Eine traumhafte Insel wird zum Albtraum

Die rauschende Mittsommerparty eines Luxushotels auf einer kleinen, wildromantischen Flussinsel in Essex endet in einer Katastrophe: Gleich mehrere Gäste ertrinken nachts in den kalten Fluten. Die junge Hotelmanagerin Hannah entwickelt daraufhin eine panische Furcht vor Wasser, die sie buchstäblich auf der Insel gefangen hält, selbst als sich das Hotel mit dem Wintereinbruch endgültig leert. Inzwischen ist sie überzeugt, dass die schreckliche Nacht kein Unfall war. Warum weigert sich ihre Schwester, die auch im Wasser war, darüber zu sprechen? Hannah ist allerdings nicht so einsam auf der Insel, wie sie glaubt …

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S. K. Tremayne

S. K. Tremayne

S.K. Tremayne wurde in Devon geboren und lebt heute in London. Sein ursprünglicher Beruf als Reisejournalist bringt es mit sich, dass er die Schauplätze seiner Romane bestens kennt. Ihm gefällt es dort, wo normale Orte plötzlich bedrohlich werden - und wo das Unheimliche ins Leben normaler Menschen tritt. Sein erster Thriller Eisige Schwestern wurde sofort zum Bestseller. Heute werden seine Bücher in dreißig Sprachen übersetzt.

Leseprobe

Schwarzes Wasser

HANNAH, HEUTE

Wasser. Einfach Wasser.
Mehr ist es nicht.
Krieg dich ein.
Noch während ich mir das sage, mit dem Blick zur Decke, die weiß gestrichen, jetzt aber dunkel ist, meldet sich in meinem Kopf eine andere Stimme: Einfach Wasser? Einfach?
Alles ist Wasser. Mein Körper ist Wasser, der Mutterleib ist Wasser, und Wasser war der Traum. Ich bin damit aufgewachsen, aufs Wasser zu schauen, auf den Fluss, der zum Meer geht; als Mädchen war ich voller Sehnsüchte, hoffte, ich würde eines Tages die Welt bereisen und über die Wasser segeln.
Einfach Wasser? Wir nutzen es jeden Tag, zum Waschen, zum Trinken, zum Kochen; wir tauchen darin, wir schwimmen darin, wir laufen zu ihm hin, wir sehnen uns danach, an ihm zu leben.
Wir versinken darin.
Ich drehe mich um, kneife die Augen zu.
Wir segeln darauf, wir spielen darin, planschen und platschen, prusten, spritzen, strampeln, sprühen. Sex ist vor allem Wasser, feucht, nass, das Blut, das die bitzelnde Haut durchströmt, ein weicher, nasser Kuss auf die Wange.
Steh auf, Hannybobs.
Ich hebe den Blick, schaue auf meine kleine Uhr, auf die freundlich grün leuchtenden Ziffern. 5:36.
Warum wache ich immer um diese brutale Zeit auf? Das ist jetzt mein persönliches Morgengrauen. Nahezu täglich, zwischen fünf und sechs. Seit ES passiert ist. Manchmal finde ich, wenn ich ganz still liege, die Augen fest schließe, die Decke um mich ziehe und hässliche Gedanken wegscheuche, zurück in eine Art Schlaf, aus dem dann eine grelle Traumparade wird, eine Zirkustruppe, die niemand bestellt hat: eine Kavalkade von Zombie-Clowns, grinsende Akrobaten, übereinanderpurzelnde Freaks, riesige trompetende Elefanten, ich selbst.

Oft liege ich da, weiß, dass ich wohl nicht wieder einschlafen werde, und frage mich, ob ich nicht einfach aufstehen sollte, und zugleich ist mir klar, dass ich dann meine beste Zeit, die Zeit, in der mein Hirn am produktivsten ist, damit zubringen werde, dazusitzen und ins Leere zu starren, während mein Verstand sich ergebnislos abstrampelt, Erinnerungen wegsortiert und wieder hervorholt. Und dann, eine Stunde später, kommt langsam Leben in das große Gebäude um mich herum, ein pfeifender Souschef, das Klappern und Scheppern aus den Küchen, das Flüstern und Kichern eilender Zimmermädchen, die ersten brutzligen Frühstücksgerüche dringen zu mir, und ziemlich sicher höre ich die Gäste in Zimmer 14 ein Stück den Flur runter bei ihrem stürmischen Morgensex, und dann weiß ich, dass ich wirklich aufstehen muss.
Duschen – mit Wasser. Tee kochen – mit Wasser. Kaffee schlürfen – mit möglichst wenig Wasser. Klein und schwarz und doppelt und dreifach stark, und ich werde nachher im Büro über der Rezeption noch unzählige Kaffees brauchen, um gegen das Gähnen anzukämpfen, mit dem ich täglich für das frühe Aufstehen bezahle.
Steh auf.
Diesmal gehorche ich. Schubse die Decke weg, überlege, ob ich die Lampe anmachen soll, entscheide mich aber dagegen. Ich mag die Dunkelheit. Sie verbirgt Dinge. Außerdem ist es nicht vollständig dunkel, wir haben fast Vollmond, ein zarter silbriger Schein umgibt die halb zugezogenen Vorhänge. Die dazu dienen, mich gegen den quälenden Ausblick abzuschirmen, den Blick auf den Blackwater.

Buch Mockup S. K. Tremayne: Schwarzes Wasser

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