Verlagsgruppe Droemer Knaur



Zwei fast perfekte Schwestern

9783426435991
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E-Book, Knaur eBook
01.06.2017, 416 S.

ISBN: 978-3-426-43599-1
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Roman

Der neue Roman von Michaela Grünig ist eine warmherzig-humorvolle Geschichte über zwei ungleiche Schwestern und ihren Weg zum Glück und zur großen Liebe: Seit ihrer Kindheit bewundert die Lektorin Stephanie Lenz ihre ältere Schwester Lily, die bei der Verteilung des elterlichen Genguts eindeutig das bessere Los erwischt hat. Lily ist schön, beliebt und hat einen tollen Mann geheiratet. Stephanie fühlt sich dagegen oft vom Alltag überfordert.
Wie rettet man sich zum Beispiel vor der Liebeserklärung seines neuen Chefs, ohne die Karriere zu ruinieren? Stephanie hat eine scheinbar geniale Idee: Sie behauptet einfach, sie sei lesbisch. Zum Glück steht Lily als Begleitung für die Firmenfeier bereit. Als ›Vorzeige-Lesbe‹ des Verlags läuft es beruflich ausgezeichnet für Stephanie, bald darf sie den Bestseller-Autor Bernhard Otto betreuen. Der ist ihr nur dummerweise unerwartet sympathisch, und dann fällt auch noch Alibi-Partnerin Lily aus, deren Leben sich nach dem Fremdgehen ihres Mannes im freien Fall zu befinden scheint.

Die Autorin

Michaela Grünig

Portrait von Michaela Grünig

Was wäre wenn … frau, anstatt das sichere Studium durchzuziehen, doch lieber als Partygirl auf Ibiza angeheuert hätte? Mit dem heißen argentinischen...

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Lesetipps

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Meine Meinung:

Zwei Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und doch beide geprägt in ein und demselben Elternhaus. Ich lerne in diesem Buch die beiden Schwestern sehr gut kennen, denn die Autorin erzählt wechselweise, was ihnen widerfährt, was sie erleben und was sie so denken. Wobei soviel passiert, dass ich dachte, Junge, Junge, da passiert soviel, daraus könnte man durchaus mehrere Bücher machen.

Das angeblich sorglose und bequeme Leben, das Lily an der Seite eines bekannten Regisseurs führt, hat durchaus reichlich Schattenseiten und schnell muss sie sich in der Realität zurecht finden, nachdem sie sich von ihrem Mann getrennt hat.

Steffi führt als Lektorin ein ganz anderes Leben und hat ihre Schwester sehr häufig beneidet, aber nicht nur jetzt als Erwachsene, sie fühlte sich schon als Kind  immer benachteiligt.

 

Michaela Grünig hat sehr fesselnd beschrieben, was den beiden Schwestern so alles passiert. Wobei nicht alles sehr ernst genommen werden darf, mir kam manches etwas überspitzt vor und der Zufall spielte ebenfalls eine große Rolle. Außerdem hätte ich von Frauen, über 30 etwas weniger Naivität erwartet. Wobei nichts von dem, was um sie herum passierte, nicht realistisch war. Es war einfach zu sehr gebündelt, passte aber durchaus in den Erzählstrang.  Ja, im Grunde waren es zwei ganz unterschiedliche Geschichten, die zu lesen bekam. Es gab aber reichlich Schnittstellen, wie alles immer wieder zusammen traf. Spreche ich in Rätseln? Das mag sein, aber ich will ja nicht zu viel verraten. Jeder wird beim Lesen merken, was ich meine.

Gedanken habe ich mir auch über das Verhalten der Eltern gemacht, da gab es einiges... ihr Verhalten in der Vergangenheit hat die Töchter geprägt und ihr Verhalten in der Gegenwart....

Ich war natürlich wieder so richtig drin im Geschehen, habe mit den Schwestern gelacht und gelitten. Habe ihnen meine Meinung gesagt, habe gehofft, dass es für beide gut endet. Wusste nicht, was ich wem glauben sollte und konnte ihnen nicht immer raten. Es gab überraschende Wendungen, die mir nicht immer gefielen, aber ganz zum Ende war ich doch zu frieden mit allem.

 

Dieses Buch ist nicht einfach "nur" eine Geschichte über zwei Schwestern, es macht auch nachdenklich. Was wäre wenn, die Eltern sich anders verhalten hätten, Leute nicht immer Geheimnisse haben, offen miteinander reden, Hilfe annehmen, nichts darauf geben, was die Leute von einem denken und so weiter. Wie erwähnt, ein bisschen viel, aber trotzdem.... lesenswert

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und würde mich im Buchladen sofort ansprechen, wenn ich das Buch auf einem Tisch vieler Bücher entdecken würde.

Fazit:

LeseUlla, 01.07.2017

Stephanie und Lily sind Schwestern. Aber dies scheint auf den ersten Blick alles zu sein, was die beiden miteinander

verbindet. Während nämlich Stephanie alleine als freiberufliche Lektorin lebt, immer in der Hoffnung endlich eine Festanstellung bei einem Verlag zu bekommen, lebt Lily in den Tag hinein, kümmert sich um ihren Hund Hitchcock und bewegt sich zielsicher in den höchsten Kreisen, leider aber auch sehr oberflächig.

