Echte Beziehungen sind kompliziert? Falsche auch!

Der neue humorvolle Liebesroman von Bestseller-Autorin Mhairi McFarlane 

Grundlagen für eine erfolgreiche Fake-Romanze:

  • Einen Zeitraum für die »Beziehung« festlegen (z.B. bis Silvester)
  • Sich treffen, viele Fotos machen und die Beziehung auf Facebook, Instagram und Co. langsam aufbauen. Ein Hoch auf die sozialen Medien!
  • Regelmäßig Posts ins Netz stellen, damit alle wissen, dass seit Elizabeth Taylor und Richard Burton niemand mehr glücklicher und verliebter war 
  • Geschmackvolle Posts: keine Anzüglichkeiten, keine Kuschelbilder unter peinlichen Hashtags wie #trunkenvorwonne 
  • Keine andere Beziehung, kein öffentliches Flirten
  • Niemandem erzählen, dass die Beziehung fake ist
  • Absolut ehrlich sein (zu wem sonst als zu deinem Fake-Partner könntest du das?)

 

Von heute auf morgen steht Laurie vor den Scherben ihres ganzen Glücks: Ihre große Liebe Dan trennt sich nach 18 Jahren von ihr. Angeblich, um sich selbst neu zu finden – eine Neue hat er allerdings auch schon gefunden. Dass Dan und Laurie in der gleichen Anwaltskanzlei arbeiten, macht die Situation nicht besser.
Eines Abends bleibt Laurie ausgerechnet mit Jamie im Fahrstuhl stecken, ihrem als Womanizer verrufenen Kollegen. Zusammen schmieden sie den Plan, eine Fake-Beziehung einzugehen und diese über ihre sozialen Netzwerke zu verbreiten. Es geht ja nur um ein bisschen Schauspielerei. Oder?

Aller guten Dinge sind zwei

Ein gebrochenes Herz, ein zweifelhafter Ruf und ein fast perfekter Plan: Der humorvolle Liebesroman der britischen Bestseller-Autorin Mhairi McFarlane begeistert mit flotten Dialogen und ganz viel Gefühl Von einem Tag auf den anderen steht die 36-jährige Laurie vor den Scherben ihres ganzen Glücks: Ihre große Liebe Dan trennt sich von ihr. Um sich selbst neu zu finden, wie er sagt – eine Neue hat er allerdings auch schon gefunden. Als wäre das nicht schlimm genug, ist die Neue bald darauf schwanger von Dan, der Lauries Kinderwunsch seit Jahren abgeschmettert hat … Dass Dan und Laurie in derselben Anwaltskanzlei arbeiten und ihre Kollegen bald kein anderes Thema mehr kennen als das Liebes-Aus des einstigen Vorzeige-Pärchens, macht es für Laurie nicht leichter. Ausgerechnet mit ihrem als Weiberheld verrufenen Kollegen Jamie bleibt Laurie eines Abends im Fahrstuhl stecken. Gezwungenermaßen kommen die beiden ins Gespräch – und stellen fest, dass sie einander nützlich sein könnten. Es geht ja nur um ein bisschen Schauspielerei. Oder? Schon nach wenigen Seiten ihres humorvollen Liebesromans fühlen Mhairi McFarlanes Figuren sich wie Freunde an: Mit treffsicheren Dialogen voller Wortwitz erweckt die Bestseller-Autorin Laurie und Jamie zum Leben und sorgt dafür, dass neben Herz-Schmerz und Romantik auch der typisch britische Humor nicht zu kurz kommt. Entdecken Sie auch die anderen humorvollen Liebesromane von Mhairi McFarlane: • Wir in drei Worten • Vielleicht mag ich dich morgen • Es muss wohl an dir liegen • Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt • Sowas kann auch nur mir passieren

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Aller guten Dinge sind zwei

Dan: Wann kommst du nach Hause? Ungefähr?

Laurie: Weiß nicht. HOFFENTLICH BALD.

Dan: Hoffentlich?

Laurie: Die trinken den Prosecco hier mit Himbeeren.

Dan: Ich dachte, du magst Prosecco. Und Himbeeren.

