Verlagsgruppe Droemer Knaur



Der Federndieb

9783426276846
jetzt bestellen Jetzt bestellen
Hardcover, Droemer HC
01.10.2018, 384 S.

ISBN: 978-3-426-27684-6
Diese Ausgabe ist lieferbar
22,99
inklusive 7%
Mehrwertsteuer

Ein passionierter Fliegenfischer kommt dem größten Museumsraub der Naturgeschichte auf die Spur

“Ein aufwühlender Bericht über die katastrophalen Folgen menschlicher Gier für bedrohte Vogelarten, ein starkes Argument für den Umweltschutz – und vor allem: ein fesselnder Kriminalfall.”
Peter Wohlleben

Der Fall lässt ihn nicht mehr los. Als der für sein Erzähltalent gefeierte Autor Kirk Wallace Johnson erstmals davon hört, steht er bis zur Hüfte in einem Fluss, die Leine mit der schillernden Fliege ausgeworfen, und frönt seinem Angler-Hobby. Er flüchtet sich häufig in die Natur als Ausgleich für seine Tätigkeit: Der Autor und Publizist leitet eine Stiftung für Opfer des Irak-Kriegs, und nur das Fliegenfischen verhindert einen Burn-Out.

Über die Herkunft der Köderfliegen zum Lachsfischen hat er sich nie Gedanken gemacht. Bis zu dem Tag, als er erstmals von dieser wahnwitzigen Tat hört: Ein junger Mann bricht in die ornithologische Abteilung des Britischen Naturkundemuseums ein und stiehlt unzählige Vogelbälger, darunter Darwins Finken und Federkleider von Paradiesvögeln, einst gesammelt vom Naturforscher Alfred Russel Wallace.

Kirk Wallace Johnson macht es sich von da an zur Lebensaufgabe, dem Fall nachzugehen.
Der passionierte Angler nimmt die Spur der Federn auf. Seine leidenschaftliche Detektiv-Suche führt ihn zu Hobbykünstlern, die Fliegen zum Lachsfischen nach historischen Vorlagen binden - aus den kostbarsten Federn der Welt.

Packend erzählt Kirk Wallace Johnson von seiner abenteuerlichen Recherche, der Begegnung mit dem Täter – und wie er die Hintermänner überzeugt, die Federn wieder zurückzugeben. Und die Abbildungen im Bildteil zeugen von der beeindruckenden Schönheit der Köderfliegen, viel mehr aber noch davon, wie atemberaubend das Vogelkleid der zum Teil ausgestorbenen Spezies wirklich ist.

Ein Buch für die Leser von "H wie Habicht", "Das Buch vom Meer" oder "Der Hase mit den Bernsteinaugen", aber auch für Leser, die das Abenteuer suchen wie in: „Die Stadt Z – Expedition ohne Wiederkehr“.

Kirk Wallace Johnsons Buch ist fesselnde Abenteuer-Geschichte mit dem Sog eines True-Crime-Falles, ein Ausloten menschlicher Abgründe, eine Liebeserklärung an die Schönheit der Natur, aber auch ein Ausflug in die Naturgeschichte auf der Spur der Entdeckungsreisenden Darwin und Wallace: Packend wie ein Krimi, abenteuerlich wie ein Roman und doch basierend auf einer wahren Begebenheit.

"Ein Pageturner, der Leser von Popular Science, Geschichtsbüchern und True Crime gleichermaßen anspricht." Publishers Weekly

Der Autor

Kirk Wallace Johnson

Portrait von  Kirk Wallace Johnson

Kirk Wallace Johnson liebt Fliegenfischen. Beruflich aber schreibt der engagierte Publizist für den New Yorker, die New York Times oder Washington...

zum Autor Bücher von Kirk Wallace Johnson

Pressestimmen

"Herrlich spannend und wunderbar intelligent erzählt Kirk Wallace Johnson die Geschichte eines Diebstahls. Ein großes Lesevergnügen."

Deutschlandfunkkultur.de, 26.10.2018

"Nein, dies ist kein Krimi. Sondern etwas viel Besseres: ein glänzend geschriebener Beweis dafür, dass es nichts gibt, was es nicht doch geben könnte."

taz, 24.11.2018

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Interessanter Mix aus Evolutionstheorie, Artenschutz und Krimigeschichte

Das Sachbuch "Der Federndieb" von Autor Kirk Wallace Johnson erschien am 1.10.2018 im Droemer Verlag.