Doch dann ändert sich plötzlich bei beiden das Leben schlagartig. Stephanie bekommt nicht nur ein Liebesgeständnis, sondern sogar eine Stelle angeboten. Auf das Liebesgeständnis reagiert sie so entsetzt, dass sie in ihrer Not behauptet, lesbisch zu sein. Ihr neuer Job bringt es dagegen mit sich, dass sie einen Star-Autor nicht nur betreut, sondern sogar bei ihm einzieht. Doch wie lange hält sie ihr Spiel aufrecht? Immerhin fühlt sie sich zu dem Autor hingezogen…

Lily hat dagegen ganz andere Sorgen. Sie erwischt ihren Mann inflagranti und möchte ihn am Liebsten zur Hölle schicken. Wäre da nicht dieser Ehevertrag, der sie quasi mittellos zurück lassen würde. Und während Lily auf der einen Seite erkennt, wie schnell Freunde einen fallen lassen, wenn die Kasse leer ist, muss sie auch feststellen, dass man Liebe doch irgendwie ganz anders schreibt, als sie es bisher annahm…

 

Geschrieben wird die Geschichte nur im Wechsel der zwischen den beiden Schwestern, sondern auch im Wechsel der Erzählperspektiven. An Stephanie war ich gefühlt näher dran, da sie in der Ich-Form geschrieben wurde. Zu Lily hatte man, dank der Perspektive, etwas mehr Distanz. Nichtsdestotrotz waren mir beide Schwestern sympathisch und beide Geschichten spannend. Durch das geringe Überschneiden bis kurz vor Ende der Geschichte, kam es mir manchmal so vor, als lese ich zwei eigenständige Geschichten parallel. Erst nach und nach tauchen die Verbindungen auf und es zeigt sich, wie alles zusammenhängt.

Fazit:
Ein toller Roman, spannend, lustig und lebhaft geschrieben. Zwei unterschiedliche Leben, die doch irgendwie zusammenhängen und zwei unterschiedliche Geschichten, die doch irgendwann zusammenlaufen. Viele Geheimnisse, die sich nach und nach aufklären und so die Spannung bis zum Ende aufrechterhalten. Meine Sommerbuchempfehlung für dieses Jahr!

Carmen Vicari (Tanzmaus), 09.06.2017

Inhalt:

Steffi und Lily sind Schwestern, und doch grundverschieden. Lily ist die strahlende, schöne - zumindest in Steffis Augen und so fühlt sie sich immer zurückgesetzt. Während sie selbst noch einen festen Job als Lektorin sucht und von einem Partner weit entfernt ist, ist Lily die Ehefrau eines erfolgreichen Regisseurs. Doch trotz allem haben die Schwestern ein gutes Verhältnis. Und so ist es Lily, die auf einmal die vermeintliche Lebensgefährtin von Steffi spielen muss, damit diese ihren neuen Chef auf Abstand halten muss. Und Steffi fängt Lily auf, als sich deren Mann in seiner MidlifeCrisis befindet und Lily gegen ein jüngeres Model austauscht. Doch so schlimm, wie es anfänglich wirkt, ist es für beide Frauen nicht, denn ihr Leben stellt sich in rasender Geschwindigkeit auf den Kopf. Und so findet sich Lily alsbald in den Armen eines neuen Mannes und Steffi im Haus eines cholerischen Schriftstellers - nichts ahnend, dass sich ihr Leben auch weiterhin kreuzen wird.

Meine Meinung:
Eine sehr schöne Geschichte, hier und da etwas überspitzt mit Zufällen und Begegnungen, dennoch nicht minder unterhaltsam. Und schließlich ist auch das Leben manchmal etwas überspitzt.

Beide Schwestern sind in meinen Augen sehr sympathisch, wenn auch hier und da etwas naiv und ungefestigt. Bei beiden hat man jedoch das Gefühl, dass sie im Laufe der Geschichte reifen, was wohl auch endlich mal Zeit war, da beide schon über 30 sind. Das Buch spielt immer abwechselnd mal bei der einen, mal bei der anderen Schwester, so dass man eigentlich zwei Geschichten liest, die sich allerdings immer wieder berühren.

Man darf diese Geschichten allerdings nicht allzu ernst nehmen, finde ich, sondern als das betrachten, was sie sind. Geschichten. Dann unterhalten sie mit Humor und Abwechslung. Für eine reale Begebenheit wären mir hier dann doch zu viele Zufälligkeiten, Zusammentreffen und Katastrophen. Ich möchte jetzt nicht zuviel darüber schreiben, um nicht zuviel vorweg zu nehmen. Es sind jedenfalls reichlich Klischees verarbeitet :)

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und locker und so verfliegen die Seiten beim Lesen ziemlich schnell. Durch die Kombination von sympatischen und unsympathischen Charakteren bleibt immer eine gewisse Spannung und man ist gespannt, wohin einen der ein oder andere Weg führen wird - bei beiden Schwestern.

Fazit:
Ein Buch über zwei recht unterschiedliche Schwestern, deren Weg jedoch immer wieder zusammenführt. Eigentlich hat man direkt zwei Geschichten in einer, was Abwechslung und Unterhaltung mit sich bringt.

Sandra Budde, 03.06.2017
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