Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Das Teufelsloch

9783426515068
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Taschenbuch, Knaur TB
01.10.2015, 480 S.

ISBN: 978-3-426-51506-8
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Roman

England 1727. Tom Hawkins will lieber verdammt sein, als Landpfarrer zu werden wie sein Vater. Er liebt die Frauen, das Bier und das Glücksspiel – und landet eines Nachts im berüchtigten Londoner Schuldgefängnis »The Marshalsea«. Schnell erkennt Tom, dass in diesem »Teufelsloch« nur überlebt, wer sich nützlich machen kann: Er verdingt sich als Ermittler in einem hinterlistigen Gefängnismord – eine Idee, an der sein düsterer Zellengenosse Fleet sogleich Gefallen findet. Doch Tom ist auf der Hut, gilt Fleet doch selbst bei den abgebrühtesten Bütteln des Marshalsea als Ausgeburt der Hölle…

»Ein historischer Thriller, der besser nicht sein könnte – großartig!« Jeffery Deaver
»So gut, dass man sich fragt, ob Antonia Hodgson selbst im »Marshalsea« gesessen hat – das wird ein Renner!« Historical Novel Society
»Wirklich etwas ganz Neues auf dem Feld historischer Thriller!« Daily Express
»Ein brillantes Debüt, das den Gestank und die brodelnde Atmosphäre des Gefängnisses meisterhaft einfängt.« The Times
»Hodgson macht die Verzweiflung im Schuldgefängnis körperlich spürbar und streut geschickt Hinweise auf die Lösung des Rätsels.« PW Starred Review

Die Autorin

Antonia Hodgson

Portrait von Antonia Hodgson

Antonia Hodgson stammt aus Derby und studierte Englische Literatur in Leeds. Ihr Debüt „Das Teufelsloch“ gewann 2014 den CWA Historical Dagger, den...

zur Autorin Bücher von Antonia Hodgson

Pressestimmen

"Vor [einem] wahren Hintergrund entwickelt Hodgson eine klassische Who-done-it-Krinistory, die uns nicht nur spannend unterhält, sondern auch einen lebendigen Einblick in das skrupellose Geschäft mit den Gefangenen im 18. Jahrhunder gibt"

Hallo-Buch.de, 30.08.2014

"Dieses Buch ist eine Geschichtsstunde, ein Kriminalroman, eine Horrorgeschichte und ein Drama in einem. Hodgson reißt den Leser derart mit, dass er sich selbst in diesem Gefängnis befindet, alles plastisch vor sich sieht und schon beinahe glaubt, die Gerüche der Fäulnis zu riechen, die von der Common Side herüberwehen. Langeweile ist bei diesem Buch ein Fremdwort."

BookSection.de, 11.09.2014

"Die mir bislang unbekannte Autorin Antonia Hodgson hat mit dem Werk um die Erlebnisse eines Lebemannes im Schuldgefängnis ein lebendiges Stück Geschichte vorgelegt. [...] Neben den Hauptfiguren - Hawkins, Fleet und dem Gefängnisdirektor - sind auch die Nebenrollen bestens besetzt. Das sind allesamt griffige, das faszinierende Charaktere, die ihre Geheimnisse und Schrullen haben, die uns ob ihrer alltäglichen Brutalität schocken und die doch verletzlich gezeichnet werden. So ist dies ein Buch, das sich nicht nur mühelos und flüssig lesen lässt, sondern uns auch einen authentischen Blick durch ein Fenster auf eine andere, frühere Zeit ermöglicht und packend unterhält."

Phantastik-news.de, Carsten Kuhr, 17.09.2014

"Die Autorin hat Elemente des Gruselromans hergenommen, sie mit einer Art von Detektivstory verbunden und das Ganze vor einem, man möchte sagen, lebenswahren Zeitbild des damaligen London inszeniert."

Hellweger Anzeiger, 13.09.2014

"Fesselnd"

Neue Woche, 26.09.2014

"Korruption, katastrophale Zustände im Schuldgefängnis, Mord, Spannung pur und ein unfreiwilliger, aber abenteuerlustiger Ermittler - das sind die Zutaten dieses meiner Meinung nach überragenden Histo-Krimis, den sich die Fans des Genres nicht entgehen lassen sollten."

