Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Schweigend steht der Wald

9783426198544
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Hardcover, Droemer HC
02.09.2013, 400 S.

ISBN: 978-3-426-19854-4
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Roman

Als es die Forststudentin Anja Grimm ausgerechnet in jene entlegene Gegend im Bayerischen Wald verschlägt, wo sie als kleines Mädchen mit ihren Eltern Urlaub gemacht hat, holt sie der Alptraum ihrer Kindheit ein: Kurz nach ihrer Ankunft wird im gleichen Waldstück, wo vor zwanzig Jahren ihr Vater spurlos verschwand, der geistig zurückgebliebene Xaver Leybach erhängt aufgefunden. Und dies soll nicht der einzige Todesfall bleiben, der durch Anjas Auftauchen ausgelöst wird.
Schon bald erregt Anja mit ihrem Verdacht, dass Xaver etwas über das Verschwinden ihres Vaters wusste, nicht nur bei den Dorfbewohnern Misstrauen und Feindseligkeit. Selbst die Polizei reagiert äußerst reserviert auf ihre Nachforschungen. Und als sichtbar wird, dass die junge Frau die Zeichen des Waldes lesen kann wie ein offenes Buch, steht eine furchtbare Entscheidung an …

Der Autor

Wolfram Fleischhauer

Portrait von Wolfram Fleischhauer

Wolfram Fleischhauer wurde 1961 in Karlsruhe geboren. Bei Droemer erschienen seine vier Romane über die Künste ("Die Purpurlinie", "Die Frau mit den...

zum Autor Bücher von Wolfram Fleischhauer

Pressestimmen

Unglaublich spannend geschrieben und trotzdem voller Anspruch.

Radio Arabella München, 02.09.2013

"Ein atmosphärisch dichter Spannungsroman. Unmerklich versinkt man während der Lektüre in einer anderen Welt, streift gemeinsam mit der Protagonistin durch dichte Wälder und spürt gleichzeitig die latente Gefahr, in der sich diese befindet."

booksection.de, 09.09.2013

Ein Thriller mit Kammerspielatmosphäre.

Der Neue Tag, 13.09.2013

Traulich und hold ist hier nichts: grausige Höfe, dörfliche Vetternwirtschaft und brauner Sumpf, atmosphärisch dicht erzählt.

Bücher, Okt./Nov. 2013

Der Krimi entwickelt zum Ende hin eine grandiose Spannung und bietet regionalen und historischen Bezug ohne jeden Klamauk.

Münchner Kirchenzeitung, 20.10.2013

Mystischer Wald, Todesfälle und deutsche Vergangenheit zusammengepackt zu einem spannungsreichen Roman, der nachdenklich stimmt und nachwirkt.

Buchkultur, Februar/März 2014

"Wolfram Fleischhauer hat einen großen Roman geschrieben."

liesdoch.de, 06.12.2014

"Absolut empfehlenswert"

Gießener Zeitung, 04.03.2015

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Absolut lesenswert ein spannendes Buch für jeden Krimi Fan

auriga63, 27.03.2015

Die Bücher von Fleischhauer sind immer ein sicherer Tipp. Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Die düstere
Atmosphäre die der Autor schon auf den ersten Seiten schafft, dazu die Geheimnisse der Vergangenheit, die Anja hier einholen, ließen mich nicht mehr los. Mehr als einmal war ich in Versuchung vor zu blättern um den Schluss zu erfahren. Das ist ein Buch, das ich im Freundeskreis wirklich nur empfehlen kann.
Bibliomarie, 06.12.2014

Anja ist eine Studentin und macht gerade ein Praktikum. Zusammen mit einem Kollegen entnimmt sie Proben aus Waldböden.
Als sie solche Proben von einem Waldstück entnehmen, kommt es zu einem Zwischenfall mit einem Dorfbewohner. Der Leser vermutet von Anfang an ein Geheimnis. Was ist damals in diesem Wald passiert? Was ist mit Anja’s Vater passiert? Spannend von der ersten Seite an. Kein blutrünstiger Krimi, sondern eher grausam und schockierend. Ich fand dieses Buch sehr gut durchdacht, geheimnisvoll und spannend.
Doris Oberauer, 08.10.2014

Ein unglaublich spannender Roman. Ich war gefesselt von der ersten Seite an. Konnte das Buch kaum weglegen. Düster und
teilweise sehr schockierend. Unbedingt lesen!
Doris Oberauer, 01.03.2014

„Was auch immer man tat, immer ergab sich daraus eine endlose Kette von unbedachten Folgen und Wirkungen.“ S. 199/>
Zum Inhalt

Anja Grimm ist Forststudentin. Als sie 8 Jahre alt war, verschwand ihr Vater spurlos im Waldgebiet von Faunried im Bayerischen Wald, nahe der tschechischen Grenze. Als sie dort aufgrund eines Praktikums Bodenproben ziehen soll, nimmt sie die Stelle an, ohne zu wissen, warum sie sich mit dem Schauplatz ihres Kindheitstraumas konfrontieren will. Das ungeklärte Verschwinden ihres Vaters hat Anja auch nach 20 Jahren noch nicht losgelassen. Das schreckliche Erlebnis hat sie geprägt und ihre Mutter zerstört. Während Anja in Faunried ihrem Studium nachgeht, umsorgt zu Hause in München eine Pflegekraft ihre Mutter, die vor einem halben Jahr einen Selbstmordversuch unternommen hat.

