannende Szenen gibt, die ich nicht missen möchte.
Julia, 27.06.2013

„Wir alle sind ein wenig wie Rosen: wir können wunderbar blühen und duften, aber wir haben auch unsere
Stacheln.“

Die Rosen von Montevideo ist ein Buch von Carla Federico. Es ist am 03. Juni 2013 im Knaur Verlag als Taschenbuch erschienen. Das Buch umfasst 784 Seiten.

Inhalt

Uruguay im 19. Jahrhundert: Vor der farbenprächtigen Kulisse der pulsierenden Stadt Montevideo verflechten sich die Lebenswege zweier Familien aus Deutschland und Südamerika. Vor allem ihre Frauen müssen für die Liebe oft einen hohen Preis zahlen. Doch sie bringen die Stärke und Entschlossenheit mit, in einer bewegten Zeit für ihr Glück zu kämpfen. (Klappentext)

Erster Satz

Wenn Valeria Olivares die Augen schloss und Erinnerungen an ihre Kindheit beschwor, fühlte sie sich manchmal in ihre Heimat zurückversetzt.

Meinung

Das Cover ist mal wieder wunderschön. Ich liebe Orange und dementsprechend liebe ich auch dieses Cover! Die Symbole zeigen schon, dass hier eine etwas andere Welt betreten wird, eine exotischere. Außerdem finde ich die Erhebung der Schrift sehr schön und auch die Farben sind passend gewählt. Titel und Autorenname sind nicht zu klein geschrieben und fallen sofort ins Auge. Weiterhin gefällt mir hier die Umschlaggestaltung sehr gut. Sowohl die tollen Innenseiten, auf denen man mehr über die Autorin und deren Bücher erfährt, als auch die "Umhüllung" sind sehr gut gelungen. Ein Buch, das man nicht nur gerne lesen, sondern auch ständig anschauen will!

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Sie beschreibt die Szenen und Umgebungen ausreichend und bringt Gefühle gut rüber. Man merkt beim Lesen genau, dass sie eine ausreichende Recherche betrieben hat und sich mit den Ländern auskennt. Trotz der Länge des Buches ist es nicht langatmig geworden, sondern interessant.

Das Buch ist in drei Bücher eingeteilt. Sie umfassen jeweils eine unterschiedliche Generation der Familie und beschreiben somit die komplette Familiensaga. Es wird dabei ständig zwischen den verschiedenen Charakteren gewechselt, deren Handlung beschrieben wird. Nur sehr selten wird dieser Stil durch Briefe unterbrochen. Ungefähr zwei- bis dreimal.

Die Handlung beginnt sehr spannend und macht neugierig. Leider hält sich das Interessante und Spannende nicht bis zum Ende durch. Gerade das dritte Buch war für mich eher enttäuschend, da hier zu viele Übertreibungen stattfinden und alles sehr unrealistisch wirkt. Des Öfteren konnte ich die Handlungsweisen der Charaktere nicht nachvollziehen. Trotzdem hatte das Ende noch eine restliche Spannung, die jedoch eindeutig nachgelassen hat. Ich möchte an dieser Stelle natürlich nicht zu viel vom Inhalt verraten, deswegen werde ich nicht weiter darauf eingehen, was genau ich übertrieben und unrealistisch fand. Außerdem wiederholten sich viele Handlungsstränge in den v
AefKaey, 25.06.2013

Das erste, was mir an diesem Buch aufgefallen ist, ist das farbenfrohe Cover mit seinem doppelten Rückseitenumschlag,
der auch den Schnitt schützt und teilweise als Lesezeichen genutzt werden kann. Ein großer Tukan auf einem Ast, ein Schiff hinter Palmen und ein verheißungsvoller Titel lassen mich auf einen exotisch angehauchten Roman schließen:

Das Fernweh treibt den jungen Frankfurter Bankierssohn Albert Gothmann jun. nach Uruguay. In Montevideo rettet er die junge, lebensdurstige Rosa de la Vegas aus den Fängen von Halunken, die von ihrem Vater Alejandro die Herausgabe von Argentiniern, die in seinem Haus ein und ausgehen, fordern wollen. Rosa, die der Verheiratung mit dem viel älteren Ricardo del Monte entgehen will, stellt Albert ihrem Bruder Julio vor und der hat, um seine Geschäfte mit Deutschland zu intensivieren, einen grandiosen Plan: Rosa soll Albert heiraten. Als Albert nach der Hochzeit mit seiner jungen Frau nach Frankfurt zurück kommt, ist sein Vater verstorben und er muss als sein Erbe die Geschäfte des Bankhauses wahrnehmen. Sprachlosigkeit und das Unvermögen sich einander anzupassen lassen zwischen den jungen Eheleuten mit der Zeit eine tiefe Kluft entstehen, die auch die Geburt der kleinen Tochter Valeria nicht zu kitten vermag...

In "Die Rosen von Montevideo" verweben sich die Geschicke der Familie de la Vegas aus Uruguay und der Bankiersfamilie Gothmann aus Frankfurt. Die Geschichte um Albert und Rosa ist die erste von drei Geschichten in dieser Familiensaga, in der es vor allem um starke und eigenwillige Frauen geht, die mit allen Mitteln versuchen, ihren Weg zu gehen bzw. ihren Kopf durchzusetzen. Die Erzählungen sind nicht in sich abgeschlossen, sondern greifen jeweils auf die nächste Generation über und die bereits bekannten Personen tauchen immer wieder im Geschehen auf. Aber vor allem die Frauen beiderseits des Ozean werden mit für mich einfach zu vielen negativen Eigenschaften, wie Neid, Missgunst und Dummheit ausgestattet, so dass es mir sehr schwer fällt Sympathien aufzubauen. Die immer gleichen Fehler, welche die Hauptprotagonistinnen in den drei Generationen machen, lassen die einzelnen Geschichten recht vorhersehbar erscheinen. Manche kleinen Episoden finde ich persönlich zu sehr konstruiert und zu unwirklich.

Sehr gut gefallen haben mir verschiedene Beschreibung von Land und Leuten in Uruguay und Paraguay, die ein kleines bisschen Exotik, auf die ich sehnsüchtig gewartet habe, gebracht haben. Auch die Schilderungen der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Uruguay und Paraguay, von denen ich bisher nichts wusste, habe ich gespannt verfolgt.