Happy-end-buecher.de, 06.10.2014

"Allein das Tagebuch John Granos wäre interessant genug. Es bildet nur die Grundlage fürs 'Teufelsloch'"

Kurier, 11.10.2014

"Atemberaubend gute Thrillerliteratur"

Literaturmarkt.info, 13.10.2014

"Antonia Hodgsons Debütroman «Das Teufelsloch» basiert auf dem Tagebuch eines Häftlings jener Zeit. Die grauenhaften Bedingungen im Marshalsea wirken daher ausgesprochen realistisch. Geschickt setzt sie außerdem Elemente des Schauerromans ein mit Spukerscheinungen, angedeuteten Geheimnissen und rätselhaften Beziehungen der Personen untereinander. Leser und Hauptfigur stochern im wahrsten Wortsinne im Londoner Nebel herum. Denn nichts ist das, als was es auf den ersten Blick zu sein scheint."

dpa, 21.10.2014

"Eintauchen in eine Welt, in der man unter keinen Umständen sein will, die einen als Leser aber wahnsinnig fesselt. Das kann man in "Das Teufelsloch". Ein historischer Krimi mit einer überzeugenden Hauptfigur und einer absolut beängstigenden Atmosphäre."

Denglers-buchkritik.de, Alex Dengler, 03.11.2014

"Leser und Hauptfigur stochern im wahrsten Sinn des Wortes im Londoner Nebel herum. Denn nichts ist das, was es auf den ersten Blick zu sein scheint."

Magdeburger Volksstimme, 08.11.2014

"Punkten kann der Roman auch durch die gut gezeichneten und vielschichtigen Protagonisten und Figuren, weil sie ebenfalls für Abwechslung und interessante Wendungen sorgen."

Zauberspiegel-online.de, 18.09.2014

"'Das Teufelsloch' sticht aus der Masse der Mainstream-Romane besonders hervor, überzeugt durch eine schlichte Erzählweise. Historische Fakten werden dezent im Hintergrund gehalten. Leben und Tod im Marshalsea sind die tragenden Säulen des Romans. Das Verweben von Historie und Fiktion machen 'Das Teufelsloch' zu einem wahren Lesegenuss und ist einer der besten Romane, die ich bisher gelesen habe. Er ist stilsicher und sehr gut geschrieben, obwohl etwas an atmosphärischer Dichte verblasst, wenn der Plot auf Hochtouren geht." Wolfgang Brand

Geisterspiegel.de, 10.12.2014

"Wer schon lange kein Buch mehr in einem Zuge verschlungen hat, dem wird mit diesem historischen Thriller geholfen. Atemberaubend."

PRBerghoff.de, 19.08.2014

"Vor einem 'wahren Hintergrund' entwickelt Hodgson eine klassische Who-done-it-Krimistory, die uns nicht nur spannend unterhält, sondern auch einen lebendigen Einblick in das skrupellose Geschäft mit den Gefangenen im 18. Jahrhundert gibt.'"

Hallo-Buch.de, 30.08.2015

"Düsterer Thriller, der einen gefangen nimmt."

TV für mich, 02.01.2015

"Antonia Hodgons Debütroman "Das Teufelsloch" ist mehr als ein spannender historischer Thriller. Die Beschreibungen des Marshalsea beruhen auf wahren Tagebucheintragungen von Insassen des berüchtigten Schuldgefängnisses. Und so schafft es Antonia Hodgson das Leben im Marshalsea mit all seinen Schrecken, seinem Dreck und seiner Brutalität so authentisch zum Leben zu erwecken, dass wir Leser das Gefühl haben, den Gestank und die Verzweiflung hautnah mitzuerleben. Ein tolles Lesevergnügen!"

WDR 4, 30.12.2014

"Brillant und Brutal [...] Das Debüt der britischen Autorin ist umwerfend gut und mitreißend! Als stecke man selbst im 'Teufelsloch' und erfahre den Schrecken am eigenen Leib! Von kleinen Luftholpausen abgesehen, ein rasanter Historienkrimi, der am Ende total überrascht."

General-Anzeiger Magdeburg, 14.01.2015

"Seit Dickens' 'Little Dorrit' die wohl genaueste Beschreibung eines Gefängnisses dieser Zeit. Die entsetzlichen Zustände in der Marshalsea lassen einen schaudern. Weglegen kann man das Buch trotzdem nicht, weil es bis zur letzten Seite spannend bleibt."

Tom Hillenbrand (Autor von 'Drohnenland'), 02.07.2015

"Ein sehr gut recherchierter historischer Krimi."