Auf einer Lichtung im Wald, nahe dem Leybachhof, entdeckt Anja Grimm Abweichungen bei den Proben. Doch selbst als sie der Besitzer des Waldes, der geistig zurückgebliebene Xaver Leybach, bedroht und von seinem Grundstück verscheucht, will sie diesen Unstimmigkeiten noch einmal nachgehen. Als sie eben jenen Xaver dann am Hochsitz erhängt auffindet, ist das erst der Anfang einer Reihe von Verbrechen, die weit in die Vergangenheit reichen …

Meine Meinung

Ich habe etwas gebraucht, um mich in das Buch einzulesen. Die vielen Namen und Familienbeziehungen sowie die spezifischen Details zur Forstarbeit am Anfang waren etwas anstrengend und verwirrend. Allerdings gab das der Geschichte gleich zu Beginn eine mysteriöse Note und man ahnt, dass in dem verschlafenen Nest Faunried etwas verborgen ist.
Man taucht immer mehr ein in die alten Familiengeheimnisse und entdeckt hinter der dörflichen Idylle Heimlichkeiten und Lügen, die schon Jahrzehnte totgeschwiegen wurden. Man kann den Kreis der Verdächtigen bald einschränken, viele scheinen darin verwickelt zu sein und doch bleibt der Grund, das Motiv, sehr lange verborgen und fesselt einen an das Rätsel, das bis zum Schluss im Dunkeln bleibt.

Die prägnantesten Protagonisten waren Anja Grimm und der Polizist Dallmann. Sie haben viel über ihre Handlung reflektiert, während die anderen Charaktere eher undurchsichtig blieben, was die Spannung natürlich hoch gehalten hat. Insgesamt war es ein in sich sehr logischer Handlungsablauf mit menschlich einleuchtenden Reaktionen und Konsequenzen.

Welche Dimension die Geschichte annimmt, welche Schuld tatsächlich seit Jahrzehnten in dem schweigenden Wald verborgen lag, würde man nicht für möglich halten – eine alte Schuld, die durch das beherzte Eingreifen der Studentin scheinbar endlich beglichen werden soll.

Was ich toll fand waren auch die kleinen, versteckten Anspielungen auf den missverstandenen Begriff eines richtigen Waldes, wie er wirklich sein sollte. Während am Anfang des Buches die profilierten Erklärungen überford
Alexandra Probst, 20.11.2013

Meine Meinung:
Schweigend steht der Wald, ist das erste Buch, das ich von Wolfram Fleischhauer gelesen habe. Der Klappentext hat mich angesprochen und ich habe einen „normalen“ Krimi erwartet. Bekommen habe ich ein Buch, welches durchaus nachdenklich stimmen kann. Und ja, es sind kriminelle Elemente enthalten, aber es ist noch viel tiefgreifender. So viel mag ich verraten: es geht nicht nur um den erhängten Xaver und den verschwunden Vater von Anja. Viel mehr geht es darum, herauszufinden wo die Ursachen dafür liegen. Und das ist dem Autor auf eine sehr spannende Art und Weise gelungen.
Zunächst ist mir der Einstieg in das Buch nicht ganz leicht gefallen. Begriffe wie „kartieren“ und „Bohrstock“ waren mir noch zu fremd. Doch nach ein paar wenigen Seiten hat mich das nicht mehr gestört, denn die Sogwirkung des Buches hat stark zugenommen und ich mochte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Hin und wieder habe ich mal eine Ahnung bekommen in welche Richtung die Entwicklung gehen könnte, doch immer wieder gab es eine unerwartete Wendung und immer tiefer gingen die Geheimnisse.
Anja ist eine sympathische Protagonistin. Sie ist nett und zielstrebig. In diesem Fall wird ihr ihre Zielstrebigkeit allerdings fast zum Verhängnis. Richtig gut gefallen, hat mir die Beschreibung des Waldes und seiner Feinheiten und die Art und Weise wie Anja „den Wald lesen“ kann. Sehr faszinierend. Aber auch die Beschreibung aller anderen Protagonisten ist prima. So richtiges „Urgestein“. Ich habe keine Zweifel daran, dass es solche Familien gegeben hat und möglicherweise auch immer noch gibt. Der Autor schreibt am Ende des Buches, das die Handlung frei erfunden ist. Aber das ist ihm ziemlich authentisch gelungen. Und was die tiefer gehenden Gründe für den Tod von Xavier angeht, die sind in ähnlicher Form leider nicht erfunden.
Das Ende hat mich auch überrascht, denn nach der eigentlichen Aufklärung des Falles geht es noch ein klein wenig weiter, und läßt den Leser nachdenklich zurück.