Laurie: Tu ich auch! Ich trinke selber einen. Aber das steht für eine ganz bestimmte Art von Mädelsabend, die einfach nicht zu mir passt. Sie nennen es Prickelbrause.

Dan: Hast du ein Problem, weil das Zeug anderen Leuten auch schmeckt? Ich glaube ja nicht, dass ich mich im Pub jemals darüber beschweren würde, wenn die anderen dasselbe bestellen wie ich.

Laurie: ... Abgesehen von dem Mal, wo du gesagt hast, du hasst Junggesellenabschiede, bei denen man schon um 7 Uhr morgens bei Spoons in Gatwick zehn Gläser Stella Artois in sich reinschüttet.

Dan: Du musst wohl immer die Juristin raushängen lassen, was?

Laurie: HA. Vertippt. Eigentlich wolltest du schreiben: Hast mich auf frischer Tat ertappt, Champ.

Dan schreibt ...

Dan schreibt ...

Zuletzt online heute 21.18 Uhr.
 

Dan schien es sich anders überlegt zu haben. Laurie schaltete das Display aus und steckte ihr Handy zurück in die Tasche. Eigentlich hatte sie gar nichts gegen das Klischee – Alkohol war Alkohol. Der Versuch, sarkastisch zu sein, war eher Maulheldentum. Es war ein Hilferuf. Laurie fühlte sich verloren, und das Handy war die Verbindung zum sicheren Hafen. Der heutige Abend war ein unfreiwilliger Flashback, denn sie musste daran denken, wie sie sich immer in der Mittagspause in der Schule gefühlt hatte. Ihre Mutter war alleinerziehend gewesen, und Laurie besaß weder Geld noch Coolness.

Bislang hatten die Mädels über die Vorteile von Augenbrauen­ Mikroblading diskutiert (»Diese Ashley, die bei Stag Communications arbeitet, sieht aus wie Eddie Munster«) und darüber, ob Marcus Fairbright­-Page bei KPMG ein fieses Arschloch war, der reihenweise Herzen und Bettgestelle brach (nach allem, was Laurie gehört hatte, würde sie klar und deutlich Ja sagen, aber sie hatte auch verstanden, dass ihre Meinung nicht wirklich erwünscht war). Und darüber, wie viele Strecksprünge aus der Liegestütze man beim HIIT ­Work­out im Virgin­Active­Fitnessclub schaffte (keine Ahnung, vermutlich keinen).

Sie alle waren so glamourös und feminin, sorgfältig herausgeputzt, um sich öffentlich zur Schau zu stellen. Laurie fühlte sich wie eine Taube mit spülwassergrauem Gefieder in einem Gehege voller zwitschernder Tropenvögel.

Emily war ihr wirklich was schuldig. Ungefähr alle drei Monate flehte ihre beste Freundin Emily, Inhaberin einer PR ­Agentur, Laurie an, beim Mitarbeiterabend dabei zu sein, damit er »nicht so öde« würde, weil sie andernfalls über nichts anderes als die neuen Kunden redeten. Als Geschäftsführerin und Gastgeberin saß Emily am Kopfende des Tischs, ließ alles auf die Firmenkreditkarte setzen und reichte Nocellara­-Oliven und Salzmandeln herum. Laurie, die verspätet eingetroffen war, saß am entgegengesetzten Ende.

»Und, wer war das?«, fragte Suzanne rechts von ihr. Suzanne hatte wunderschönes, schulterlanges, dichtes, vanillepuddingblondes Haar und den strengen Blick eines Zollbeamten.

Laurie drehte sich zu Suzanne und verbarg ihre Gereiztheit hinter der Attrappe eines Bauchrednerlächelns. »Wer war was?«

»Am Handy! Du warst ja ganz vertieft.« Suzanne verdrehte ihre Rehaugen und imitierte einen schimpansenartigen Trancezustand, während sie mit den Händen über ein imaginäres Display wischte. Vom Alkohol angeregt kreischte sie mädchenhaft, auf eine Art, die grausam wirkte.

»Mein Freund«, erwiderte Laurie.

Das Wort »Freund« fing zwar langsam an, ein bisschen dämlich zu klingen, dachte Laurie, aber »Partner« wirkte so dröge und steif. Sie ahnte, dass die Gesellschaft, in der sie sich befand, sie bereits als genau das abgestempelt hatte.