Kriminetz.de, 08.06.2015

"Auf fünf Tage verdichtet Hodgson ihre Geschichte, die an Turbulenz und Tempo ständig zunimmt, bis der Topf tatsächlich platzt und Trümmer wie Schrapnells auf die Hauptfigur zufliegen, die ihnen verzweifelt ausweichen und dabei die letzten Indizien zur Klärung eines Kriminalfalls zusammenfügen muss: So kann und sollte ein Historienkrimi ablaufen!" (Michael Drewniok)

Krimi-couch.de, September 2015

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Ich hatte das Buch hier gewonnen und war erst etwas skeptisch. Aber ich muss sagen - ein tolles Buch. Die Geschichte

um Tom Hawkins ist lebhaft erzählt auch die Beschreibung Londons und die Lebensumstände der Menschen zur damaligen Zeit ist super gelungen. Ich habe das Buch förmlich verschlungen. Ich kann nur empfehlen es zu lesen.

vielleser, 30.11.2016

Dieser Kriminalroman entführt den Leser in das London des frühen 18. Jahrhunderts und ist auf historischen

Tatsachen aufgebaut. Die Story selbst ist fiktiv, jedoch aufgrund des historischen Hintergrunds mehr als nur authentisch. Selbst so manche Figuren in diesem Roman basieren auf echten Personen, die um 1727 im Marshalsea und im Borough lebten. Und genau das macht dies alles noch um Ecken interessanter.

Der flüssige und angenehme Schreibstil unterstreicht diese Authentizität nochmals. Die Autorin bedient sich teilweise dem damals üblichen und etwas ruppigen Jargon. Zudem ist es ihr gelungen die damalige Atmosphäre einzufangen und so ein äußerst gelungenes Setting zu kreieren.
Die Charakterzeichnungen sind gut ausgearbeitet. Hier gibt es nicht nur die Guten und die Bösen, die Sympathischen und Unsympathischen. Selbst der Hauptprotagonist Tom Hawkins hat Dreck am Stecken und ist anfangs alles andere als ein Sympathieträger. Ein Gentleman, der sich mit Glücksspiel über Wasser hält, dem weiblichen Geschlecht nicht abgeneigt ist und dem ehrliche Arbeit einfach zu anstrengend und zuwider ist. Da hält er sich doch lieber an reiche Damen, denen er Geld aus der Tasche zieht.
Doch im Laufe der Geschichte macht dieser, sowie so manch anderer Charakter, eine Entwicklung und Veränderung durch, jedoch nicht so stark, um ins Unglaubwürdige abzutrifften. Diesen schmalen Grad zwischen Authentizität und Unglaubwürdigkeit können nur wenige Autoren bewältigen. Diese Autorin hat es aber drauf.

Hier muss man trotzdem etwas Geduld mitbringen bis man zur eigentlichen Story gelangt, denn die erste Hälfte des Buches beschäftigt sich hauptsächlich mit der Beschreibung des Marshalsea, dessen Strukturen und "Bewohnern" und der Vorgeschichte von Tom.
Dies ist durchaus interessant, was an der guten Recherche und dem Schreibstil der Autorin liegt. Ich empfand diesen Teil der Story ebenso genial wie die eigentliche Kriminalgeschichte, die dann ab der zweiten Hälfte des Buches folgt.
Hier kommt es dann schließlich zu einem gelungenen Spannungsaufbau und die Story nimmt ordentlich an Fahrt zu. Es ist nichts mehr wie es scheint und es kommt mehrmals zu einer überraschenden Wendung.
Auch die Auflösung hält eine Überraschung bereit und konnte mich überzeugen.
Man wird also für die lange Vorgeschichte aufs Beste belohnt.

Zudem beinhaltet dieser Roman Historische Anmerkungen bezüglich des damaligen Lebens in London, zum Marshalsea, sowie zu den historischen Figuren, welche sich in diesem Roman tummeln. Auch ein Glossar ist vorhanden.
Somit kann man als Leser in das London des frühen 18. Jahrhunderts abtauchen und gewisse Zusammenhänge besser verstehen.

Fazit:
Ich liebe historische Romane, Krimis und Thriller

Ambermoon, 23.10.2016

"Das Teufelsloch" ist ein historischer Thriller, der von der ersten Seite an Sogwirkung entfaltet. Sofort

ist man mittendrin im London des frühen 18. Jahrhunderts - überfüllte Straßen, halbseidene Spelunken und mit Perücken ausgestatte "Gentlemen", die diese Bezeichnung sehr oft nicht verdienen. Und dann der krasse Gegensatz zu dieser Opulenz und Lebensfreude: das berüchtigte Schuldgefängnis Marshalsea, wo hauptsächlich Leute festgesetzt werden, die ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen können. Die bedrückende Enge der hohen, düsteren Gefängnismauern wird beinahe greifbar.