Alles in allem hat Carla Federico einen Roman geschrieben, in den ich durch die detaillierte Beschreibung der Personen schnell hinein gefunden habe. Eine leichte und flüssige Schreibweise hat mich das Buch, ideal als leichte Lektüre für Zwischendurch, ziemlich schnell durchlesen lassen. M
Gaby Hochrainer, 25.06.2013

Zwei Familien, eine Kaufmannsfamilie aus Montevideo und eine Bankiersfamilie aus Frankfurt, werden durch eine Heirat
verbunden. Wir verfolgen deren Schicksal über drei Generationen von 1829 bis 1889. Die Handlung spielt abwechselnd im biedermeierlichen Frankfurt oder in Uruguay.

Die Frauen der Familie de la Vegas aus Montevideo sind temperamentvoll und lebenslustig, was in der vornehmen Gesellschaft als unpassend empfunden wird. Das sorgt neben der Tatsache, dass sie sich charakterlich, oder von der gesellschaftlichen Stellung her, schwierige Männer aussuchen, für Wirrungen, Abenteuer und einiges Leid. Tochter und Enkelin wiederholen die Fehler der Mutter, werden verstrickt in die Kriegsereignisse zwischen Uruguay, Paraguay und Argentinien.

Die Geschichte ist abenteuerlich, spannend, geprägt von sehr viel Leid.
Und da setzt auch meine Kritik an. Jede Menge Leid über 770 eng bedruckte Seiten. Man liest, leidet mit und denkt: Muss denn da jeder alles falsch machen? Kann nicht wenigstens eine der vielen Frauen ein klein wenig Glück haben? Es gibt tatsächlich zwei Klavierlehrer und einen Goucho, die für Verwirrung sorgen und bei denen man von vorne herein weiß, das gibt nur Ärger.
Genau so konsequent, wie das allgemeine große Leid, fügt sich gegen Ende alles zum Guten, was dann auch wieder erstaunt. Das ist für meinen Geschmack zu schwarz-weiß und zu geplant. Da hätte ich mir ein paar Grautöne gewünscht.

Alles in Allem eine spannende Familiensaga, die viel Hintergrundwissen über die Geschichte Uruguays vermittelt. Ein dicker Schmöker zum Abtauchen, wenn man gelegentliche logische Schnitzer ignoriert.
Sursulapitschi, 25.06.2013


"Die Rosen von Montevideo" erzählt die Geschichte von drei Generationen im Wandel der Zeit. Dementsprechend ist das Buch in drei Teile gegliedert, die jedoch nicht gänzlich in sich abgeschlossen sind, sondern ineinander übergreifen.
Zunächst stehen Rosa und Albert im Mittelpunkt des Geschehens. Rosa entstammt einer wohlhabenden Familie Montevideos. Ihr Vater plant, sie an einen älteren Mann zu verheiraten - sehr zum Missfallen Rosas. Kurzentschlossen flieht die lebenslustige junge Dame, kommt aber nicht weit, denn sie wird von Feinden ihres Vaters aufgegriffen. Rosa kann sich glücklich schätzen, dass der Frankfurter Bankierssohn Albert Gothmann, der zur Zeit auf Geschäftsreise in Montevideo ist, zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und sie rettet. Bei dieser einen Begegnung bleibt es nicht. Trotz ihrer Unterschiedlichkeit heiraten die Beiden. Albert will Rosa nun seiner Familie in Deutschland vorstellen, doch die Dinge entwickeln sich anders als geplant. Als Alberts Vater stirbt, übernimmt Albert die Führung der Bank. Er hat immer weniger Zeit für Rosa, die sich fortan in der fremden Kultur alleine zurechtfinden muss. Doch in Frankfurt ist und bleibt sie eine "Exotin", zumal von Seiten der Schwägerin und der Schwiegermutter keine Hilfe zu erwarten ist. Die Ehe besteht fast nur noch dem Papier nach und steht infolge eines Unglücks vor einem großen Abgrund.
Wird es der Tochter, Valeria, anders ergehen? Valerias und Claires Geschichte führt uns zurück nach Montevideo. Valeria will nur noch weg aus Deutschland, wo alles sie an die Lieblosigkeit ihrer Eltern erinnert. Tatsächlich dauert es nicht lang und Valeria verliebt sich. Die Umstände sind allerdings äußerst unglücklich....
Ob es der dritten Frauengeneration, Carlita und Tabitha anders ergeht, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten. 

Die Familiensaga spielt in Uruguay, Frankfurt und Paraguay und umfasst die Zeitspanne von 1829-1889. Der Sprachstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Geschichtliche Hintergrundinformationen sind gut in die story eingebettet. Die Charaktere sind sehr lebendig, wenn auch zum Teil überspitzt gezeichnet. Als Sympathieträgerin habe ich eher Esperanza, eine Nebenfigur, empfunden. Für meinen Geschmack hätte das Buch gerne etwas mehr Exotik beinhalten dürfen. Das Cover weckt die Erwartung, dass man diesbezüglich gut bedient wird, doch über weite Strecken ist die Exotik eher impliziter Natur. Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die zahlreichen Parallelen zwischen den Generationen sowie ein "Schachzug", der sein Übriges zur Überfrachtung des Generationenromans tut. Nichtsdestotrotz habe ich den Roman sehr gerne gelesen und fühlte mich gut unterhalten. 
Britta Kalscheuer, 25.06.2013

Die Rosen von Montevideo von Carla Federico erzählt die Geschichte einer Familie über mehrere Generationen, wobei die
Hauptcharaktere jeweils die Frauen sind. Sie spielt in Uruguay und Deutschland im 19. Jahrhundert und ist beim Knaur Taschenbuch im Juni 2013 erschienen. Der Roman ist ein richtiger Schmöker mit seinen 774 Seiten und der Schreibstil der Autorin verleitet den Leser gerne weiterzulesen.
Die Familiensaga beginnt mit der Geschichte von Rosa, einer jungen, stolzen Frau aus reicher Familie, die nicht mit der Bräutigamswahl ihres Bruders und Vaters einverstanden ist und deshalb aus dem Haus der Familie in Montevideo flüchtet. Dabei gerät sie in Schwierigkeiten und trifft auf den jungen Bankierssohn Albert aus Frankfurt. Es kommt zu engen Verflechtungen der zwei Familien und die Geschichte zieht sich bis hin zu den Enkelkindern, Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Das Buch ist in drei Bücher unterteilt, das 1. erzählt die Geschichte Rosas, das 2. die Geschichte ihrer Tochter Valeria und das 3. erzählt die Geschichte der Zwillinge Carlota und Tabitha. Dadurch verlagert sich jeweils der Schwerpunkt der Geschichte auf die nächste Generation und dem Leser tun sich immer mehr Parallelen in den unterschiedlichen Leben auf, dass es doch etwas zu viel des Guten wird.
Das Buch ist eine nette Lektüre für Zwischendurch für Leser, die gerne historische Romane mit Familiensaga kombiniert lesen und nicht jedes Detail genau unter die Lupe nehmen wollen.
Nicole Müller, 25.06.2013