»Ach ... Ihr kennt euch wohl noch nicht lange?« Mit gespreizten Fingern strich sich Suzanne das Märchenprinzessinnenhaar hinter die Ohren und spitzte die Lippen.

»Haha! Kann man nicht gerade sagen. Wir sind zusammen, seit wir achtzehn waren. Wir haben uns an der Uni kennengelernt.«

»O mein Gott«, sagte Suzanne. »Und du bist wie alt?«

Laurie spannte die Bauchmuskeln an und antwortete: »Sechsunddreißig.«

»O mein GOTT!«, kreischte Suzanne noch einmal, so laut, dass ein paar andere zu ihnen herüberschauten. »Und ihr wart die ganze Zeit zusammen? Keine Seitensprünge oder Trennungen? Er ist tatsächlich dein erster Freund?«

»Ja.«

»Das hätte ich niemals fertiggebracht. O mein Gott. Wow. War er dein ...«, sie senkte die Stimme, »allererster ...?«

Laurie krümmte sich innerlich.

»Bisschen sehr persönlich nach gerade mal zwei Drinks, oder?«

Suzanne ließ sich nicht beirren.

»Ach, du liebes bisschen. Meine Güte, nein!«, sagte sie fröhlich, als mache sie nette Witze, dabei war sie einfach nur voreingenommen, obszön und grauenhaft. »Aber ihr seid nicht verheiratet?«

»Nein.«

»Möchtest du denn?«

»Nicht unbedingt«, sagte Laurie und zuckte die Schultern. »Ich bin weder besonders für noch gegen das Heiraten.« »Vielleicht, wenn ihr mal Kinder habt?«, schlug Suzanne vor.

Ach, wie subtil. Hau doch einfach ab, du blöde Kuh.

»Bist du verheiratet?«, fragte Laurie.

»Nein!« Suzanne schüttelte den Kopf, und ihr wunderschönes Haar wogte. »Aber mit dreißig möchte ich es auf jeden Fall sein. Ich habe vier Jahre, um den Richtigen zu finden.«

»Warum mit dreißig?«

Ich denke einfach, ich will nicht als alte Jungfer enden.« Sie hielt kurz inne. »Ist nicht persönlich gemeint.«

»Klar.«

Laurie überlegte kurz, ob sie sagen sollte: Du weißt genau, wie grob das ist. Du weißt doch, dass man nicht einfach »nicht persönlich gemeint« hinterherschieben kann, um damit dem Ganzen die Spitze zu nehmen. Dann wog sie in üblicher britischer Manier das Für und Wider von zehn Sekunden Triumph ab, der die peinlichen und feindseligen Stunden, die darauf folgen würden, nicht wert war.

»Wer macht deinen Teint? Der ist ja ganz schön satt«, sagte Carly, die im Glitzertop auf der anderen Seite von Suzanne saß. Fassungslos prustete Laurie beinahe los. Was kam wohl als Nächstes? Und wer macht deine Dauerwelle? Eigentlich wusste sie nicht, warum sie so fassungslos war. Bekäme sie für jedes Mal, wenn jemand eine Bemerkung über ihre Hautfarbe machte, ein Pfund, bräuchte sie sich keine Sorgen um die Hypothek für die Doppelhaushälfte in Chorlton machen.

Normale Durchschnittsweiße hatten keine Ahnung, wie schockierend unverblümt die Leute sein konnten, wenn es um offensichtliche äußere Unterschiede ging.

»Meine Mum kommt aus Martinique«, erklärte Laurie und erwartete, dass sich auf Carlys Gesicht ein Anflug von Betretenheit abzeichnete.

Doch sie wartete vergebens. »Deine was?«

»Martinique! Meine Mum kommt aus Martinique!«, schrie Laurie mit schriller Stimme gegen die Musik an und deutete auf ihr Gesicht. War es tatsächlich derart schwer, einen schwarzen Menschen im Kerzenlicht zu erkennen?

»Deine Mum heißt Martine Ik?«

Scheiß drauf.