Die Details des damaligen Strafvollzuges erscheinen heute geradezu absurd. Vor allem, dass selbst innerhalb eines Gefängnisses die englische Klassengesellschaft aufrecht erhalten wird. Für Reiche und Vermögende gibt es die kostspielige "Master Side", wo man sich alle nur denkbaren Annehmlichkeiten kaufen kann, falls man sie sich leisten kann. Allerdings muss man auch die "Dienstleistungen" des Marshalsea teuer bezahlen: Für die Zelle wird Miete fällig und für ihre Verpflegung haben die Häftlinge selbst aufzukommen.

Fehlen die Mittel für die bessere Unterbringung, folgt unweigerlich die Verlegung auf die "Common Side": Hinter einer weiteren hohen Mauer, auf der anderen Seite des Gefängnishofes, werden all diejenigen untergebracht, die wirklich nichts mehr in die Waagschale werfen können. Die Commons hungern, leben in grauenerregenden hygienischen Zuständen, werden unweigerlich krank und sterben. Verständlich, dass die privilegierten Insassen um jeden Preis verhindern wollen, dorthin verlegt zu werden. Sie sind daher gerne bereit, auch noch den letzten Penny für ihre Vergünstigungen auf der Master Side zu opfern - ein Schuldgefängnis war demnach ein äußerst profitables Wirtschaftsunternehmen.

Auch die Thriller-Handlung ließ bei mir keine Wünsche offen - die Mordermittlungen, in die Tom wider Willen verstrickt wird, bieten dem Leser reichlich Nervenkitzel in rasantem Tempo, und außerdem die Gelegenheit, die vielen anderen Insassen (teils historisch, teils fiktiv) näher kennenzulernen. Mein persönlicher Hauptverdächtiger wechselte zwar regelmäßig von Kapitel zu Kapitel, aber dennoch haben mich die Auflösung und die Hintergründe am Ende völlig überrascht. Daher warte ich natürlich schon jetzt sehnsüchtig auf den nächsten Band "Der Galgenvogel" - leider muss ich mich noch bis zum 03. November 2016 gedulden, erst dann kann ich mich wieder mit Tom Hawkins ins Londoner Getümmel stürzen.

Wer wie ich ein Faible für historische Stoffe, und noch dazu eins für England im Allgemeinen und London im Speziellen hat, kann mit diesem Buch definitiv n

Siderea, 15.07.2016

Inhalt:

Tom Hawkins trotz den Plänen seinen Vaters und wird kein Landpfarrer. Er kostet lieber die Vorzüge einer Großstadt wie London aus und lebt dort so gut es geht. Bisher ist er recht gut durchs Leben gekommen, doch nun drücken ihn die Schulden so sehr, dass er ins Gefängnis muss und dann auch noch in das berüchtigte Schuldgefängnis Marshalsea.

Fazit:

Mit "Das Teufelsloch" legt Antonia Hodgson einen historischen Krimi vor, mit dem sie den Leser in die Vergangenheit Londons entführt. Die Ereignisse des Romans spielen vor ca. 300 Jahren.
Die Handlungsorte in London sind immer an den dunkelsten Ecken dieser großen Stadt angesiedelt, man findet sich als Leser immer in dunklen, stickigen und stinkenden Gassen wieder. Die Beschreibung der Straßen, Hinterhöfe und Bars geling Antonia Hodgson so gut, dass ich beim Lesen immer froh gewesen bin, dass das Buch keine Gerüche erzeugen kann.

Geld regiert die Welt, dieser Grundsatz galt auch schon vor 1727 in London. Dies wird besonders in den Schilderungen des Gefängnisalttages deutlich, denn man sitzt nicht nur hinter verschlossenen Türen, sondern man muss auch die Miete und das Essen bezahlen. Wenn man dies nicht mehr kann, so kommt man in Unterkünfte, wo Dutzende von Menschen untergebracht sind und dies kann man gar nicht lang überleben, da hier die Krankheiten und Ratten ein- und ausgehen.
Beim Lesen ist mir wieder ganz deutlich bewusst geworden, wie froh wir sein können, im Heute zu leben und nicht einfach durch Willkür von Höhergestellten angeklagt und irgendwo hinter Schloss und Riegel gebracht zu werden.