Kirk Wallace Johnson ist Autor und leitet eine Stiftung für Opfer des Irak-Kriegs, sein Angler-Hobby hilft ihm gegen den beruflichen Stress. Zum Fischen von Lachsen benutzt er Köder-Fliegen und als er von einem Einbruch in die ornithologische Abteilung des Britischen Naturkundemuseums hört, bei dem etliche Vogelbälger von zum Teil ausgestorbenen Vögeln gestohlen werden, nimmt er die Ermittlungen auf. Die Sammlung der Vögel stammt vom Naturforscher Alfred Russel Wallace.


Dieses Buch ist als Sachbuch eingeordnet, es vermischt in Wahrheit aber Wissenschaft, Geschichte und Krimi. Das stellt mich vor eine schwierige Ausgangslage zur Bewertung.
Denn meiner Meinung nach hätte man bei einem Krimi aus der Handlung definitiv mehr machen können. Wer sich aber für die wissenschaftliche Abhandlung über Vogelbälger, fremde Vogelwelten und wunderschöne Vögel interessiert, liegt mit diesem Buch bestimmt richtig.


Fliegenfischer nutzen für den Fang von Lachsen oder Forellen kunstfertig gebundene Köder aus Vogelfedern, die dann auf der Wasseroberfläche schwimmen und Insekten vortäuschen.
Es gibt nur wenige Menschen, die diesen Blödsinn zu einer Kunstform geführt haben, die aus besonders seltenen Federn hergestellten Köder bringen in Insiderkreisen horrende Summen.

Johnson gibt einen ausführlichen Einblick in die Zeit der Abenteuerreisen im 19. Jahrhundert. Der Forscher Alfred Russel Wallace gilt als stiller Konkurrent zu Charles Darwin und entwickelte ebenfalls eine Evolutionstheorie. Man erlebt im Buch Wallace auf seinen Reisen und fühlt seinen Forschergeist, wenn er unbekannte Vögel aufspürt. Seine Sammlung umfasst viele Tiere und besonders imposant sind die Bälger der Paradiesvögel. Traurige Wahrheit ist jedoch, dass viele dieser Tiere ausgestorben sind. Daher ist für mich das beigefügte Bildmaterial ein echter Wehmutstropfen. Da haben die Damen von früher mit ihren opulenten Hutschmuck sicherlich ihren Teil dazu beigetragen.

Sehr ausführlich wird im Buch der Geschichte der Fliegenfischerei nachgegangen. Auch das ist mir ein echtes Gräuel. Statt herumfliegende lose Vogelfedern zu sammeln oder künstliche Köder zu verwenden, dienen sogar gestohlene Vogelbälge aus den Museen für diese irre Idee.

Diese seltenen Angelköder sind der Aufhänger für die Krimigeschichtes des Buches.

Sehr gut gefallen hat mir die spürbare Begeisterung für die Schönheit der Natur, die durch das gierige und ausbeuterische Verhalten der Menschen gefähr

sommerlese, 07.05.2019

Der Klappentext hat mich echt neugierig gemacht und so habe ich mich auf diese Geschichte, die irgendwo zwischen

Sachbuch und Krimi anzusiedeln ist, eingelassen. Und das hat sich definitiv gelohnt. Zum einen kann Johnson wirklich gut erzählen und ich wurde bestens unterhalten. Zum anderen konnte ich viel lernen über bedrohte Vogelarten, Darwins „Konkurrent“ Wallace und vor allem über das Fliegenbinden. Faszinierend, womit Menschen ihre Zeit verbringen, Unsummen Geld ausgeben und eine ursprünglich sehr praktisch begründete Fertigkeit (das Binden von Fliegen für’s Fischen) zu einer wahren Kunst erheben.

Aber der Autor erzählt nicht nur von einem eher ungewöhnlichen Museumsraub, dessen Gründen und Folgen, sondern er öffnet auch die Augen und sensibilisiert den Leser für das Thema Artensterben. Aus welchen Gründen die wunderschönen Tropenvögel sterben müssen und nicht mal ihre sterblichen Überreste, die für Forschungszwecke aufbewahrt wurden, sicher sind, lässt einen schon ziemlich kopfschüttelnd zurück. Und wie die menschliche Gier vor dem Verlust unwiderbringlichen Wissens nicht Halt macht, macht traurig und zornig, auch wenn Johnson im Stil eines Journalisten sehr objektiv und kaum wertend berichtet.

Lesenswert ist dieses Buch allemal. Ich empfehle es sowohl Freunden von Wissenschaftsgeschichte, Krimilesern und auch Sachbuchfans.

Fazit:
Ein Buch zwischen Sachbuch, Wissenschaftsgeschichte und Kriminalroman, das gut unterhält und informiert.

roeschen09, 03.04.2019
↑ nach oben