»Ich hole mir einen Old Fashioned«, sagte Laurie und erhob sich abrupt. Denkt doch, was ihr wollt. Da entdeckte sie die beiden, rein zufällig, als eine Lücke im Gedränge entstand. Unwillkürlich grinste Laurie, denn auch wenn es ein niedriger Instinkt war, verspürte sie einen Nervenkitzel, weil sie jemanden bei etwas ertappte, das sie ganz bestimmt nicht zu Gesicht kriegen sollte – in einer Sitznische ein paar Meter entfernt.

Ihr Kollege Jamie Carter verbrachte den Abend mit einer traumhaft schönen, jungen Frau. So weit, so absehbar. Doch es handelte sich nicht etwa um eine unbekannte Schönheit, vielmehr war sich Laurie zu neunundneunzig Prozent sicher, dass die Frau, an die er sich schmiegte, Eve, die Nichte des Chefs, war. Am Tag, bevor sie in der Kanzlei angefangen hatte, hatte man Jamie ausdrücklich davor gewarnt, sich ihr zu nähern. Das hier war Zündstoff für die Gerüchteküche im Büro. Womöglich sogar arbeitsvertragsbeendender Zündstoff, je nachdem, wie ernst Mr Salter seine Verantwortung nahm.

Die Warnung hatte im Büro für eine Menge Belustigung gesorgt: Jamie war tatsächlich eine Bedrohung für die Unschuld sittsamer Töchter.

»Man könnte Carter mit einer GoPro versehen, nach allem, was ich weiß«, johlte Laurie. »Das geheime Leben des Vorstadtcasanovas.«

Sie hatte dunkelrote kernlose Trauben aus einer Tüte gegessen, und die Wangen von Büroassistentin Jasmine hatten dieselbe Farbe wie das Obst angenommen, womit sie sich unfreiwillig als ein weiteres Opfer von Jamies Reizen outete.

Nun, was auch immer seine Vorgesetzten gesagt hatten, ganz offensichtlich hatte es einen verheerenden Effekt gehabt. Jamie hatte die vierundzwanzigjährige Jurastudentin innerhalb von einer Woche dazu gebracht, nach Feierabend beim Tête­à­Tête kubanischen Rum zu schlürfen.

Laurie musste ihn für seinen Mumm bewundern. Und ohne Zweifel war sie nicht die Einzige. Mal ganz abgesehen von der riskanten Wahl der Begleitung war The Refuge exakt die Art Etablissement, in dem sie Jamie Carter an einem Freitagabend vermutet hätte. Aus den Lautsprechern dröhnte Good Times von Chic, und direkt über ihren Köpfen verkündete ein Kunstwerk aus schwarz­weißen Kacheln mit einer Skyline aus Fabrikschornsteinen den GLAMOUR VON MANCHESTER. Jamie und Eve passten zum Motto.

Die Bar in dem Hotel aus dem neunzehnten Jahrhundert glich einer funkelnden Kathedrale und war nur etwa eine Viertelstunde Fußweg von der Kanzlei an der Deansgate entfernt. Jamie war also nicht wirklich inkognito unterwegs. Warum ging er ein solches Risiko ein?

Vielleicht spekulierte er einfach darauf, dass ihn schon keiner der alten Käuze oder Vorstadtschnepfen unter den Kollegen erwischen würde. Ja, so war es wahrscheinlich. Soweit Laurie Jamie einschätzen konnte, gefiel ihm das gewagte Spiel. Aus mehr als einem Grund war es unwahrscheinlich, dass er sie bemerken würde, dort, zwischen den schnatternden Frauen am anderen Ende des Raums.

Es war nicht zu übersehen, dass Jamie ganz in seinem Element war. Lebhaft verzog er beim Reden sein hübsches Gesicht, und an einer Stelle schlug er sich theatralisch mit der Handfläche an die Stirn, um sein Entsetzen oder seine Scham zu unterstreichen. Mit jeder Minute verfiel ihm Eve sichtlich mehr, ihre Augen waren mittlerweile praktisch sternförmig wie bei einem Emoji. (Und trug er sonst nicht eine Brille? Ha, Eitelkeit.)

Jamie war zweifelsohne ein Profi auf diesem Gebiet, ein ganz und gar geübter Jäger in seinem natürlichen Lebensraum. Ob Eve allerdings wusste, dass sie die Antilope dieses Wochenendes war, war eine andere Frage.

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