Verlagsgruppe Droemer Knaur



Wer das Schweigen bricht

9783426304181
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Taschenbuch, Droemer TB
01.10.2014, 240 S.

ISBN: 978-3-426-30418-1
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Roman

In den Wirren des Zweiten Weltkriegs verlieren sich sechs junge Menschen in einem Netz aus Freundschaft, inniger Liebe und tiefgreifendem Hass. Was aber hat das mit Robert Lubisch zu tun, der beinahe sechzig Jahre später im Nachlass seines Vaters den SS-Ausweis eines Unbekannten und das Foto einer schönen Frau findet?

Leselounge

Die Autorin

Mechtild Borrmann

Portrait von  Mechtild Borrmann

Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war...

zur Autorin Bücher von Mechtild Borrmann

Pressestimmen

"ein ausgezeichneter, historischer Kriminalroman über die Zeit des Nationalsozialismus in der deutschen Provinz"

geisterspiegel.de (Wolfgang Wiekert), 28.03.2018

Lesetipps

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1998 findet Robert Lubisch im Nachlass seines Vaters einen SS-Ausweis und ein Foto einer jungen unbekannten Frau. Er

findet einen Hinweis auf dem Foto und macht sich auf den Weg, in die Vergangenheit seines Vaters aufzutauchen. Dabei begegnet er der taffen Journalisten Rita Albers, die sich sofort in die Nachforschung stürzt. Hierbei wird dann die Geschichte von 6 Freunden erzählt, die 1939 mit dem Anfang des 2. Weltkriegs beginnt. Immer im Wechsel mit den aktuellen Ermittlungsgeschehnissen in der Gegenwart von 1998. Doch mehr soll zum Inhalt nicht gesagt werden

 

Fazit:
Der Roman ist wundervoll erzählt, die Sprachwahl gefällt mir genauso gut, wie der Wechsel zwischen 1939 und 1998. Es macht dieses Buch noch lebendiger, tiefgehender.
Mit diesem Roman schafft es Mechtild Borrmann eine Geschichte um Freundschaft, unschuldige nichterfüllter Liebe im Hintergrund des Geschehens des Faschismus zu entwickeln. Auch hier wird deutlich, wie sehr manche Menschen vom Faschismus Gebrauch genommen haben, um sich Vorteil zu verschaffen oder ihre Macht an anderen auszulassen. Menschen, die anders sind, die nicht ins Regime passen wurden ausgegrenzt, es durfte halt einfach nicht sein. Auch hier leidet die Freundschaft darunter, wobei doch jeder unter Freundschaft auch Treue versteht.
Nicht ohne Grund hat dieses Buch den "Deutschen Krimi Preis 2012" erhalten.
Mechtild Borrmann kommt auf meine "Autorenbeobachtungsliste"
5 von 5 Sternen

mama2009, 04.09.2018

Nach dem Tod seines Vaters findet Robert Lubisch in dessen Nachlass, versteckt in einem Zigarrenkästchen, einen

SS-Ausweis auf den Namen Wilhelm Peters, einen Passierschein ohne Namen, einen Entlassungsschein aus der Kriegsgefangenschaft mit dem Namen des Vaters und ganz unten das Bild einer ihm unbekannten jungen Frau. Wer war die Frau? Hatte der Vater eine Geliebte? Warum hatte Vater die Papiere eines Fremden, die dazu noch blutverschmiert waren? Diese Fragen lassen Robert keine Ruhe, er will der Sache auf den Grund gehen. Bei seinen Nachforschungen lernt er die Journalistin Rita Albers kennen, die sofort eine Story wittert. Sie beginnt in der Vergangenheit zu wühlen und findet eine Spur, die zu Therese Peters führt. Robert hat längst das Interesse an der Geschichte verloren, als ein Mord geschieht. Jetzt muss er erkennen, dass er schon tief in der Sache drin steckt …

Die Autorin Mechtild Borrmann wurde 1960 in Köln geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Kleve am Niederrhein und lebt und arbeitet heute in Bielefeld. Seit 2011 ist sie freie Schriftstellerin und Mitherausgeberin des Literaturmagazins „Tentakel“. Ihre Kriminalromane sind eher leise und unblutig, dennoch sehr spannend. „Wer das Schweigen bricht“ erhielt 2012 den Deutschen Krimi Preis.

Der Schreibstil ist angenehm schnörkellos, klar und sachlich und deshalb gut zu lesen - die einzelnen Charaktere sind sehr ausdrucksstark heraus gearbeitet. Sehr hilfreich ist eine Liste sämtlicher Protagonisten, die sich am Anfang des Buches befindet. In den Wirren der Kriegszeit zerbricht allmählich die Freundschaft von sechs jungen Menschen, Denunziation, Verrat und Verdächtigungen machen sich breit. Nach Kriegsende verlieren sie sich gar aus den Augen, bleiben aber dennoch durch ihre Schuldgefühle miteinander verbunden. Es ist interessant und spannend zu lesen, wie das Geschehen nach und nach in Rückblenden aufgerollt wird. Die vor jedem Kapitel eingefügten Jahreszahlen tragen zum besseren Verständnis der komplex aufgebauten Geschichte bei. Das Leben des verstorbenen Vaters und seiner Freunde wird so durch die Nachforschungen mit dem des Sohnes verknüpft. Was Robert Lubisch jedoch am Ende herausfindet übersteigt seine schlimmsten Befürchtungen… 

Fazit: Ein angenehm leiser Krimi, interessant aufgebaut mit glaubhafter Handlung, der auch ohne viel Action und ohne blutigem Gemetzel auskommt.

****

Herbstrose, 02.06.2017

Mechthild Borrmann ist in die Riege meiner Lieblingsautoren aufgestiegen. Das ist das dritte Buch in Folge, welches ich
von ihr las und das mich auch restlos überzeugt hat.
Die Story, die in der Gegenwart in Sachen Mord ermittelt, dessen Wurzeln in den Jahren des Zweiten Weltkriegs liegen, ist toll geschrieben. Die parallelen Erzählstränge ergänzen sich hervorragend. Die Figuren sind glaubhaft dargestellt. Ohne große Schnörkel, aber eben nicht einfach nur in Gut und Böse einzuteilen.
Ich liebe derartige mit der Vergangenheit verwobene Geschichten. Und offenbar ist Mechthild Borrmann eine Meisterin darin diese zu erzählen.
Das Buch ist überaus spannend, birgt Überraschungen und ist schlüssig. Ich habe es nicht aus der Hand legen können. Dementsprechend empfehle ich die Lektüre sehr gern weiter.
Susanne Ullrich, 30.01.2015
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