Ich hatte ein ganz klein wenig Mühe mich in die Geschichte einzufinden, denn ich lese nicht so oft historische Romane.
Doch schon nach den ersten ca. 50 Seiten war ich vollkommen in die Geschichte versunken. Das lag nicht zuletzt an der wunderbar lebendigen Schreibweise der Autorin. Sie erschuf wundervolle Landschaften und bettete die Figuren und ihre Geschichte gekonnt ein.
Mit Uruguay und Deutschland wurden zudem Spielstätten gewählt, die zwar durch den aufkeimenden Handel mit den Europäern einige Gemeinsamkeiten hatten, aber auch viele Unterschiede aufwiesen.
Lässt man den Prolog mal bei Seite, begleitete ich die Familien de la Vega und Gothmann über drei Generationen hinweg, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Geschichte der Frauen gelegt wurde. Sie wirkten fast alle recht emanzipiert, was für die damalige Zeit (1847-1889) ungewöhnlich war. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie es in der damaligen Gesellschaft recht schwer hatten.
Umso bedrückender nahm ich ihr Leben und ihre Schicksale wahr.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt für meine Begriffe in der Darstellung der Gesellschaft. Die Autorin hat es gut geschafft die Kluft zwischen Arm und Reich zu veranschaulichen ohne zu beschönigen, aber auch ohne unnötig auf die Tränendrüse zu drücken. Man nimmt ihr ab, dass es damals genau so gewesen ist.
Besonders gut dargestellt fand ich auch die Begebenheiten, als sich Uruguay 1864-1870 im Tripel-Allianz-Krieg befand. Dieser Teil war nicht nur interessant, sondern auch sehr spannend. Trotz der guten und vielfältigen Hintergrundinformationen überlagerte das Kriegsgeschehen aber nicht den roten Faden, der sich durch die Geschichte zog.

Ein paar kleine Ungereimtheiten gab es besonders zum Ende hin dann doch, aber das konnte den positiven Gesamteindruck nicht schmälern.
Ein wunderbar bildgewaltiger, lebendiger, historischer Roman, der Fernweh weckt.
Tanja Geyer, 24.06.2013

Gut lesbares Buch

Dirk Hollenbach, 24.06.2013

Das Buch ist trotz seiner knapp 800 Seiten so rasant gelesen als wären es einige hundert weniger. Man ist sehr schnell
in der Handlung drin und das Buch liest sich quasi von alleine, den leider stellt es wenig Anspruch an seine Leser/innen. Ehrlich gesagt hatte ich meine Erwartungen doch recht hoch angesetzt und bin erstaunt über die vielen Längen und das ganze Wirrwarr. Manches hätte eingespart werden können und einiges musste natürlich um dem Ganzen einen Sinn zu ergeben ausgefeilt und ausgiebig beschrieben werden. Ich will nicht sagen, ich hätte mich gelangweilt, aber so ganz konnte mich "Die Rosen von Montevideo" leider nicht überzeugen. Ich müsste schon reichlich spoilern um meine Meinung zu unterstreichen, aber Ziel und Sinn einer Rezension ist es ja die Neugier zu schüren und nicht das komplette Buch nachzuerzählen, dennoch muss ich das eine oder andere Detail erwähnen um begreiflich zu machen, warum das Buch mich nicht erwärmen konnte.
Im ersten Teil geht es um Rosa, die Albert heiratet um einer anderen Ehe mit einem viel, viel älteren Mann zu umgehen. Am Anfang herrscht große Leidenschaft zwischen den Eheleuten, die durch ein Unglück in Eiseskälte umgewandelt wird. Schlimm daran ist, das sie auch ihrer Tochter Valeria um die es dann im zweiten Buch gemeinsam mit ihrer Cousine Claire geht nicht die Liebe entgegenbringen können, die ein Mensch braucht um gesund aufzuwachsen. Valeria flieht nach Uruguay in die Heimat ihrer Mutter und verliebt sich. Alles schön und gut und eigentlich auch genau das, was Frauen von einem Schmöker / Schmonzette (☺) erwarten, aber zwischendurch wurde so dick aufgetragen, das es schon wieder unheimlich kitschig wirkt. Den dritten Teil spare ich mir, denn hier würde ich richtig fett spoilern müssen. Ich will es mir einfach verkneifen, denn im Prinzip ist der dritte Teil derjenige, der alle wieder zusammenführt, die voneinander getrennt waren. Hier trieft das Buch vor Kitsch und Schmalz, aber dennoch ist das der Teil der mir am besten gefallen hat, denn Aussöhnung empfinde ich auch in meinem Leben ganz wichtig und wenn das Buch im Streit geendet hätte, wäre ich wahrscheinlich noch unzufriedener gewesen. So kann ich dem Buch unbesorgt weiterempfehlen, denn für laue Sommerabende an denen das Denken schwer fällt ist es wunderbar sich nach Südamerika zu begeben und eine ganz andere und besondere Kultur zu erleben. Für mich, die viel Kontakt hat zu Paraguayern und Uruguayern war es wirklich interessant das Land und Leute beleuchtet zu sehen. Auch den Krieg und die Umstände die dazu geführt haben waren hochgradig interessant. Das ganze Drumherum war wirklich kostbar, aber die Liebesgeschichten die gewebt wurden konnten mich leider nur halbwegs begeistern, daher überlasse ich es euch, ob ihr euch darauf einlassen wollt oder eben auch nicht.
Melanie, 24.06.2013

Eine perfekte Sommerlektüre für Terrasse, Balkon, Strand..., die mit vielen unerwarteten Wendungen aufwartet - denn
einmal in dessen Bann gezogen, mag man das Buch kaum mehr aus der Hand legen
sabine schneider, 24.06.2013

Inhaltsangabe:
Montevideo 1843. Der Frankfurter Bankierssohn Albert Gothmann verliebt sich Hals über Kopf in die lebenslustige Rosa, Tochter einer der ältesten spanischen Familien Uruguays. Doch ihre Liebe zwingt sie zum Verzicht auf ihre Heimat, ein Schicksal, das fortan alle Nachfahrinnen ihrer Familie teilen. Sind die Frauen stark genug, um für ihre Leidenschaft zu kämpfen?