Tom Hawkins wird schnell klar, dass er herausfinden muss, wem er vertrauen kann und wem nicht. Das Buch ist aus der Sicht von Tom geschrieben, so dass man immer genau seine Gedanken verfolgen kann, und seine Handlungen aus seiner Sicht nachvollziehen kann, so aber auch nicht die Beobachtungen der anderen werten kann bzw. Gefahren erkennen kann. Tom lässt sich auch im Gefängnis leicht beeinflussen und man merkt ihm an, dass er sich darüber ärgert, manchmal vorschnell reagiert zu haben. Er entwickelt sich jedoch im Laufe der Geschichte und was sehr deutlich wird, dass er an getroffenen Entscheidungen festhält. Er möchte nicht bei seinem Vater betteln, dass er ihm aus dem Gefängnis holt, denn dieser hatte damals mit ihm und seinem Leben gebrochen, warum sollte er jetzt betteln. Und auch im Bezug auf Frauen sind ihm Standesvorgaben egal.

Im Verlauf des Buches wird klar, dass Geld und Macht die Welt auch hinter verschlossenen Türen regiert. Auch wenn jemand schuldig ist, ist es schwer ihm das nachzuweisen, so lang er Gönner hat, die hinter ihm stehen.

Und eins wird für Tom Hawkins auch deutlich, dass Freundschaft nicht immer Freundschaft fürs Leben bedeutet und dass man sich oft nur auf sich selbst verlassen kann.

"Das Teufelsloch" ist ein
mama2009, 01.06.2015

Meine Meinung

Schauplatz London im Herbst 1727
Der 25-jährige Tom Hawkins hat Theologie studiert. Er wurde von seinem Stiefbruder beim Vater angeschwärzt, daraufhin haben sie sich zerstritten und er wurde des Hauses verwiesen. Tom liebt das Spiel und die Frauen, leider steckt er oftmals in Geldschwierigkeiten. An einem entscheidenden Abend gewinnt er genügend Geld, um seine dringendsten Schulden begleichen zu können. Auf dem Heimweg wird er überfallen und Beutelschneider rauben ihn aus. Sein Vermieter Fletcher erhält einen anonymen Brief und lässt ihn wegen seiner Mietschulden verhaften. So landet er im Schuldengefängnis Marshalsea. Einem Gefängnis, in dem diejenigen gefangen gehalten werden, die ihre Geldschulden nicht bezahlen können. Jetzt muß er leider die Erfahrung machen, daß auch hier alles seinen Preis hat, egal ob Essen oder auch die Schlafgelegenheit, alles kostet. Er hat aber kein Geld mehr nur noch ein letztes Andenken an seine Mutter – eine Kette. In den folgenden Tagen lernt er den harten Gefängnisalltag einmal auf der Common Side kennen. Hier leben die Mittellosen, die nachts zusammen getrieben und eingepfercht schlafen müssen. Jeden Morgen werden die Leichen entsorgt. Nur wer Angehörige hat, wird bestattet und die werden dafür über Gebühr zur Kasse gebeten. Harte Prügelstrafen sind an der Tagesordnung. Wenn die Insassen Glück haben, bekommen sie durch Almosen etwas zu essen, aber Läuse, Ratten, Ungeziefer, Krankenheiten sind hier der Alltag. Auf der anderen Seite der Mauer, auf der Master`s Side, lebt die „bessere Gesellschaft“. Hier gibt es auf jeden Fall mehr Freiheiten für die Insassen, verschiedene Lokale, Prostituierte und kleinere Zimmer. Um das Privilieg zu genießen, auf dieser Seite zu leben, muß man entweder über genügend Geld verfügen oder über einflussreiche Freunde. Tom begegnet den seltsamsten Gestalten, z.B. sein Zimmergenosse, der frühere Buchhändler Samuel Fleet. Er scheint sehr einflussreich zu sein, hat aber auch sehr viele Feinde. Die Witwe Mrs. Roberts, die sich Tom in einer schwachen Stunde anvertraut. Ihr Mann Captain Roberts ist erst kürzlich verstorben, angeblich Suizid. Sie bezweifelt dies, vor allem nachdem nachts sein Geist erscheint. Der Direktor des Gefängnisses, Mr. William Acton war früher Metzger und das merkt man seinem Verhalten heute noch an. Er muß dieses Gefängnis vor allem gewinnbringend führen und dazu ist ihm jedes Mittel recht. Tom erhält nun die Chance, den Mord bzw. Suizid von Captain Roberts aufzuklären, als Belohnung soll er seine Freiheit erhalten. Eine äußerst schwierige Aufgabe, denn er muß ständig auf der Hut sein, um zu unterscheiden wer ist Freund und wer Feind.

