Verlagsgruppe Droemer Knaur



Jakobs Mantel

9783426304426
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Taschenbuch, Droemer TB
01.04.2015, 400 S.

ISBN: 978-3-426-30442-6
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Roman

Warschau 1939. Mika liebt seinen Großvater Jakob sehr. Gemeinsam lebt die Familie im Ghetto. Als Jakob stirbt, erbt Mika dessen geheimnisvollen Mantel und entdeckt darin eine Puppe. Jakob hatte sie gebastelt, ebenso wie das Krokodil, den König, den Narren. Mitten in einem Alltag bestimmt von Angst, Hunger und Tod, erfindet Mika neue Puppen. Der Prinz wird sein Liebling, und bald ist Mika im ganzen Ghetto für seine Puppenspiele bekannt. Trotz aller Gefahren spielt Mika immer wieder – bis ihn der deutsche Soldat Max erwischt. Der Prinz rettet ihn, doch dafür muss Mika von da an für die Deutschen spielen.

Die Autorin

Eva Weaver

Portrait von Eva Weaver

Eva Weaver, in Deutschland geboren, lebt seit vielen Jahren in England. Sie arbeitet als Trauma- und Kunsttherapeutin und hat sich als Performance-K...

zur Autorin Bücher von Eva Weaver

Pressestimmen

Eva Weavers Roman ist eine wunderschöne, fast märchenhafte Parabel auf die Magie von Freundschaft, auf die Kraft zum Überleben in Zeiten von Elend, Verrat und Hass und auf die Aussöhnung von Menschen, die zwar nicht vergessen, aber vergeben können.

NDR 1 Niedersachsen "Bücherwelten", 02.04.2013

Mit ihrer klaren, klugen Sprache zeichnet Eva Weaver ein eindringliches Bild vom Albtraum-Alltag im Ghetto - ein beeindruckendes Debüt!

Petra. Buch-Spezial, Mai 2013

Hamburger Morgenpost 21.02.2013 Eva Weaver gelingt das Kunststück, das Thema Warschauer Ghetto, zu dem vermeintlich alles gesagt und geschrieben ist, so fesselnd anzugehen, dass man die Geschichte um Mika, Max und die Marionetten nicht mehr aus der Hand legen mag. Ein faszinierendes Debüt.

Hamburger Morgenpost, 21.02.2013

Buchkultur April / Mai 2013 Ein fesselnder Roman über einen Puppenspieler im Warschauer Ghetto, über die Flucht aus einem sibirischen Straflager, über Schuld, Reue und Verzeihen.

Buchkultur, April / Mai 2013

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Nach „Das Tagebuch von Anne Frank“ ist „Jakobs Mantel“ das zweite Buch, welches ich zum Thema Holocaust gelesen
habe – und ich bin ganz und gar geplättet. Beschreibt Anne Frank ihre Geschichte, eine wahre Begebenheit, so ist die Geschichte um Mika, Jakob und Max lediglich ein Produkt der Fantasie. Jedoch so erschreckend real, dass ich zuweilen Pause machen musste, weil ich die Gewalt erst einmal sacken lassen musste.


Eva Weaver erzählt die fiktive Geschichte von Mika, dem Puppenspieler des Warschauer Ghettos, mit einer solchen Eindringlichkeit, dass man spätestens nach 3 Kapiteln nicht mehr aufhören kann zu Lesen und einfach wissen muss, wie es weitergeht. Die Grenze zwischen Fiktion und Realität verschwimmt im Laufe des Buches so sehr, dass man sich irgendwann fragt, ob es Mika und seine Puppen nicht vielleicht doch genau so gegeben hat.


Und so erschreckend die Geschichte auch ist, so traurig und zermürbend, so bleibt doch immer ein kleines Fünkchen Hoffnung, ein zarter Keim der sich einfach nicht ersticken lässt.


Auf den Inhalt möchte ich jetzt bewusst nicht weiter eingehen, zum einen weil ich einfach nicht wüsste, was ich da erzählen soll und was nicht und zum anderen weil ich finde, dass jeder dieses Buch lesen sollte.



Fazit:

„Jakobs Mantel“ ist eine fiktive Geschichte die doch realer nicht sein könnte. Eine Geschichte über die Brutalität zu der Menschen fähig sein können, über die unendliche Traurigkeit, über den Tod und auch über Mut und Hoffnung.

Mir haben die Knie gezittert, ich hatte Gänsehaut und habe mich immer wieder gefragt, warum ich dieses Buch nicht schon viel früher gelesen habe.


Lesen – unbedingt!
Vanessa, 19.06.2015

Zwei Schicksale, die sich gegenüber stehen. Ein Nazi, ein jüdischer Junge. Und ihre Leben verknoten sich an einem
Punkt auf zufällige Weise. Dass sich diese Verkettung auch in den nächsten Generationen nicht einfach lösen lässt, zeigt Weavers Roman auf beeindruckende Art und Weise, einmal aus dem Blickwinkel des Täters, einmal aus dem des Opfers und nach einem Zeitsprung auch aus dem der Nachfahren. Spannend geschrieben, historisch gut recherchiert, authentische Charaktere. Ein tolles Buch
Sonja Siol, 03.06.2015