Das Cover:
Ich mag Rot- und Orangetöne gerne, daher hat mich das Cover sehr angesprochen. Die Mischung aus wilder Natur – ein breiter Fluss mit üppiger Vegetation sowie einem Urwaldvogel - und auch der erwünschte Fortschritt in Form eines Schiffes stellen die damalige Situation Uruguays sehr gut dar. Mich hat dieses Cover neugierig auf die Geschichte gemacht, die in diesem Buch erzählt wird.
Besonders toll gelungen finde ich den "Spezial"-Umschlag (doppelte, geknickte Buchrückenseite) der zum einen als Lesezeichen dienen kann, zum andern die Seiten schützt!
Meine Zusammenfassung:
Bei „Die Rosen von Montevideo“ handelt es sich um eine Familiensaga über drei Generationen. Die Lebenswege der Familie Gothmann aus Deutschland und der Familie de la Vegas aus Uruguay kreuzen sich in Montevideo. Frau Federica erzählt uns in ihrem Roman von den Erlebnissen und Schicksalen dieser sowie der beiden Folgegenerationen. Dabei wechseln sich die Schauplätze Südamerika und Deutschland ab.

Meine Meinung:
„Die Rosen von Montevideo“ ist innerhalb des Romans in drei Bücher gegliedert, wobei jede Generation ihr eigenes Buch bekommt. Allerdings sind diese Bücher nicht in sich abgeschlossen sondern greifen ineinander über und sind über die älteren Generationen miteinander verknüpft.
Der Schreibstil des Romans ist sehr flüssig und er lässt sich sehr leicht lesen. Das Buch ist ideal für den Feierabend nach einem anstrengenden Tag, wenn man abschalten und leichte Lektüre lesen möchte.
Das Geschehen wird gut verständlich beschrieben, auch die Charaktere werden gut eingeführt, sodass man der Handlung sehr gut folgen kann. Ich war sofort in der Geschichte drin und hatte auch schnell herausgefunden, welche Figuren ich mochte und welche nicht. Leider hatte keine der Hauptfiguren meine Sympathien gewonnen. Einige Nebendarsteller mochte ich richtig gerne und mit ihnen fieberte ich teilweise auch mit. Allerdings sollte einem dies meiner Meinung nach doch eher wenigstens mit einem der Hauptträger der Geschichte so gehen. Aber diese Charaktere enttäuschten mich des Öfteren. Jeder für sich isoliert betrachtet war akzeptabel mit seinen extremen Eigenschaften und Verhaltensweisen. Aber diese vielen extremen Typen bei den Hauptdarstellern machten die Geschichte unglaubwürdig und nahmen ihr die Authentizität.
Ebenso übertrieben empfand ich einige Szenen der Geschichte, die sehr an den Haaren herbei gezogen wirkten. Sicher, es ist ein Roman und der Kreativität sind keine Grenzen g
Irve, 23.06.2013

Gesellschaftsroman von epischer Breite und emotionaler Tiefe! Unbedingt lesenswert!

Viktoria Schuster, 23.06.2013

Gesellschaftsroman von epischer Breite und emotionaler Tiefe! Unbedingt lesenswert!

Viktoria Schuster, 23.06.2013

Klappentext:
Montevideo 1843. Der Frankfurter Bankierssohn Albert Gothmann verliebt sich Hals über Kopf in die lebenslustige Rosa, Tochter einer der ältesten spanischen Familien Uruguays. Doch ihre Liebe zwingt sie zum Verzicht auf ihre Heimat, ein Schicksal, das fortan alle Nachfahrinnen ihrer Familie teilen. Sind die Frauen stark genug, um für ihre Leidenschaft zu kämpfen?

Die Familiensaga von Carla Federico führt uns an wunderschöne Schauplätze - die gegensätzlicher nicht sein könnten. Hauptschauplatz ist Montevideo, aber auch Frankfurt, ein Landhaus im Taunus und einige weitere Orte/Plätze in Paraguay spielen im Buch eine Rolle.

Wir dürfen in einem Zeitraum von ca. 50 Jahren drei (eigentlich vier, wenn wir den Prolog mitzählen) Generationen von Frauen begleiten, die alle das gleiche Schicksal teilen: Fernab der Heimat versuchen sie ihrem Glück hinterher zu laufen statt ihm entgegen zu gehen. Die Geschichte dreht sich immer wieder um Liebe, Hass, Neid, Eifersucht, Krieg, Elend, Verbrechen... und unsere Protagonistinnen begegnen den Herausforderungen mit oft derselben Taktik. Genau das ist der Knackpunkt an diesem Roman, warum er statt 5 nur 4 Sterne von mir erhält. Wären nicht immer diese Wiederholungen, die den Lesefluss etwas hemmen, ich hätte 5 Sterne vergeben.

Die Autorin verwendet in der Saga einen der Zeit angepassten Sprachstil, der an manchen Punkten etwas gekünstelt und übertrieben wirkt, aber alles in allem ist dieses Buch wunderbar zu lesen.

Eine perfekte Sommerlektüre für Terrasse, Balkon, Strand..., die mit vielen unerwarteten Wendungen aufwartet. Allerdings sollte man wegen des Umfangs (784 Seiten) auf eine Leselotte oder gar die ebook-Variante zurückgreifen - denn einmal in dessen Bann gezogen, mag man das Buch kaum mehr aus der Hand legen.
Jasmin Krieger, 22.06.2013