Antonia Hodgson hat es in ihrem Debütroman geschafft, die Atmosphäre des Schuldgefängnisses so realistisch und plastisch zu schildern, als Leser fühlte ich mich mittendrin. Ich konnte die schrecklichen Gerüche wahrnehmen und die Be
Rita Roesser, 24.11.2014

Die Handlung:

London 1727. Schauplatz Schuldgefängnis. Tom Hawkins will lieber verdammt sein, als Landpfarrer zu werden wie sein Vater. Er liebt die Frauen, das Bier und das Glücksspiel – und landet eines Nachts im berüchtigten Londoner Schuldgefägnis The Marshalsea, Schnell erkennt Tom, dass in dieser Hölle nur überlebt, wer sich nützlich macht. Er verdingt sich als Ermittler in einem hinterlistigen Gefägnismord – und bereut dies im selben Augenblick.

Mein Einruck:

Historische Romane zu lesen kann ein Vergnügen sein: die Kunst des Autors besteht darin, nicht nur gut zu recherchieren, sondern die Fakten auch so umzusetzen, dass der Lesestoff möglichst anschaulich wird. Das Teufelsloch erfüllt diese Kriterien über alle Maßen und hat sich sogar den Titel historischer Thriller absolut verdient. Die Autorin Antonia Hodgson nimmt den Leser mit in ein London des 18. Jahrhunderts. Das (Nacht)leben spielt sich in Spelunken und Kaffeehäusern ab, Punsch wird in Krügen bestellt und Glücksspiel und Prostitution haben Hochkonjunktur. Der Protagonist Thomas Hawkins ist alldem zugetan und verdient den Namen Lebemann. Er stammt zwar aus gutem ländlichen Hause, lernte jedoch schon während des Theologiestudiums die Vorzüge des Nachtlebens in der Großstadt London zu schätzen. Schnell wurde klar, dass er nicht wie geplant die Nachfolge seines Vaters als Landpfarrer antreten würde, sehr zu dessen Bedauern. Als der Leser Tom kennenlernt, hat er aufgrund gewisser Vorfälle bereits keinen Kontakt mehr zu seinem Elternhaus und lebt in London „in den Tag hinein“. So ist es nicht verwunderlich, dass er in finanzielle Schwierigkeiten gerät und abgesehen von seinem ältesten Freund Charles Buckley niemanden um Hilfe bitten kann. Trotz einfallsreicher Bemühungen kann Tom sich aus seinem Schlamassel nicht befreien und landet schließlich im Marshalsea, welches tatsächlich jahrhundertelang Londons berühmt-berüchtigtes Schuldgefängnis war. Ein Schuldgefängnis diente nicht in erster Linie der Bestrafung von Schuldnern, sondern als Druckmittel. Der Schuldner wurde sozusagen als Pfand festgehalten, bis er selbst oder die Familie das geschuldete Geld auftreiben konnten. Dass die Gefangenen für den Unterhalt im Gefängnis zahlen mussten, machte die zügige Begleichung nicht gerade leichter und erklärt auch, womit die Gefängnisdirektoren und Bediensteten ihr Geld verdienten. Hodgson beschreibt den Gefängnisdirektor Acton als grausamen und rohen Mann, der das Marshalsea mit Geldgier regiert. Dabei spart sie auch grauenvolle Details nicht aus, sondern gibt einen realistischen Eindruck vom Alltag wieder. Der Aufenthalt von Tom Hawkins im Marshalsea wird nicht zuletzt dadurch zusätzlich spannend, dass kurz vor seiner Ankunft dort ein Mord passiert ist und sich für ihn die Option auf baldige Freilassung ergibt, sollte es ihm gelingen, den Täter zu ermitteln. Natürlich kein allzu leichtes Unterfangen
Imme Hildebrandt, 05.10.2014

Korruption, katastrophale Zustände im Schuldgefängnis, ein Mord, Spannung pur und ein unfreiwilliger aber
abenteuerlustiger Ermittler- das sind die Zutaten dieses meiner Meinung nach überragenden Histo-Krimis, den sich Fans dieses Genres nicht entgehen lassen sollten!
Für mich einer der besten Histo-Krimis, die ich je las!
Nicole Gauert/Happy End Bücher.de, 11.09.2014
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