INHALT
Mika lebt zusammen mit seiner Mutter und mit seinem Großvater Jakob in Warschau. Als die Maßnahmen gegen die Juden immer größere Ausmaße annehmen lässt sich Jakob von einem Schneider seinen Mantel mit vielen geheimen Taschen ausstatten und versteckt darin alles was ihm wichtig ist.
Nur kurz darauf muss die Familie ins Getto in eine kleine Wohnung ziehen. Dort verbringt der Großvater täglich Stunden im Abstellraum und keiner weiß was er dort macht.
Bei einem Spaziergang mit Mika wird Jakob erschossen und Mika bleibt nur der Mantel von seinem Großvater. Tage später sperrt Mika den Abstellraum auf und entdeckt darin eine Werkstatt mit vielen Puppen, die Jakob gebastelt hat und beginnt zunächst zu Hause kleine Puppenspiele zu entwerfen, dabei ist der Prinz die Lieblingspuppe.
Es dauert nicht lange bis es sich im Getto herumspricht und Mika immer öfter gebeten wird für andere zu spielen.
Bei einer Kontrolle durch Max, einen deutschen Soldaten, kann er sich nur retten wenn er sich bereit erklärt für die Deutschen Stücke zu spielen um sie aufzuheitern.

MEINUNG
Dieses Buch ist das beste Buch das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Eva Weaver schreibt in einer sehr bildhaften und emotionalen Sprache, ohne jemals kitschig oder rührselig zu werden.
Eingeteilt ist das Buch in drei Teile. Im ersten erzählt Mika aus der Zeit des Gettos. Inmitten von Terror, Angst, Hunger, Deportationen und Tod riskiert Mika sein Leben um etwas Freude zu geben und die Menschen von ihrem Schicksal abzulenken..
Im zweiten Teil berichtet Max von seiner Zeit im Straflager in Sibirien und seiner anschließenden Flucht, bis sich, im dritten Teil, der Kreis schließt.
Ich habe schon viel über den Holocaust gelesen, fand alles schrecklich und verurteilenswert, aber noch nie hat es ein Sachbuch geschafft mich so tief zu berühren. Auch wenn diese Geschichte, die so jederzeit hätte passieren können, fiktiv ist, der wahre Hintergrund bleibt und sollte niemals in Vergessenheit geraten.
Der Autorin ist es gelungen ein Stück Geschichte zu schreiben ohne zu werten. Ich bin der Meinung dass dieses Buch in jedem Geschichtsunterricht zur Pflichtlektüre gehören müsste damit Schüler die Zeit durch die Augen Mikas sehen und erleben könnten.
Ich lese sehr viel und lasse mich in andere Welten entführen und nur die wenigsten Bücher schaffen es, mich auch nach dem lesen noch mit der Handlung zu beschäftigen. Mika hat mich an die Hand genommen und ich gehe jeden Abend vor dem einschlafen mit ihm durch die Straßen Warschaus.
Aus diesem Grund ist eine 5 Sterne Bewertung viel zu niedrig und nur zu gerne würde ich die Sterne verdoppeln um diesem Erstlingswerk gerecht zu werden.
Ute Hessberger, 05.02.2014

Eva Weaver hat mit ihrem Debütroman „Jakobs Mantel“, im Original hat das Buch den, wie ich finde, schöneren Titel
„The puppet boy of Warsaw“ (=Der Puppenspieler von Warschau), ein tolles Werk vorgelegt. Eine Geschichte in 3. Teilen. Es beginnt mit Mikas Geschichte, dann folgt die Reise des Prinzen und zum Schluss die Heimkehr.

Es handelt sich um eine rein fiktive Geschichte die von einem Jungen namens Mika handelt, der den Mantel seines Großvaters erbt im Warschauer Ghetto. Dieser Mantel ist besonders, denn er hat unzählige Taschen in denen sich viele Verstecke finden lassen. Unter anderem auch diverse Handspielpuppen, die Mika erst nach dem Tod seines Großvaters kennenlernt. Er nimmt sich der Puppen an und wird zum Puppenspieler des Ghettos. Die wichtigste Puppe ist der Prinz, die durch bestimmte Umstände in die Hand eines Wehrmachtsoldaten gelangt. Im zweiten Teil des Romans wird die Geschichte des einfachen Soldaten nach Kriegsende erzählt und wie er erst auf Irrwegen nach Hause kommt. Den Prinzen hat er immer in seiner Tasche dabei. Auch für Max wird die Puppe, wie schon für Jakob und Mika zum wichtigen Wegbegleiter. Zum Schluss treffen beide Handlungsstränge aufeinander.

Eine schön erzählte Geschichte die einem das Herz bricht. Sollte man gelesen haben, aber es ist definitiv keine Strandlektüre. Ein Buch das einen nochmals deutlich erinnern lässt was die Nazis für grauenhafte Taten vollbrachten beispielhaft an einem, wenn auch fiktiven, Einzelschicksal.

Fazit: Ergreifend und gut!
N.S., 30.06.2013

Ein großartiges Buch auf eine bewegende Weise erzählt.

Handpuppen, im Warschauer Ghetto heimlich hergestellt. Sie geben den Menschen Mut und Hoffnung. Eine der Puppen findet im Tausch gegen Medikamente ihren Weg bis ins Krigesgefangenen Lager nach Sibirien. Auch hier spendet sie Trost und Mut.

Ich habe selten vorher ein so berührendes Buch gelesen.
Gebine Schad, 21.04.2013
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