Herzallerliebst :)
"Wir alle sind ein wenig wie Rosen: wir können wunderbar blühen und duften, aber auch welken und haben unsere Stacheln." Solche wunderschönen Metaphern lassen sich in diesem Buch viele finden. Es überzeugt aber nicht nur mit seinem außergewöhnlich schönen sprachlichen Stil, sondern mit seiner spannenden, tollen Geschichte. Es ist die Geschichte von 6 Frauen, beginnend bei Valeria im Jahre 1847, ihrer Tochter Rosa, deren Tochter Valeria und deren Cousine Claire und endet im Jahre 1889 mit der Geschichte der Schwestern Carlota und Tabitha, den Töchtern Valerias. Sie entführen uns in atemberaubende exotische Schauplätze Uruguays und Paraguays, aber auch nach Frankfurt. Die Frauen sind verzweifelt auf der Suche nach dem großen Glück und der Liebe. So müssen sie sich nicht nur nur gegen ungewollte Eheschließungen wehren, dem Heimweh fernab der geliebten Heimat trotzen, oder um die große Liebe kämpfen, sondern sie finden sich auch in einer Welt wieder, in der sich die historischen Ereignisse überschlagen. Es ist die Kolonialzeit, in welcher die Frauen den Gefahren der Bürger- und Kolonialkriege Südamerikas ausgesetzt sind. Wer genaueres über die geschichtlichten Hintergründe und das Leben der sechs Frauen erfahren möchte und wissen will ob sie ihr Glück finden und wie es sich am Ende gar gestaltet, sollte dieses Buch lesen!!!! Ein packendes, dramatisches und atemberaubendes Finale setzt dem Lesevergnügen noch eine gewaltige Krone auf.
Ich kann das Buch wirklich empfehlen! Es beginnt etwas lahm, aber die Geschichte entwickelt sich zunehmends, aufgrund vieler unerwarteter Wendungen, Überraschungen und empörenden Situationen.
Einziger Kritikpunkt ist, dass einige Personen etwas farblos bleiben. Aber alles in allem handelt es sich hierbei um ein wirklich lesenswertes Buch mit einer tollen Geschichte!!!
Goldstueck90, 21.06.2013

Ich hatte das große Glück vom Verlag eine Ausgabe mit persönlicher Widmung von Carla Frederico zu gewinnen.
Familiensagas, noch dazu mit historischem Hintergrund, lese ich für mein Leben gerne.

Die Autorin erzählt uns eine wunderschöne Geschichte. Dreh- und Angelpunkt ist die Stadt Montevideo. Nebenschauplätze finden wir in Deutschland und Paraguay. Die Frauen in der Familie spielen hierbei eine sehr große Rolle. Einige davon könnten fast Vorreiterinnen der Emanzipation sein. Es kommen viel Liebe und noch mehr Fehler, teils aus falsch verstandener Liebe, darin vor.

Es gibt Entführung, Flucht, Mordanschläge und Krieg. Somit ist auch ausreichend für Spannung gesorgt.

Wir dürfen 3 Generationen auf ihrem Lebens- oder Leidensweg begleiten. Aus diesem Grund hat die Autorin den Roman in 3 Bücher unterteilt.

Carla Frederico hat einen sehr schönen, flüssigen Schreibstil. Sie versteht es uns das Kriegsmotiv zu veranschaulichen, ohne die eigentliche Geschichte zu vernachlässigen, also rundum gut einzubetten. Die Kluft zwischen Ober- und Unterschicht sie ebenfalls sehr gut verdeutlichen, ohne dabei schulmeisterlich zu wirken. Die Charaktere werden gut von ihr gezeichnet. Carla Frederico fängt ihre Leser sofort ein, man fühlt und leidet mit den Protagonisten, manchmal möchte man direkt eingreifen.

Der Werdegang der Familie und das eingefügte Zeitgeschehen haben mich fasziniert.

Jetzt komme ich leider zu dem Punkt, an dem ich eine kleine Kritik anbringen muss.
Das Leben und die Charaktere der Protagonisten sind so facettenreich, das mir durch die großen Zeitsprünge viel an wissenswerten Informationen "vorenthalten" wurden.

Die Idee jeder Generation in dem Roman ein "Buch" zu widmen, war in meinen Augen zu klein gedacht. Carla Frederico besitzt so viel Phantasie, dass sie locker für jede Generation ein Buch mit guten 700 Seiten hätte füllen können. Dies hätte bestimmt vielen Leser/innen große Freude bereitet.

Die letzten Kapitel des Buches sind, durch das komprimieren in einem Buch, meiner ganz persönlichen Meinung nach viel zu überladen. Es passiert zu viel, in zu schneller Abfolge und man hätte gerne noch mehr Informationen über das ganz genaue wie und warum.

Lesenswert ist das Buch aber auf jeden Fall. Meine Meinung soll auf keinen Fall irgend jemanden davon abhalten das Buch zu kaufen. Ich habe es gerne gelesen.
Birgit Seibold, 21.06.2013

Zum Inhalt:
Uruguay im 19. Jahrhundert: Rosa wächst mutterlos in Montevideo auf. Als sie 18 ist, soll sie verheiratet werden, doch sie widersetzt sich dem Willen ihres Vaters und ihr gelingt es den deutschen Albert Gothmann zu heiraten, der sie nach der Hochzeit mit nach Deutschland nimmt. Doch manche Blumen lassen sich nicht so leicht versetzen, auch Rosa hat es in Deutschland schwer und Albert ist ihr keine Hilfe. So nimmt das Schicksal ihren Lauf und nicht nur Rosa wird darunter leiden, sondern auch die Generationen nach ihr.
Carla Federica, alias Julia Kröhn, packt in diesen Roman die Schicksale dreier Generationen. Die Geschichte beginnt im Jahre 1829 und endet 1889. Dabei fließt nicht nur die historische Geschichte Uruguays mit ein, die Hauptstadt Montevideo, sondern auch die deutschen Städte Frankfurt und Hamburg und der Taunus .

Meinung:
„Die Rosen von Montevideo“ ist ein Liebesschmöker mit vielem falschen Stolz, Irrungen, Wirrungen, Liebe, Hass und vor allem mit zu vielen Geheimnissen zwischen den Protagonisten untereinander. Durch fehlende Bereitschaft mit dem jeweiligen Partner zu reden entstehen schicksalhafte Wendungen.
Zwar gibt es einige Punkte, an denen ich die Geschehnisse nicht ganz nachvollziehen konnte, an denen mir die Frauen in Südamerika im 19. Jahrhundert auch viel zu emanzipiert und draufgängerisch reagiert haben (vor allem in der „Summe“), aber lassen wir der Autorin die dichterische Freiheit hier einen fast 800 Seiten Schmöker mit Leben und Action zu füllen.
Die Frauen der drei Generationen sind sich im Verhalten sehr ähnlich , alle sind wie Rosa am Ende zitiert „ein wenig wie Rosen – sie können wunderbar blühen und duften, aber auch welken und haben ihre Stacheln“. Keine Generation lernt von der nächsten, jeder Fehler wird wiederholt.