Mein Fazit:
Trotz meiner Einstiegsschwierigkeiten, konnte mich das Buch überzeugen. Ich kann jedem Leser, dem es eventuell genauso geht, nur raten die paar Seiten durchzuhalten. Es lohnt sich wirklich. Ein Buch, das nicht nur ein spannender Krimi ist, sondern Erinnerungen weckt und nachhaltig wirkt.
Beate Döring, 07.10.2013

"Und ich sage euch: Diese Frau liest den Wald so wie keiner von uns."

Meine Gedanken zu dem Buch:
Wolfram Fleischhauer gehört zu den renommierten deutschen Autoren, der schön viele Werke sehr erfolgreich veröffentlicht hat, unter anderem "Drei Minuten mit der Wirklichkeit", "Torso", "Die Frau mit den Regenhänden" uvm.
Nun ist im September diesen Jahres sein neuestes Werk "Schweigend steht der Wald" erschienen. Der Klappentext klang für mich sehr vielversprechend. Ich begann also mit dementsprechend hohen Erwartungen, dieses Buch zu lesen. Doch nach den ersten Seiten musste ich erst einmal schlucken, denn ich fand einfach keinen Zugang zur Geschichte. Die Forststudentin Anja Grimm ist für das Kartieren von Waldabschnitten verantwortlich und so nahm sich der Autor zu Beginn Zeit, etwas ausführlicher in die Fachthematik einzutauchen. Für meinen persönlichen Geschmack im ersten Moment etwas zu ausführlich...
Ich merkte, wie ich den Faden verlor und legte das Buch erst einmal beiseite. Ein paar Tage später sprach ich mit jemandem über dieses Buch und man bekniete mich quasi, unbedingt weiterzulesen, ich würde es nicht bereuen.
Und so gab ich dem Buch eine zweite Chance und siehe da - diesmal passte es einfach! Fast augenblicklich war ich im Geschehen versunken und konnte mich diesmal auf die Story einlassen.
Da ich mittlerweile mitbekommen habe, dass mehrere über den etwas langatmigen Einstieg stolperten, kann ich nur den Rat weitergeben: Unbedingt weiterlesen, es lohnt sich!
Einmal in der Geschichte drin, fiel es mir dann schwer, das Buch zur Seite zu legen. Die Spannung baute sich subtil, aber nun beständig auf und plötzlich streifte ich in Gedanken an der Seite von Anja Grimm durch die bayrischen Wälder nahe der tschechischen Grenze und begann das Rätselraten, was hier im Haingries verborgen liegt. Denn in diesem Wald verschwand damals Anjas Vater spurlos, als sie noch ein kleines Kind war und mit ihrem Eltern auf einem nahen Hof Urlaub machte. Anja, mittlerweile Erwachsen, konnte sich nie mit dem Verschwinden abfinden, der Verlust ihres Vaters nagte über die vielen Jahre an ihr und auch ihre Mutter leidet noch immer, mittlerweile schlimmer denn je und benötigt Pflege. Der Wald raubt Anja im wahrsten Sinne des Wortes den Atem, was sich in ihrem schweren Asthma bemerkbar macht - und doch kann sie ihm nicht Fernbleiben und selbst ihr Beruf treibt sie in den Wald. Es scheint wie ein Zwang für sie zu sein. Sie lernt, den Wald zu lesen und zu verstehen - nun möchte sie auch das Verschwinden ihres Vaters verstehen.
Und so landet sie wieder in diesen speziellen Waldabschnitten, dem Haingries. Irgendwas beunruhigt sie hier. Weshalb gibt es hier eine künstlich angelegte Lichtung? Warum weichen in einem bestimmten Sektor sie Bodenproben ab? Was verbirgt dieser Wald?
Und plötzlich steht sie in diesem Wald Xaver Leybach gegenüber. Und dieser bedroht sie mit ein
Alexandra Zylenas, 23.09.2013

Bei Büchern von Autor Fleischhauer kann man nichts verkehrt machen. Sie sind durchgängig empfehlenswert. Freue mich
schon jetzt auf das Erscheinen dieses neuen Buches.
Fiona63, 05.08.2013
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