Abschluss:
Am Ende hätte ich dem Roman gerne 3,5 Sterne verliehen, aber da das nicht geht und ich die 800 Seiten in kurzer Zeit verschlingen konnte, bekommt das Buch abschließend 4 Sterne.
An zukünftige Leser eine Bitte: erwartet hier keinen herausragenden historischen Roman, sondern nehmt ihn als Familiensaga mit historischem Hintergrund in einem exotischen Land, ein Liebesroman für zwischendurch.
vielleser18, 20.06.2013

Die Rosen von Montevideo spielt hauptsächlich im Uruguay und Deutschland des 19. Jahrhunderts. Die Autorin Carla
Frederico beschreibt die historischen Vorgänge dieser Zeit sehr umfassend und gibt so einen guten Einblick in die Zeit in der das Buch spielt. Auch die Landschaft in Südamerika ist meiner Meinung nach gut beschrieben. Sobald es um kleinere räumliche Einheiten geht, werden die Beschreibungen der Handlungsorte etwas karger.

Da Die Rosen von Montevideo eine Familiensaga ist die sich über mehrere Generationen spannt, gibt es mehrere Hauptfiguren. Anfangs konnte ich mich noch gut in die Lage der ersten Hauptfigur Rosa hinein versetzen, aber je weiter die Geschichte voranschritt und je mehr Figuren dazukamen, desto schwerer fiel es mir mich mit den Figuren zu identifizieren. Außerdem fällt auf, dass die Figuren sich sehr ähnlich (wenn nicht schon stereotyp) sind. Das lässt sich allerdings nicht nur durch Verwandtschaft erklären. So sind sich zum Beispiel Albert, Luis und Antonio von ihren Eigenschaften her wirklich sehr ähnlich, obwohl nur Luis und Antonio miteinander verwandt sind. Ähnliche Parallelen lassen sich auch bei den Frauen ziehen.

Was die Parallelen betrifft, so gab es von diesen in der Handlung mehr als genug. Anfangs war die Verwendung von Parallelen wirklich ein gelungenes Stilmittel, das ich sehr zu schätzen wusste. Mit der Zeit wurden diese Parallelen jedoch zur Qual und eigentlich nur noch langweilig. Hier ist weniger oft mehr.

Generell muss ich sagen, dass Die Rosen von Montevideo für meinen Geschmack wohl zu viel auf einmal versucht haben. Die Mischung aus Liebesgeschichte, Drama, Historienroman und Familiensaga hat mich einfach überwältigt. Hier wäre locker Stoff für drei Bücher vorhanden gewesen. Ich will damit nicht sagen, dass mir das Buch gar nicht gefallen hat. Es hat mich vor allem im ersten Drittel gut unterhalten und auch die historischen Hintergrundinformationen waren sicher gut recherchiert.

Mein Fazit: Ein Roman für historisch Interessierte die drei Generationen junger Frauen auf ihrem holprigen und und von Parallelen geprägten Kampf ums Glück begleiten wollen.
Darklittle, 20.06.2013

Die Rosen von Montevideo ein historischer Roman von Carla Federico (alias Julia Kröhn).

Das Buch ist sehr schön gestaltet, der Umschlag kann sowohl vorne wie hinten ausgeklappt werden. Das Cover gefällt mir mit den in Orange gehaltenen Tönen und dem Dschungel, dem Schiff und dem exotischen Tukan sehr gut und weckt meine Sehnsucht nach fernen Ländern.

Vorab ein sehr schönes Zitat, das im Buch sowie auch auf dem rückwärtigen Klappumschlag steht:
> Wir alle sind ein wenig wie Rosen, wir können wunderbar blühen und duften, aber wir haben auch unsere Stacheln. <

Zum Inhalt:
Die Geschichte ist in 3 Teile aufgeteilt.

1. Buch 1847-1851 (Rosa : die Exotin)
Hier geht es hauptsächlich um Rosa und Albert.
Rosa soll gegen ihren Willen verheiratet werden. Sie flüchtet aus ihrem Elternhaus in Montevideo, dabei wird sie gefangen genommen.
Durch einen Zufall kommt der Sohn eines Deutschen Bankiers, Albert, vorbei und verhilft ihr zur Flucht. Es entwickelt sich eine kurze Romanze.
Dann geht alles sehr schnell und als seine Frau kommt Rosa nach Deutschland.
Von den wenigen Verwandten wird sie nicht gerade freundlich aufgenommen, und weil Alberts Vater gestorben ist, und er sich um die Bank kümmern muss steht Rosa plötzlich alleine in einem fremden Land.
Als sie nach schweren Depressionen durch den Musiklehrer Fabien wieder Freude am Leben findet, wird ihr durch Missgunst ein Verhältnis zu diesem angedichtet und es kommt zu einer Katastrophe die eine unüberbrückbare Kluft zwischen sie und Albert reißt.

2. Buch 1866-1870 (Valeria + Claire)
In diesem Teil kommt jetzt die nächste Generation. Valeria die Tochter von Rosa und Claire die Tochter von ihrer Schwägerin. Die beiden wachsen fast wie Schwestern auf und stehen sich auch so nahe.
Doch sind sie sehr unterschiedlich. Claire reist mit dem Schiff mit ihrem Vater nach Montevideo, Valeria schleicht sich, fürs erste, als blinder Passagier aufs Schiff und kommt so auch nach Montevideo.
Hier wiederholt sich für Valeria in gewisser Weise das Schicksal, sie wird gefangen genommen und entführt. Dabei muss sie unglaubliches ertragen, aber sie lernt auch Valentin kennen. – Kann aus den Beiden etwas werden?
Claire will verzweifelt auch an der Suche teilnehmen und trifft so auf Luis, einen sehr pflichtbewussten Polizisten. Auch hier entwickelt sich eine schwierige Liebesgeschichte.
Dieser Teil ist sehr dramatisch.

3. Buch 1888-1889 ( Carlota + Tabitha)
Nun ist wieder eine Zeitspanne übersprungen und die nächste Generation ist am Zug.
Es gibt wieder einige Parallelen zu den Eltern bzw. Großeltern.
Einige Erklärungen zu vergangenen Zeiten und Handlungen und am Schluss ein phänomenaler „Showdown“ bei dem ich dachte: das ist ja fast zu viel.


Meine Meinung:
D
Gerlinde Reiter, 20.06.2013

Der starke Roman um das Leben von drei Frauengenerationen der Familie de la Vega und Gothmann zwischen Montevideo und
Frankfurt beginnt im Jahr 1843 in Uruguay. Dort lernt die temperamentvolle Rosa den pflichtbewussten Bankierssohn Albert kennen. Er ist ihre Chance einer von ihrem Vater arrangierten Ehe zu entkommen und so lässt sie sich auf eine Hochzeit mit Albert und das Leben im fremden Frankfurt ein. Doch leider bringt diese Entscheidung ihr nur wenig Glück. Im kalten Deutschland wird sie schwermütig und hegt immer mehr Groll gegen ihren Ehemann. Dies bekommt auch ihre kleine Tochter Valeria zu spüren, die unter dem unterkülten Verhältnis ihrer Eltern zu einander und ihr gegenüber leidet. Dies beeinflusst nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Cousine Claire sowie ihrer zukünftigen Töchter. Eine Geschichte die das Leben starker Frauen im Wandel der Zeit betrachtet.

Der Roman von Carla Federico ist mitreißend und gefühlvoll zu gleich. Durch den leicht zu lesenden Schreibstil und dem durchgängigen Lesefluss taucht man leicht in die Geschehnisse ein und bekommt die Chance mit den Frauen mitzufühlen. Wenige logische Fehler oder Ungereimtheiten mindern dabei das Lesevergnügen nicht im mindesten. Nur die sich wiederholenden Verhaltensmuster können zum Ende hin leicht ermüden.

Vor allem die de la Vega Frauen bzw. deren Nachkommen sind durch gesteigertes Temperament und impulsives Handeln gekennzeichnet. Oft gehen sie ihren eigenen Weg ohne auf die Gefühle oder Schicksale anderer Personen Rücksicht zu nehmen. Anders als sie ist Claire Gothmann, die Cousine Valerias. Sie opfert ihr Glück für die Liebe ihrer Cousine ohne jeglichen Groll für sie zu hegen. Sie ist meiner Meinung nach der stärkste Charakter in diesem Roman.

Die zahlreichen Beschreibungen und unvorhersehbare Schicksalswendungen lassen die knapp 800 Seiten nicht langweilig. Lediglich die sich wiederholenden Handlungsweisen der Protagonisten sind auf Dauer ermüdend. Obwohl dies eher an der Empörung, die diese Handlungen auslöst, liegt und bei mir als Leser auf Unverständnis stößt. Trotz dessen ein pures Lesevergnügen, dass einem nicht nur die Geschichte und die Landschaft Uruguays näher bringt, sondern auch Lust auf mehr macht.
sarlan, 17.06.2013

Dieser Roman ist in drei verschiedene Bücher unterteilt, in denen unterschiedliche Figuren die jeweiligen Hauptfiguren
darstellen.

Das erste Buch handelt von Rosa und Albert, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Rosa lebt bei ihrer reichen Familie in Montevideo und soll verheiratet werden. Allerdings hat ihr Vater sich einen alten Mann als zukünftigen Ehemann für seine Tochter ausgesucht, den diese nicht heiraten will.
Also beschließt sie, zu fliehen.
Albert Gothmann ist der Sohn einer deutschen Bankiersfamilie und reist nach Montevideo, um den Handel zwischen den Ländern voranzutreiben.
Als er dabei ist, die Stadt zu erkunden, trifft er auf Rosa, die entführt werden soll.
Um ihre Dankbarkeit für die Rettung zu zeigen, begleitet Rosa Albert durch die Stadt.
Durch einen geschickten Schachzug von Rosas Bruder Julio gibt der herrische Vater Alejandro sein Einverständnis, dass Rosa Albert heiraten darf.
Daraufhin reist Rosa mit Albert in seine Heimat nach Deutschland.
Im zweiten Buch geht es um Valeria, die Tochter von Rosa und Albert, sowie deren Cousine Claire.
Das dritte Buch schildert das Leben der jüngsten Gothmann-Generation.

Der Schreibstil von Carla Federico gefällt mir gut.
Auch wenn zwischendurch immer wieder geschichtliche Hintergrundinformationen einfließen, sind sie doch meist sehr gut eingebettet.

Insgesamt gefallen mir die verschiedenen, vor allem weiblichen Figuren, gut.
Meine Sympathien zu den einzelnen Personen schwankten in den unterschiedlichen Büchern. Alle haben Fehler begangen und ihre Ecken und Kanten.
So konnte ich Rosas Verhalten in Deutschland nicht nachvollziehen, da sie sich scheinbar keine Mühe gibt, sich dem neuen Leben anzupassen.
Auch Valeria, ihre Tochter, ist zunächst sehr eigensinnig. Später dann begibt sie sich in große Gefahr, um ihrer Cousine aus Uruguay einen Gefallen zu tun.
Claire ist zu Beginn eher unauffällig, wird im weiteren Verlauf der Geschichte jedoch immer sympathischer und wichtiger für die Handlung.

Das Buch wird überschattet von zahlreichen unglücklichen Liebesgeschichten. Manche finden ein glückliches Ende, andere nicht und bei einer bleibt das Ende offen.

Es wird nicht mein letztes Buch von Carla Federico gewesen sein.
Karithana, 16.06.2013

Ein Kästchen zu oeffnen, voller Erwartung was darin ist und eine wundervolle
Ueberraschung erleben!
Manuela Donath, 15.06.2013

Das Buch fängt nach dem Prolog durch die Flucht der jungen Rosa und das Eingreifen von Albert Guthmann spannend an.
Doch dann flacht es etwas ab. Trotzdem sind die ca 200 seiten interessant, erfährt man doch, wie es Rosa in ihrer neuen 'Heimat' Deutschland ergeht. Als dann íhre Tochter mit Cousine und Onkel nach Montevideo fährt, und dort entführt wird, wird das Buch dann richtig spannend. Am dann, konnte ich es fast nicht mehr aus der Hand legen. Weiter geht es dann noch mit den Nahfahren der Tochter, immer Frauen.
Mir gefiel der Schreibstil recht gut, es war recht spannend und hat mich gefesselt. Ich würde mich wieder dafür entscheiden, habe es an anderer Stelle gewonnen. Auf jeden Fall werde ich auf diese Autorin achten.
Rosemarie Lerchenmüler, 14.06.2013

Die Rosen von Montevideo ist eine Familiensaga über vier Generationen.
Beginn ist 1829, die Familie de la Vegas ist von Spanien nach Montevideo übergesiedelt um dort ein Handelsnetzt aufzubauen.
Valeria wird aber leider nicht glücklich in Uruguay. Ihre einzige Bezugsperson ist Esperanza, ihre Dienerin. Doch bei der Geburt ihrer Tochter Rosa stirbt Valeria.
Das Mädchen wächst mit ihrem Bruder bei ihrem Vater und dessen Schwestern auf.
Als Rosa 18 Jahre ist verlangt ihr Vater Alejandro von ihr, dass sie einen Mann heiratet der älter ist als Rosas Vater.
Doch Rosa weigert sich und als sie in ihrem Zimmer eingesperrt wird gelingt es ihr mit Esperanzas Hilfe zu fliehen.
Sie begegnet dem Deutschen Albert Gothmann der nach Montevideo gekommen ist um Handelsbeziehungen zu knüpfen.
Da auch er für die Familie de la Vegas von Nutzen ist darf Rosa Albert heiraten.
Voller Vorfreude reist Rosa mit ihrem Mann nach Deutschland doch als sie in Frankfurt ankommen erfährt Albert, dass sein Vater gestorben ist und der die Bank übernehmen muss.
Rosa fühlt sich einsam in Frankfurt, auch ihr ist es nicht vergönnt in einem fremden Land glücklich zu werden.
Rosa bekommt auch eine Tochter die sie Valeria nach ihrer Mutter nennt und ihre Schwägerin bekommt fast zur gleichen Zeit eine Tochter namens Clair.
Dies ist nun die 3. Generation die es wieder nach Uruguay verschlägt. Aber auch diesen Frauen ist das Glück nicht vergönnt.
Die 4. Generation sind dann die 2 Töchter von Valeria Carlota und Tabitha.
Aber ich möchte nicht zu viel verraten.
Was für ein Buch. Über 780 Seiten erzählt uns Carla Federico von der Familie de la Vegas und ihren Nachkommen und von fremder Ländern.
Das Buch führt den Leser nach Uruguay, Deutschland und Paraguay.
Erzählt vom Leben und den unterschiedlichen Kulturen der Länder und vom grausamen Allianz Krieg der zu dieser Zeit geherrscht hat.
Carla Federico beherrscht die Kunst die Länder und das Leben so genau zu beschreiben, dass man es sich bildlich vorstellen kann ohne, dass das Buch an irgendeiner Stelle langatmig wird.
Ein sehr zu empfehlender Roman.
Sylvia Hertel, 12.06.2013

das Buch kling ganz nach meinengeschmack;) ich habe mir den download durchgelesen. diees Buch klingt sehr interessant.
echt super geschrieben.
Nadine Haustein, 12.06.2013

„Die Rosen von Montevideo“ ist eine Familiensaga, die den Zeitraum von 1847 bis 1889 umfasst. Es wird die Geschichte
zweier Familien erzählt, zum einen der Bankiersfamilie Gothmann aus Frankfurt und zum anderen der Kaufmannsfamilie de la Vegas aus Montevideo, Uruguay, einer spanischen Einwandererfamilie.

Die 18jährige Rosa de la Vegas, soll verheiratet werden. Ihre Mutter starb bei der Geburt und sie wurde von ihrem strengen Vater und ihren Tanten erzogen. Ihr Vater Alejandro de la Vegas hat ihr Ricardo de Monte ausgesucht, der zwar sehr viel älter ist, aber zu den Colorados gehört, einer Gruppierung, die auch ihr Vater unterstützt. Rosa weigert sich strikt diesen Mann zu heiraten und wird in ihr Zimmer gesperrt um zur Besinnung zu kommen. Ihr gelingt die Flucht, doch fällt sie dabei einigen Blancos in die Hände. Albert Gothmann, der Sohn eines Frankfurter Bankiers ist zum ersten Mal in Montevideo. Bei einem Streifzug durch den Hafen hört er Rosa um Hilfe rufen und rettet sie vor den Entführern. Beide verlieben sich ineinander, heiraten und Rosa fährt mit Albert nach Frankfurt ins unbekannte Deutschland. Ihre Zukunftspläne von Zeit zu Zeit nach Uruguay zu reisen, müssen sie fallen lassen, denn bei ihrer Ankunft erfahren sie, dass der Vater von Albert verstorben ist. Als Nachfolger seines Vaters übernimmt er nun die Bankgeschäfte. Doch wird es der lebenslustigen Rosa gelingen glücklich zu bleiben?

Carla Federico beschreibt die Anstrengungen, die die Frauen der beiden Familien für ihr Glück auf sich nehmen. Sie haben mit Niederlagen, Fehlern und Enttäuschungen zu kämpfen. Gefallen hat mir, dass dieses vor dem Hintergrund der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen in den La-Plata Ländern – Uruguay, Paraguay und Argentinien sowie Deutschland geschah.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig mit einer bildhaften Sprache. Das Cover wirkt auf mich ansprechend und den Klappumschlag finde ich einmalig. Das Buch ist eine angenehme leichte Sommerlektüre für Liebhaberinnen von Familiensagas und für all diejenigen, die sich gern in ferne Länder versetzen möchten.
Renate, 11.06.2013

Noch kenne ich nur die Leseprobe. Rosa, aufgewachsen in Montevideo, Tochter spanischer Auswanderer, will den ihr
zugedachten viel älteren Ricardo nicht heiraten und versucht zu fliehen. Doch schon nach wenigen Metern wird sie gekidnappt und kommt in die Hände der Feinde ihres Vaters.
Laut Klappentext wird sich der Roman vom Anfang des 19. Jahrhunderts durch mehrere Generationen ziehen. Der Anfang hat mich schon einmal gefesselt und auch das Thema, dieses generationsübergreifende Familienschicksal, interessiert mich brennend.
Ich bin gespannt, wie es weiter geht !
vielleser18, 04.06.2013

Ich habe mir die ersten Seiten über die Download-Möglichkeit angeguckt und würde/werde es gern weiterlesen.
Die Heldin ist hier zwar noch etwas naiv aber sie kann sich ja nur entwickeln. In Spanien hätte sie vermutlich noch nicht einmal die Möglichkeit gehabt einer Zwangsehe zu entgehen.
Ich lese gern Romane die die Zeit zwischen 1850 und 1920 beschreiben da in dieser Zeit zumindest die europäische Gesellschaft völlig unstrukturiert hat.
Ich erwarte dass Frau Federico eine ähnlich üppige Welt für unsere Sinne erschafft wie Frau Allende.
Da sie ja zudem Historikerin ist wird dann der geschichtliche Rahmen stimmen. Das merkt man immer im Hintergrund, dass da genaue Kenntnisse mitschwingen.
Evelyn Beyer, 04.06.2013
↑ nach oben